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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Fertiggerichte & Saucen’


Aus meinem Einkaufskorb: REWE Bio Pizza-Tomaten

REWE Bio Pizza TomatenBrauchts das mitten im Sommer: Tomaten aus der Dose? Ja, schon, zumindest für mich ist das ein attraktives Angebot. Bio-Tomaten besorgen, überbrühen, schälen, entkernen… und das für eine Zutat von vielen. Das spar ich mir. Bei 89 Cent für eine kleine Dose Bio-Pizza-Tomaten kann man eigentlich nix falsch machen.

Und der Geschmack? Auch Kochprofis haben schon mehrfach bestätigt, dass Tomaten aus der Dose in der Regel den normalen Tomaten geschmacklich nicht nachstehen. Also dann, wenns ums Kochen geht. Wer auf den Geschmack solch köstlicher Sorten wie Berner Rose steht oder oder die alten russischen Sorten bevorzugt, der kann ja falls möglich darauf zurückgreifen.

Die Zutatenliste ist so übersichtlich, wie ichs mag: Tomaten, Tomatensaft, Citronensäure. Ideal für Spaghetti, Pizza, aber auch für Tomatensuppe oder Ratatouille.

Fazit: Gute Qualität, echte Arbeitserleichterung, Bio-Qualität vollreifer, italienischer Tomaten.

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Fernsehköche und Tütensuppen?

Foodwatch und abgepeist.deDieses Thema stößt einigen Verbrauchern und erst recht Medienleuten wohl schon einige Zeit auf. Nun hat es die Organisation Foodwatch aufgegriffen und auch Spiegel Online berichtet darüber.

Richtig vorgeführt werden die Fernsehköche dabei. Zu dumm auch, dass die Stars mit (und ohne) Kochmützen immer wieder für Frische plädieren und sich dann von der Nahrungsmittelindustrie bezahlen lassen, um für Tüten und Konserven Werbung zu machen. Der Artikel listet schon die Beispiele auf, welche Produkte da wie beworben werden und was dahinter steckt.

Einige dieser Produkte stehen gerade auf der Foodwatch-Seite abgepeist.de zur Wahl - für den Goldenen Windbeutel 2010, mit dem die dreisteste Werbelüge “ausgezeichnet” werden soll.

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Bärlauch-Pesto der Urloffer Bio-Manufaktur zum Spargel

Spargel mit Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto hat ziemlich viele Liebhaber und die meisten fertigen ihr Pesto selbst an: Im Frühjahr ein paar Mal losziehen und schon hat man einen kleinen Vorrat für die bärlauchfreie Zeit. Aber die ist eigentlich auf Null zusammengeschrumpft. Denn seit das grünblättrige Gewächs mit dem Knoblauch-Aroma wieder groß in Mode ist, gibt es das ganze Jahr über irgendetwas mit Bärlauch.

Mein Favorit ist übrigens nicht Bärlauch-Pesto, sondern die noch viel einfacher herzustellende Knoblauchbutter (Butter, Salz und kleingeschnittenen Bärlauch bei Zimmertemperatur vermengen und als Vorrat einfrieren) - aber auch die geht natürlich irgendwann zu Ende.

Bärlauch-PestoDeswegen habe ich spontan nach dem dem Bärlauch-Pesto der Urloffer Bio-Manufaktur gegriffen: 125 Gramm für 2,59 Euro, die Zutatenliste ist sympathisch kurz: Bärlauch, kaltgepresstes Olivenöl, Kartoffelflocken, Meersalz, Zitronensaft.

Ich brate den geschälten und kleingeschnittenen weißen Spargel in der Pfanne mit etwas Olivenöl an, lösche mit Gemüsebrühe ab und lege den Deckel auf. 10 Minuten in diesem Dampf genügen für die optimale Konsistenz. Kurz vor dem Servieren zu Kartoffeln und einem Glas Gutedel wird das Bärlauch-Pesto dazu gegeben. Die Intensität des Bärlauch-Geschmacks lässt sich durch die Menge steuern.

Fazit: Schnelle Küche für Bärlauch-Fans und willkommene Abwechslung zu den üppigeren Saucen, die ansonsten den Spargel begleiten.

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Es geht auch ohne: frischer Spargel ohne “Päckles-Sauce”

Spargel

Haben Sie das Hernanahen der Spargelwelle erkannt? Schon vor zwei Wochen türmten sich im Frischebereich des Supermarktes bereits diverse Weißweine. Und helle Saucen, die gaaanz einfach zuzubereiten sind und hervorragend zum Spargel passen. Angeblich. Hollandaise vor allem in allen Variationen: Zum Anrühren mit Wasser, mit Zugabe von einem viertel Pfund Butter. Oder einfach direkt aus dem Tetrapak.

Das Studium der Zutatenliste ist meist nichts für zart Besaitete. Muss ja auch nicht sein.

Spargel selbst braucht ja schon ein Weilchen im heißen Wasser, da bleibt Zeit genug, ein feines Sößchen anzurühren - ohne Chemie, wenn schon nicht gar ganz biologisch.

Hier meine drei Favoriten:

1. Mit Bärlauch-Pesto
Zugegeben: Mein bisheriger Favorit war eine Sahnesauce mit frischem Bärlauch. Freund und Kollege Lars hat dagegen eine Variante mit Bärlauch-Pesto, die demgegenüber Vorteile hat: Das Pesto ist länger haltbar, die Zubereitung noch einfacher. “Die Sauce bereitete ich aus Bärlauchpesto, das mit heißem Wasser erwärmt und verflüssigt wird” schreibt er dazu. Passt prima, ich habe auch schon etwas zerlassene Bärlauch-Butter dazu getan, die ist ja auch lange haltbar, bzw. man kann sie auch einfrieren.

2. Senfsauce
Die gute alte Bechamelsauce war lange Zeit in Verruf: Mehlschwitze mit Butter als Grundlage. Ich mache meine mit wenig Mehl und Butter, Sahne und Milch, ein paar Gewürze und scharfem Senf. Gut macht sich auch die Zugabe von frischem Zitronensaft. Für mich darfs ruhig schärfer sein, die Familie bevorzugt mildere Variationen. Hängt vom Senf und der Menge ab.

3. (Zitronengras-) Hollandaise
Dafür muss man etwas mehr Zeit mitbringen und etwas Erfahrung. Das genaue Rezept gibts hier. Ganz in Bio-Qualität lässt sich die klassische Hollandaise zubereiten. War früher mal mein Favorit, inzwischen wegen der hohen Buttermenge von anderen Variationen verdrängt worden. Aber ich finde, man muss sie mal selbst gemacht und probiert haben.

An Beilagen bevorzuge ich die Klassiker: Kartoffeln, Kratzete, Pfannkuchen. Fleisch und Fisch haben für mich nix beim Spargel zu suchen. Und als Wein ein knackiger, kalter Weißwein, vorzugsweise Gutedel.

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Bio-Grießbrei von Dr. Oetker

Dr. Oetker Bio-Grießbrei

Grießbrei? Ist das nicht was für kleine Kinder, so vor den ersten Zähnen? Richtig! Aber es hat auch für Erwachsene seinen Reiz. Das sieht man schon alleine daran, dass es Grießbrei jetzt seit geraumer Zeit als Tütenessen gibt: Einfach in kochende Milch einrühren, abkühlen lassen, fertig in 10 Minuten.

Nun also die Bio-Variante von Dr. Oetker: 1,39 statt 99 Cent für die konventionelle Variante. Beide habe ich probiert. Geschmacklich ist beim Bio-Grießbrei kein großer Unterschied festzustellen. Aber von der Konsistenz ist das Produkt nicht sehr gelungen: Statt einem schönen lockeren Brei ist das Ganze etwas puddingartig, mit zunehmender Abkühlung auch eher gummiartig.

Da verlockt auch die gegenüber dem konventionellen Produkt stark reduzierte Zutatenliste nicht mehr (Hartweizengrieß, Puder-Rohrohrzucker, Maisstärke, Meerspeisesalz). Offensichtlich musste man beim konventionellen Grießbrei mit ungleich längerer Zutatenliste chemisch stark nachhelfen, um wirklich in 10 Minuten einen schönen Grießbrei zu bekommen.

Mein Fazit: Der Bio-Grießbrei ist mir die fast 40 Cent (=40 Prozent) Mehrpreis nicht wert.

Meine Alternative: Ganz normaler Weichweizengrieß. Unvergleichlich billiger, weil in der Pfundpackung. 50 Gramm reichen für 500 ml Biomilch (und damit wirds ja auch ein Bioprodukt). Milch nur erhitzen, nicht aufkochen lassen, Grieß einrühren, ein oder zwei Esslöffel Zucker dazu, Platte aus. Dann einfach ab und zu umrühren bis die Konsistenz stimmt, abkühlen lassen.

Das Ganze dauert etwas mehr als 10 Minuten, gelingt aber sicher. Hat genau drei Zutaten und schmeckt prima zu Obstsalat, Kompott etc. Wer mittags sowieso kocht und dafür ein halbes Stündchen einplant, kann das als Nachtisch prima nebenher machen. Und wers erfolgreich ausprobiert hat, der kann auch größere Mengen als Hauptgang machen. Öffnet übrigens die Türen zu Grießflammeri, Grießschnitten und Ähnlichem, die auch einen Versuch wert sind.

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Hefefrei: rinatura Gemüse-Brühe

Um den Geschmacksverstärker Hefeextrakt , der in gekörnter Brühe oft zu finden ist, ging es auf diesen Seiten schon öfters. Die Gemüse-Brühe von rinatura ist hefefrei, rein pflanzlich, ohne Gewürze, glutenfrei, ohne Ei und ohne Milch. Und kann somit von 99,9% aller Menschen gegessen werden.

Welche Inhaltsstoffe finden sich in der rinatura Gemüse-Brühe? Laut Etikett Speisesalz, Würze, pflanzliches Fett, Gemüse (4%: Karotten, Lauch) und das Trennmittel Siliciumdioxid (Kieselsäure). Somit kommt der Geschmack hauptsächlich von der Würze, einem nicht wirklich natürlichem Aromastoff. In einen sauren Apfel muss man wohl beißen, wenn ein Fertigprodukt eine selbst gekochte Brühe ersetzen soll. Die rinatura Gemüse-Brühe schmeckt sehr salzig (vorsichtig dosieren!), nach Pilzen (die ja gar nicht enthalten sind) und ein bisserl nach Gemüse. Zum schnellen Aufpeppen fade geratener Suppen, Saucen und Reisgerichte durchaus einsetzbar. Entdeckt bei REWE für 2,29 €.

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