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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for September, 2009


Der Trend geht zum Frühstück?

Auf einer Schweizer Website las ich gerade die Meldung, dass Fastfood-Ketten zunehmend das Verkaufspotential am entdecken den Morgen entdecken: Das Frühstück gewinne an Bedeutung in der Ausserhausverpflegung, heißt es dort.

Und wie immer beim Thema Fastfood geht der Blick in die USA: Dort werden durchschnittlich 15 Prozent der Umsätze am Morgen erzielt. In Europa sind die Anteile lange nicht so hoch, lediglich Ikea mit seinen Self-Service-Restaurants scheint hier eine Vorreiterrolle zu spielen.

McDonald’s will herausbekommen haben, dass das Frühstück nur noch für 23 Prozent der Deutschen die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Und wenn das Frühstück im Familienkreis wegfällt, dann rechnen sich die Fastfood-Anbieter gute Chancen aus. Zur Zeit seien die “Hauptanlaufstellen” für die Frühstückssuchenden noch Tankstellen-Shops und Bäckereien. Ikea bringt es in der Schweiz aber auf runde 300 Frühstücksgäste - täglich.

Das mag man nun bewerten wie man will: Der Fertiggericht am Resopaltisch mit fremden Nachbarn erscheint mir zumindest keine allzu verlockende Zukunftsperspektive. Andererseits bin ich mit McDonald so weit einer Meinung, dass das Frühstück bei uns unterbewertet ist - sowohl unter der Woche als auch am Wochenende. Und ein Bewusstseins- und Angebotswandel in dieser Hinsicht ist ja zunächst mal nix Schlechtes.

Zählt man sich nicht selbst zur Fastfood-Klientel, dann kann man wohl halbwegs beruhigt einer Verbesserung des Angebots entgegensehen - und einer Aufwertung des Frühstücks. Als nächstes werden sicher auch die konventionellen Gastronomen mitziehen und sich etwas mehr einfallen lassen als den Sonntagsbrunch zum Preis eines Mittagessens.

Letztlich, so sagt mir meine Erfahrung, bringt so eine Aufwertung immer auch eine größere Vielfalt mit sich und letztlich auch Bio-Alternativen. Mich bestärkt das zumindest, demnächst auch mal die Umsetzung diverser Frühstücks-Rezepte anzugehen, die sich in jüngerer Zeit angesammelt haben.

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Bergpracht Demeter Camembert 50 % Fettgehalt

Bergpracht Demeter Camembert 50%

Eine gute Käsetheke ist Gold wert. Leckere Käsesorten, frisch vom Laib, mit verschiedener Herkunft und unterschiedlichen Fettgehalten und in Bio-Qualität… Bio-Qualität? Ist nicht, oder zumindest verschwindend gering. Die Bio-Käse, so eine bittere Erfahrung, stehen größtenteils bei den abgepackten Käsesorten im Kühlregal.

Warum eigentlich? An der Käsetheke kaufen doch diejenigen, die etwas mehr Geld ausgeben, die eine große Auswahl suchen. Wie auch immer: Mir fiel am Kühlregal auf der Suche nach Bio-Käse auf, dass es von Bergpracht, einer Molkerei in der Allgäu-Bodensee-Region gleich mehrere Demeter-Käse zur Auswahl gab. Und da nach meiner Einschätzung die bio-dynamischen Demeter-Produkte nochmal eine Stufe höher einzuschätzen sind als biologisch-organischen Artikel, habe ich zugegriffen: 1,59 Euro für 125 Gramm sind auch ein guter Preis.

Bergpracht Demeter Camembert 50%Verkostet wird der Camembert natürlich, nachdem er ein paar Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen wurde. Wegen der Herkunft des französischen Weichkäses Camembert aus der Normandie, der dort auch nur aus Rohmilch hergestellt wird, wäre ein Cidre natürlich stilecht. Für den Allgäuer Camembert tat es ein frisches Dinkelbrot und ein Weißwein.

Auch wenn es modernen Ernährungsgewohnheiten widersprechen mag: Ich liebe fette Käse! Ein Camembert mit 50 Prozent Fettgehalt wie dieser ist cremig-weich, aromatisch, zart. Aus meiner Sicht eine klare Kaufempfehlung, obwohl ich jetzt gerne den direkten Vergleich mit einem französischen Spitzenkäse aus der Normandie gehabt hätte.

Wer mehr über Käse erfahren will, der findet im Web zahlreiche Infoseiten wie diese hier. Und wer lieber gleich die richtig große Auswahl haben möchte und eine lohnende Bestellmenge zusammen bekommt, der kann auf www.allesbiokaese.de auch online bestellen.

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Die Stulle ist wieder da…

Aran-Website

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat es erkannt und titelte am vergangenen Sonntag: Das Comeback der Stulle. Und richtig: Offensichtlich kommt jetzt eine Zeit, in der die Leute Sandwiches und Baguettes eher satt haben - zumindest die internationale Form, die es in Ketten meistens etwas lieblos zubereitet gibt.

Ich denke, es ist wie bei den Burgern: Wer die nur bei den bekannten Burgerbratern isst, dem entgeht etwas. Auch hier gibt es ja mittlerweile gute Adressen, wo richtig gutes Fleisch, lecker zubereitet in richtigem Brot steckt. Und wer beides zuhause zubereitet, der hat ebenso wie bei Sandwiches und Baguettes ein sehr leckeres, ganz individuelles Essen.

Nun also Graubrot, schreibt die FAS und listet gleich mehrere Ketten auf, die in diversen Großstädten vertreten sind. Allen scheint gemeinsam zu sein,d ass auch hochwertige Kaffees angeboten werden. Und dass die Brote vor Ort gebacken werden: Geruchsmarketing heißt das neudeutsch, wenn einen der Geruch frisch gebackener Brote in den Laden zieht.

Verdient machen sich diese Einrichtungen aber auch um die Belebung des Themas Brotbelag und Aufstrich: Da ist mehr drin, als ein paar Scheiben Lyoner oder die schon als angebliche Feinschmecker-Variante gelobte Kombination von Schinken und Käse.

Keine Frage: Brot hat Stil - wenn es ein gutes Brot ist. Nachdem ich jahrelang auf diverse Körner- und Getreidemischungen geschielt habe lechze ich nun geradezu nach einfachem Graubrot - mit der richtigen Konsistenz, feinem Geschmack und der idealen Kruste. Und das ist nicht bei jedem Filialisten zu bekommen.

Selbst bei traditionellen Bäckereien - die übrigens im Vergleich zu den Ketten ein schmaleres Bio-Angebot haben, wenn überhaupt - ist die Qualität oft nicht konstant. Wer also einen guten Bäcker in der Nähe hat, der sollte ihn pflegen.

Angesichts der happigen Preise in den von der FAS beschriebenen “Bäckerei-Cafés” (fünf bis sieben Euro für die belegte Schnitte werden im Artikel als normal beschrieben) lohnt es sich auch, für den Imbiss zuhause die besten Zutaten aufzufahren, wenn man mal besonders leckere Brote ergattert hat. Und das kann nach meiner Erfahrung durchaus auch mal von einer Filialbäckerei kommen, als Bio-Qualität oder konventionell.

Wer jetzt Appetit bekommen hat, der kann sich gleich auf die Zusammenstellung leckerer und vielleicht auch exotischer Brotbeläge und Aufstriche stürzen. Leider gibts im Netz (noch?) keine ausführliche Website zu dem Thema (zumindest habe ich auf die schnelle keine gefunden).

Ein paar Anregungen aber findet man zum Beispiel bei Aran (unter Aufstriche), oder bei Le Pain Quotidien (unter Sandwiches). Die kargen Infos auf diesen beiden Websites finde ich durchaus inspirierend. Ansonsten gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Und im Notfall helfen die üblichen Verdächtigen auch ein Stück weiter mit Anregungen.

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Iglo “Italienische Pfanne” tiefgekühlt

Tiefkühlgemüse jetzt im Sommer? Die Märkte quellen über vor frischer Ware, da kann man sich seine Bio-Italien-Gemüsemischung doch auch selbst zusammenstellen.

Stimmt schon: Für meinen 4-Personen-Haushalt lohnt sich ein Markt-Einkauf quer durch den Gemüsegarten. Fast immer. Aber manchmal gibt es Gerichte, die nicht allen schmecken (Fisch) und dann gibts zwei Mittagessen und dann fallen die Mengen anders aus.

Da kann man sich auch leicht hineinversetzen in Menschen, die immer nur eine Portion kochen, für sich selbst. Und dann ist die TK-Ware von Iglo mit 480 Gramm für 2,49 Euro schon ein sinnvolles Angebot. Bio ist es in diesem Fall nicht, das ist je nach Supermarkt auch schwer zu kriegen. Aber: Iglo wirbt ausdrücklich damit, dass keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Aromazusätze enthalten sind. Das scheint mir ein faires Angebot. Die Zutatenliste sieht unverdächtig aus, der Geschmack ist lecker und wirkt in keiner Weise fad oder gar aromaverstärkt künstlich.

In diesem Fall also eine Empfehlung, wenn sich der große Gemüseeinkauf mal nicht lohnt.

Für mich gabs das italienische Gemüse übrigens mit einem in der Pfanne angebratenen Fischfilet, Reis und einem Weißwein-Sößchen. Sehr lecker!

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