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Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Pasta, Reis & Co’


Sommer-Essen mit wenigen Bio-Zutaten: Ratatouille

Ratatouille - Gemüseessen mit Variationen

Ich fürchte, selbst der berühmte Zeichentrickfilm hat dem traditionellen Sommer-Gemüse-Essen nur wenige neue Fans beschert. Man muss es einfach zuerst probiert haben, bevor man sich dafür begeistern kann.

Für mich gehört dieses Essen zu den Sommerfavoriten, weil man es nach dem ersten Mal ohne Rezept recht schnell zubereiten kann - und verfeinern. Den Anfang machte mein Biobauer damit, dass er “Ratatouilletüten” zusammenstellte - Erleichterung und Anreiz für Anfänger und Geübte. Heute findet man das meiste auch in Bioqualität im Supermarkt.

In Olivenöl angebraten werden der Reihe nach: 1 Zwiebel, 3 Zehen Knoblauch, 2 Paprika, 2 Zucchini, 1 Aubergine, 5 Tomaten. Die Reihenfolge sorgt dafür, dass die härteren Sachen bissfest sind und die weicheren noch nicht verkocht. Mehr Rezepte und ausführlichere Anleitungen gibt es hier.

Etwas aufgepeppt wurde dieses Essen heute durch gebratene Fischfilets, Bio-Reis gabs zusätzlich zum frischen Baguettes und einen knackigen Bio-Rosé von der Nahe, den ich hier vorgestellt habe.

Es empfiehlt sich die Menge (fast beliebig) zu vergrößern und das Ratatouille abends kalt oder aufgewärmt mit Baguette zu essen. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis der Gemüseanteile je nach eigenem Gusto und dass das Gemüse nicht verkocht.

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Wissen, was drin ist: Schwäbische Maultaschen

Maultaschen selbstgemacht

Gleich vorweg: Den wichtigsten Termin für dieses Rezept habe ich knapp verpasst. Maultaschen gibt es nämlich im Schwabenland am häufigsten am Gründonnerstag, gegen Ende der Fastenzeit. Aber das ist eine andere Geschichte.

Aber weil ich jetzt vom Gründonnerstag aktuelle Bilder habe, gibts das Rezept heute. Und weil ich finde, dass es eines der leckersten Essen ist.

Maultaschen selbstgemacht

Bio-Nudeln gibt es ja nun massenweise in den Supermärkten. Warum also Bio-Maultaschen selbst machen, obwohl doch schon auf dieser Website Bio-Maultaschen getestet und für gut befunden wurden?

Nudel selbst machen ist relativ einfach - wenn man eine Nudelmaschine hat. Die gibts relativ preiswert. Einfache Nudeln damit zu machen finde ich selbst nicht so prickelnd. Aber alles was in Nudelteig gefüllt ist - Ravioli, Maultaschen, Tortellini, u.v.a.m. - sind meiner Ansicht nach den Aufwand wert.

Maultaschen selbstgemacht

Denn Bio-Maultaschen sind die große Ausnahme im Supermarkt. In allen anderen Fällen fragt man sich natürlich, was wirklich alles drin ist. Und wenn man das selbst macht, weiß man das sehr genau. Ohne Maschine (genauer: ohne Maschine mit Motor) ist das etwas mühselig. Und zu zweit oder zu dritt in der Küche geht es nicht nur ziemlich flott, man hat auch mehr Spaß.

Die Maultaschen in Kurzform: Ein gutes Rezept gibts vom schwäbischen Küchenchef Vincent Klink hier. Die Füllung besteht aus einem Gemisch aus Hackfleisch und Spinat und einigen weiteren Zutaten. Bei mir ist das Verhältnis Spinat zu Hackfleisch übrigens 1:1. Den Nudelteig sollte man vielleicht vorher schon mal geübt haben, der muss dann so dünn wie möglich sein und trotzdem die Füllung halten.

Und richtig schwäbisch wirds natürlich erst mit einem schönen, schlonzigen Kartoffelsalat. Aufgewärmt schmecken die Maultaschen übrigens auch noch prima: klein geschnippelt und mit Ei in der Pfanne angebraten.

Der großen Vorteile von selbst gemachten Maultaschen und anderen Varianten: Man weiß, was drin ist, alle Zutaten lassen sich auch in Bio-Qualität leicht besorgen. Und es gibt unendlich viele Variationsmöglichkeiten, mit und ohne Fleisch.

Nichts für die schnelle Gleich-kommen-die-Kinder-nach-Hause-Küche. Aber unschlagbar, wenn man Zeit hat und Lust, ein Stündchen mehr in der Küche zu verbringen, am besten gemeinsam.

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Sparessen 2009: Reispfanne

ReispfanneUnd noch ein Klassiker der Bio-Küche, für den man entweder schon die meisten Zutaten zuhause hat oder im Supermarkt um die Ecke fündig wird. Auch die 10-Euro-Grenze für ein 4-Personen-Essen dürfte kein Problem sein.

Am einfachsten geht wohl die Reispfanne mit Fleisch oder Hackfleisch, die aber bei der Beschränkung auf Bio-Zutaten aus dem Rennen ist. Bleibt die Gemüsevariation: Es eignen sich so ziemlich alle Gemüsesorten. Aber es empfiehlt sich das Gemüse seperat zuzubereiten: In einer Pfanne Reis anschwitzen und mit der doppelten Menge Bio-Gemüsebrühe ablöschen, 15 Minuten köcheln lassen.

In der anderen Pfanne klein geschnittenes Gemüse anbraten, mit wenig Gemüsebrühe ablöschen und bei geschlossenem Deckel nur wenige Minuten bissfest garen. Bei mir waren das zuletzt Bio-Fenchel, -Brokkoli und -Lauch. Wenn der Reis fast fertig ist, wird alles gemischt und zum Schluss etwas frischer, geriebener Parmesan (der wahrscheinlich die einzige Nicht-Bio-Zutat ist) untergemischt - fertig.

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Sparessen 2009: Pfannkuchen / Apfelküchle

Apfelküchle

Weiter in der Reihe “Wie trotzen wir dem Krisenjahr”. Ein weiteres Sparessen, biologisch, billig, max. 10 Euro für 4 Personen. Und schnell und einfach soll es auch noch sein.

Pfannkuchen und Apfelküchle landen zu Unrecht in der Kategorie Desserts. Völlig falsch, gerade als Familienessen kann das überaus vollwertig sein, in jeder Hinsicht.

Die Zutaten - Mehl, Milch, Eier gibts in Bio-Qualität in fast jedem Markt. Die Zubereitung ist so einfach, dass selbst Laien nicht mehr als diesen oder jenen Link brauchen.

Ich habe jetzt mal bewusst die Rezeptversionen herausgesucht, bei denen man keine Eier trennen muss und kein Backpulver braucht. Die einfachsten Zutaten und die einfachtse Zubereitung genügt hier vollkommen. Die Mengeangaben ggf. anpassen. Und spätestens wenn man das das zweite Mal zubereitet hat man ein Gespür dafür, wie zäh oder dünnflüssig der Teig sein darf und kann das dann nach Gefühl anpassen (für Apfelküchle eher zäher).

Apfelküchle mit VanillesauceZu den Pfannkuchen passt hervorragend Bio-Marmelade. Oder ein Schoko-Brotaufstrich, auf den man dünn geschnittenes Obst (zB Bananen) gibt. Es geht aber auch Apfelmus.

Es gibt unzählige Variationen für diese zwei Gerichte, für die man die Bio-Zutaten meist schon zuhause hat. Meine Favoriten sind die Pfannkuchen mit Schokoaufstrich und Banane und Apfelküchle mit Bio-Vanillesauce (die ist eher für Fortgeschrittene).

Besorgte Eltern brauchen sich meiner Meinung nach wegen des Zuckers keine Gedanken machen: Die Menge ist vergleichsweise gering und und in einer gesunden Süßspeise mit frischem Obst sind diese Kohlehydrate gut angelegt.

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Sparessen 2009: Linsen

Bio LinsenWir wollen uns nicht dem großen Klagen über die bevorstehende Krise anschließen. Aber traditionell gibt es ja nach dem Jahreswechsel und einer Zeit der großen Essen auch immer die Rückbesinnung aufs Bodenständige und Einfache. Manchmal auch mit dem ganz praktischen Wunsch verbunden entweder die Finanzen zu schonen oder einfach wieder ein bißchen abzunehmen.

An dieser Stelle kommen mal die Bio-Lebensmittel ins Spiel, die wir natürlich das ganze Jahr über im Supermarkt sehen und kaufen, aber hier nicht “verkostet” haben: Die Grundnahrungsmittel wie Mehl, Eier, Nudeln etc. Trotzdem kann man daraus natürlich viel machen.

Deswegen nun insgesamt drei Beiträge über leckere und einfache Mahlzeiten, die man daraus zubereiten kann, auch mit wenig Erfahrung im Kochen. Biologisch soll es vorwiegend sein (es müssen nicht wirklich alle Zutaten bio sein, aber es sollte möglich sein). Und preiswert soll es obendrein sein: 10 Euro als Obergrenze für eine vierköpfige Familie, aber das ist eher geschätzt, sonst muss ich grammweise Bio-Mehl berechnen etc.

Los gehts mit einem Klassiker aus meiner schwäbischen Heimat: Linsen, Spätzle, Wienerle. Die REWE Bio Linsen kosten 1,69 Euro (500 Gramm, uns langt die Hälfte). Bio-Wienerle sind selten und relativ teuer, ersatzweise gehen die von Lars getesteten Meica Bio-Saft Bockwurst (2,29 Euro). Dazu Nudeln wie die hier ebenfalls schon vorgestellten Paradiso Bio-Nudeln (500g für etwa 2,30 Euro), vorzugsweise natürlich Spätzle. Am besten sind selbstgemachte Spätzle, Bio-Mehl und Eier bekommt man nun wirklich fast überall, die Zubereitungszeit verlängert sich natürlich. Aus dem gut sortierten Haushalt brauchts dazu nur noch Gemüsebrühe, eine Zwiebel, Salz, Pfeffer, Butter. Die 10-Euro-Grenze verblasst also in weiter Ferne…

Auf eine detaillierte Anleitung verzichte ich hier, die gibts massenweise im Netz, zB hier und hier. Wer auf den (Linsen-(Geschmack gekommen ist, der findet dort ungezählte weitere Rezepte. Vorzugsweise in den Rubriken Suppen und Salate gibt es viele Rezeptvorschläge, fast alle liegen nach meiner überschlägigen Schätzung weit unter der 10-Euro-Grenze für das Vier-Personen-Gericht.

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REWE Bio Dinkel wie Reis

Bio Dinkel wie ReisSie mögen keinen Reis? Macht nix: Im gut sortierten Supermarkt gibt es einige Alternativen, natürlich auch und gerade für diejenigen, die auch Reis mögen. Die bekannteste Alternative ist sicher Ebly, ein Hartweizenprodukt. Wird wie Reis zubereitet, gibt es auch in Kochbeuteln.

Eine andere Variante ist mir jetzt untergekommen, in Bio-Qualität: REWE Bio Dinkel wie Reis. Der Name soll dem verunsicherten Verbraucher gleich sagen, was man damit machen kann. 500 Gramm kosten 1,59 Euro.

Die Zubereitung ist einfach: Auf eine Tasse Dinkel gibt man zwei Tassen Wasser, wahlweise gleich plus Salz oder Gemüsebrühe, wenn man es für ein “salziges” Gericht verwenden möchte (geht auch süß, wie Milchreis). Der Geschmack ist nussig aromatisch, je nach Garzeit (12 bis 15 Minuten) ist Dinkel wie Reis entweder etwas weicher oder bissfest.

Ideal zum Beispiel für eine Gemüsepfanne mit bissfesterem frischem Gemüse wie Zucchini oder Brokkoli, dazu etwas Parmesan. Oder - als Notlösung - eine Dose mit Möhren und Erbsen. Schlecht in Bio-Qualität zu bekommen und etwas teurer, aber ebenfalls gut möglich: Hackfleisch oder Meeresfrüchte-Mischung (TK).

Fazit: Gut als heimische Alternative zum Reis, ideal für ein schnelles, rustikales Essen, preiswert.

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