testschmecker_460x90

testschmecker.de

Testesser im Bio-Dschungel

Archive for the ‘Pasta, Reis & Co’


Alnatura Gemüse Tortellini

Die Alnatura Gemüse Tortellini sind im Alnatura Super Natur Markt auch als Vollkorn-Version erhältlich. Erstaunlicherweise liegen die Tortellini nicht im Kühlregal, sondern bei den getrockneten Nudeln.

Alleine die Vakuumverpackung scheint die lange Haltbarkeit zu garantieren, in den Tortellini sind keine konservierenden Mittel außer Meersalz enthalten. Ansonsten kann ich unter den Zutaten bis auf den bio-technisch gewonnenen Emulgator Sojalecithin nur natürliche Ingredienzen entdecken.

Die Kochzeit ist auf der Verpackung mit 10 Minuten angegeben, bei mir sind die Nudeln nach 15 Minuten noch sehr bissfest. Das ist nicht schlimm, sollte man Pasta doch niemals mit der Stoppuhr in der Hand kochen! Die Portion reicht als Vorspeise für 2 Personen oder Hauptgericht für einen guten Esser. Beim Preis von 1,95 € für 250 g Gemüse Tortellini ist das eine preiswerte, schnell bereitete Mahlzeit. Allerdings benötigen die Nudeln unbedingt eine Verfeinerung in der Küche: Ich greife zu Olivenöl, Butter, frischer Petersilie, Pfeffer aus der Mühle und geriebenem Parmesankäse. Die Tortellini probiere ich natürlich zuerst pur. Der Grundgeschmack ist echt okay, der Teig fest und die Füllung überzeugt mit feinen Kräuteraromen. Bislang haben mich noch keine abgepackten Tortellini wirklich überzeugt, die Alnatura Tortellini bauen meine Skepsis da ein kleines Stück weit ab. Mit einem entsprechenden Tuning (Tomatensauce, Sahne, Gorgonzola…) können die aber durchaus meinen Speiseplan an arbeitsreichen Tagen ab und zu bereichern.

Popularity: 18% [?]

Paradiso Bio-Nudeln von Zabler

Paradiso Bio-Nudeln von Zabler

Da liegen sie, grün (soll suggerieren: umweltfreundlich) verpackt, an der Stirnseite des Nudelregals. 500 g kostet 2,29 Euro, das Preisschild verkündet ein Sonderangebot. Gleich um die Ecke liegt die Hartweizenpasta eine großen italienischen Teigwarenherstellers, dieses Sonderangebot kostet 1,20 Europro Pfund.

Paradiso Bio-Nudel von ZablerZur Wahl stehen Paradiso Bio-Tagliatelle und breite Nudeln von Zabler. Der Aufdruck “cholesterinfrei” irritiert mich erst etwas, aber ein Blick auf die Zutatenliste bestätigt das: Dort steht als einzige Zutat Hartweizengrieß aus kontrolliert biologischem Anbau.

Den Preisunterschied von einem Euro zur konventionellen Ware hole ich blitzschnell wieder rein: Es gibt Spinatnudeln, dazu brauchts nur ein Pfund Spinat, ein paar Gewürze, etwas Sahne und geriebenen Käse. Nudeln kochen, Spinat waschen, mit Knoblauch dämpfen bis er zusammenfällt, Salz, Muskat zufügen.

Ich nehme dann den Spinat raus und hacke ihn etwas klein. Dann kommen abwechselnd die gekochten Nudeln, Spinat, Sahne und Reibekäse in einen sehr großen Topf - fertig.

Die Zabler Bio-Nudeln schmecken - wen wunderts - kaum anders. Sie sind nach der angegebenen Kochzeit von 5 Minuten noch schön bissfest. Wers ganz biologisch mag, der findet auch die meisten anderen Zutaten für dieses Gericht in Bio-Qualität im Supermarkt. Mein Favorit ist allerdings frischer Bio-Spinat vom Wochenmarkt.

Fazit: Der eine Euro Preisunterschied schmerzt anfangs, weil er den Preis fast verdoppelt. Andererseits lässt sich mit wenigen guten Zutaten ein formidables und preiswertes Mahl zaubern, so dass die Haushaltskasse ausgeglichen bleibt. Die ganz billigen Nudeln lasse ich meistens sowieso im Regal, für beste Markenqualität ist das noch im Rahmen und damit empfehlenswert.

Popularity: 14% [?]

Biokost kann billig sein: Bio-Spaghetti & Barilla Spaghetti con Aglio e Olio e Peperoncini

Immer häufiger kommt es vor, dass Markenprodukte im Supermarkt teurer sind als Bio-Produkte. So auch im Fall der Barilla Spaghetti no.5, die mit 1,49 € satte 40 Cent pro 500 g mehr kosten als die Bio-Spaghetti (1,09 €) aus dem Discounter Treff. Das ist doch erstaunlich und Grund genug für einen Geschmackstest, der natürlich höchstens klitzekleine Unterschiede erwarten lässt.

Ich setzte zwei Töpfe mit Salzwasser auf und koche die Nudeln bissfest. Bei den Bio-Spaghetti dauert das rund 10 Minuten, die Barilla Spaghetti benötigen 2 Minuten länger. Parallel schneide ich 3 Zehen Knoblauch und eine rote Chilischote in feine Streifen und dünste sie ganz vorsichtig mit wenig Hitze in reichlich Olivenöl und Meersalz weich.

Die garen Nudeln probiere ich natürlich pur, da jegliche Sauce alle Unterschiede verwischen würde. Unterschiede? Ja nun, die sind allerdings wirklich mini-mini-minimal. Bio-Spaghetti und Barilla Spaghetti sind angenehm im Geschmack und fest im Biss. Die Barilla Nudeln sind vielleicht eine Nuance süßer, die Bio-Spaghetti einen Tick kerniger. Unterm Strich nehmen sich die zwei nur aus Hartweizengrieß hergestellten Sorten wirklich nichts. So vermenge ich beide Kontrahenten beruhigt in einem Topf mit der heißen Aglio e Olio e Peperoncini Mischung, serviere auf einem Teller, streue gehackte Petersilie und geriebenen Parmesankäse auf die Nudeln und lasse es mir schmecken.

Fazit: Die Bio-Spaghetti ziehe ich den Barilla Spaghetti klar vor. Geschmacklich ist da fast kein Unterschied, aber für den höheren Preis der Barilla Spaghetti finde ich keine Argumente. So siegt klar die Umweltfreundlichkeit des Bio-Produkts.

Popularity: 16% [?]

Penny Bio-Eigenmarke Naturgut: Tomatensauce Kräuter

Der Trend zu Eigenmarken mit oder ohne Biozeichen ist bei den großen Lebensmittelhandelskonzernen ungebrochen stark. Der zur REWE-Group gehörende Discounter Penny führt seit einiger Zeit die Bio-Eigenmarke “Naturgut” im Sortiment. Bei meinem Besuch im Penny Markt fällt mir die deutliche Kennzeichnung mit Hinweistafeln auf Bio- und Fairtrade-Produkte an den Regalen positiv auf. Ich greife zur Naturgut Tomatensauce Kräuter (1,79 € / 350 ml) und unterziehe sie dem Geschmackstest.

Die Menge ist als Nudelsauce für 2 Personen gut ausreichend. Ich koche Spaghetti und erhitze vorsichtig den Inhalt des Glases. Die Naturgut Tomatensauce Kräuter erinnert vom Duft ein wenig an das berühmt-berüchtigte Miracoli. Von den Kräutern riecht und schmeckt das Basilikum am deutlichsten durch. Die Sauce ist eindeutig auf das Geschmacksmuster “süß-sauer” getrimmt. Das mochte ich schon in den unsäglichen 08/15-Chinarestaurants nicht. Ein Blick auf die Zutaten fördert entsprechende Merkwürdigkeiten zu Tage. Nach Tomatenmark (65%) und Zwiebeln folgen unter anderem Apfelsaftkonzentrat, Maissirup und Reissirup. Sollte hier die Zutat Zucker mit aller Gewalt umgangen werden? Gesäuert wird das ganze mit Branntweinessig, einem recht scharfen Essig. Mir reicht bei Tomatensaucen die in den Tomaten enthaltene Säure völlig, deshalb ist diese Zutat für mich nicht nachvollziehbar. Vergleichbare Produkte wie die Barilla Tomatensaucen enthalten so einen Schnörkes auch nicht, warum muss das bei einem Bioprodukt so sein? Mein Verdacht ist, das in der Nahrungsmittelindustrie offensichtliche Produktschwächen knallhart mit eigentlich unnötigen Zusätzen kaschiert werden, statt an der Qualität der Grundzutaten zu arbeiten. Das kostet wohl zu viel Geld, da ist es wahrscheinlich leichter einen uniformierten, süß-sauren Brei anzurühren.

Ich mache mich am Herd an die Verbesserung des Naturgut-Produktes: In feine Streifen geschnittener Schwarzwälder Schinken, gehackte Petersilie und getrockneter Chili aus der Mühle (wenn schon süß-sauer, dann scharf!) sind schnell eingerührt. Mit frisch geriebenem Parmesankäse sind die Nudeln eine relativ runde Sache, die etwas weniger süß und weniger sauer fast schon perfekt wären.

Fazit: Die Naturgut Tomatensauce Kräuter ist für Liebhaber von süß-sauren Saucen gemacht, zu denen ich sicher nicht gehöre.

Popularity: 19% [?]

Vollkorn-Pennette mit Pesto Rosso und frischem Parmesankäse

Bei mir zuhause sind Pasta mit Pesto eine super-schnelle Standardmahlzeit am Mittag. Nudeln, Pesto und frischer Parmigiano sind deshalb ständig in der Küche vorrätig. Da die Variationsmöglichkeiten groß sind, wird mir das auch nicht langweilig.

Das sehr intensiv tomatige Pesto Rosso von Bertolli (REWE 2,29 €) verfeinere ich mit frischer, gehackter Petersilie und schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Beim grünen Pesto vom gleichen Hersteller empfinde ich dagegen die Basilikumnote als zu streng. Ein guter Schuss vom kochenden Nudelwasser erwärmt das Pesto und schafft die von mir gewünschte Konsistenz.

Den Parmigiano Reggiano von Aldi-Süd (13,99 € / kg) kaufe ich seit vielen Jahren regelmäßig. Die Reifegrade des Hartkäses schwanken immer etwas, die Qualität ist dabei aber durchgehend sehr gut. Beim Bergkäse von Aldi-Süd ist das leider nicht immer so, ich habe schon wiederholt überreifen Käse mit stechendem Geruch aus der Packung gefischt und umtauschen müssen. Einem Grana Padano, wie er in vielen Supermärkten (oft für einen vergleichbaren Preis) erhältlich ist, würde ich den Parmigiano auf jeden Fall immer vorziehen, da er einfach mit seinen delikaten Nussaromen der noblere Käse ist.

Die Pennette Rigate Integrali von Barilla (REWE 1,49 €) teste ich das erste Mal. Im Biss sind die Vollkornnudeln sehr fest und im Geschmack ein wenig kerniger als das Pendant aus weißem Mehl. Mit dem Pesto Rosso und dem Parmigiano bilden die Pennette Rigate Integrali ein perfektes Team. Der Daumen geht hoch!

Popularity: 26% [?]


  • Recent Comment

    • Christopher: Aus diesem Tomaten kann man auch eine hervorragene Napoli Soße für Spaghetti oder Penne machen. Beim...
    • Oalf Nitzsche - biowein-erlesen: Prima Sache, diese selbstgemachte Erdbeermarmelade. Kann ich nur bestätigen! Wir...
    • Joachim Ott: @Horst: Ja, das ist sicher einer der Vorteile für alle (!) Bio-Anbieter: dass man bei Amazon sozusagen...
    • Joachim Ott: Ja, ausgesprochen lecker auch kalt! Kann aber nicht widerstehen, wenn sie aus dem Ofen kommen und etwas...
    • Olaf Nitzsche: Der Lebensmittelvertrieb über Amazon war ja schon länger angekündigt. Nun ist es also soweit. Auch...