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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Küchenhelfer’


Holundersirup - in Bio-Qualität aus dem Supermarkt oder selbst gemacht

Auch wenn das Wetter derzeit wenig Durst macht: Mix-Getränke kommen im Sommer immer gut an. Holunderblüten-EssenzStatt Aroma und Konzentrat kann man auch zu einfachem Sirup greifen: Da ist nur Zucker und Frucht drin. Auf bestebioweine.de habe ich eines von vielen Rezepten für Holunderblütensirup beschrieben, kinderleicht und ideal für den Mix mit einem Sekt oder Secco.

Tatsächlich gibts den Holunderblütensirup auch im Supermarkt (wenn auch selten) in Bioqualität.

Und wer keine Zeit hat zum Selbermachen und keine Lust zum Suchen, der kann sich im Bio-Weingut Janson Bernhard Holunderblüten-Essenz bestellen. Nicht ganz billig, aber Essenz statt Sirup macht natürlich auch einen Unterschied. Dazu garantiert bio und schick verpackt.

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tazpresso - fair, bio und gut

Es gibt wohl kaum ein Produkt, bei dem der Anteil von fair gehandelter Ware so stark steigt, wie beim Kaffee. Das hat natürlich den Grund, dass bei kaum einem Nahrungsmittel die Produzenten einen geringeren Erlös am Handelspreis erhalten. Der tazpresso trägt neben dem Transfair-Siegel auch das EG-Biozeichen.

Der Vertrieb von tazpresso ist eine Kooperation der Gepa und der Berliner tageszeitung, seit jeher kurz taz genannt. Die sammelte noch in den radikalen 1980er Jahren Geld für die Aktion Waffen für El Salvador und stellte etwas später die Mägen der MitarbeiterInnen aus Solidarität mit Kaffee aus Nicaragua auf eine harte Probe. Diese Zeiten sind nun lange vorbei und die tageszeitung hebt sich eher etwas frischgrünsozialhumoristisch aus dem Blätterwald hervor.

Der tazpresso ist eine Mischung aus Robusta- und Arabicabohnen. Ich bevorzuge normalerweise reine Arabica-Kaffees, wegen des Aromas und weil diese nur halb soviel Koffein enthalten, wie die aus der Sorte Robusta. Die Bohnen stammen laut Verpackungstext “unter anderem” aus afrikanischen Kooperativen in Äthiopien, Uganda und Tansania. Die Mehrerlöse gegenüber dem niedrigeren Welthandelspreis werden zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Produzenten und ihrer Familien eingesetzt, dabei entscheiden die Kooperativen über die Verwendung der Gelder eigenständig und demokratisch.

Bei REWE erstand ich ein 250g Päckchen tazpresso für 3,99 €. Da es den Kaffee dort nur als ganze Bohnen gibt, ist das nun ein willkommener Anlass, Omas Kaffeemühle zu reaktivieren, die jahrelang nur Bestandteil der Küchendeko war. Also reinige ich das Gerät erstmal gründlich und mahle die ersten paar Bohnen für den Hausgeist, der in der Biotonne wohnt. Der Duft der Bohnen, der sich nun in der Küche verbreitet, ist schon mal sehr überzeugend.

In der Tasse ist der tazpresso äußerst aromatisch, schöne blumige Mokka-Aromen mit zarter Bitternote. Sicher kein mittelamerikanischer Magenkiller und die Farbe und Konsistenz der Bohnen lässt auf eine schonende Röstung schließen. Den tazpresso kann ich somit auch vom Geschmack her uneingeschränkt empfehlen!

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Praktische Küchenhelfer: Naturgut Biomüllbeutel

Die Naturgut Biomüllbeutel (1,99 € / 15 Stück) von Penny bestehen aus 100 % kompostierbarer Folie, die auf der Basis von Kartoffelstärke hergestellt ist. Die Beutel haben ein Fassungsvermögen von 10 Litern und eignen sich für die handelsüblichen, kleinen braunen Biomülleimer. Alle, die Biomüll im Haus sammeln, kennen das Problem mit den zum Himmel stinkenden Resten in den Eimern und Tonnen im Sommer. Die Papierbeutel, mit denen ich es schon versucht habe, sind relativ teuer und haben den entscheidenden Nachteil, das sie schnell aufweichen. Die Naturgut Biomüllbeutel dagegen sind reißfest und lassen keine Flüssigkeit durch - eine äußerst praktische Erfindung, die auch das Wasser spart, das sonst für die Tonnenreinigung anfällt.
Wann kommt endlich das erste kompostierbare Party-Geschirr auf den Markt?

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Das Bio-Milchschaum-Rätsel

Warum schäumt die eine Milch wunderbar und bei der anderen fällt der Schaum binnen Sekunden wieder zusammen? Darüber haben sich schon viele Cappuccino- und Latte Macchiato - Anhänger den Kopf zerbrochen. Bei Google erhält man bei der Eingabe des Begriffs “Milchschaum” ganze 192.000 Einträge als Suchergebnis.

Ich teste die Biomilch der zwei Supermarkt-Giganten REWE und Edeka auf ihre Schaumfähigkeit. Das Gerät meiner Wahl ist ein Spiralbesen, mit dem ich die Milch kräftig bearbeite. Früher benützte ich diese kleinen, batteriebetriebenen Milchaufschäumer, bis mich ein Profikoch auf das auch als Montierbesen bezeichnete Gerät aufmerksam machte. Über diesen Tipp bin ich immer noch sehr glücklich, da ich gerne auf überflüssige elektronische Geräte verzichte, besonders wenn diese schon nach wenigen Wochen den Geist aufgeben.

Die REWE Bio “Frische Vollmilch” ist laut Verpackung pasteurisiert, homogenisiert, besitzt mindestens 3,8% Fettanteil und 33g Eiweiß je Liter. Exakt die gleichen Angaben finden sich auf der EDEKA Bio Wertkost “Frische Vollmilch”. Aber wie erklärt sich dann das extrem unterschiedliche Testergebnis? Die Vollmilch von EDEKA Bio lässt sich wunderbar aufschäumen, selbst in kaltem Zustand ist der Schaum schon einigermaßen stabil, beim langsamen Erhitzen wird er schnell fest und konstant. Bei der REWE Bio Vollmilch ist dagegen nichts zu machen: Ob kalt, lauwarm oder heiß, es bildet sich kein Schaum, der nicht innerhalb von Sekunden wieder in sich zusammenfällt. Ich wiederholte den Versuch sogar mit verschiedenen Milchtüten aus unterschiedlichen Partien, am Ergebnis änderte sich nichts.

In diversen Fachartikeln, auf die ich bei der Recherche stieß, wird auf den Zusammenhang von Fett- und Eiweißgehalt sowie Temperatur der Milch mit der Schaumfähigkeit hingewiesen, aber das hilft mir in diesem Fall leider nicht weiter. Ich vermute die Ursache in der technischen Aufbereitung der Milch. Wer weiß Rat? Milchschaum-Experten, bitte melden!

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