Laufen im Urlaub? 5 Tipps

Laufen im Urlaub? Wenn es irgendwie geht: ja!

Laufen im Urlaub? Wenn es irgendwie geht: ja! (Photo by Filip Mroz on Unsplash)

Soll ich in meinem Urlaub auch laufen? Oder habe ich mir Ruhe verdient und es reicht, wenn ich nach meinem Urlaub wider einsteige? Kommt drauf an. Zum Beispiel auf die Länge des Urlaubs, auch das „Urlaubsprogramm” und auf die Befindlichkeiten der Mitreisenden. In aller Regel aber ist es aus verschiedenen Gründen sehr empfehlenswert, auch im Urlaub an seinem Lauf-Rhythmus festzuhalten.

Laufen im Urlaub ist einfacher als Nicht-Laufen

Sieht man mal von Kurz-Urlauben ab und nimmt eine typische Länge von zwei Wochen für den Sommer-Urlaub, dann lohnt es sich meistens schon, dran zu bleiben. Der Aufwand für zwei bis vier Läufe in diesem Zeitraum ist vergleichsweise gering. Die kleine Ausrüstung reicht (Schuhe, Shirt, Shorts) und der Einstieg danach fällt weniger schwer.

Auch wenn nach zwei Wochen Kondition und Muskeln nicht völlig dahin sind: Der Wieder-Einstieg fällt erfahrungsgemäß vielen schwer. Und wer erst einmal anfängt, seinen ersten Lauf nach dem Urlaub hinauszuschieben, der hat schnell mal einen Lauf-freien Monat eingelegt. Und das wollen die meisten Läufer wirklich nicht.

Wer sich auch im Urlaub die kurzen Laufzeiten freihält, der hat auch von einigen Urlaubsthemen mal etwas Abstand, schubst seinen Energie-Haushalt an und findet den angenehmen Wechsel von Anstrengung und Entspannung. Was dem entgegen stehen kann, ist zum Beispiel ein anstrengendes Urlaubsprogramm (Wander- oder Trecking-Urlaub) oder ein Partner, der ungern alleine bleibt.

Tipps zum Urlaubs-Lauf-Programm

Auch wer es jetzt nur logisch findet, auch im Urlaub zu laufen, der stößt auf einige Hürden, die sich aber leicht nehmen lassen. Deswegen hier ein paar Tipps, wie man auch im Urlaub dran bleibt.

  • Die Minimal-Ausrüstung zum Wohlfühlen sollte dabei sein. Egal, ob das die Shorts sind, die Pulsuhr oder der Kopfhörer.
  • Eine passende Strecke sollte man rechtzeitig auskundschaften. An einer belebten Straße entlang zu laufen ist keine gute Idee, wenn man zuhause die Ruhe des Waldes genießt. Es muss ja nicht immer eine Rundkurs sein. Wer eine einfache schöne Strecke (zum Beispiel mit Google Maps) gefunden hat, der läuft eben hin und zurück.
  • Der Zeitpunkt muss stimmen. Morgens will der Partner ausschlafen, abends möchte man Essen gehen. Abzuwarten, dass „es sich irgendwann ergibt” ist – wie im Alltag zuhause – keine gute Idee. Klare Absprachen mit dem Partner helfen weiter. Zum Beispiel: Ich laufe morgen früh und bringe dann frische Brötchen mit.
  • Machen Sie richtige „Urlaubs-Läufe”. An die morgendlichen Läufe an einem bretonischen Strand bei Sonnenaufgang erinnere ich mich heute noch gerne. Nutzen Sie die Laufzeit zu Erkundungen, die anders vielleicht nicht möglich sind. Zum Beispiel direkt bergauf, bis zum ersten Aussichtspunkt. Oder in den Nachbarort, der es mangels Sehenswürdigkeiten nicht in Ihr Ausflugsprogramm geschafft hat.
  • Probieren Sie etwas Neues aus. Laufen und ein kurzes HIIT-Programm mit wenigen Übungen? Oder mal eine (für Ihre Verhältnisse ) lange Strecke? Zuhause entwickelt man Routinen, die man im Urlaub leichter durchbrechen kann. Bergläufe, Trail-Running oder barfuß am Strand – neue Erlebnisse sind immer gut für die Motivation, auch nach der Rückkehr nach Hause.

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Fitnessuhr: Activity-Tracker, Pulsuhr oder GPS-Uhr?

Eine Fitnessuhr bietet je nach Modell sehr viele Daten und einen hohen Nutzwert. Die Auswertung erfolgt am besten am Smartphone oder Computer.

Eine Fitnessuhr bietet je nach Modell sehr viele Daten und einen hohen Nutzwert. Die Auswertung erfolgt am besten am Smartphone oder Computer.

Eine Fitnessuhr braucht fast niemand – aber jeder will eine haben. Warum? Sie sehen gut aus, heben das das Sportler-Image und das Selbstwertgefühl. Und sie liefern verlässliche Aussagen über mein Bewegungspensum. Also brauche ich vielleicht doch eine?

Fitnesstracker sind einfache Sportuhren mit Schrittzähler

Fitnesstracker sind einfache Sportuhren mit Schrittzähler (Beispiele – Links: Garmin vívofit 3, rechts: POLAR Activity Tracker Loop)

Ein Fitnesstracker ist meist der Anfang

Über Fitnessuhren und warum sie nützlich sind habe ich ja hier schon einmal geschrieben (Hilft ein Fitnesstracker, wenn ich regelmäßig Sport treiben möchte?). Aber Fitnesstracker als Kategorie für Sportuhren ist sozusagen die unterste Stufe. Die einfachsten Geräte sind schlichte Schrittzähler. Durch die Armbewegung erfassen sie, wenn wir laufen oder gehen. Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen können die meisten Geräte nicht erfassen, wohl aber Wandern oder unser tägliches Geh-Pensum am Arbeitsplatz.

Das kann zu frustrierenden Erlebnissen führen. Startet man die Aufzeichnung einer Aktivität und schwimmt los, sind am Ende so gut wie keine Leistungen verzeichnet. Tragen wir den Tracker beim Radfahren und japsen an Steigungen nach Luft, der Puls bereits in astronomischen Höhen, piepst das freche Ding am Handgelenk. Denn diese Fitnessuhr hat längere Zeit keine Aktivitäten erfasst. „Beweg Dich endlich”, heißt das. Das ist nicht die Motivation, die wir gerade brauchen.

Wer um die Eigenheiten des Fitnesstrackers weiß, der kann aber ganz gut damit auskommen. In der Preisklasse zwischen 50 und 150 € sind sind die Armbänder erschwinglich. Die meisten sind so dezent, dass man sie auch als normale Armabanduhr benutzen kann.  Sie können auch Aussagen über die Qualität unseres Schlafes machen und viele haben eine lange Batterie- oder Akku-Laufzeit. Manche müssen aufgeladen werden, einige brauchen sogar erst nach einem Jahr eine neue Batterie.

Alle bieten aufgrund des kleinen Displays nicht die Bühne für unsere Sport-Daten, die wir uns wünschen. Zur Auswertung müssen die Daten auf eine App und damit auch ins Internet übertragen werden. Dort werden bei fast allen Herstellern zwar die gleichen Daten aufbereitet. Die Darstellungen werden ja nach eigenen Vorlieben aber unterschiedlich bewertet. Vor dem Kauf auch die App zu begutachten ist eine gute Idee, damit man sich später nicht über die Datenaufbereitung aufregen muss.

Die Herzfrequenzmessung erweitert das Spektrum einiger Fitnesstracker.

Die Herzfrequenzmessung erweitert das Spektrum einiger Fitnesstracker. (Beispiele – Links: Fitbit charge 2, rechts: Garmin vívosmart HR)

Pulsuhren

Einen Schritt weiter gehen die Pulsuhren. Sie sind nicht mehr nur schlichte Schrittzähler, sondern können wirklich alle Belastungen, unabhängig von der jeweiligen Sportart erkennen und auswerten. Die Herzfrequenz sagt mehr aus, als die Anzahl der Schritte, die zurückgelegte Strecke oder die Dauer einer einzelnen Aktivität.

Aber die Detailverliebtheit dieser Fitnessuhren hat ihren Preis. Die genauesten Messungen der Herzfrequenz geschehen mit einem Brustgurt. Von dort werden sie per Funk ans Gerät übertragen und aufgezeichnet. Wer das Tragen eines Brustgurtes noch nicht kennt, der sollte es ausprobieren. Die meisten Menschen akzeptieren den Brustgurt allenfalls fürs Laufen. Bei anderen Sportarten wie Schwimmen wird er oft als lästig empfunden. Und den ganzen Tag will ihn sowieso fast niemand tragen.

Eleganter ist die Lösung mit einer optischen Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Hierzu sind auf der Rückseite der Uhr Sensoren verbaut, die allerdings nicht so genau arbeiten wie die eines Brustgurtes. Wer mit Ungenauigkeiten leben kann, der wird mit Daten rund um die Uhr belohnt. Der Sprint auf die U-Bahn ist genauso dabei wie das Treppensteigen im Büro oder das Radeln zur Arbeit.

Mehr Daten zu erfassen und zu bearbeiten braucht aber auch mehr Enrgie. Die Batterielaufzeiten sind deutlich geringer. Und weil hier eher Akkus statt Batterien verbaut werden, müssen diese Uhren an den Stecker. Hat man Glück, ist es ein Stecker, der auch zu anderen Geräten kompatibel ist. Noch besser, wenn dann die Akku-Laufzeit auch längere Aktivitäten erfasst, was aber nicht immer der Fall ist. In den einschlägigen Foren erfährt man schnell, welche Abweichungen es zwischen den Herstellerangaben und dem Praxis-Einsatz gibt.

Im Preisbereich von 100 bis 200 € gibt es eine gute Auswahl. Das Erscheinungsbild freilich orientiert sich meistens an den günstigeren Fitnesstrackern. Das bedeutet meistens Plastikarmband und kleine Displays. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis dürfte hier am besten sein.

GPS-Uhren bilden das obere Ende auf der Skala der Fitnessuhren.

GPS-Uhren bilden das obere Ende auf der Skala der Fitnessuhren. (Beispiele – Links: Polar M400 GPS-Laufuhr, rechts: Garmin fenix 3)

GPS-Uhren – die High-End-Klasse

Auch wenn die Vorstellung eines kleinen Navigationsgerätes auf den ersten Blick reizvoll erscheint. man muss das schon wollen, dass man auf dem kleinen Display einer GPS-Uhr seine Strecke verfolgt. Aber dieser Effekt ist ja gar nicht das Haupteinsatzgebiet. Vielmehr erlauben die erfassten Positionsdaten am Handgelenk später eine genauere Erfassung von Streckenlänge und meistens auch der Höhenmeter, die man absolviert hat. Und das ganz unabhängig davon, ob man radelt oder wandert, läuft oder schwimmt.

Kombiniert man dann noch die GPS-Daten mit den Kreislaufdaten der Herzfrequenzmessung, hat man schon sehr detaillierte Ergebnisse. In den meisten Fällen dürften dies aber auch deutlich mehr Daten sein, als wir sinnvoll nutzen können. Wer auf einen Triathlon trainiert, fünf Mal die Woche sportlich unterwegs ist und feste Trainingsziele hat, der ist mit den um die 500 € teuren GPS-Sportuhren gut bedient und kann alle Features nutzen. Alle anderen dürften schnell die Lust verlieren an einer intensiven Auswertung der Datenmengen. Dafür sehen diese Uhren auch am ehesten wie richtige Uhren aus machen optisch und imagemäßig was her.

Mein Fazit:

Als Läufer hat man die große Auswahl und bekommt bereits in der unteren Preisklasse mit den Fitnesstrackern aussagekräftige Werte. Wie immer bei Lifestyle-Produkten entscheidet aber hier meistens nicht der Kosten-Nutzen-Verhältnis, das bei den Trackern mit Herzfrequenzmessung wohl am besten ist. Meistens geht es vielen Besitzern auch um Marken, das Image eines Produktes und die Optik sowie technische Features, die man vielleicht nicht immer oder gar dringend braucht. Aber sie zu haben ist ja auch schon ein gutes Gefühl.

Wenn andere Sportarten im Vordergrund stehen, muss man nach den Spezialisten suchen. Fürs Radeln und Schwimmen sind Pulsuhren und GPS-Uhren notwendig. Fürs Golfen, Segeln und Klettern gibt es ein weiteres kleines Segment sehr spezialisierter Uhren. In jedem Fall hilft es, die Rezensionen aufmerksam zu lesen und sich in den einschlägigen Foren umzuhören, bevor man eine Kaufentscheidung trifft.

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Fitness-Fahrrad: Welches passt zu mir?

Welches Rad bringt mich in Sachen Fitness voran? Foto Sandis Helvigs, unsplash.com

Welches Fitness-Fahrrad bringt mich in Sachen Fitness voran? Foto Sandis Helvigs, unsplash.com

Das richtige Rad kann viele Funktionen haben. Für alle die gerne gut Essen und fit bleiben wollen, spielt es eine weitere wichtige Rolle. Alternativ zum Laufen und andere Sportarten und Bewegungsmöglichkeiten, mit denen man sich fit hält, kann das richtige Fitness-Fahrrad der Bewegungsanreiz Nummer eins werden.  Wer jetzt an seinen alten Drahtesel im Keller denkt und nur müde lächelt, der sollte die Haupteinkaufszeit für Fahrräder, das Frühjahr für Neuanschaffungen (oder ein gebrauchtes Rad) nutzen.

Die Basics zum Fahrrad…

XT- oder LT-Schaltung, Umwerfer- oder Nabenschaltung, Kette oder Zahnriemen? Lassen Sie sich beraten, entscheiden Sie anhand Ihres Budgets oder vertrauen Sie auf Freunde und Bekannte, die Erfahrung haben. Viel erfahren Sie auch, wenn sie gerade jetzt im Frühjahr nach aktuellen Artikeln und Tests suchen. Die grundlegende Entscheidung fällt schon viel früher: Stadtrad oder Trecking-Rad, Mountainbike oder Rennrad? Hier sind Experten und gute Bekannte vielleicht nicht ganz so hilfreich wie ihre innere Stimme. Jeder, der viel Rad fährt, wird wahrscheinlich sowieso meinen: Für jeden Zweck das richtige Rad heißt nicht eines für alles. Bekennende Radler haben City- und Sporträder als Grundausstattung, je nach Vorlieben kommen weitere hinzu.

Nähern Sie sich dagegen jetzt dem Thema ohne Vorerfahrungen oder vielleicht nach einer längeren Radler-Pause, sollten Sie ihr gutes Geld für dasjenige Vehikel ausgeben, das Sie am ehesten nutzen.

Hier noch ein paar Fakten, warum das Fahrrad Ihre erste Wahl als Fitness-Trainer werden könnte (und sollte):

  • Immer öfter werden auch Kurzstrecken mit dem Auto zurückgelegt. Die Folgen für Städte und Menschen sind bekannt: Mehr Verkehr, Umwandlung von Flächen in Parkraum, zu wenig Bewegung.
  • Nach dem Laufen ist Radfahren die sportliche Betätigung, die den niedrigsten Aufwand erfordert und fast immer möglich ist.
  • Aber: Im Gegensatz zum Laufen verbraucht man auf dem Fahrrad weniger Kalorien (das Körpergewicht wird „getragen”).
  • Andererseits sind durch die geringere Belastung längere Sport-Phasen möglich.
Das Hollandrad: universeller als man denkt. Foto: Javier Calvo, unsplash.com

Das Hollandrad: universeller als man denkt. Foto: Javier Calvo, unsplash.com

Das Hollandrad

Stöhnen und Aufschrei der versierten Radler ist an dieser Stelle vorprogrammiert. Es hat bei uns den schlechtesten Ruf, die geringste Verbreitung und ist hierzulande vorzugsweise als Billig-Version erhältlich. Verbringen Sie ein Paar Tage in den Niederlanden, und Sie werden das anders sehen. Dort ist es sehr verbreitet und wird von allen (!) immer (!) gefahren: Zum Einkauf, zur Arbeit, ins Konzert, am Wochenende. Warum? Weil man in jeder Kleidung immer bequem drauf sitzen kann. Und weil man es ohne weiter nachzudenken jederzeit nutzen kann. Und schließlich deswegen, weil es keine teure Sportmaschine mit genau einem Einsatzzweck ist, sondern ein universelles Fortbewegungsmittel im besten Sinne. Der Sex-Appeal geht gegen Null, der Einsatzbereich ist riesig. Misst man ein Rad daran, wie oft man es nutzen kann, steht dieses Gefährt ganz weit oben.

Die Ausstattung umfasst vor allem gute Transportmöglichkeiten (diverse Gepäckträger vorne und hinten sind möglich), eine einfache Nabenschaltung (Drei-Gang), die Straßenausstattung mit Licht und Klingel. Im Bereich ab 300 € werden sie anngeboten, hochpreisige xemplare sind bei uns meist gar nicht zu finden.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 6 von 10 Fitness-Punkten, weil der Anreiz für Alltagsfahrten drastisch steigt. Mehr kann man von einem Fitness-Fahrrad kaum erwarten.

Weil die Niederlande viel aufzuweisen haben, aber keine Berge, sollten sie hierzulande auch andere Variationen in Betracht ziehen.

City-Rad Foto: Alex Blajan, unsplash.com

City-Rad Foto: Alex Blajan, unsplash.com

Das Stadtrad

Immer noch eher unspezifisch, aber preislich und ausstattungsmäßig weiter fortgeschritten. Stadträder sind meist schicker, haben bessere Ausstattungen (und Schaltungen). Und sie sind meist auch deutlich teurer. Bei den Schaltungen dominieren auch hier die Kettenschaltungen, obwohl die meisten Stadtradler keine 21 bis 30 Gänge brauchen. Aber bella figura ist hier ein wichtiger Aspekt. Da verzichtet man schon auch gerne auf den Fahrradkorb und lädt seine Utensilien in einen schicken Rucksack. Größere Einkäufe verlagern sich damit schon fast automatisch aufs Auto. Unter 500 bis 1000 € wird Sie der Fahrradhändler nicht davonkommen lassen (wollen).

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 7 von 10 Fitness-Punkten, weil zu den Alltagsaspekten noch der (nicht unwesentliche) psychologische Aspekt kommt. Ein schickes Rad wertet das gesamte Erscheinungsbild auf.

Trecking-Rad. Foto: Sanwal Deen, unsplash.com

Trecking-Rad. Foto: Sanwal Deen, unsplash.com

Das Treckingrad

Eigentlich als Reiserad entwickelt, entfaltet  das etwas aufwändiger ausgestattete Treckingrad seinen Charme vor allem durch die Verbindung von Kurzstrecke und Langstrecke. Einkaufen gehen zum Laden um die Ecke, bei schönem Wetter auch mal die 10 Kilometer zur Arbeit fahren, am Wochenende die 30-Kilometer-Tour vor der Haustüre und im Urlaub ein Stück auf einem Fern-Radweg. Das geht alles mit einem Rad. Nachteil ist, dass man die mit guten Schaltungen und Bremsen ausgestatteten Räder in der Stadt eher diebstahlgefährdet sind, als die billigeren Räder. Die Exemplare in der 1000-€-Klasse sind sehr begehrt.

Spätestens bei dieser Anschaffung sollte man also drüber nachdenken, ob man nicht doch für verschiedene Zwecke verschiedene Räder kauft. Zu teuer? Werfen Sie doch mal einen Blick auf die letzte Rechnung für die Inspektion ihres Autos. Das rückt einige Dinge wieder in den richtigen Maßstab.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 8 von 10 Fitness-Punkten. Mit der eierlegenden Wollmilch-Sau schaffen Sie es am ehesten, dem inneren Schweinehund Paroli zu bieten. Viele Einsatzbereiche, viele Möglichkeiten. Jetzt müssen Sie nur noch umsteigen.

Mountain-Bike Foto: Stefan Rayner, unsplash.com

Mountain-Bike Foto: Stefan Rayner, unsplash.com

Mountainbike

Das „Gebirgs-Rad” ist durchaus kein Gebirgs-Phänomen. Auch in Hamburg und Köln und vielen anderen Großstädten erfreuen sich die breit bereiften Sport-Räder großer Beliebtheit. Erstens vermitteln sie ein sehr sportliches Image. Zweitens sind auch für Kopfsteinpflaster, Waldwege und Bordsteinkanten ganz gut ausgestattet. Die gefederte Vordergabel vermittelt Fahrkomfort, die fehlende Straßenausstattung (Licht, Schutzbleche) lässt sich preiswert nachrüsten. Auch wenn sie nie mehr als drei ihrer 30 Gänge brauchen: Ein Mountainbike gilt auch als Statement, so wie der Familien SUV – nur umweltfreundlicher.

Wenn sie vorhaben, sich damit doch auf Waldwegen und Single-Tracks auszutoben, hören sie auf Ihren Fachhändler: Unter der magischen 1000-Euro-Schwelle gibt es gute Angebote, aber sicherer sind Sie in einem höheren Preissegment.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 5 von 10 Fitness-Punkten. Machen wir uns nichts vor. Sie lesen diesen Text, weil Sie bislang kaum Zugang zum Thema Radfahren hatten. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie die Wochenenden auf Waldwegen verbringen? Oder mit ihren Business-Klamotten aufs MTB steigen um zur Arbeit zu radeln?

Wahrscheinlicher ist es, dass es wie mit der Mitgliedschaft im Fitness-Club verläuft: Anfängliche Euphorie und mangelnde Umsetzung im Alltag. Nur wenn Sie in der passenden Gegend wohnen und wirklich aufs MTB wollen, ist das eine richtige Investition.

Rennrad Foto: Mpho Mojapelo, unsplash.com

Rennrad Foto: Mpho Mojapelo, unsplash.com

Rennrad

Auch hier gilt: Sie müssen es wirklich wollen. Rennräder sind als Sportgeräte nochmal ein Preisklasse höher anzusiedeln. Und sehr speziell: Einkaufen fahren, zur Arbeit oder einen Familien-Ausflug machen gehören nicht zum typischen Einsatzgebiet. Außerdem sollte man schon vor dem Kauf Erfahrung und Expertise besitzen, was die technischen Ausstattung angeht, damit man sein Geld richtig anlegt.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? Nur 5 von 10 Fitness-Punkten, weil Rennräder Werkzeuge für Sportler sind, die sich bereits sportlich in hohem Maß engagieren. Alle anderen erhalten ein Vehikel mit einem sehr begrenzten Einsatzbereich.

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Radfahren oder Laufen? Im Zweifel: beides

Radfahren ist für viele Menschen besonders im Frühling verlockend.

Radfahren ist für viele Menschen besonders im Frühling verlockend. Foto: Alisa Anton @unsplash.com

Radfahren steht vor allem im Frühjahr hoch im Kurs: An Ostern, spätestens zum 1. Mai holen alle ihre Fahrräder aus dem Keller und ziehen los. Während diese Aktionen meist folgenlos bleiben, stellt sich für die Themen Gesundheit, Fitness und Abnehmen die Frage: Was ist besser? Radfahren oder Laufen? Mal abgesehen davon, dass jeder Sportler über so eine Entweder-oder-Frage nur den Kopf schüttelt, gibt es durchaus Gründe, warum man das eine oder das andere vorzieht.

Radfahren geht leichter

Tatsache ist, dass Laufen mehr Kalorien verbraucht und den Körper mehr belastet, in verschiedener Hinsicht. Die Kalorienangaben für diese Vergleiche schwanken, weil Geschwindigkeit, Laufstil, Gewicht und Tempo ja nicht konkret vergleichen werden können. Aber in der Tendenz sind sich alle einig.

Dass Laufen mehr Kalorien verbraucht lässt sich auch leicht damit veranschaulichen, dass die Beine das Körpergewicht trage, was beim Radeln ja das Zweirad übernimmt. Die Muskelkraft ist hier nur für den Vortrieb nötig. Und das gemütliche Vorankommen von A nach B ist mit Laufen sowieso nicht vergleichbar, dazu müsste man schon ein Bißchen mehr Tempo machen.

Radeln schont die Gelenke

Das Radeln auch für Läufer eine gute Alternative sein kann, merkt man spätestens, wenn man sich einmal den Knöchel vertreten hat. Radeln geht da nämlich schon wesentlich früher und mit höheren Belastungen, als Laufen. Wer Übergewicht hat, Arthrose oder Gelenkschmerzen, der ist auf jeden Fall mit Radfahren oder Schwimmen erst einmal besser bedient.

Weil die Belastungen geringer sind als beim Laufen, empfiehlt sich eine längere Trainingsdauer und / oder mehr Steigung.

Weil die Belastungen geringer sind als beim Laufen, empfiehlt sich eine längere Trainingsdauer und / oder mehr Steigung. Foto: William Hook @unsplash.com

Radfahren ist teurer

Das ist nur bedingt richtig: Wer „richtig” Sport treiben möchte, sich mit guten Laufklamotten eindeckt und dann fürs Radfahren eine vergleichbar gute Ausstattung haben möchte, der muss natürlich mehr Geld hinlegen. Andererseits hat ja wirklich (fast) jeder ein Fahrrad im Keller. Und wenn nicht gerade klappernde Schutzbleche oder knarzende Ketten den Spass verderben, spricht nichts dagegen, auch mit einem älteren Rad mal für eine Stunde loszuziehen und den Puls auf 120 zu halten. Wichtig ist, dass es es Spass macht.

Lieber radeln als im Stau stehen

Der Spassfaktor ist sicher auch eins der motivierendsten Momente, wenn man zum Beispiel den Arbeitsweg mit dem Rad zurücklegen kann.  Wer für einige Zeit das Autofahren im Berufsverkehr gegen das Radeln in schönerer Umgebung eingetauscht hat, der tut sich oft schwer, wenn er das wieder aufgeben soll. Und so lässt sich auch das tägliche Bewegungspensum fast ohne zeitlichen Mehraufwand bewältigen.

Wer nicht verschwitzt und ausgepowert bei der Arbeit ankommen will, der kann sich dafür am Heimweg austoben. Aber die zunehmende Zahl der Radler zeigt ebenso wie der wachsenden Anteil der bei-jedem-Wetter-Radler, dass man den sportlicheren Weg zur Arbeit schon bald nicht mehr missen möchte.

Radfahren macht nicht schlank

Das ist so nicht ganz richtig, aber es fällt schwerer, damit gezielt abzunehmen. Und falls es tröstet: Laufen alleine macht auch nicht schlank. Zumindest die meisten Menschen nicht. Richtige Ernährung und Sport gehören zusammen. Und wer mit dem Zweirad bei sportlicher Betätigung auf die gleiche Leistung kommt, wie beim Laufen, der hat sicher die gleichen Chancen, sein Gewicht zu halten oder abzunehmen.

Weil per se Laufen mehr Kalorien verbrennt, bedeutet das für Radler aber auch, dass sie erstens schneller unterwegs sein müssen und zweitens länger. Wer also Probleme hat, sein Bewegungspensum im Alltag unterzubringen, der tut sich wahrscheinlich mit dem Laufen leichter.

Radfahren bietet mehr Abwechslung

Zumindest fällt es leichter, verschiedene Landschaften zu erleben, wenn man mit dem Rad unterwegs ist, weil man größere Strecken zurücklegt. Wer eine Stunde zu Fitness-Zwecken läuft, der ist meistens auf etwa 10 Kilometern unterwegs, der Radler bewältigt locker 20 Kilometer. Der Vorteil relativiert sich aber schnell, weil man ja nicht laufend neue Strecken absolviert. Nach einem Jahr hat man seine nähere Umgebung wahrscheinlich mit beiden Sportarten gut „abgegrast”.

In der Regel ist das auch nicht störend, weil man mit „seinen” Laufstrecken sehr genau Belastung und Länge regulieren kann: Heute mal einen steilen Anstieg mehr, dafür früher wieder daheim, weil man noch was erledigen muss. Und wer es schafft, seine Sportarten auch im Urlaub unterzubringen, kann hier für Abwechslung sorgen. Freilich mit den gleichen Vor- und Nachteilen. So schaffen es Laufschuhe immer ins Handgepäck, aber ein Rad im Urlaub erweitert den Aktionsradius ganz erheblich.

Radeln geht fast immer, auch ohne teure Neuanschaffungen.

Radeln geht fast immer, auch ohne teure Neuanschaffungen. Foto: Alisa Anton @unsplash.com

Laufen geht immer

Das betrifft nur die Tatsache, dass die Ausrüstung denkbar kompakt ist: Shirt, Shorts und Schuhe. Das gilt auch für die Technik. Zwar betonen Sportler oft genug, dass die richtige Lauftechnik und die richtige Art zu trainieren eben wesentlich komplexer ist das einfache Joggen oder auch das Radfahren. Ich finde aber, dass man fürs Radfahren mehr Training braucht, um die gleiche Sicherheit zu erlangen. Erst recht, wenn man nicht nur auf Straßen und Feldwegen unterwegs ist, sondern auch mit dem MTB auf Waldwegen und Single-Tracks.  Und wer in vergleichbare Kreislaufbelastungen wie beim Laufen vordringen möchte, der muss schon das Tempo steigern oder Steigungen in Angriff nehmen – beides ist eher für geübtere Radler zu empfehlen.

Fazit: Radfahren und Laufen

Wer anfängt, ein tägliches Bewegungspensum aufzubauen, der ist mit beiden Sportarten gut bedient. Und beginnen sollte man immer mit dem, das einem mehr Spass macht, leichter fällt, verlockender ist. Wer schon einige Zeit Sport treibt, für den ist eine Abwechslung aus Laufen, Radfahren und vielleicht auch Schwimmen immer ein motivierender Mix, der ein paar neue Kicks, neue Erlebnisse und neue Umgebung bringt.

Und wie immer gilt: Wenn man etwas lange genug gemacht hat, sollte man etwas Neues probieren. Vielleicht auch nur um zu entdecken, auf was man bisher bei seinem Lieblingssport zu wenig geachtet hat. Es gibt genügend pendelnde Radfahrer, die im Brustton der Überzeugung versichern, sie treiben jeden Tag genug Sport. Und nach dem ersten 30-Minuten-Lauf japsend zugeben, dass die Kreislaufbelastung beim Laufen doch etwas größer ist. Und es gibt andererseits auch viele Läufer, die mit dem Rad neuen Gegenden erleben, in die sie zu Fuß nicht vorgedrungen sind.

Eindeutiger fällt die Entscheidung aus, wenn die Zielsetzung klarer ist. Abnehmen wird mit Laufen prinzipiell leichter gelingen. Wen dagegen Gelenke und / oder Übergewicht plagen, der fühlt sich wahrscheinlich nach dem Radfahren fitter.

Immer ein paar gute Laufschuhe bereit zu haben und ein Fahrrad, mit dem man gerne unterwegs ist, ist sicher keine falsche Lösung.

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HIIT Workout: ein „kleines” Training als Ergänzung zum Laufen

HIIT Workout: Laufen ist gut, zusätzliche Übungen für Kräftigung und Beweglichkeit sind noch besser. Foto: Jennifer Birdie Shawker / Unsplash.com

HIIT Workout: Laufen ist gut, zusätzliche Übungen für Kräftigung und Beweglichkeit sind noch besser. Foto: Jennifer Birdie Shawker / Unsplash.com

HIIT Workout, das bedeutet „High Intensity Intervall Training”. Und es ist die ideale Ergänzung für alle, die gerne und oft laufen. Aber hallo, denken jetzt viele: Wenn ich öfters laufe, wozu brauch ich dann noch ein besonderes Training? Für die Fitness wird das Laufen alleine schon genügen. Und wenn man sich sportliche Ziele setzt, wie einen Marathon, dann läuft man eben mehr. Aber ganz so einfach ist es nicht.

Laufen ist ein guter Anfang

Aber wer schon länger läuft und Spass daran hat, der merkt auch schnell, dass man alleine vom Laufen zwar konditionell besser wird. Aber man nimmt nicht wesentlich ab (wenn man nicht sehr lange Strecken läuft). Und man baut nicht nennenswert Muskulatur auf. Selbst bei schlanken Menschen und auch bei Menschen, die regelmäßig laufen, kann sich Bauchfett ansetzen. Das Ergebnis ist paradox: schlank aber fett. Und es gibt einen festen Begriff dafür: skinny fat.

Völlig losgelöst von gesundheitlichen Aspekten: Es ist doch blöd, wenn man sich mit einigem Aufwand fit hält, und dann ein Bäuchlein vor sich herträgt. Zu einem gesunden Lebensstil gehören Bewegung und gesunde Ernährung. Dass auch relativ viel Bewegung nicht ideal ist, wenn es eine einseitige Belastung ist, ist eine traurige Wahrheit.

HIIT Workout bringt Abwechslung

Ebenso wie bei der Ernährung Abwechslung wichtig ist, gehört zum Sport die Förderung verschiedener Aspekte: Neben der Ausdauer, die sicher den größten gesundheitlichen Nutzen bringt, sind das vor allem die Bereiche Kräftigung und Beweglichkeit. Kräftigung spielt bei vielen Freizeitsportlern schon alleine deswegen eine wichtige Rolle, weil sie sich am ehesten im Erscheinungsbild bemerkbar macht. Sprich: Wer ein breiteres Kreuz und kräftige Oberarme hat wirkt von ganz alleine auf viele Mitmenschen schon mal sportlicher, als die eher drahtigen Läufer.

Mein Zeitpensum für den Sport ist aber ausgereizt

Das ist schmerzlich: Da läuft man drei, vier oder fünf Mal in der Woche und hat dann angeblich immer noch zu wenig gemacht? Nein, eigentlich nicht. Man muss gar nicht mal mehr wesentlich mehr machen, sondern vielleicht nur etwas anderes. Statt weitere zwei wöchentliche Besuche im Fitness-Center einzuplanen (von den Monatsbeiträgen gar nicht zu reden), genügt ein kurzes aber intensives Kräftigungs-Training. Eben das oben erwähnte HIIT Workout.

Der Vorteil: Es lässt sich fast überall im Freien absolvieren, es entstehen keine zusätzlichen Kosten, man braucht keine andere Ausrüstung und es bläht den Zeitplan nicht weiter auf.

Das Prinzip des HIIT Workout kann man schnell erfassen. Natürlich ist es immer hilfreich, wenn man gerade zu Beginn einen erfahrenen Partner oder Freund an der Seite hat, der Übungen auswählt und zusammenstellt. Und der vielleicht auch zu Beginn die Ausführung beobachtet. Wer falsch trainiert, der bekommt wie beim Laufen auch schnell irgendwelche Zipperlein, die ihm den Spass verderben.

Wer sich über HIIT informiert, der erkennt schnell das Prinzip: Eine hohe, kurzzeitige Belastung sorgt für das Pushen der Herzfrequenz. Es wird mehr Fett verbrannt, als bei der gleichmäßigen Lauf-Belastung und man baut Muskulatur auf – auch dort, wo beim Laufen eben keine Belastung stattfindet, zum Beispiel an den Oberarmen.

Und wie finde ich meine Übungen?

Wer bei der Zusammenstellung seines Programms etwas überwältigt ist von den schier endlosen verschiedenen Übungen, der kommt mit einige Suchbegriffen vor allem bei den Videos weiter. Offensichtlich sind schon viele Menschen das gleiche Problem erfolgreich angegangen. So finden sich etliche Videos und Anleitungen für ein rund 10minütiges HIIT Workout für Läufer, das im Freien mit wenigen Hilfsmitteln wie zum Beispiel einer Parkbank absolviert werden kann.

Und wer mit der Auswahl der Übungen in einer Anleitung nicht zufrieden ist, der sucht sich eben noch weitere Übungen aus anderen Anleitungen. 10 Minuten Training mit 10 Übungen, die alle wichtigen Muskelgruppen abdecken, sind ein guter Anfang. Und die Intervalle mit jeweils 30 Sekunden Belastung und 30 Sekunden Ruhe sind ein guter Einstieg.

Verschiedene Sachen ausprobieren und es langsam angehen lassen, das ist wichtig für einen guten Start. So ein 10-Minuten-Programm wirkt zunächst nicht wie Leistungssport. Aber bei untrainierten Muskelgruppen können drei solcher HIIT-Einheiten pro Woche schon für Beschwerden sorgen – und damit den Spass verderben. Ein eher behutsamer Einstieg ist also nicht verkehrt.

Natürlich braucht auch das 10minütige HIIT  im Endeffekt mehr Zeit, mit Aufwärmen zu Beginn, Dehnen und Ausklingen am Schluss. Wer das in seinen Lauftraining einbaut und dafür vielleicht 10 Minuten weniger läuft, der kommt aber ohne zusätzlichen Zeitaufwand hin.

Das obige Beispiel ist übrigens ein eher sanfter Einstieg. Man muss sich nicht gleich zu Beginn für Burpees, Push Ups oder Squat Jumps begeistern.

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Lauf-Blogs die einen fit halten?

Lauf-Blogs bieten Tipps und Motiviation. Und helfen so, dabei zu bleiben.

Lauf-Blogs bieten Tipps und Motiviation. Und helfen so, dabei zu bleiben. [Foto: © Emma Simpson / Unsplash]

Können Lauf-Blogs einen überhaupt fit halten? Die Frage ist rein rhetorisch. Das klappt so wenig wie Fußball schauen schlank macht. Aber ein Körnchen Wahrheit ist ja in Vielem. Wer sich einem Thema nähert, der braucht und sucht meistens möglichst aktuelle Informationen, Bilder, Anregungen. Früher war das bei mir zumindest so, dass ich die in Zeitschriften und Büchern fand. 2017 sucht und findet man die Internet. Ein kleiner, sehr unvollständiger Überblick.

Die Auswahl ist höchst subjektiv. Rausgefallen sind Lauf-Blogs, die seit einigen Monaten nichts mehr veröffentlicht haben. Oder Seiten von Lauf-Profis, die für Ihre Anhängerschaft schreiben. Oder solche mit fast schon aggressivem Marketing. Aber wer nach der Durchsicht auf den Geschmack gekommen ist (oder eben nichts gefunden hat für sich), kann ja selber nach „seinem” Lauf-Blog weitersuchen.

Offensichtlich hat der Themenbereich Laufen und Fitness eine große Anhängerschaft. Und das bedeutet auch, er lässt sich gut kommerzialisieren. Manchmal geschieht dies durch Produkttests und Empfehlungen. In vielen Fällen auch durch eigene Bücher und Download-Möglichkeiten, was mir sympathischer ist.

Achim Achilles von Hajo Schumacher

Achim Achilles von Hajo Schumacher

Lauf-Blog Achim Achilles

Der Spiegel-Journalist Hajo Schumacher kann sich zugute halten, dass er das Laufen bei uns etwas populärer gemacht hat. Mit dem Magazin im Rücken, in dem seine Artikel veröffentlicht werden, seinem Blog und seiner journalistischen Herangehensweise hat er eine große Leserschaft aufgebaut. Inzwischen bloggen auf der Plattform mit seinem Pseudonym auch etliche schreibende Kollegen.

Sie schreiben über Ihre Erfahrungen, testen Laufschuhe und Pulsuhren und lassen Menschen zu Wort kommen, die zum Thema was zu sagen haben. Und sie machen damit die Achim-Achilles-Seite zu einer der umfassendesten Website zum Thema Laufen und Fitness, Gesundheit und Ernährung, Training und Ausrüstung.

Sympathisch ist mir hier vor allem die journalistische Herangehensweise. Aber wie in den Printmedien auch bedeutet das nicht, dass Kooperationen und Werbung ausgeschlossen sind. Gewinnspiele, Produkttest und eigene E-Books machen einen diesen Umfang und die zahlreichen Beiträge verschiedener Autoren wohl erst möglich.

Nicht zuletzt die Videos sind ein Highlight der Website, egal ob es um Laufschule, Trainings-Tipps oder Produkttests geht.

Go Girl! Run! von Mandy Jochmann

Go Girl! Run! von Mandy Jochmann

Go Girl! Run!

Die Designerin Mandy Jochmann schreibt recht umfassend über das Thema Laufen und auch über ihren zweiten Schwerpunkt, das Reisen. Vom Einstieg über Marathon bis zum Triathlon reicht die Bandbreite der Themen. Sie berichtet auch über Ihre Teilnahme an Triathlon-Veranstaltungen oder schildert ihre Trainingspläne. Alles in allem ein sehr bunter, sehr persönlicher Mix.

Im Vordergrund stehen dabei durchaus die praktischen Themen. Hautpflegetipps für das Laufen im Winter sind kein reines Frauenthema. Und auch „Die besten Sport-Tools” oder die Interviews mit Profi-Triathletinnen haben praktischen Nährwert.

Und wer sich gerade trotz der vielfältigen Blogposts nicht richtig motivieren kann, der kann auf die spannenden Reiseberichte ausweichen…

Fit Trio von Louisa Dellert

Fit Trio von Louisa Dellert

Fit-Trio

Das Trio der Bloggerin Louisa Dellert besteht aus den Blog-Kategorien Fitness, Ernährung und Motivation, bzw. Selbstliebe. Ich finde vor allem die konkreteren Themen und die Verbindung von Lauf-Tipps und guten Rezepten spannend. Der Motivations- / Selbstliebe-Bereich bedeutet vielen Freizeit-Sportlern wohl auch sehr viel, geht es beim Sport auch immer um Körpergefühl und Selbstwahrnehmung. Außerdem hinterfragt dieser Themenbereich auch immer wieder , welches Körperbild mit Sport und Abnehmen angestrebt wird. Viel beachtet und sehr aufschlussreich ist in dieser Rubrik sicher der Artikel Kleidergröße Photoshop. Der zeigt auch auf, wie leicht sich unser Körperbild durch Bild-Manipulationen in den Medien manipulieren lässt.

Im Vordergrund stehen die Artikel der Bereiche Fitness und Ernährung, wobei in letzter Kategorie wiederum die Rezepte dominieren.

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