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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Frisches’


Spargel mit Bio-Kräuterfrischkäse und Kartoffeln

Spargel

Mit dem Einzug des Spargels in deutsche Supermärkte ist auch der Bio-Spargel wieder angekommen. Ich hatte den schon einmal hier vorgestellt. Damals als Empfehlung für die Nicht-Spargel-Gebiete und auch heute möchte ich den regionalen Aspekt über den Bio-Aspekt stellen: Wenn Sie bei Ihrem Erzeuger auf dem Markt oder an Ständen frischen Spargel aus der Region bekommen, dann kaufen Sie den, statt französischen oder spanischen Bio-Spargel aus dem Supermarkt.

Der ist in der Regel frischer, hat eine bessere Ökobilanz und schmeckt mit Sicherheit auch besser, als der “weit gereiste”. Sollten Sie vor Ort Bio-Spargel bekommen - noch besser.

Bei diesem Rezept können Sie alle anderen Zutaten in Bio-Qualität verwenden: Spargel schälen, in Stücke schneiden, in der Pfanne anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen, Deckel drauf. Nach 10 Minuten ist er bissfest. Den Bio-Kräuter-Frischkäse (1,29 von REWE) zum Abschluss dazugeben und mit der Flüssigkeit vermengen, so dass alles schön sämig wird. Dann noch wahlweise Bio-Schinken oder normale Speckwürfel untermischen. Dazu gibts frische Bio-Kartoffeln.

Lecker, schmackhaft, frisch und preiswert: Die 1a-Qualität Spargel gibts derzeit für 6,90 Euro das Kilo, für die Zubereitungszeit reicht etwa eine halbe Stunde. Dazu passt ein Silvaner aus Rheinhessen wie der von Eckhard Weitzel.

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Es geht auch ohne: frischer Spargel ohne “Päckles-Sauce”

Spargel

Haben Sie das Hernanahen der Spargelwelle erkannt? Schon vor zwei Wochen türmten sich im Frischebereich des Supermarktes bereits diverse Weißweine. Und helle Saucen, die gaaanz einfach zuzubereiten sind und hervorragend zum Spargel passen. Angeblich. Hollandaise vor allem in allen Variationen: Zum Anrühren mit Wasser, mit Zugabe von einem viertel Pfund Butter. Oder einfach direkt aus dem Tetrapak.

Das Studium der Zutatenliste ist meist nichts für zart Besaitete. Muss ja auch nicht sein.

Spargel selbst braucht ja schon ein Weilchen im heißen Wasser, da bleibt Zeit genug, ein feines Sößchen anzurühren - ohne Chemie, wenn schon nicht gar ganz biologisch.

Hier meine drei Favoriten:

1. Mit Bärlauch-Pesto
Zugegeben: Mein bisheriger Favorit war eine Sahnesauce mit frischem Bärlauch. Freund und Kollege Lars hat dagegen eine Variante mit Bärlauch-Pesto, die demgegenüber Vorteile hat: Das Pesto ist länger haltbar, die Zubereitung noch einfacher. “Die Sauce bereitete ich aus Bärlauchpesto, das mit heißem Wasser erwärmt und verflüssigt wird” schreibt er dazu. Passt prima, ich habe auch schon etwas zerlassene Bärlauch-Butter dazu getan, die ist ja auch lange haltbar, bzw. man kann sie auch einfrieren.

2. Senfsauce
Die gute alte Bechamelsauce war lange Zeit in Verruf: Mehlschwitze mit Butter als Grundlage. Ich mache meine mit wenig Mehl und Butter, Sahne und Milch, ein paar Gewürze und scharfem Senf. Gut macht sich auch die Zugabe von frischem Zitronensaft. Für mich darfs ruhig schärfer sein, die Familie bevorzugt mildere Variationen. Hängt vom Senf und der Menge ab.

3. (Zitronengras-) Hollandaise
Dafür muss man etwas mehr Zeit mitbringen und etwas Erfahrung. Das genaue Rezept gibts hier. Ganz in Bio-Qualität lässt sich die klassische Hollandaise zubereiten. War früher mal mein Favorit, inzwischen wegen der hohen Buttermenge von anderen Variationen verdrängt worden. Aber ich finde, man muss sie mal selbst gemacht und probiert haben.

An Beilagen bevorzuge ich die Klassiker: Kartoffeln, Kratzete, Pfannkuchen. Fleisch und Fisch haben für mich nix beim Spargel zu suchen. Und als Wein ein knackiger, kalter Weißwein, vorzugsweise Gutedel.

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Bärlauch-Dipp selbstgemacht

Frischer Bärlauch

Heute mal Bio ohne Supermarkt. Naja fast ohne: Ich zum Beispiel hole mir meinen Bärlauch aus dem Wald. Es ist das einzige Relikt aus meiner Zeit als Jäger und Sammler, alles andere habe ich aufgegeben. Aber der knoblauchähnliche Duft, der in diesen tagen durch die Wälder zieht verleitet mich bei meiner morgendlichen Laufstunde immer wieder mal zu einem Abstecher zum Bärlauchpflücken.

Aus dem Supermarkt brauchts dann doch noch was: Magerquark und Frischkäse, Olivenöl und Kräuersalz. Je 100 Gramm Quark und Frischkäse mischen, durch Milch oder Sahne oder Olvenöl schön geschmeidig machen. Bärlauch ganz fein hacken, mit Salz vermischen und mit etwas Öl eine Paste anrühren. Eine gute handvoll Bärlauch darfs schon sein. Je nach Geschmack kann man auch ein Löffelchen Senf oder Ketchup zugeben (für Schärfe, Süße).

Schmeckt gut zu frischem Brot, aber auch zu Gemüse als Dipp. Biozutaten sind gut aber nicht zwingend, und wer abnehmen will, der kann ja auch fettarme Varianten wählen. Frischen Bärlauch gibts auch auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt gibts manchmal Pesto. Der frische sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden und ich nehme ihn eigentlich nicht mehr, wenn er mitgekocht werden muss, weil er dann sein Aroma verliert. Also entweder ganz zum Schluss zugeben oder gleich für kalte Speisen verwenden.

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Der Streit ums korrekt gelegte Ei

Seit dem Enthüllungsbericht der Tierschutzorganisation PETA um scheinbar falsch deklarierte Eier vor rund zwei Wochen kamen einige Steine ins Rollen. Auch das ZDF berichtete in Frontal 21 über diesen Etikettenschwindel. Angeblich wurden Eier aus Industrieanlagen Bodenhaltung als Produkte freilaufender Hennen oder gar von Bio-Hühnern deklariert. Abnehmer sind unter anderen die Big Player des deutschen Lebensmittelhandels: EDEKA, REWE, Penny und Tengelmann.


Dieses Ei scheint zumindest von einem richtigen Huhn gelegt worden zu sein

Ganz aktuell wird eine Entlastung durch die zuständigen Landesämter von PETA in einer Presseerklärung als “absolut nicht relevant“ zurückgewiesen. REWE und Penny haben die kurzfristig ausgesetzte Belieferung durch einen ins Zwielicht geratenen Lieferanten wieder aufgenommen. Das könnte sich als verfrühte Aktion herausstellen, die das Vertrauen der Verbraucher in die Deklaration der gehandelten Eiern weiter erschüttert. Wenn es weitere Erkenntnisse und Fakten zu diesem Fall gibt, werden wir hier berichten.

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Warum wird die Milch nicht mehr sauer?

Oder - anders gefragt: Warum hält die Frischmilch so lange frisch? Beim Blog Hausmannskost bin ich zu diesem Thema auf einen höchst interessanten Beitrag gestoßen. Bei Vollmilch, die einen Aufdruck wie zum Beispiel “länger frisch” trägt, handelt es sich in aller Regel um sogenannte ESL-Milch.

Im Eintrag bei Wikipedia heißt es unter anderem: “Das lange Mindesthaltbarkeitsdatum bezieht sich auf die geschlossene Verpackung, denn „längerfrische“ Milch ist nach dem Öffnen dieser nur noch bis zu einer Woche haltbar, und das auch nur, wenn sie weiterhin gut gekühlt wird. Wenn die Kühlung nicht ausreichend ist, verdirbt sie schnell. Damit ist sie trotz der intensiveren Haltbarkeitmachung beim Verbraucher nur genauso haltbar wie frische pasteurisierte Milch, sofern die Packung nicht noch geschlossen bleibt. Aufgrund des Vitaminverlustes ist aber ein Kauf auf Vorrat nicht empfehlenswert, und ebenso der Kauf von längerfrischer Milch, deren Mindesthaltbarkeit nicht mindestens 14 Tage in der Zukunft liegt.” Aha!

Selbst die Bio-Milch bei Edeka und Aldi Süd ist mittlerweile “längerfrische”, also ESL-Milch. Auf der Verpackung der Bio Bio-Vollmilch von Aldi Süd steht geschrieben: “Durch ein innovatives, schonendes Erhitzungsverfahren behält diese Bio-Vollmilch länger ihre Frische und ihren natürlichen Geschmack sowie ihren vollen Nährstoffgehalt.” Außerdem trägt die Milch das Öko-Test-Siegel “gut”. Aber wie ökologisch kann diese Milch noch sein, handelt es sich bei EDL-Milch nicht eher um ein Kunstprodukt? Skepsis dürfte unbedingt angebracht sein. Mein Einkaufsverhalten bei Bio-Milch wird jetzt auf jeden Fall ein anderes sein.

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Alnatura Gemüse Tortellini

Die Alnatura Gemüse Tortellini sind im Alnatura Super Natur Markt auch als Vollkorn-Version erhältlich. Erstaunlicherweise liegen die Tortellini nicht im Kühlregal, sondern bei den getrockneten Nudeln.

Alleine die Vakuumverpackung scheint die lange Haltbarkeit zu garantieren, in den Tortellini sind keine konservierenden Mittel außer Meersalz enthalten. Ansonsten kann ich unter den Zutaten bis auf den bio-technisch gewonnenen Emulgator Sojalecithin nur natürliche Ingredienzen entdecken.

Die Kochzeit ist auf der Verpackung mit 10 Minuten angegeben, bei mir sind die Nudeln nach 15 Minuten noch sehr bissfest. Das ist nicht schlimm, sollte man Pasta doch niemals mit der Stoppuhr in der Hand kochen! Die Portion reicht als Vorspeise für 2 Personen oder Hauptgericht für einen guten Esser. Beim Preis von 1,95 € für 250 g Gemüse Tortellini ist das eine preiswerte, schnell bereitete Mahlzeit. Allerdings benötigen die Nudeln unbedingt eine Verfeinerung in der Küche: Ich greife zu Olivenöl, Butter, frischer Petersilie, Pfeffer aus der Mühle und geriebenem Parmesankäse. Die Tortellini probiere ich natürlich zuerst pur. Der Grundgeschmack ist echt okay, der Teig fest und die Füllung überzeugt mit feinen Kräuteraromen. Bislang haben mich noch keine abgepackten Tortellini wirklich überzeugt, die Alnatura Tortellini bauen meine Skepsis da ein kleines Stück weit ab. Mit einem entsprechenden Tuning (Tomatensauce, Sahne, Gorgonzola…) können die aber durchaus meinen Speiseplan an arbeitsreichen Tagen ab und zu bereichern.

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