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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Nicht bio, aber gut’


The good food store - oder die Rückkehr des Einzelhändlers

The good food store

Ich bin ein pragmatischer Mensch: Wenn ich alles in einem Supermarkt einkaufen kann, dann tue ich das in der Regel. Schon aus Zeitgründen. An zwei Wochentagen morgends auf den Wochenmarkt, regelmäßig zu den (besten) Bäckern und Metzgern in meiner Umgebung und ab und zu ein Ausflug zu besonderen Einkaufsstätten - das war einmal.

Natürlich gibt es immer noch besondere Einkäufe, die man woanders erledigen muss oder besser: will. Aber das Zeitbudget für den Einkauf ist kleiner geworden, das ist halt so.

Was mir in letzter Zeit immer weniger Spaß macht, ist das Einkaufen von Obst und Gemüse in Supermärkten. Zwar gibt es auch dort ab und zu Bioware, aber die (negative) Kaufentscheidung ist meistens schon gefallen, bevor ich zum Bio-Etikett oder zum Preis komme: Meine Vorstellung von frischem Obst, Salat, Gemüse deckt sich meistens nicht mit dem, was und wie dort Ware präsentiert wird. Und ob ich wirklich 20 Gramm Petersilie in der Blister-Verpackung kaufen muss, sei ebenfalls dahingestellt.

Vor wenigen Jahren, als es “nur” den negativen Trend gab, dass immer mehr kleinere Läden in den Orten schließen, wäre das ein Grund zum Verzweifeln gewesen. Heute gibt es einen neuen Trend: Gerade für frisches Grünzeug gibt es wieder kleine, sehr ansehnliche Läden, schon alleine zwei in meinem Viertel. Und im (kleineren) Nachbarort gibt es ebenfalls eine solche Auswahl.

Die Ware dort ist immer frisch, die Betreuung sehr persönlich und: ehrlich! Auf Nachfrage erfahre ich sehr wohl, welche Tomaten oder Aprikosen frischer, knackiger, süßer oder aromatischer sind. Und die Auskünfte stimmen zudem. Was spielt es da für eine Rolle, dass die Preise (manchmal!) etwas höher sind? Ich kaufe das Grünzeug ja nicht als Alibi für meinen Ernährungsplan sondern aus Lust aufs Frische.

Auch in meinem England-Urlaub ist mir aufgefallen, dass selbst in kleineren Orten solche kleinen Obst- und Gemüseläden existieren und offensichtlich auch ganz gut laufen. Und mit den Namen finden die Engländer halt viel leichter wirklich knackige Lösungen…

Für mich gilt im Zweifelsfall: Lieber aufs Bio-Merkmal auch mal verzichten, wenn lokal gute, regionale oder importiere Ware angeboten wird. Die persönliche Beratung ist sowieso unbezahlbar…

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Kochen mit Mark Bittman: Der Minimalist der NYT

The Minimalist, NYT

New York hat alles. Das glaube zumindest ich als einer, der in der deutschen Provinz lebt, und das ist sicher auch so. Feine Restaurants, edelste Küche, exotische Zutaten, kreative Köche.

Gut, dass New York auch einen Mark Bittman hat. Der begeisterte Koch und Journalist produziert regelmäßig als “The Minimalist” Video-Beiträge für das Online-Angebot der New York Times. Nun sind das sicher nicht immer absolute “Wow”-Gerichte, bei denen uns der Atem stockt. Aber die Videos, die in jüngerer Zeit durch einige originelle, neue Vorspänne aufgepeppt wurden, bieten genau das, was der Name verspricht: Gute Gerichte mit minimalem Aufwand.

Und was Mark Bittman uns da vorkocht, das kann man meistens auch sehr leicht nachkochen, fast immer auch komplett mit Bio-Zutaten. Das sind die Vorteile des Minimalist. Beispiel: More-Vegetable-Than-Egg-Frittata oder Yakisoba (an everyday Japanese Fastfood recipe).

Gerade die New York Times hatte in Ihrem Video-Angebot bis vor kurzem auch regelmäßige Beiträge einer anderen Köchin, die sich dem Thema sehr ähnlich näherte: Jill Santopietro kochte unter der Überschrift “Tiny Kitchen” in ihrer winzigen Küche (und die war wirklich sehr, sehr winzig) einfache, meist italienische Gerichte.

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Holunder: trendige Blüten und Beeren

Das meint auch der Baizer, die schweizerische Website der Basler Wirte (baizer.ch: Beeren und Blüten im Trend: Schwarzer Holunder). Nach seiner Darstellung gilt Holunder in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie Holunder als “Trendaroma”. Wer schon einmal im Supermarkt nach Holunderblütensirup (möglichst in Bio-Qualität) gesucht hat zum Mischen mit Sekt oder Prosecco, der freut sich darüber.

Es gibt ihn, man muss sich nur etwas umschauen. Und als Mixgetränk ist diese Kombination für gelegentlichen Einsatz mindestens so gut, wie die als Kir Royal bekannte Variante.

Im Juni und Juli stehen kann man auch leicht selbst die Blüten des schwarzen Holunders pflücken. Die weissen Blütendolden wachsen an hohen Sträuchern, die man oft bei Spaziergängen in Wald und Flur entdecken kann.

Die Dolden mit den vielen kleinen Blümchen eignen sich nicht nur zum Selbstansetzen von Sirp oder Bowle, sondern ganz vorzüglich auch für Holunderküchkein (”Holderküchle” in unserer Region).

Im oben genannten Link-Tipp wird aber auch das Rezept für ein Holunderblüten-Sorbet genannt, das mir ebenfalls einen Versuch wert scheint.

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Eatlocal: Mehr als 10 gute Gründe für regionales Essen und Einkaufen

eatlocalchallenge.com

Naja, was soll man sagen: Der Name “www.eatlocalchallenge.com” ist Programm. Wem sich der Sinn nicht auf Anhieb erschließt, dem hilft der Untertitel: “EatLocalChallenge.com is a group blog written by authors who are interested in the benefits of eating food grown and produced in their local foodshed. Spanning the United States, the group is committed to challenging themselves to eat mainly local food during a specific period of time during the year.”

Und wer am Sinn der Sache zweifeln sollte, dem helfen vielleicht die 10 Gründe, warum man regional einkaufen und essen sollte.

Schade eigentlich nur, dass das Ganze auf die USA bezogen und auch beschränkt ist.

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Iglo “Italienische Pfanne” tiefgekühlt

Tiefkühlgemüse jetzt im Sommer? Die Märkte quellen über vor frischer Ware, da kann man sich seine Bio-Italien-Gemüsemischung doch auch selbst zusammenstellen.

Stimmt schon: Für meinen 4-Personen-Haushalt lohnt sich ein Markt-Einkauf quer durch den Gemüsegarten. Fast immer. Aber manchmal gibt es Gerichte, die nicht allen schmecken (Fisch) und dann gibts zwei Mittagessen und dann fallen die Mengen anders aus.

Da kann man sich auch leicht hineinversetzen in Menschen, die immer nur eine Portion kochen, für sich selbst. Und dann ist die TK-Ware von Iglo mit 480 Gramm für 2,49 Euro schon ein sinnvolles Angebot. Bio ist es in diesem Fall nicht, das ist je nach Supermarkt auch schwer zu kriegen. Aber: Iglo wirbt ausdrücklich damit, dass keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Aromazusätze enthalten sind. Das scheint mir ein faires Angebot. Die Zutatenliste sieht unverdächtig aus, der Geschmack ist lecker und wirkt in keiner Weise fad oder gar aromaverstärkt künstlich.

In diesem Fall also eine Empfehlung, wenn sich der große Gemüseeinkauf mal nicht lohnt.

Für mich gabs das italienische Gemüse übrigens mit einem in der Pfanne angebratenen Fischfilet, Reis und einem Weißwein-Sößchen. Sehr lecker!

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Zweifel Merranea: Pita Chips Greek

Zweifel Merranea Pita Greek Chips

Zweifel im Wortsinne: Im Supermarkt gekauft, weil auf der Packung steht: “100 % Natürlich - ohne Geschmacksverstärker - ohne künstliche Aromen.” Der Blick auf die Zutatenliste zeigte auch Aromen, aber sonst wirklich nur Unverdächtiges.

Kurz gesagt: Sie schmecken gut. Sind knusprig, knackig fein, aromatisch. Weil sie gebacken und nicht frittiert werden, sollen sie 50 Prozent weniger Fett haben. Trotzdem ist die Deklaration nicht ganz klar: Aroma, das können laut Wikipedia sehr wohl natürliche Aromen sein, aber eben auch naturidentische. Mit dem Aufdruck “100% natürlich” ist das aber meiner Meinung nach ausgeschlossen.

Ebenso die Angabe Hefe: Wenn im Teig, der ausgebacken wird, Hefe enthalten ist als Triebmittel, ist alles korrekt. Wenn Hefe steht für Hefeextrakt, dann ist doch ein Geschmacksverstärker an Bord.

Mein Rat an Zweifel: Wer so offensiv wirbt für ein “natürliches” Produkt, der sollte Zweifel an der Zutatenliste lieber von vorneherein ausräumen und eindeutig deklarieren. Geschmacklich sind die Chips klasse und sie enthalten auf jeden Fall schon mal wesentlich weniger Zusatzstoffe, als die meisten anderen Produkte. Mit 1,79 Euro für 120 Gramm sind sie auch preislich noch in Ordnung.

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