Kühne Rotkohl “Das Original” vs. Kühne Bio-Rotkohl
Winterzeit, Rotkohlzeit. Der Kühne Rotkohl im Glas ist vielen als schnelle Alternative zu frisch gekochtem Rotkohl bekannt. Neu war mir bislang die Biovariante, die ich im Regal bei REWE direkt neben dem konventionellen Kohl entdeckte. Ideal für einen direkten Geschmacksvergleich.
Ich koche beide Varianten nach Anleitung 15 Minuten lang mit etwas Wasser, sonst nichts. An die weitere Verfeinerung mache ich mich nach dem Test (Am liebsten mit Lorbeerblatt, Nelke, Apfel, Balsamico-Essig, Pfeffer und Salz).
Schon beim Kochen bemerke ich beim Kühne Bio-Rotkohl den etwas dominanteren Essig in der Nase. Zuerst unterziehe ich aber das konventionelle Produkt der sensorischen Prüfung. Der Rotkohl ist im Geschmack angenehm süß-sauer, sehr ausgewogen und harmonisch gewürzt, im Biss noch etwas knackig.
Der Kühne Bio-Rotkohl ist eindeutig weicher im Biss und der Essig ist tatsächlich intensiver wahrnehmbar. Das tut dem Gesamtwerk allerdings keinen Abbruch, die Biovariante ist ebenfalls sehr fein und ausgewogen. Dabei wirkt der Bio-Kohl frischer im Geschmack als sein konventioneller Bruder.
Der größte Unterschied ist der des Preises. Während der Kühne Rotkohl “Das Original” mit 0,99 € auf dem Kassenzettel verbucht ist, klotzt das Bioprodukt mit über 100 % Aufschlag: 1,99 € für die exakt gleiche Füllmenge von 680 Gramm. Das ist heftig und wirft Fragen auf: Ist der Anbau von Bio-Rotkohl soviel schwieriger und aufwendiger? An den weiteren Zutaten kann es nicht liegen, einzig die Zuckerart und das Salz (beim Bio-Rotkohl: Rohrohrzucker und Meersalz) sind unterschiedlich bei den Varianten. Also wendete ich mich an die Pressestelle des Unternehmens, von der ich bislang allerdings keine Antwort erhalten habe.






Am 26. November 2008 um 23:12 Uhr
Ich bin gespannt, ob es eine Antwort geben wird. Aber ich glaube, letztendlich rechtfertigt mittlerweile alles, wo Bio drauf steht auch einen höheren Preis, das ist schon so ne Kopfsache, wer gesund leben will, der muss eben mehr dafür zahlen. Das hat sich so verankert, klar dass die Hersteller das ausnutzen.
Obwohl ich den Unterschied von einem Euro doch recht heftig finde, wie er hier angeboten wird, was aber auch am Supermarkt liegen kann, muss nicht immer beim Hersteller sein, dass die Preise dort festgelegt werden.
Am 27. November 2008 um 14:01 Uhr
Bislang habe ich von Kühne keine befriedigende Auskunft erhalten. Heute morgen habe ich allerdings bei Alnatura Bio-Rotkohl mit identischer Inhaltsmenge für 95 Cent gesichtet, das ist wohl auch schon eine Antwort.
Am 28. November 2008 um 11:16 Uhr
Heute kam eine Reaktion von Kühne, das Unternehmen weist allerdings schlicht auf die allgemeine EG Öko-Verordnung hin, deren Anforderungen und Verbote zu höheren Herstellungskosten führen.
Das der Bio-Anbau natürlich aufwendiger als der Konventionelle ist, muss an dieser Stelle wohl nicht vertieft werden.
Am 29. November 2008 um 02:42 Uhr
Na ist ja ne tolle Aussage, aber dass du das Glas anderswo billiger gesehen hast, zeigt natürlich auch einiges… Also Supermarkt ist eben doch nicht gleich Supermarkt.
Am 1. Dezember 2008 um 10:28 Uhr
Es handelte sich hier um ein Konkurrenzprodukt, Alnatura Eigenmarke. Liebe Grüße!
Am 2. Dezember 2008 um 12:41 Uhr
und das heißt doch eigentlich nur, dass Kühne auch schon beim konventionellen Rotkohl einen guten Reibach macht, wenn ein Konkurrenzprodukt als Bio-Ware zu einem günstigeren Preis angeboten werden kann. Oder das beide für ihre Rohware – ob nun bio oder konventionell, beim Landwirt so billig einkaufen, dass das den Verkaufspreis kaum beeinflusst…
Am 19. Dezember 2008 um 13:42 Uhr
[...] machen, Bio-Rotkohl oder den ganz normalen Rotkohl nehmen soll, kann das Vergleichsergebnis bei testschmecker.de nachlesen, das diese Frage mit Sicherheit beantwortet. Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste [...]