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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Non-Food’


Strompreise: Grün ist günstig

Naturstrom

Wie passend: Kaum sind gegen Jahresende die Abrechnungen der Stromversorger bei uns eingetroffen, kündigen die Konzerne saftige Preiserhöhungen an. Nachdem meine Frau beruflich schon vor einem Jahr wegen nur geringer Mehrkosten zu den Elektrizitätswerken Schönau gewechselt war, überlegten wir uns nun weitere Wechsel.

Elektrizitätswerke SchönauUnd siehe da: Wenn man den Preisvergleich bei Verivox bemühte und zum eigenen, aktuellen Tarif nur nach Öko-Strom-Angeboten suchte, dann ergab sich gleich eine ganze Liste von Anbietern, die wesentlich preiswerter war. (Und das, obwohl wir wegen steigender Kosten noch vor kurzem zu einem regionalen Anbieter gewechselt waren. Der hatte das aber binnen kurzer Frist durch einige Preiserhöhungen wieder eingeholt.)

Was also tun, wenn man gleich mehrere Naturstrom-Angebote hat, die so preiswert sind?

LichtblickZunächst mal gilt es die einmaligen Bonus-Zahlungen zu berücksichtigen: Bis zu 125 Euro kann man für seinen Wechsel kassieren. Man sollte aber die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen im Auge behalten, der Strommarkt ist doch recht schnelllebig geworden. Außerdem gibt es bei Vervox auch Leserbewertungen, die manchmal ganz hilfreich sind.

Zur grundsätzlichen Orientierung dienen aber auch andere Aspekte: Wer darf sich denn nun alles Öko-Strom-Anbieter nennen? Da wird viel auf dem Papier gehandelt und hin und her geschoben. Und am Ende unterstützt man durch seine Stromrechnung doch die konventionellen Anbieter, die hier nur eine Nische bedienen und weiterhin auf Kernkraft setzen.

Vielleicht ist dieser Artikel ganz hilfreich: Die Strompreise von 2008 sind zwar nicht bei allen noch aktuell, aber das macht ja nix, der Strompreis-Vergleich bei Verivox ist aktuell.

Hilfreich finde ich dagegen, dass auch für einen Laien wie mich “richtige” Naturstromanbieter genannt werden - und tatsächlich nicht mehr, als mir sowieso schon bekannt waren. Wobei ich davon ausgehe, dass Greenpeace hier nur für Mitglieder interessant ist, das ist nicht wirklich deren Geschäftsfeld. Wer keine Unterstützung von Greenpeace miteinrechnet, dem bleiben die Elektrizitätswerke Schönau, Lichtblick und Naturstrom.

In meinem Fall waren alle drei (!) günstiger, als mein aktueller, konventioneller Energieversorger. Ideell lag uns Schonau am nächsten. Praktischer ist es, innerhalb der Familie möglichst viele zu unterstützen. Naturstrom soll für “normale” Verbrauchswerte günstig sein, also wählten wir dieses Unternehmen - zumal es da gleich noch ein Preisgarantie bis 31.12.2010 gab (das war vor 14 Tagen noch nicht ganz so aktuell wie heute).

Der Wechsel ist schnell und einfach: Man braucht nur die letzte Stromrechnung, dann kann man online ein Formular ausfüllen und bekommt postwendend die Unterlagen zugesendet.

PS: Ich bekomme von keinem der Anbieter in irgendeiner Form Provision.

Noch ein PS: Wahrscheinlich denken nur Angehörige meiner Generation länger über einen Anbieterwechsel nach. Die Jungen sind da sicher flexibler. Ich sehe mich jetzt auch nicht als verheiratet mit Naturstrom und und behalte zum Beispiel das Projekt Schwarmstrom von Lichtblick im AUge.

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Bio-Cotton bei C & A auch im Onlineshop

C und A

Der Mensch lebt nicht vom Brot alleine - deshalb heute mal eine ganz andere Bio-Fraktion: Mode. Und nicht etwa eines der hippen neuen Labels, die es nur im Internet gibt.

C & A war schon zu meiner Jugendzeit eine Institution. Und schon zu meiner Jugendzeit bei den Jugendlichen nicht so wahnsinnig beliebt. Heute auf jeden Fall hat man zumindest medientechnisch den Standard erreicht: Eine schicke Website, Online-Versand und: ein großes Bio-Angebot. Genauer handelt es sich um Kleidung aus Bio-Cotton.

Die einfache Suche nach “bio” ergibt im Online-Shop gleich 250 Treffer, für Männer und Frauen ist das Angebot gleichermaßen groß und es werden alle Bereiche abgedeckt. Im derzeitigen Sommerschlussverkauf kann man sogar ein Bio-Polohemd für schlappe drei Euro ergattern.

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Top-Ten der Bio-Baumwollkäufer

Bio-Baumwoll-KäuferDie gibt es auf der Website Utopia.de - mit überraschenden Ergebnissen. Die will ich hier garnicht vorwegnehmen, aber solche Traditionsgrößen wie Hess Natur schaffen es dort gerade mal auf Platz 10.

Überraschend war für mich, dass wirklich viele der konventionellen großen Marken dort dabei sind, wie die schweizerische Coop, Wal-Mart, Nike, Zara, H&M etc.

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Hess-Naturwaren: Bio-Kleidung

Hess Natur Online

Darauf könnten wir lange warten: Bio-Kleidung in den Läden vor Ort. Zumindest in den kleineren Städten wird das auch künftig nicht zum Standardangebot gehören.

Hess NaturAber wir haben ja schon seit der Zeit der Latzhosen und Jutetaschen einen treuen Begleiter: Hess Natur. Und wir können froh sein, dass sowohl die Bio-Textil-Versender als auch wir als erste grüne Verbraucher-Generation uns modisch weiter entwickelt haben. Hess ist inzwischen online zu erreichen, aber natürlich gibts auch immer noch einen Katalog: Für 2009 gerade erschienen und rund 350 Seiten stark.

Hess ist modischer geworden, muss wohl sein, denn die Zeit des Bio-Kleidung-Monopolisten ist lange vorbei. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe junger stylischer Unternehmen, die Bio-Klamotten anbieten. Die nächste Generation ist da sicher schon besser informiert und ich erinnere mich, dass zum Beispiel Sebastian Backhaus in seinem Nachhaltigkeitsblog immer wieder entsprechende Websites vorstellt.

Hess NaturDagegen freilich erscheinen die Hess-Artikel doch eher ein wenig konservativ, was aber nicht schlecht sein muss. Wie immer in der Mode werden die Frauen stärker berücksichtigt, bei den Männern gibts immer noch die Hosenträgerhose, das Urbild alternativer Männlichkeit. Die Preise kommen mir heute moderater vor, aber vielleicht hat sich in den vergangenen Jahren auch nur mein Bekleidungs-Budget verändert.

Auch heute spricht vieles noch für Hess Natur: Hess tritt als Sponsor für allerlei Bio-Aktitvitäten auf, das Unternehmen hat die Produktion von Bio-Baumwolle angekurbelt und auf der Unternehmens-Website kann man den Verlauf dieser Erfolgsgeschichte schön nachvollziehen.

Läden gibt es in Hamburg, München und - ja, in Butzbach. Aber wir haben ja das Internet, das selbst Bio-Klamotten bis in jedes Dorf bringt. Bei aller Anerkennung für Hess: Aber in den 80er Jahren, als Latzhosen und Jute-Taschen an meinem neuen Lebensmittelpunkt Freiburg richtig hipp waren, hätte ich gedacht, dass 30 Jahre später Bio-Kleidung und Bio-Lebensmittel viel selbstverständlicher und verbreiteter sind, als sie es heute sind. Eine der wenigen Situationen, die ich zu optimistisch eingeschätzt habe.

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Energiesparlampe Osram Duluxstar

Energiesparlampe

Nicht verkostet, aber dennoch begeistert: Die Osram Duluxstar mit 21 W (entspricht 100 Watt einer normalen Glühlampe) habe ich neulich im Supermarkt für 4,99 Euro mitgenommen - und bin begeistert.

VerbrauchswerteSo ein alter Hut, werden nun die meisten denken. Für mich dagegen ists wirklich die Erleuchtung: Offensichtlich stammen meine bisherigen Energiesparlampen (von verschiedensten Herstellern) alle aus einer ganz anderen Generation, oder sie sind schon altersschwach: Lange “Vorglühzeiten”, bis sie die richtige Helligkeit erreichen oder die Tatsache, dass sie trotz der angegebenen Vergleichsleistung nie und nimmer die Leuchtkraft von Glühlampen erreichen, das hat mich immer wieder geärgert. So rächt sich eben, wenn man sofort in die neue Technik einsteigt und dann wirklich langlebige Energiesparlampen hat, die einfach den Geist nicht (ganz) aufgeben.

Ins Grübeln hat mich das Ganze dennoch gebracht:

1. Was mache ich nun mit den zahlreichen offensichtlich veralteten Energiesparlampen? Rausschmeißen?

2. Die Entsorgung scheint mir sehr unbefriedigend: Erste Recherchen ergaben, dass wir den zweimaligen Sammeltermin für Sondermüll knapp verpasst haben (Ende Oktober) und jetzt bis Frühjahr 2009 warten müssten, um eine alte Birne zu entsorgen. Ich habe dann doch noch einen anderen Termin gefunden, aber ich muss das Teil eben persönlich wohin bringen.

3. Schön, dass jeder gut sortierte Supermarkt die gebräuchlichsten Lampen da hat, zu moderaten Preisen. Im Baumarkt dagegen hat mich die Vielfalt fast erschlagen. Offensichtlich gibt es neben der Standardvariante nun auch etliche andere Lösungen (Halogen, LED), die in normale Fassungen passen und unterschiedliche Mengen Energie sparen. Offensichtlich muss man sich in die Materie einarbeiten…

4. Meine Hoffnung: Ich gebe bei der großen Suchmaschine einmal “Energiesparlampe” ein, und dann erscheinen mindestens drei Spezialversender mit unschlagbaren Preisen und preiswertem Versand. Irrtum. Es gibt zwar ein Lichtkaufhaus und einige andere. Aber die Vielfalt erscheint mir schwer durchschaubar, der Versandpreis von 12,50 Euro (ab 250 Euro frei) viel zu hoch. Und Ergebnisse eines verheerenden Warentests, der ergab, dass die meisten Energiesparlampen nie die Leuchtkraft erreichen, die sie haben sollten oder sie schnell wieder verlieren werden nirgendwo aufgeführt.

5. Die absurd langen Garantiezeiten von 6 bis 10 Jahren sind Augenwischerei: Was mache ich, wenn nach drei Jahren das Birnchen nur noch funzelt? Den Kassenbeleg raussuchen? Zum Baumarkt fahren oder gleich ein Postpaket an den Hersteller schicken? Illusorisch.

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