Für kalte Tage: Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe

Ich bin ein Anhänger frugaler Mahlzeiten: Nicht im Sinne von karg, sondern einfaches Essen mit guten Zutaten und einem Kick. Klassiker der schnellen und einfachen Mahlzeiten sind Suppen: so facettenreich und und so viel Abwechslung für wenig Geld. Hinzu kommt, dass Suppe oftmals nicht für zwei Personen gekocht wird (sondern eher für vier) und die zweite Portion aufgewärmt am Abend oder am nächsten Tag mindestens genauso gut schmeckt – wenn nicht besser.

Kartoffelsuppe ist die universelle Gemüsesuppe schlechthin: Man kann ziemlich viel verschiedene Gemüsesorten verwenden, man braucht keine feste Zutatenliste und keine bestimmten Mengenverhältnisse. Die Kehrseite ist übrigens wie bei jeder anderen Gemüsesuppe, dass Suppe alleine aus ein paar Gemüsesorten – zumindest meiner Meinung nach – in der Regel nach nichts schmeckt (naja, zumindest nach sehr wenig).

Wer den Selbstversuch starten möchte, kann ja mal Lauch und / oder Karotten und / oder Kartoffeln ins heiße Wasser schmeißen und kochen. Das Ergebnis ist nicht nur meilenweit entfernt von aromatisierten Tütensuppen (das wäre ja noch ok). Nein, der Geschmack ist ausgesprochen „leise“. Das sprichwörtliche „Salz in der Suppe“ bringt zwar etwas mehr Geschmack, ist aber auch für geschmacksverstärker-entwöhnte Gaumen sehr dezent.

Kartoffelsuppe

Es braucht also meiner Ansicht nach ein paar Dinge, die Geschmack bringen. Bei mir sind das Sellerie, Speck und Wein. Ich halte Sellerie für ein ziemlich starkes Würzmittel, auch wenn Sellerie alleine auf dem Teller sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Und eine Brühe mit Gemüse ist zwar von Hause aus fettfrei, aber auch Fett ist ja ein Geschmacksträger. Also brate ich die Zwiebeln mit etwas Speck vor im Kochtopf an.

Erst wenn das sich vermengt hat und Aroma entwickelt, lösche ich ab. Da immer Kochwein neben dem Herd steht in diesem Fall also mit Weißwein. Erst dann kommen grob geschnitten Möhren, Sellerie, Lauch und Kartoffeln dazu. Gut verrühren, damit alles etwas Hitze, Fett und Speckaroma abbekommt. Dann kommt so viel Wasser dazu, das alles bedeckt ist. Wer Zeit und Lust hat, kann das Ganze nun ein Stündchen auf dem Herd vor sich hin köcheln lassen. Da ich meine Küchenzeit immer begrenze, bin ich ein Fan des Schnellkochtopfes: einmal aufkochen genügt.

Was danach aus dem Topf duftet braucht eigentlich nur noch eine Prise Salz. Im Teller landet dann klare Brühe mit klein geschnittenem Gemüse. Sieht sehr lecker aus, ist aber nicht jedermanns Sache, wenn so viele Sachen in der Brühe schwimmen. Alternative ist die pürierte Gemüsesuppe: Mit dem Mixer ist das Ganze in wenigen Sekunden zu einer sämigen Suppe gebunden.

Wenn eine Suppe schon püriert wird, dann mache ich das entweder „unvollständig“: Es bleiben also einige Stücke übrig und man sieht sehr schön, was die Grundlage war und hat zumindest ein bißchen Struktur im Essen, etwas zu beißen. Vorteil des Pürierens ist auch, dass man Sahne oder Crème fraîche zugeben kann. Oder noch einen kleinen Schluck Wein. Egal ob klar oder püriert, die Petersilie kommt ganz klein geschnitten erst auf dem Teller drüber.

Wer zum Mittagessen die richtige Konsistenz in der Suppe hat, der erhält abends beim Aufwärmen eine deutlich festere Suppe, muss also ggf. etwas Wasser zufügen.

Uns genügt die Suppe ohne weitere Zutaten: kein Brot dazu, kein Würstchen drin. Höchstens ein kleines Stück Ziegenfrischkäse, das man im Teller verrührt. Wer von einem Teller Suppe nicht satt wird kann das gut mit Süßspeisen kombinieren: Pfitzauf zum Beispiel oder Dampfnudeln sind ein passender zweiter Gang für ein komplette Mahlzeit.

Wer bei kaltem Winterwetter noch Outdoor-Aktivitäten anstrebt, der kann statt einer Thermosflasche mit Tee oder Kaffee auch eine Portion der Suppe mitnehmen. Nach dem Skifahren oder Langlaufen ein Schüsselchen der heißen Suppe wärmt mindestens genauso gut und ist deutlich herzhafter.

Auf Mengenangaben habe ich hier verzichtet: Die Gemüseanteile kann man frei wählen, Speck und Zwiebeln zum Anbraten sind bei uns nur eine kleine Menge, Wasser richtet sich nach der Füllhöhe im Topf und kann später beim Abschmecken je nach gewünschter Konsistenz und Würzung zugefügt werden.

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