Südtiroler Spinatknödel – mehr als Urlaubs-Erinnerungen

Südtiroler Spinatknödel: mehr als eine Urlaubs-Erinnerung. Sie schmecken auch zuhause.

Südtiroler Spinatknödel: mehr als eine Urlaubs-Erinnerung. Sie schmecken auch zuhause.

Südtiroler Spinatknödel sind wahrscheinlich allen Urlaubern bekannt, die mal in Südtirol ein paar Tage verbracht haben. Man findet die Spinatknödel frisch zubereitet in Metzgereien, aber auch im Supermarkt, in feinen Restaurants und auf Berghütten. Wenn ich ganz ehrlich sein soll: Ich weiß nicht, ob ich je so auf diese Spinatknödel abgefahren wäre, wenn nicht die Urlaubs-Erlebnisse dazu gepasst hätten. Zum Beispiel ein Essen nach einer einer schönen Wanderung in einer Berghütte auf mehr als 2000 Metern Höhe, aber auch in einem feinen Restaurant im Dorf.

Ob das Geschmackserlebnis auch zu Hause passt? Ohne Blick auf die Berge, das schöne Wetter, die Impressionen der Südtiroler Landschaft? Man kanns ja mal probieren.

Südtiroler Spinatknödel: Viele Rezepte für ein einfaches Gericht

Wer nach dem Rezept für die Spinatknödel sucht, der findet viele Anleitungen. Meine einfache Version ist angelehnt an die Semmelknödel, die es bei uns zuhause öfters gibt zur Verwertung der Brotreste. Wenige Zutaten, wenig Schichi.

Die Zutaten

  • etwa 200 Gramm alte Brötchen
  • etwa 150 Mililiter heiße Milch
  • etwa 500 Gramm Tiefkühl-Blattspinat
  • 1 Knoblauchzehe
  • Butter
  • 1 Ei
  • frisch geriebener Bergkäse (oder ein anderer Hartkäse)
  • etwas Mehl
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Ein paar Worte zu den Zutaten

Die Zutatenliste enthält einige „etwa”-Angaben. Weil jeder, der ein paar Mal Semmelknödel gemacht hat, wahrscheinlich seine Zutaten nicht mehr abwiegt. Ich schneide dann auch nicht 200 Gramm alte Brötchen, sondern so viel, dass meine Schüssel zu drei Vierteln voll ist. Ich mache Milch heiß zum Übergießen der Brotstücke, aber ich fülle den Topf sofort mit etwas Wasser auf und setze ihn zurück auf die Herdplatte. Dann habe ich später heißes Wasser, wenn die Brotreste noch zu hart sind.

Auch wenn ich sonst ein Fan von frischem Blattspinat bin: Ich glaube nicht, dass auf Berghütten oder in Metzgereien säckeweise frischer Spinat zubereitet und gehackt wird. Die Tiefkühl-Variante tuts auch. Nur den Rahmspinat würde ich auf keinen Fall nehmen: Damit werden die Knödel einfach grün eingefärbt, weil die passierte Masse als Brei alles einfärbt.

Der Käse kann auch einfach ein Rest Hartkäse sein. Und serviert werden die Knödel bei uns ganz heiß aus dem Schnellkochtopf, mit geriebenem Käse und zerlassener Butter. Obwohl es sonst kaum etwas gibt, das wir mit zerlassener Butter essen. Aber hier passt es.

Zu deftigen Spinatknödeln passt gut Salat und / oder Gemüse.

Zu deftigen Spinatknödeln passt gut Salat und / oder Gemüse.

Die Zubereitung

Die klein geschnittenen altbackenen Brötchen in eine Schüssel geben, mit der heißen Milch übergießen und sofort mit einem Deckel abdecken. Der heiße Dampf und die Flüssigkeit soll in den nächsten 10 MInuten dafür sorgen, dass die Knödelmasse durchweicht. Dann mit Kräutersalz würzen, ein Ei zugeben.

Den TK-Spinat in einem kleinen Topf auftauen lassen und mit einer zerdrückten Knoblauchzehe, etwas Salz und Muskat vermengen. Den Spinat auf einem Schneidebrett ausbreiten und mit einem großen Messer klein hacken. Dann zu den eingeweichten Brotresten geben.

Die Masse gut mit nassen Händen durchkneten. Je nach Konsistenz etwas Mehl und / oder Flüssigkeit dazu geben. Kleine Spinatknödel formen und in einem Siebeinsatz eines Schnellkochtopfes sechs Minuten auf dem ersten Ring kochen. Wahlweise in einem normalen großen Kochtopf bei etwa 70 Grad für etwa Minuten ziehen lassen (bis sie nach oben steigen).

Die fertigen Spinatknödel sofort auf die Teller geben, mit etwas Butter übergießen und mit geriebenem Käse bestreuen. Dazu passt ein frischer grüner Salat und / oder auch ein Gemüse, zum Beispiel frische grüne Bohnen mit Speck. Und ein etwas herber Rotwein. Das Bergpanorama dazu stellt sich je nach eigenen Erfahrungen dazu eventuell ein.

 

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Das definitive Ratatouille-Rezept – als Hauptgericht oder Beilage, auch kalt oder aufgewärmt

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Selten ist etwas universeller als Ratatouille: Der klassische provenzalische Gemüse-Eintopf steht bei den Franzosen hoch im Kurs, kommt bei uns aber noch immer viel zu selten auf den Teller. Neben einem guten Olivenöl und ein paar Kräutern (Rosmarin, Thymian, Basilikum) und Knoblauch braucht man vor allem die klassischen Sommergemüse-Sorten: Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten sowie Zwiebeln und Knoblauch.

Idealerweise hat dieser Eintopf wenige Kalorien, weil er eben fast nur aus Gemüse besteht: Das ideale Sommergericht zum Abnehmen also. Wer die Kohlehydrate des Baguettes einsparen möchte, der kann ja gebratenen Fisch oder scharfe Würste wie Merguez dazu essen – oder das Gemüse-Gericht pur genießen. Da nur natürliche Zutaten in dieses vegetarische Gericht kommen, braucht man sich auch über versteckte Zutaten keine großen Gedanken machen. Die Zubereitungszeit ist mit etwa 20 bis 30 Minuten sehr überschaubar und klassische Küchenfertigkeiten braucht man kaum: Schnippeln und Braten, das wars schon.

Ratatouille mit Variationen

Reizvoll ist auch, dass man immer wieder kleine Abwandlungen vornehmen kann. So habe ich in die Winter-Variante auch schon Kartoffeln mit hereingenommen. Und die klassische Würzung mit Chilischoten habe ich mittlerweile durch Sriracha ersetzt, scharfe Chilisauce die man heute in fast jedem Supermarkt erhält und die praktischer für die Dosierung der Schärfe ist.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Ratatouille-Rezept

Zutaten:
– rote und gelbe Paprikaschoten
– zwei Zucchini
– eine Aubergine
– sechs Tomaten
– 2 bis 3 Zehen Knoblauch
– Srirache
– 1 EL Tomatenmark
– etwas Gemüsebrühe
– Rosmarin, Thymian, Basilikum

Zuerst schäle ich die Paprikaschoten. Die Haut von Nachtschattengewächsen wie Tomaten und eben auch Paprika ist für den Menschen unverdaulich, manchen bereitet sie auch Probleme oder sie mögen die Hautstückchen im Essen nicht. Bei Tomaten bin ich da tolerant, Paprika schäle ich mit genau diesem Schäler (es gibt noch ein baugleiches Modell von WMF). Kleingeschnippelt werden die Paprika mit frischen geschnittenen Gemüsezwiebeln angebraten.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Danach kommen geschnittene Zucchini und Auberginen dazu, dann erst der Knoblauch, Salz und Pfeffer. Bevor das Gemüse zu weich wird lösche ich mit Gemüsebrühe ab und rühre das Tomatenmark unter. Zum Schluss noch die Kräuter dazu und einmal durchgemischt – fertig.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker - warm und kalt.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker – warm und kalt.

Ratatouille ist frisch aus dem Topf ein Genuss, gehört aber erstaunlicherweise zu den wenigen Essen, die (vor allem an heißen Tagen) ebenso gut abends noch kalt gegegessen werden können. Auch aufwärmen und am nächsten Tag als Beilage verwenden (zu Fisch) ist eine gute Idee.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

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Low-Carb-Favoriten fürs Abendessen

Frittata mit Zucchini und Feta

Frittata mit Zucchini und Feta

Ein Low-Carb-Abendessen hat einige Vorteile. Aber nach einer gewissen Zeit mit Rezeptesuche hat man „seine” Favoriten meist gefunden. Der Sommer ist die ideale Zeit, dieses Repertoire zu erweitern: Frisches und regionales Gemüse und Salate gibts in Hülle und Fülle. Hier sind meine drei Geschmacks-Favoriten, die schnell gehen, preiswert und gesund sind.

Zucchini-Feta-Frittata

Die Zucchini gibts von Gartenbesitzern nachgeschmissen und im Supermarkt superbillig. Wer Eier stets im haus hat, muss beim Einkauf dann nur noch an den Feta denken. Die Zubereitung geht fix, aber die Menge sit für mindestens zwei Personen. Dazu einen Salat, zum Beispiel einen von diesen…

Radieschen-Paprika-Salat mit Ei-Vinaigrette

Radieschen-Paprika-Salat mit Ei-Vinaigrette

Radieschen-Paprika-Salat mit Ei-Vinaigrettte

Es sollte was knackiges sein, wie Radieschen, Paprika etc. Dazu eine Ei-Vinaigrette, die man mit dem Pürierstab in einer Minuten zaubert. Die längste Dauer in der Zubereitung haben die hart gekochten Eier für die Ei-Vinaigrette.

Das gekochte Karotten-Sellerie-Gemüse nimmt mehr Geschmack und Aroma auf, erst recht, wenn der Salat warm angemacht wird.

Das gekochte Karotten-Sellerie-Gemüse nimmt mehr Geschmack und Aroma auf, erst recht, wenn der Salat warm angemacht wird.

Karotten-Sellerie-Salat 

Wenn man fast gar nichts mehr im Hause hat, dann finden sich meistens zumindest noch ein paar Karotten und ein Stück Sellerie, dass man sonst für Saucen verwendet. Aber für ein Reste-Essen ist dieser Salat zu schade. Man verwendet klein geschnittene Karotten (Scheiben mit einem halben Zentimeter Stärke) und gewürfelte Sellerie) kleinere Stückchen und weniger Menge als Karotte, wegen dem intensiveren Geschmack). Im Schnellkochtopf muss das nur einmal aufkochen, dann sind beide Gemüse gar. Die Vinairgette vorbereiten, etwas klein geschnittene Petersilie dazu und das noch warme Gemüse direkt aus dem Kochtopf in die Salatschüssel geben.

Natürlich lässt sich jedes dieser drei Gerichte auch separat zubereiten, für den kleinen Hunger am Abend.

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Spargel Vinaigrette mit Ei

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei folgt nach den ersten Spargel-Erlebnissen mit den Klassikern in der Siason. So langsam sind die Standardversionen der Spargel-Rezepte durch. Jetzt wird es Zeit für die Variationen. Die Spargel-Saison hat zwar einen Dämpfer durch das kalte Wetter bekommen. Aber solange frischer Spargel geerntet werden kann, steht er bei uns auch auf der Speisekarte. Die Vinaigrette-Version ist etwas leichter als die anderen Saucen und es gibt sie bei uns mit heißem Spargel, also nicht als kalter Spargel-Salat.

Spargel Vinaigrette: Schnell gemacht

Die Zutaten erfordern keine besonderen Einkäufe:

2 Eier, möglichst bio
1 Bund Radieschen
Schnittlauch
Gartenkresse
Weißweinessig
Salatöl
Pfeffer, Salz, Zucker, Butter, Dijonsenf

1 Pfund weißer Spargel
1 Pfund grüner Spargel
1 Pfund Kartoffeln festkochend

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Zubereitung:

Den Anfang machen die Kartoffeln, die für 20 Minuten ins heiße Wasser kommen. Zwei Eier werden ebenfalls in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben, für 10 Minuten. Und den größten Topf bekommen die Spargel: Wenn Sie geschält sind und die Enden abgeschnitten, kommen sie ebenfalls ins kochende Wasser. Ins Spargelwassser kommen außerdem Salz, Zucker und ein Stück Butter.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Achtung: Die weißen Spargel kommen zuerst hinein und bekommen 7 Minuten Vorsprung. Danach erst kommen die grünen Spargel (ungeschält, nur die Enden abschneiden) dazu für weitere 5 Minuten. Danach probieren. Wenn sich die Spargelstangen auf der Gabel leicht durchbiegen, sind sie richtig. Falls der Rest noch nicht fertig ist, können sie in heißem Wasser auch noch ein Weilchen ruhen.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Alternativ kann man die weißen Spargelstücke im heißen Wasser kochen (10 Minuten), die grünen in der Pfanne anbraten und ablöschen. Dann kann man sie einfach abseits vom Herd stehen lassen und sie garen fertig.

Für die Vinaigrette werden 4 EL Weißweinessig mit Salz und einer Prise Zucker vermischt, dazu kommt ein TL Dijonsenf. Das alles mit 4 EL Salatöl zu einer Emulsion aufschlagen. Da das ganze jetzt noch etwas essig-lastig wird mit Spargelwasser verdünnt, bis die Sauce nicht mehr zu sauer ist. Dann kommen Schnittlauch und in Scheiben geschnittene Radieschen hinzu. Die zwei hart gekochten Eier werden klein gehackt und untergehoben.

Die Kartoffeln kommen geschält auf den Teller, die Spargel werden aus dem Sud gehoben, abgetropft und kommen dazu. Darüber kommt jetzt die Vinaigrette. Wer möchte, der kann auch diese Version mit gekochtem und / oder geräuchertem Schinken servieren, aber eine Geschmacks-Verstärkung braucht dieses etwas puristische Essen nicht. Dazu passt ein kalter Weißwein.

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Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli kann es als eines der wenigen Gemüse mit einer herzhaften Gorgonzola-Sauce aufnehmen. Der deftige Geschmack des Blauschimmelkäses gibt dem etwas zarteren Kohlgemüse contra. Der Brokkoli eignet sich in meinen Augen wesentlich besser als Blumenkohl für ein fein abgeschmecktes Essen, weil der Geschmack nicht ganz so dominant ist. Beide Teile des Gerichts gehen blitzschnell in der Zubereitung. Und die Kombination Brokkoli mit Gorgonzola ist eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Käse-Variationen beim Thema Gemüse. (Wobei mir vor allem alles Käse-überbackene-mit-Speckstreifen ein Gräuel ist.)

Der Einkaufszettel für Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Benötigt werden:

  • 1 Kopf Brokkoli
  • etwa 60 Gramm Gorgonzola (oder ein anderer Blauschimmelkäse)
  • 150 ml Sahne
  • Salz Pfeffer Parmesan Gemüsebrühe

Die Zubereitung:

Ich mag Brokkoli, wenn er noch Biss hat. Deswegen wird er bei mir in der Pfanne scharf angebraten, bis die Röschen leicht gebräunt sind. Dann wird mit Gemüsebrühe abgelöscht. Die Pfanne noch drei Minuten auf dem Herd stehen lassen, dann beiseite stellen. Die Restwärme sollte ausreichen, dass der Brokkoli weich aber bissfest ist, bis die Sauce fertig ist.

Auch die Sauce geht flott von der Hand. Den Gorgonzola in einen kleinen Topf geben, zusammen mit der Sahne. Unter ständigem Rühren den Käse schmelzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann noch etwa 1 EL frisch geriebenen Parmesan dazu geben und weiter rühren, bis alles schön sämig und homogen ist.

Gemüsepfannkuchen - Thema mit vielen Variationen

Gemüsepfannkuchen – Thema mit vielen Variationen

Zu Brokkoli mit Gorgonzola gibt es entweder (salzige) Pfannkuchen oder Kartoffeln. Zu gedünstetem Gemüse passt immer auch Kochschinken oder kalt geräucherter Schinken wie Schwarzwälder.

Gemüsepfannkuchen wie dieser stehen bei uns hoch im Kurs, weil man Variationen in jeder Jahreszeit mit den passenden frischen und regionalen Gemüsesorten zubereiten kann. Während Blumenkohl oder Rosenkohl für meinen Geschmack nicht so richtig in die Reihe passt, ist frischer (!) Spinat ebenfalls eine leckere Alternative. Auch halbierter angebratener und dann fertig gedünsteter Chicoree hat sich hier schon bewährt.

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Brotaufstrich – wie Obatzda & Co.

Ein Brotaufstrich mit Eiern und Crème fraîche , Münsterkäse und Butter.

Ein Brotaufstrich mit Eiern und Crème fraîche , Münsterkäse und Butter.

Obatzda, so stelle ich mir das vor, ist bayrisches Kulturgut. Ich werden also tunlichst meinen frei improvisierten Brotaufstrich nicht so benennen. Obwohl er schon einiges mit ihm gemeinsam hat. Es kommen Weichkäse und Butte zum Einsatz, und Paprika (in abgewandelter Form). Tatsache ist, dass man mit diesem Gerüst ziemlich viele Kombinationen erstellen kann. Und weil ein fetter Käse und Butter ein sehr kalorienhaltiges Gerüst für einen Brotaufstrich sind, kommen bei mir Eier dazu.

Das Ganze geht ziemlich fix und die meisten Zutaten hat man wahrscheinlich zuhause. Einfacher und schneller gehts, wenn die Zutaten Zimmertemperatur haben. Der Rest ist eine große Spielwiese zum Ausprobieren.

Ein paar Farbtupfer machen sich nicht schlecht: dreierlei Zwiebeln.

Ein paar Farbtupfer machen sich nicht schlecht: dreierlei Zwiebeln.

Brotaufstrich – das Rezept

  • ein kleiner Münsterkäse
  • 125 Gramm Butter
  • zwei nicht ganz hart gekochte Eier
  • kleingeschnittene Zwiebeln in Variationen (insgesamt 2-3 EL)
  • Gewürze wie Salz, Pfeffer, Paprika, Sriracha
  • 1-2 EL Bier oder Wein
  • 3 EL Kräuter Crème fraîche
Am besten zimmerwarm verrühren - und servieren.

Am besten zimmerwarm verrühren – und servieren.

Die Zubereitung geht fix: Die Eier sollen hart gekocht werden. Aber ich koch sie meistens so, dass das Innere noch nicht ganz fest ist. Währenddessen kann man Butter und kleingeschnittenen Münsterkäse vermengen. Dabei mit einer Gabel kräftig zerdrücken. Das dauert je nach Konsistent etwas. Zwiebeln klein schneiden. Und weil das Ganze ja eine etwas einfarbige Masse ergibt, mische ich weiße Zwiebeln, grüne Frühlingszwiebelen und rote Zwiebeln.

Die Eier werden kurz abgeschreckt, werden noch warm geschält und zu der Masse hinzu gegeben. Ebenfalls zerdrücken und mit etwas Paprika oder Sriracha, Salz und Pfeffer sowie der Crème fraîche kräftig verrühren.

Wenn das Ganze jetzt Zimmertemperatur hat kommt es frisch auf ein herzhaftes Brot. Am liebsten ein dunkleres Brot oder ein Körnerbrot. Denn der Brotaufstrich macht seinem Namen eher keine Ehre. Er wird meistens nicht dünn wie Butter aufs Brot geschmiert sondern in größeren Mengen verzehrt. Außerdem finde ich es ganz nett, wenn nicht alles zu einer breiigen Masse zerkleinert wurde, sondern wenn man noch Stücke erkennt.

Diese Variante ist eher herzhafter und passt gut zu einem Weißbier. Für dezentere Variationen greift man auf einen milderen Weichkäse zurück, reduziert die Zwiebelmengen. Und statt einem kräftigen Rotwein oder Bier gibt man zwei Esslöffel eines Weißweins dazu. Auch eine cremigere Konsistenz verändert das Geschmacksbild, weil man die einzelnen Komponenten nicht so deutlich herausschmeckt.

Dieser vegetarische Aufstrich schmeckt am besten warm und ist im Kühlschrank auch nur begrenzt haltbar. Also am besten ein deftiges Vesper einplanen oder zu einem Picknick mitnehmen.

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