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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Brot & Kuchen’


Der Sommerhit: Pizza-Schnecken

Einerseits, andererseits: Einerseits will man bei diesem Wetter nicht wirklich den Ofen anheizen. Andererseits sind diese Pizza-Schnecken so gut für einen sommerlichen Imbiss, dass man es tatsächlich tun sollte.

Die Zutatenliste ist übersichtlich, das meiste bekommt man ohne Probleme in Bio-Qualität, das Mehl sowieso. Die Zubereitung ist einfach (wie schon die “süßen” Schnecken, die bei uns ein Renner sind) und schnell.

Für den Teig braucht man 500 g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, Salz, 250 ml Milch, 1 Ei, 50 g Butter. Hefeteig zubereiten, mindestens eine halbe Stunde gehen lassen.

Für die Füllung schnippelt und brät man: 250 g Speckwürfel und 1 Zwiebel, 1 Paprikaschote, 150 g Champignons, 1 Bund Petersilie. Salz und Pfeffer dazu und ein halber Becher saure Sahne.
Die gebratene und vermischte Füllung kommt auf den backblech-breit ausgewellten Hefeteig, der wird dann von der langen Seite her eingerollt und in Scheiben geschnittenBei 180 Grad zwischen 30 und 40 Minuten, je nach Dicke der Schnecken.

Am besten schmecken Sie gerade noch handwarm mit einem Glas kalter Weinschorle, dazu einen knackigen Salat.

Ach ja: Auf dem Bild sieht man, dass die Paprikastückchen, die am Rand herausschauen leicht schwarz werden, wenn man die Schnecken zu lange im Ofen lässt. Lieber etwas blasser herausnehmen, dann gibts optisch mehr her. Und bei mir heißen sie Pizza-Schnecken, trotzdem kein Käste oben drauf kommt. Muss auch nicht, finde ich. Weitere Varianten zu dem Thema findet man mühelos im Netz.

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Bio-Brot aus dem Versand: der Brotbote

Brotbote

Mit gutem Brot fängt alles an: Das Frühstück für einen gesunden Tag zum Beispiel, bei Kindern vielleicht auch die Gewöhnung an schmackhaftes von zuhause, wenn sie leckere und abwechslungsreiche Vesperbrote mitbekommen, die Alternative zu Chips und Co. Und bei vielen Verbrauchern beginnt der Umstieg auf Bio-Ernährung so, denn Bio-Brot gibt es erstaunlich viel.

Brotbote

Der Brotbote ist ein Brotversand in Franken (bamberg), und er hat gleich viele interessante Vorteile: Er wirbt damit, dass er regionale Brotspezialitäten auf traditionelle Art herstellt. Man erfährt auf der Website, welche Bäcker dahinter stehen, und dass es keine Industriebrote sind. Der sympathische Brotversender erschien mir einen Test wert, denn er hat auch Biobrote in Demeterqualität.

Brotbote

Nun ist Brot ein Frische-Artikel, der Versand könnte da ein Problem darstellen. Martina Pristl aber, die Inhaberin des Brotboten, hat sich darauf gut eingestellt: Versendet wird immer noch am Backtag, damit kommen die Brote nach spätestens 24 Stunden an. Und die Größe der Brote (2,5 bis 3,0 Kilogramm) sorgt dafür, dass man den Boten nicht alle zwei Tage in Bewegung setzen muss. Bleiben noch die Versandkosten, und auch das scheint mir clever gelöst: An Neukunden liefert man frei Haus, ab einem Bestellwert von 20 Euro bezahlen auch „Wiederholungstäter“ keinen Cent für den Versand. Für Bestellungen unter 20 Euro fallen pauschal 2,50 Euro an (Die von der Shopsoftware mitunter für Neukunden automatisch berechneten Versandkosten werden nach Aussage auf der Website bei der Bestellbestätigung wieder abgezogen).

Brotbote

Brotbote

Bleiben also die Brotkosten von im günstigsten Fall rund vier Euro pro Kilo - das ist erschwinglich. Das Biobrot mit drei Kilo schlägt freilich mit insgesamt 17,80 bzw. 19,50 Euro zubuche. Die Haltbarkeit wird bei allen Broten mit rund zwei Wochen angegeben, Brot lässt sich auch gut einfrieren. Neu im Bio-Bereich ist das Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen.

Bei mir landete pünktlich nach der Bestellung der Demeter-Krustenfladen Heinrich: Ein schon von der Größe her beeindruckendes Paket. Gut verpackt und in Papier gewickelt überstand der 3-Kilo-Laib den Transport gut. Sofort ausgepackt und angeschnitten überzeugte auch der Geschmack des Giganten.

Brotbote

Die flache Form des Fladens ergibt viel Kruste und beim Anschnitt schmal Scheiben. Das Brot ist relativ fest, was bei Bio-Roggenbroten ja nicht anders zu erwarten ist. Das Brot ist fest, aber nicht hart, hat regelmäßige Poren und ein feines Aroma, bei dem auch die Gewürze rausschmecken.

Die Zutaten: Roggenmehl (75%), Weizen (25%), Wasser, Salz, Kümmel, Koriander, Natursauerteig.

Brotbote

Mein Fazit: Für Bio-Brot-Liebhaber und Selbst-Bäcker eine gute Wahl. Größere Familien werden mit dem 3-Kilo-Laib gut zurecht kommen, andere frieren Stücke ein.

Wer mit Bio-Vollkornprodukten nicht so vertraut ist oder nicht so auf herzhafte Brote steht, bei denen man zubeißen muss, der wird wohl eher zu einer Nicht-Bio-Variante greifen: Einfach weil die Struktur lockerer ist. Alle Brote haben einen hohen Roggenanteil und es gibt auch ein Brot, das man zuhause selbst fertig backen kann und dann sozusagen ein ofenfrisches Brot hat. Das Gästebuch auf der Website ist voll mit Einträgen zufriedener Kunden, ich kann mich da nur anschließen…

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Buchtipp: Bio-Weihnachtsbäckerei von Clemens Waldherr

Bio-Weihnachtsbäckerei von Clemens Waldherr

Meine Entdeckung in der Vorweihnachtszeit: Bio-Weihnachsbäckerei von Clemens Waldherr, erschienen im österreichischen Kneipp-Verlag.

Nun muss ich zugeben, dass ich zwar ausgesprochen gerne koche, beim Backen überlasse ich das Feld aber lieber meiner Frau: Sie hat mehr Routine und mehr Geduld. Trotzdem beschäftigt mich bei meinen Back-Experimenten ja auch immer zwei Fragen: Kann ich das genauso leicht abändern und selbst kreativ werden wie bei Kochrezepten? Und: Was ändert sich denn da bei Bio-Zutaten?

Wer einmal guten Willens einfach das weiße gegen Vollkorn-Mehl ausgetauscht hat und seine vertrauten Backwaren nachher nicht wieder erkannt hat, der weiß, was ich meine. Buchautor Clemens Waldherr hat das im Griff, und nicht nur das: Neben den Vollkornrezepten gibt es eine Rezeptauswahl für Diabetiker sowie für vegane und glutenfreie Rezepte. Und das Thema Backen mit Kindern bekommt auch Beachtung.

Bio-Weihnachtsbäckerei von Clemens WaldherrDie Rezepte sind nicht so üppig bebildert, wie das heute fast schon zur Regel geworden ist. Dafür sind die Rezepte fundiert, die Anleitungen sinnvoll, die Zutaten erprobt. Als Dreingabe gibt es zudem - passend zur Weihnachtsbäckerei - einen Zeitplan, was man am besten früher, was später in der Adventszeit bäckt.

Die österreichische Herkunft lässt sich nicht verleugnen, ist aber in keiner Weise ein Problem. Das “Germ” Hefe bedeutet ist jedem klar, der schon mal Germknödel gegessen hat. Außerdem sind die Begriffe im Glossar erklärt. Die meisten österreichische Spielarten (”Powidlbuchteln”) empfinde ich als Bereicherung, schließlich hat man in der Alpenrepublik reichlich Erfahrung mit den Mehlspeisen.

Bio-Weihnachtsbäckerei von Clemens WaldherrFür mich ist das Backbuch Bio-Weihnachsbäckerei
die Entdeckung der Saison, eine Abwechslung von den in Endlos-Serie produzierten Promi-Hochglanz-Büchern. Für 17,95 Euro erhält man auf 144 Seiten wirklich einen reellen und handfesten Gegenwert, schön aufgemacht und praxisnah gestaltet.

Nebenbei: Der österreichische Kneipp-Verlag war mir bislang unbekannt. In dessen Programm finden sich aber erstaunlich viele Titel, die mich ansprechen: Omas Bio-Küche, Dampfgaren, Histamin, Biologisch und ein schräges Bio-Kochbuch.

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REWE Bio Wurzelbrot zum Fertigbacken

REWE Bio Wurzelbrot
REWE Bio WurzelbrotNein, das ist kein sogenannter “Teigling”, wie sie heute in vielen Supermärkten in den Heißluftöfen geschoben werden: Das REWE Bio Wurzelbrot zum Fertigbacken ist vorgebacken und deswegen auch nicht tiefgefroren, sondern einfach in ein luftdichte Schutzhülle verpackt.

Und um es gleich vorwegzunehmen: Es schmeckt gut, ist relativ preiswert (1,99 Euro für ein 300 Gramm-Biobrot) und das verlockendste ist natürlich, nach 14 Minuten im Backofen ein “ofenfrisches” Brot auf dem Tisch zu haben: außen schön knusprig mit feiner Kruste, innen noch warm und locker.

REWE Bio WurzelbrotEs eignet sich deswegen nicht nur als “Notnagel”, wenn man mal vergessen hat, Brot einzukaufen (maximale Haltbarkeit im Gefrierfach bis zu drei Monaten über dem Mindesthaltbarkeitsdatum). Es passt auch gut als sonntägliches Frühstück und als Seelentröster in der kalten Jahreszeit, wenn man sich mal was Gutes tun will. Die Zutatenliste ist unverdächtig (Mehl, Sauerteig, Salz, Hefe, Körner…).

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Die Stulle ist wieder da…

Aran-Website

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat es erkannt und titelte am vergangenen Sonntag: Das Comeback der Stulle. Und richtig: Offensichtlich kommt jetzt eine Zeit, in der die Leute Sandwiches und Baguettes eher satt haben - zumindest die internationale Form, die es in Ketten meistens etwas lieblos zubereitet gibt.

Ich denke, es ist wie bei den Burgern: Wer die nur bei den bekannten Burgerbratern isst, dem entgeht etwas. Auch hier gibt es ja mittlerweile gute Adressen, wo richtig gutes Fleisch, lecker zubereitet in richtigem Brot steckt. Und wer beides zuhause zubereitet, der hat ebenso wie bei Sandwiches und Baguettes ein sehr leckeres, ganz individuelles Essen.

Nun also Graubrot, schreibt die FAS und listet gleich mehrere Ketten auf, die in diversen Großstädten vertreten sind. Allen scheint gemeinsam zu sein,d ass auch hochwertige Kaffees angeboten werden. Und dass die Brote vor Ort gebacken werden: Geruchsmarketing heißt das neudeutsch, wenn einen der Geruch frisch gebackener Brote in den Laden zieht.

Verdient machen sich diese Einrichtungen aber auch um die Belebung des Themas Brotbelag und Aufstrich: Da ist mehr drin, als ein paar Scheiben Lyoner oder die schon als angebliche Feinschmecker-Variante gelobte Kombination von Schinken und Käse.

Keine Frage: Brot hat Stil - wenn es ein gutes Brot ist. Nachdem ich jahrelang auf diverse Körner- und Getreidemischungen geschielt habe lechze ich nun geradezu nach einfachem Graubrot - mit der richtigen Konsistenz, feinem Geschmack und der idealen Kruste. Und das ist nicht bei jedem Filialisten zu bekommen.

Selbst bei traditionellen Bäckereien - die übrigens im Vergleich zu den Ketten ein schmaleres Bio-Angebot haben, wenn überhaupt - ist die Qualität oft nicht konstant. Wer also einen guten Bäcker in der Nähe hat, der sollte ihn pflegen.

Angesichts der happigen Preise in den von der FAS beschriebenen “Bäckerei-Cafés” (fünf bis sieben Euro für die belegte Schnitte werden im Artikel als normal beschrieben) lohnt es sich auch, für den Imbiss zuhause die besten Zutaten aufzufahren, wenn man mal besonders leckere Brote ergattert hat. Und das kann nach meiner Erfahrung durchaus auch mal von einer Filialbäckerei kommen, als Bio-Qualität oder konventionell.

Wer jetzt Appetit bekommen hat, der kann sich gleich auf die Zusammenstellung leckerer und vielleicht auch exotischer Brotbeläge und Aufstriche stürzen. Leider gibts im Netz (noch?) keine ausführliche Website zu dem Thema (zumindest habe ich auf die schnelle keine gefunden).

Ein paar Anregungen aber findet man zum Beispiel bei Aran (unter Aufstriche), oder bei Le Pain Quotidien (unter Sandwiches). Die kargen Infos auf diesen beiden Websites finde ich durchaus inspirierend. Ansonsten gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Und im Notfall helfen die üblichen Verdächtigen auch ein Stück weiter mit Anregungen.

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Panemeo - Bio-Brot-Versand mit Zusammenstellung nach Wahl

Panemeo - Bio-Brot Versand

Eine Entdeckung von Sebastian Backhaus, die ich an dieser Stelle gerne weitergebe (allerdings ausnahmsweise ohne sie selbst getestet zu haben): Bei www.panemeo.de kann man sich seine Bio-Brote online zusammenstellen und bestellen.

Die Website ist schick, die Auswahlmöglichkeiten sind gut und reichlich. Bestellt und gebacken werden immer 2 Brote zu je 800 Gramm. Meine Beispielbrote kamen zusammen auf 10,40 Euro, hinzu kommen 3,90 Euro für den Versand.

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