Spargel Carbonara – die herzhafte Spargel-Variante

Spargel Carbonara - die schnelle Spargel-Variante.

Spargel Carbonara – die schnelle Spargel-Variante.

Wer sich Spargel Carbonara ausgedacht hat, der hat alles richtig gemacht. Denn manche Rezepte sind genial. Und andere sehr einfach. Dieses ist genial einfach. Die Zutaten sind einfach, die geforderten Fertigkeiten beschränken sich quasi aufs Spargel schälen. Und man braucht genau einen Kochtopf. Das Rezept sollte also in keiner Spargelsaison fehlen und ist geschmacklich wegen der kräftigen Noten von Speck und Käse eine Bereicherung der Spaergel-Variationen.

Eine weitere Variante für die kurze aber heftige Spargelsaison.

Eine weitere Variante für die kurze aber heftige Spargelsaison.

Spargel Carbonara – Die Zutaten

  • ein Pfund Spargel
  • 250 Gramm Spaghetti
  • drei Eigelb
  • 150 Gramm Speckwürfel
  • ein Becher Sahne (150 / 200 ml)
  • 3 EL geriebener Parmesan (und etwas zum Bestreuen)
  • Salz, Pfeffer, Öl

Die Zubereitung

So einfach, wie oben schon besprochen. Zuerst wird reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen gebracht. Währenddessen wird der Spargel geschält und in kleine Stücke geschnitten.

In das kochende Wasser kommen die Spaghetti. Und zeitgleich die Spargelstücke, etwas Salz, Zucker und Butter. Sinnigerweise werden Spargelstücke und Spaghetti in der gleichen Zeit gar, können gemeinsam abgegossen werden und und mit der Carbonara-Mischung vermengt werden.

In einem Becher mixt man Sahne mit drei Eigelb, würzt mit Salz und Pfeffer und gibt schließlich drei EL geriebenen Parmesan hinzu.

Genial: Spargelstücke und Spaghetti brauchen genau gleich lang.

Genial: Spargelstücke und Spaghetti brauchen genau gleich lang.

In einer beschichten Pfanne (besser: beschichteter Topf) wird der Speck angebraten. Hinzu kommen die abgegossenen Nudeln samt Spargelstücken sowie die Ei-Sahne-Parmesan-Mischung. Das ganze auf der noch warmen Herdplatte gut vermengen, dabei darauf achten, dass das Ei nicht stockt, sondern sämig bleibt. Also nicht braten, sonst gibts Rührei zum Spargel. Wem alles zu trocken ist, weil vielleicht die Eier zu klein waren, der kann unbesorgt etwas von dem aromatisierten Spargelwasser hinzugeben.

Je nach Geschmack kann man auf dem Teller noch ein bißchen geriebenen Parmesan drüber geben.

Die spannendste Frage ist schließlich: Gibts Rotwein zum Essen, weil es ein Pastagericht ist? Oder Weißwein, weil es ein Spargelessen ist? Das kann jeder für sich entscheiden. auch Mineralwasser ist akzeptabel.

 

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Spargel Vinaigrette mit Ei

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei folgt nach den ersten Spargel-Erlebnissen mit den Klassikern in der Siason. So langsam sind die Standardversionen der Spargel-Rezepte durch. Jetzt wird es Zeit für die Variationen. Die Spargel-Saison hat zwar einen Dämpfer durch das kalte Wetter bekommen. Aber solange frischer Spargel geerntet werden kann, steht er bei uns auch auf der Speisekarte. Die Vinaigrette-Version ist etwas leichter als die anderen Saucen und es gibt sie bei uns mit heißem Spargel, also nicht als kalter Spargel-Salat.

Spargel Vinaigrette: Schnell gemacht

Die Zutaten erfordern keine besonderen Einkäufe:

2 Eier, möglichst bio
1 Bund Radieschen
Schnittlauch
Gartenkresse
Weißweinessig
Salatöl
Pfeffer, Salz, Zucker, Butter, Dijonsenf

1 Pfund weißer Spargel
1 Pfund grüner Spargel
1 Pfund Kartoffeln festkochend

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Zubereitung:

Den Anfang machen die Kartoffeln, die für 20 Minuten ins heiße Wasser kommen. Zwei Eier werden ebenfalls in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben, für 10 Minuten. Und den größten Topf bekommen die Spargel: Wenn Sie geschält sind und die Enden abgeschnitten, kommen sie ebenfalls ins kochende Wasser. Ins Spargelwassser kommen außerdem Salz, Zucker und ein Stück Butter.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Achtung: Die weißen Spargel kommen zuerst hinein und bekommen 7 Minuten Vorsprung. Danach erst kommen die grünen Spargel (ungeschält, nur die Enden abschneiden) dazu für weitere 5 Minuten. Danach probieren. Wenn sich die Spargelstangen auf der Gabel leicht durchbiegen, sind sie richtig. Falls der Rest noch nicht fertig ist, können sie in heißem Wasser auch noch ein Weilchen ruhen.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Alternativ kann man die weißen Spargelstücke im heißen Wasser kochen (10 Minuten), die grünen in der Pfanne anbraten und ablöschen. Dann kann man sie einfach abseits vom Herd stehen lassen und sie garen fertig.

Für die Vinaigrette werden 4 EL Weißweinessig mit Salz und einer Prise Zucker vermischt, dazu kommt ein TL Dijonsenf. Das alles mit 4 EL Salatöl zu einer Emulsion aufschlagen. Da das ganze jetzt noch etwas essig-lastig wird mit Spargelwasser verdünnt, bis die Sauce nicht mehr zu sauer ist. Dann kommen Schnittlauch und in Scheiben geschnittene Radieschen hinzu. Die zwei hart gekochten Eier werden klein gehackt und untergehoben.

Die Kartoffeln kommen geschält auf den Teller, die Spargel werden aus dem Sud gehoben, abgetropft und kommen dazu. Darüber kommt jetzt die Vinaigrette. Wer möchte, der kann auch diese Version mit gekochtem und / oder geräuchertem Schinken servieren, aber eine Geschmacks-Verstärkung braucht dieses etwas puristische Essen nicht. Dazu passt ein kalter Weißwein.

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Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli kann es als eines der wenigen Gemüse mit einer herzhaften Gorgonzola-Sauce aufnehmen. Der deftige Geschmack des Blauschimmelkäses gibt dem etwas zarteren Kohlgemüse contra. Der Brokkoli eignet sich in meinen Augen wesentlich besser als Blumenkohl für ein fein abgeschmecktes Essen, weil der Geschmack nicht ganz so dominant ist. Beide Teile des Gerichts gehen blitzschnell in der Zubereitung. Und die Kombination Brokkoli mit Gorgonzola ist eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Käse-Variationen beim Thema Gemüse. (Wobei mir vor allem alles Käse-überbackene-mit-Speckstreifen ein Gräuel ist.)

Der Einkaufszettel für Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Benötigt werden:

  • 1 Kopf Brokkoli
  • etwa 60 Gramm Gorgonzola (oder ein anderer Blauschimmelkäse)
  • 150 ml Sahne
  • Salz Pfeffer Parmesan Gemüsebrühe

Die Zubereitung:

Ich mag Brokkoli, wenn er noch Biss hat. Deswegen wird er bei mir in der Pfanne scharf angebraten, bis die Röschen leicht gebräunt sind. Dann wird mit Gemüsebrühe abgelöscht. Die Pfanne noch drei Minuten auf dem Herd stehen lassen, dann beiseite stellen. Die Restwärme sollte ausreichen, dass der Brokkoli weich aber bissfest ist, bis die Sauce fertig ist.

Auch die Sauce geht flott von der Hand. Den Gorgonzola in einen kleinen Topf geben, zusammen mit der Sahne. Unter ständigem Rühren den Käse schmelzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann noch etwa 1 EL frisch geriebenen Parmesan dazu geben und weiter rühren, bis alles schön sämig und homogen ist.

Gemüsepfannkuchen - Thema mit vielen Variationen

Gemüsepfannkuchen – Thema mit vielen Variationen

Zu Brokkoli mit Gorgonzola gibt es entweder (salzige) Pfannkuchen oder Kartoffeln. Zu gedünstetem Gemüse passt immer auch Kochschinken oder kalt geräucherter Schinken wie Schwarzwälder.

Gemüsepfannkuchen wie dieser stehen bei uns hoch im Kurs, weil man Variationen in jeder Jahreszeit mit den passenden frischen und regionalen Gemüsesorten zubereiten kann. Während Blumenkohl oder Rosenkohl für meinen Geschmack nicht so richtig in die Reihe passt, ist frischer (!) Spinat ebenfalls eine leckere Alternative. Auch halbierter angebratener und dann fertig gedünsteter Chicoree hat sich hier schon bewährt.

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Was tun mit den hart gekochten Eiern?

Hart gekochte Eier: schön anzusehen, aber manchmal einfach zu viel.

Hart gekochte Eier: schön anzusehen, aber manchmal einfach zu viel.

Von einer Plage kann man nicht sprechen. Denn hart gekochte Eier sind eine leckere Sache. Nur wenn sich nach Ostern zu den selbst gefärbten noch einige geschenkte harte Eier gesellen, kann es etwas viel werden. Was also tun mit der Eier-Flut, ohne dass es langweilig wird? Hier ein paar Anregungen, mit denen man das Problem angehen kann.

Salate

Natürlich: Eier-Salat. Aber der gehört zumindest in der klassischen Variante nicht zu meinen Favoriten. Da wird er nämlich mit Mayonnaise angemacht, Zwiebeln und bestenfalls einer Gewürzgurke. Besser finde ich da schon eine Variante mit griechischem Joghurt (etwas fett muss sein), einem Schuss Obstessig und Stangensellerie oder Lauchzwiebeln. Außerdem passt so ziemlich all das gut, was man auch in ein Omelett geben würde: knuspriger Schinken, klein geschnittene Tomaten oder Gurke, vielleicht auch Pilze. Und zur Würze Salz,  Paprika und Pfeffer.

Wer es alternativ angehen möchte, der mixt Avocado und hart gekochte Eier, ebenfalls mit Joghurt und einem Spritzer Zitronensaft sowie ein paar Gewürzen.

Noch frischer wird es mit grünen Salaten, in allen Variationen: Mit Radieschen, Tomaten, Gurke. Und mit würzigen Salatsaucen. Auch die Vianaigrette eines Caesars Salad, bei der ein Sardellenfilet, Senf und Zitronensaft für eine kräftige Note sorgen, passt gut.

Etwas weniger üppig gestaltet sich die Verwendung der hart gekochten Eier, wenn sie nur für eine Vinaigrette verwendet werden (aber: Jedes Ei zählt). Eine Vinaigrette mit gehacktem Ei passt zum Beispiel gut zum frischen Spargel, aber auch zu einem Kartoffelsalat oder einem Blattsalat mit kräftigen Noten wie Radiccio.

Sandwiches sind eine gute Möglichkeit, die hart gekochten Eier aufzubrauchen.

Sandwiches sind eine gute Möglichkeit, die hart gekochten Eier aufzubrauchen.

Sandwiches

Wenn das alles noch nicht hilft, um den Bestand spürbar zu dezimieren, setzen Sie auf Sandwiches: vorzugsweise mit Käse und Schinken, aber auch mit Salatblättern, Radiccio oder (wieder) mit Avocado. Auch angebratenes und / oder mariniertes Gemüse lässt sich da gut zu einem herzhaften Belag kombinieren. Angesichts der „Auflast” kann man anstelle des etwas weniger stabilen Toastbrotes auch herzhaftes Roggenbrot oder Vollkornbrot zurückgreifen. Und hat damit schon fast die Opulenz und Qualität eines Mittagessens erreicht.

Und natürlich kann man aus hart gekochten Eiern zum Beispiel mit einem Weichkäse und Butter oder Crème fraîche auch einen leckeren Brotaufstrich machen.

Suppen und Eintöpfe

Auch wenn das auf den ersten Blick etwas komisch wirkt: In festeren Suppen und Eintöpfen findet auch ein hart gekochtes Ei  Platz. Idealerweise setzt man dabei nicht auf klare Brühen, sondern eher auf Currys (mit Bohnen) oder herzhafte Gemüse-Suppen mit vielen festen Bestandteilen. Auf pürierten Suppen sollten die Eier dann klein geschnippelt werden.

Wie lange halten hart gekochte Eier?

Hier gehen die Meinungen und Angaben auseinander. Prinzipiell würde ich nur selbst gekochte und gefärbte Eier aufheben und nach drei oder vier Tagen noch verwenden, wenn sie nicht im Kühlschrank gelagert wurden. Sind sie dagegen gekühlt, ist sicher auch eine Frist von 7 bis 10 Tagen noch gut möglich. Gekaufte Farb-Eier sind im Wortsinne mit Vorsicht zu genießen. Mal abgesehen davon, dass man keine Ahnung hat, ob das nun Bio-Eier sind (eher unwahrscheinlich) oder unter unrühmlichen Umständen erzeugt wurden. Die Vorlaufzeit für den Verkauf dieser Eier ist ja ziemlich lang. Im Zweifelsfall also schnell verbrauchen.

 

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Leberle sauer – esst mehr Innereien

Leberle sauer - ein guter Einstieg, um sich dem Thema Innereien zu widmen.

Leberle sauer – ein guter Einstieg, um sich dem Thema Innereien zu widmen.

Leberle sauer oder geröstet sind ebenfalls ein badischer Klassiker. Aber natürlich gibt es Gerichte mit Leber traditionell in allen Regionen. Noch. Denn Innereien sind von unserer Speisekarte verschwunden, bis auf wenige Ausnahmen. Im Schwabenland haben die Kutteln noch einen hohen Stellenwert (aber spätestens hier verabschiede ich mich beim Thema Innereien.) Rinderleber gibts noch bei fast jeder Metzgerei (im Supermarkt eher selten), Kalbsleber gilt sogar noch heute als Delikatesse und wird zu saftigen Preisen verkauft.

Innereien essen – warum?

Natürlich ist es Blödsinn, von irgendjemandem zu fordern, dass er was aus Vernunftgründen essen soll. Wir erinnern uns an Sprüche aus der Kindheit und was sie geholfen haben. Aber wer nicht gerade Vegetarier oder Veganer ist, sollte manchen Innereien – wie überhaupt jedem Gericht, das nicht zu den Leibspeisen gehört – ab und zu eine neue Chance geben. Geschmäcker ändern sich.

Vernunftgründe: Nose-to-tail

Englisch klingts einfach griffiger: Nose-to-tail besagt nichts anderes, als dass Tiere möglichst komplett „verwertet” werden sollten. Oder einfacher ausgedrückt: Ein Tier nur wegen eines Filetstückes zu schlachten und den Rest als Tierfutter zu verwerten ist etwas dekadent. Beim Preis merkt man auch schon, dass Rinderleber auf Erzeugerseite eher als Abfallprodukt gewertet wird: Das Kilo für unter zwei Euro, wo gibt es sowas an der Fleischtheke noch?

Wer den eigenen Fähigkeiten am Herd noch nicht so richtig traut, der kann ja erst einmal im Restaurant seines Vertrauens nach Innereien fragen, wenn sie nicht sowieso schon auf der Karte stehen. Oder er besorgt sich ein fachkundiges Buch wie dieses hier, und findet dann sicher ein Rezept, das ihm Appetit macht. Es muss ja nicht jeder alles essen. Aber Rinderleber gehört zu denjenigen Gerichten, die – wenn man sie erst einmal probiert hat – bei vielen Menschen gefallen finden. Und: Sie sind sagenhaft einfach zuzubereiten, mit ganz wenigen Zutaten.

Leberle sauer badisch

Die badische Variante ist sehr bekannt, eine Leber Berlinert Art, am Stück gebraten mit Apfel und Zwiebeln, steht ebenfalls hoch im Kurs. Für das badische Rezept besorgt man sich

  • pro Person 200 Gramm Rinderleber, am besten schon geschnetzelt. Der Metzger macht das ohne zu murren und ziemlich schnell. Dann muss man die blutige Leber eigentlich gar nicht weiter bearbeiten: Haut entfernen, schnetzeln alles nicht mehr notwendig
  • Crème fraîche, Gemüsebrühe, Wein, Essig
  • Salz, Pfeffer

In einer nicht beschichteten Pfanne die geschnetzelte Rinderleber scharf anbraten. Wenn alle Teile rundum gebräunt sind, den Bratensatz mit Wein ablöschen (wahlweise auch mit Gemüsebrühe), mit Essig so abschmecken, dass eine säuerliche, herbe Note da ist. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Dazu passen hervorragend die badischen Brägele, also knusprige Bratkartoffeln. Aber einfacher und schneller geht Reis.

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Badisches Dreierlei: Brägele, Bibeliskäs und Wurstsalat

 

Badisches Dreierlei: Brägele, Bibeliskäs und Wurstsalat

Badisches Dreierlei: Brägele, Bibeliskäs und Wurstsalat

Badisches Dreierlei kann fast alles sein. Hier aber ist ein Gericht gemeint, das man in zahlreichen Ausflugswirtschaften bekommt, vor allem im Sommer. Ob alles drei badische Klassiker sind, sei mal dahingestellt. In anderen Regionen kennt man das die einzelnen Bestandteile des Badischen Dreierlei ja auch. Das Spezielle liegt mehr in der Zubereitungsart – und in der Namensgebung.

Die Bestandteile des Badischen Dreierlei

  • Brägele sind Bratkartoffeln. Möglichst noch knusprig. Ohne Schichi wie Kräuter, spezielle Gewürze etc. Nur Fett zum Anbraten und Salz. Sehr empfehlenswert ist allerdings noch eine gusseiserne Pfanne für die Zubereitung, denn in allen anderen Pfannen werden die Brägele einfach nicht so schön kross.
  • Wurstsalat ist jetzt auch nicht so speziell badisch. Dünne Lyonerstreifen mit einer etwas dünneren Vinaigrette und Zwiebeln. Ob mit oder ohne Käsestreifen oder geschnittenen Gürkchen ist ziemlich egal. Weil das „Dreierlei” aber ein ziemlich einfaches Gericht ist, tuts hier die Grundversion.
  • Bibbeliskäs. Klingt auch seltsam, ist aber nicht anderes, als „zubereiteter” Quark. Der ist ja normalerweise eher bröckelig, nicht so zart und geschmeidig, wie man ihn gerne essen möchte. Dazu brauchts dann etwas Flüssigkeit (Milch oder Sahne), wenig Gewürze (Salz und Pfeffer) und bestenfalls noch ein bißchen Schnittlauch.

Eine genaue Anleitung spar ich mir hier. Die einzige Herausforderung besteht eigentlich darin, die richtige Menge zu treffen. Und alles genau dann fertig zu haben (möglichst inklusive des Salats), wenn die Brägele auf den Punkt fertig sind. Das Essen ist sicher eines der meist bestellten in badischen Wirtschaften mit Terrasse oder Gartenwirtschaft. Und gehört zu den Top Drei zusammen mit Flammenkuchen und Steak mit Salat. Meistens gehört zum Badischen Dreierlei noch ein grüner Salat dazu, und wer kein Wasser trinkt hat meistens ein Weizenbierglas dazu auf dem Tisch stehen.

Einen Versuch zuhause ist das Badische Dreierlei allemal wert. Seltsamerweise ist das eines der Gerichte, auf die man fast nur im Freien und im Sommer Appetit hat, ähnlich wie Grillwürste. Kann man auch drin machen und im Winter, die Verlockung hält sich aber in Grenzen.  Und ein vegetarisches Gericht wirds alleine dadurch, dass man den Wurstsalat weglässt und den grünen Salat von der Beilage ins „Dreierlei” verschiebt.

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