tazpresso - fair, bio und gut
Es gibt wohl kaum ein Produkt, bei dem der Anteil von fair gehandelter Ware so stark steigt, wie beim Kaffee. Das hat natürlich den Grund, dass bei kaum einem Nahrungsmittel die Produzenten einen geringeren Erlös am Handelspreis erhalten. Der tazpresso trägt neben dem Transfair-Siegel auch das EG-Biozeichen.

Der Vertrieb von tazpresso ist eine Kooperation der Gepa und der Berliner tageszeitung, seit jeher kurz taz genannt. Die sammelte noch in den radikalen 1980er Jahren Geld für die Aktion Waffen für El Salvador und stellte etwas später die Mägen der MitarbeiterInnen aus Solidarität mit Kaffee aus Nicaragua auf eine harte Probe. Diese Zeiten sind nun lange vorbei und die tageszeitung hebt sich eher etwas frischgrünsozialhumoristisch aus dem Blätterwald hervor.
Der tazpresso ist eine Mischung aus Robusta- und Arabicabohnen. Ich bevorzuge normalerweise reine Arabica-Kaffees, wegen des Aromas und weil diese nur halb soviel Koffein enthalten, wie die aus der Sorte Robusta. Die Bohnen stammen laut Verpackungstext “unter anderem” aus afrikanischen Kooperativen in Äthiopien, Uganda und Tansania. Die Mehrerlöse gegenüber dem niedrigeren Welthandelspreis werden zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Produzenten und ihrer Familien eingesetzt, dabei entscheiden die Kooperativen über die Verwendung der Gelder eigenständig und demokratisch.
Bei REWE erstand ich ein 250g Päckchen tazpresso für 3,99 €. Da es den Kaffee dort nur als ganze Bohnen gibt, ist das nun ein willkommener Anlass, Omas Kaffeemühle zu reaktivieren, die jahrelang nur Bestandteil der Küchendeko war. Also reinige ich das Gerät erstmal gründlich und mahle die ersten paar Bohnen für den Hausgeist, der in der Biotonne wohnt. Der Duft der Bohnen, der sich nun in der Küche verbreitet, ist schon mal sehr überzeugend.
In der Tasse ist der tazpresso äußerst aromatisch, schöne blumige Mokka-Aromen mit zarter Bitternote. Sicher kein mittelamerikanischer Magenkiller und die Farbe und Konsistenz der Bohnen lässt auf eine schonende Röstung schließen. Den tazpresso kann ich somit auch vom Geschmack her uneingeschränkt empfehlen!
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23. Januar 2009 at 16:52
Hallo Lars!
Ich kann nur beipflichten, und den tazpresso ebenso in höchsten Tönen loben. Nicht umsonst ist er auf meiner Hitliste der Bio/Fair-Trade-Kaffees ganz oben (siehe http://a-loha.blogspot.com/2008/09/hitliste-fair-trade-und-bio-kaffee-zum.html).
Nach jahrelangem Herumtesten mit allen verfügbaren Bio-Kaffees kaufe ich nun seit 3 Jahren ausschließlich den tazpresso.
Gerade weil er kein “Magenkiller” ist, wie du schreibst. Und er schmeckt sowohl handgebrüht, aus dem Espresso-Garer oder türkisch immer gut.
PS: In den großen Bio-Supermarktketten gibt es den tazpresso auch gemahlen… Obwohl ich will dir das Nostalgie-Gefühl mit Omas Mahlmaschine natürlich nicht nehmen.
23. Januar 2009 at 22:56
Ich trinke nicht sehr viel Kaffee, weil ich eben einen sehr schwierigen Magen habe. Ich vertrage nicht alles und bekomme bei Kaffee, auch wenn er mir gut schmeckt, immer sehr schnell Magenschmerzen. Ich werde diesen Kaffee einmal versuchen. Vielleicht kann ich mit diesem dann auch einmal mehr Tassen trinken als eine am Tag. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich diesen Beitrag gefunden habe. Und der Preis ist auch ganz in Ordnung. Ich hoffe er schmeckt auch wirklich so gut, wie ihr ihn hier beschreibt.
24. Januar 2009 at 20:48
@ Rui: Ob der tazpresso wirklich magenschonend ist, kann ich natürlich nicht sagen - es ist aber wohl hauptsächlich das Koffein und die Brühmethode für Probleme verantwortlich. So würde ich eher einen reinen Arabica-Kaffee empfehlen, mit Druck gebrüht.