Gemüse zubereiten

Gemüse zubereiten: wenig Aufwand, guter Geschmack, viele Nährstoffe.

Gemüse zubereiten: wenig Aufwand, guter Geschmack, viele Nährstoffe.

Gemüse zubereiten ist nichts Mysthisches, es gibt kein Geheimnis um die richtige Zubereitung. Für mich sind zwei Aspekte wichtig: Es sollte regelmäßig und frisch auf den Tisch. Damit ist eine Zubereitungsart sozusagen schon vom Tisch. Zerkochtes Gemüse mag wohl niemand.

Gemüse hat seine Jahreszeiten. Es gibt an unzähligen Stellen Saisonkalender für Gemüse. Die sind wahrscheinlich für Menschen gedacht, die das Haus nicht verlassen dürfen. Wer in einem gut sortierten Supermarkt oder – das Allerbeste – auf dem Wochenmarkt einkauft, sieht genau, was regional und saison verfügbar ist. Wenn einen was anlacht: kaufen. Das nächste gute Rezept dafür ist voraussichtlich nur einen Mausklick entfernt.

Kochen

Ganz egal, wie man die Diskussion um Inhaltsstoffe, Nährstoffgehalt und Geschmack beurteilt – langes Kochen tut den meisten Gemüsen nicht gut. Und ein Gemüsebrei mag in der Babynahrung seinen Platz haben, bei Erwachsenen kommt das in der Regel nicht gut an – zu Recht. Einziger Verwendungszweck dieser Methode für Gemüse ist in unserem Haushalt der Spargel.

Mein Favorit: Spargel Carbonara. Dabei werden Spaghetti und Spargelstücke zusammen in einem Topf gekocht. Beides wird in der gleichen Zeit gar, der Spargelgeschmack findet sich nachher im Gericht wieder (die Nährstoffe wohl eher nicht).

Blanchieren

Eine etwas aufwändigere, aber schonendere Variante des Kochens. Das Gemüse wird nur kurz gekocht und dann in Eiswasser abgeschreckt. Damit soll das Garen abrupt beendet werden. Die Nährstoffe bleiben im Gemüse, die Farbe bleibt erhalten. Nun haben fast alle amerikanischen Haushalte den begehbaren großen Kühlschrank mit Eiswürfelbereiter, auch Profiköche haben jederzeit Zugriff auf Eismengen. Wir nicht. Und ich finde das Verfahren auch nicht praktikabel für meinen Küchen-Alltag.

Dünsten

Die kleine Version vom Kochen: Sehr viel schonender. Die Nährstoffe landen nicht im Kochwasser, das man meistens wegschüttet. Es werden nur kleine Mengen Flüssigkeit verwendet, die Temperaturen sind besonders hoch.

Mein Favorit ist das im Backofen gedünstete Gemüse mit etwas Wein, Butter und Gewürzen, wie ich es bei der Zubereitung des Kartoffelgratins beschrieben habe. Als „Kochgerät” genügt eine Alufolie, die auf dem Backblech quasi eine Tasche bildet für Flüssigkeit und Gemüse.

 

Dampfgaren

Gemüse zubereiten wie beim Dünsten, aber sozusagen ohne Zutaten, nur im Wasserdampf. Geschieht bei uns vorzugsweise im Schnellkochtopf. Hilfreich ist ein eher großer Topf, in dem mehrere Einsätze Platz haben. Die Methode braucht etwas Erfahrung, damit man den richtigen Zeit
punkt für bissfestes Gemüse erwischt. Das Gemüse liegt auf einem Siebträger oder gelochten Einsatz, kommt nicht direkt mit dem Kochwasser in Berührung und wird nur für kurze Zeit dem Dampf ausgesetzt. Eine schnelle und sehr praktikable Zubereitungsart, wie ich finde.

Die asiatische Methode nutzt einen Bambus-Dämpfer. Hier tritt der Dampf aus und es wird kein Druck aufgebaut, der die Garzeit verkürzt.

 

Braten

In der Pfanne wird Gemüse schnell gar, es entwickeln sich Röstaromen und es gibt eine Bräunung. Ganz typisch ist das Honigaroma, das entsteht, wenn man Zucchini in der Pfanne anbrät. Der Vorteil dieser Methode: Man merkt genau den Punkt, wann die richtige Bräunung und die richtige Garzeit erreicht ist. Aber die Garzeiten sind sehr unterschiedlich. Und wer zum Beispiel Fenchel, Lauch und Karotten in eine Pfanne wirft, hat nach einer festen Zeit sehr unterschiedlich weiches oder hartes Gemüse.

Für mich trotzdem ein Favorit, weil man jederzeit die Kontrolle über Bräunung, Geschmack und Festigkeit hat. Vor allem in asiatischen Rezepten und mit den passenden Zutaten ein steter Quell der Freude. Ob mit Wok oder einer normalen Pfanne spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle.

Grillen und Backen

Eher zeitaufwändig, denn Gemüse braucht im Backofen doch überraschend lang. Außerdem ist meistens eine größere Menge Fett im Einsatz und das gebackene Gemüse ist hinterher relativ trocken. Vorteil ist hier, dass durch Marinieren mehr Geschmack ans Gemüse kommt. Nachteil sind die sehr hohen Temperaturen, die wahrscheinlich für Nährstoffe und Vitamine nicht gerade förderlich sind.

Generell würde ich backen und grillen bevorzugt im Backofen, aber der offene Grill ist natürlich ebenso verwendbar, wie eine Grillpfanne.

Mein Favorit ist hier das marinierte gegrillte Sommergemüse wie Zucchini, Paprika und Auberginen.

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Kartoffelgratin: die schnellste und leichteste Variante

Leckerer ist das Kartoffelgratin, wenn es dünner ist.

Leckerer ist das Kartoffelgratin, wenn es dünner ist.

Kartoffelgratin gehört für viele zu den Rezepten, die man aufs Wochenende schiebt: Kartoffeln schälen, schneiden, und dann alles noch eine Stunde lange in den Backofen. Ich liebe schnelle Küche. Nicht nur, weil ich meine Mittagspause effektiv nutzen möchte. Deswegen hier das ultimative schnelle Rezept für Kartoffelgratin.

Die Zutaten fürs Kartoffelgratin:

  • etwa ein Pfund Kartofffeln
  • 1/8 Liter Sahne
  • 1/8 Liter Milch
  • Salz, Pfeffer
  • eine handvoll Parmesan oder Reibekäse

Und weils zum Gratin auch was dazu geben soll, hier beispielhaft noch das Rezept für mein Backofengemüse:

  • drei Gemüsesorten (bei mir waren es hier Fenchel, Brokkoli und Lauch)
  • Butterfläckchen
  • Salz, Pfeffer,
  • 0,25 l Weißwein
  • Speckwürfel (optional)
Kartoffelgratin, schnell und einfach. Und das Gemüse dazu geht in einem Aufwasch.

Kartoffelgratin, schnell und einfach. Und das Gemüse dazu geht in einem Aufwasch.

Die Zubereitung:

Sahne und Milch in einen beschichteten Topf geben und erwärmen.

Jetzt werden die Kartoffeln geschäflt und in dünne Scheiben geschnitten. Küchenmesser-Arbeit genügt vollkommen. Die Kartoffeln müssen nicht hauchdünn gehobelt werden. Dann zur Flüssigkeit in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer würzen. Einmal aufkochen, dann bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

Jetzt kann man sich um das kümmern, was es zum Kartoffelgratin geben soll. In diesem Fall war das Gemüse, das ebenfalls im Backofen gedünstet wurde. Es wird nicht ganz so aromatisch und Herzhaft wie das hier beschriebene Grill-Gemüse. Aber da das Gratin schon durch den Käse etwas herzhafter sind und beim Gemüse noch Speckwürfel dabei sind, finde cih die Kombination sehr schmackhaft.

Gemüse in Alufolie: Der Wein verdampft, das Aroma bleibt.

Gemüse in Alufolie: Der Wein verdampft, das Aroma bleibt.

Doppel-Belegung im Backofen spart Zeit

Dafür drei verschiedene Gemüsesorten kleinschneiden. Ein Backblech mit Alufolie auslegen, die Folie aber nicht von der Rolle abtrennen. Gemüse mit Butterstückchen belegen, mit Salz und Pfeffer würzen, evt. Speckwürfel drüber geben. Mit der Rolle Alufolie nochmal drüber gehen und mit etwas Zugabe dann am Anfang des Blechs die Alufolie von der Rolle so abtrennen, dass man die Enden zusammenfalten kann.

Nur das bißchen Speck macht es nicht-vegetarisch. Kann man auch weglassen.

Nur das bißchen Speck macht es nicht-vegetarisch. Kann man auch weglassen.

Jetzt an der hinteren Kante des Alufolienbündels ebenfalls beide Lagen zusammenfalten. Die Alufolie bildet jetzt ein Tasche für das Gemüse und ist nur an der Vorderseite noch offen.  Blech und Alufolientasche mit Gemüse vorne leicht anheben und ein Glas Weißwein von vorne in diese Tasche gießen.

Nun auch auch die Vorderseite des Alufolien-Bündels zusammenfalten. Dann kann das Gemüse mit etwas Fett und Salz im Weißwein schonen gedämpft werden.

Die Kartoffeln samt Flüsigkeit in eine gefettete Auflaufform geben und den geriebenen Käse drüber geben. Kartoffeln und das Backblech mit dem Gemüse jetzt zusammen auf zwei verschiedenen Stufen bei Umluft in den Ofen geben. Bei 200 Grad etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis das Gratin an der Oberfläche schön knusprig braun ist.

Beides zusammen herausnehmen und servieren.

Ideale Ergänzung: Kartoffeln und Gemüse.

Ideale Ergänzung: Kartoffeln und Gemüse.

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Linsen-Gemüse-Suppe mit ofenwarmem Brot

Linsen-Gemüse-Suppe: nur einfache und frische Zutaten

Linsen-Gemüse-Suppe: nur einfache und frische Zutaten

Eine Linsen-Gemüse-Suppe kann den Tag retten.  Nicht nur den Suppen-Tag. All die guten Vorsätze über gesunde Ernährung, frisches Zeug und kalorienarm. Und dann macht man die Kühlschranktür auf und was ist da? Nichts, was die Vorstellungen von gesunder Ernährung und einem gesunden Heißhunger an einem kalten Tag zur Übereinstimmung bringen könnte. Genauer gesagt: Fast nichts.

Als vorsorgliche Maßnahme kaufe ich zum Wochenanfang immer Salate und Gemüse. Entweder in einem gut sortierten Supermarkt mit frischer, appetitlicher Ware, oder auf dem Wochenmarkt. Damit ist schon mal die Basis gesichert, denn der Schwabe lässt das gute Zeug nicht verkommen.

Für die Linsen-Gemüse-Suppe genügen einige Basis-Zutaten. Drei verschiedene knackige Gemüsesorten bilden zusammen mit den Linsen, die sowieso immer im Haus sind die Basis. Gekocht ist sie schnell, dann fehlt nur noch ein kleiner Kniff, um sie cremig zu machen.

Die Linsen stehen im Vordergrund.

Die Linsen stehen im Vordergrund.

Zutaten der Linsen-Gemüse-Suppe:

  • eine Tasse Linsen (die Sorte ist ziemlich egal, die üblichen Tellerlinsen reichen vollkommen)
  • eine Tasse Karotten (geschält, in Scheiben geschnitten)
  • eine Tasse Lauch, klein geschnitten
  • eine Tasse grüne Bohnen (Tiefkühlware)
  • eine Tasse Kartoffeln, geschält, klein geschnitten
  • eine Zwiebel
  • zwei Knoblauch-Zehen
  • zwei Tassen Gemüsebrühe + extra Gemüsebrühe für die richtige Konsistenz zum Abschluss
  • Öl, Petersilie, Salz, Pfeffer, Chili oder Sriracha (scharfe Chili-Sauce, mein Favorit)
  • wer eine nicht vegetarische Variante akzeptiert nutzt auch noch Speckwürfel

Das klingt ziemlich unspektakulär und das ist es auch. Bei der Gemüsezusammenstellung sind für mich die Linsen wichtig (die schmecke ich am deutlichsten heraus). Und die feurige Note durch Chili oder Sriracha spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Schälen und Schnippeln ist die Hauptarbeit - und die bleibt recht übersichtlich.

Schälen und Schnippeln ist die Hauptarbeit – und die bleibt recht übersichtlich.

Die Zubereitung

Die Hauptarbeit ist Schälen und Schnippeln. Die Mengenangaben Tasse ist nicht so sehr den Amerikanern abgeschaut als vielmehr ein Hinweis auf die Mengenverteilung. Alle Gemüse-Zutaten sind ziemlich gleichmäßig vertreten. Man kann das auch in 200-Gramm-Portionen abwiegen (das entspricht weniger meiner Küchen-Mentalität) oder frei Schnauze nach passenden Stücken bemessen (Yep!).

Im Schnellkochtopf geht dieses Rezept für einen Kochtopf noch einfacher und schneller.

Im Schnellkochtopf geht dieses Rezept für einen Kochtopf noch einfacher und schneller.

In etwas heißem Öl werden die Zwiebeln angebraten, eventuelle mit Speck. Dazu kommen der gepresste Knoblauch und dann erst, wenn die Zwiebeln glasig sind, der Rest des Gemüses und die Gemüsebrühe dazu. Salz, Pfeffer, Sriracha gleich dazu geben, die Petersilie kommt zum Schluss.

Man kann das normal vor sich hinköcheln lassen, bis alles die gewünscht Konsistenz hat (alleine die braunen Tellerlinsen ohne einweichen brauchen etwa 45 Minuten). Oder man nutzt einen Schnellkochtopf, dann ist alles zusammen nach etwa 10 Minuten gar.

Dann nimmt man etwa zwei Tassen von der Suppe weg und püriert diese Menge mit einem Stabmixer. Die pürierte Menge kommt wieder zur Suppe, zusammen mit weiterer Gemüsebrühe, bis man die gewünschte Konsistenz hat. Und schließlich kommt die gehackte Petersilie dazu. Keine Sahne, keine Crème fraîche.

Frisches ofenwarmes Brot passt am besten zu dieser Gemüsesuppe

Frisches ofenwarmes Brot passt am besten zu dieser Gemüsesuppe

Dazu passt frisches Brot, wie etwa das No-Knead-Brot, das ich hier beschrieben habe. Wer am Vortag den Teig macht und gegen 10 Uhr den Backofen anmacht, der hat zum Mittagessen ofenwarmes frisches Brot mit einer tollen Kruste zur Gemüsesuppe. In meinen Augen die optimale Ergänzung zur Gemüsesuppe.

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Weinschaumsauce – süße Desserts

Weinschaumsauce - delikate Süßspeise, alkoholisch.

Weinschaumsauce – delikate Süßspeise, alkoholisch.

Weinschaumsauce ist eine (gute) Erinnerung aus meiner Kindheit. Und dennochwage ich mich an das Rezept nur selten. Denn wie man es auch dreht und wendet, es ist eine Portion Alkohol zum Mittagessen. Und wer wie ich mit Saucen nicht sparsam ist, der hat damit schon sein „Viertele” intus. Sitzen also Kinder mit am Tisch, ist es besser, zur klassischen Vanillesauce zu greifen.

Weshalb soll es denn überhaupt Weinschaumsauce sein? Es gibt einige Rezepte für mich, die durch Verwendung von Wein beim Kochen (vor allem) und beim Backen besser werden. Der beschiwpste Apfelkuchen mit Wein zum Beispiel gehört dazu. Am liebsten noch lauwarm gegessen, mit Sahne. Zur Weinschaumsauce gibts normalerweise Dampfnudeln oder Rohrnudeln, dieses Mal waren es Quark-Rohrnudeln. Das ging schneller als der Hefeteig.

Weinschaumsauce mit wenig Zutaten

  • 2 Eigelb
  • 1 TL Speisestärke
  • 1/4 l Wein
  • 1 TL Zucker

Die Köche sagen ja immer, man schmeckt sehr wohl die Qualität des Weines, die man beim Kochen verwendet. Ob das im Einzelnen stimmt und für jeden nachvollziehbar ist, weiß ich nicht. Aber weil bei uns unter den Wein-Geschenken auch immer ziemlich edle Tropfen sind und wir normalerweise nicht sehr oft Beerenauslesen und Ähnliches trinken, nehme ich die auch schon mal für besondere Gerichte. Wiese dieses hier. (Wenn das einer meiner Winzer liest, bin ich untendurch).

Zubereitung: gut gerührt

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die Eigelb kommen Topf, zusammen mit Speisestärke und Zucker. Schon mal mit verrühren begonnen und die Herdplatte anmachen. Wenn alles ein bißchen schaumig ist und der Topf warm wird, den Wein zugeben und kräftig weiterrühren. Nach insgesamt etwa 5 Minuten sollte das Ganze eine cremige Konsistenz bekommen.

Dazu passen Dampfnudeln, Rohrnudeln und ähnliche Mehlspeisen. Wenn mans mit einer Beerenauslese macht kann man das auch gut als Dessert mit ein paar Keksen reichen. Da die Sauce nicht zum Kochen kommt (das darf sie wegen des Eigelbs nicht), verdampft auch kein Alkohol. Wer also für zwei Erwachsene einen halben Liter Wein nimmt, der hat zum Mittagessen einen halben Liter Wein für zwei.

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Sauerkrautauflauf mit Spätzle – Reste-Essen

Kann der Schlachtplatte den Rang ablaufen: ohne Speck ein schmackhaftes vegetarisches Essen.

Kann der Schlachtplatte den Rang ablaufen: ohne Speck ein schmackhaftes vegetarisches Essen.

Ein Sauerkrautauflauf kann Ihr schlechtes Gewissen beruhigen. Denn wer kann schon widerstehen, wenn er frisches Sauerkraut kauft? Also nicht aus der Dose, sondern abgewogen, frisch aus dem Faß. Nimmt man da 300 oder 400 Gramm für zwei Personen? Wirkt lächerlich. Nehmen Sie ruhig etwas mehr: Mit diesem Rezept für einen Sauerkrautauflauf mit Spätzle ist das Reste-Essen schon einprogrammiert. Und wenn Sie es nicht frisch kaufen: Eine normale Dose mit 850 Gramm Füllgewicht reicht fürs Hauptessen und für das Resteessen.

Sauerkrautauflauf statt Beilage

Sauerkraut, so heißt es, wird mit dem Aufwärmen besser. Aber wir will schon zwei Mal das gleiche Essen auf den Tisch stellen. Zumal von der klassischen Schlachtplatte mit Leberwürsten und Kassler und Kartoffelbrei wahrscheinlich am ehesten vom Sauerkraut etwas übrig bleibt.

Die Zeiten sind vorbei, als die klassische Schlachtplatte fast das einzige Sauerkraut-Gericht in deutschen Landen war. Die Elsässer sind sehr ideenreich, das den Umgang mit Sauerkraut anbelangt und machen zum Beispiel Sauerkraut auch zum Fisch. Wichtig ist, dass das Sauerkraut nicht austrocknet, deswegen ist dieser Auflauf mit etwas Brühe vom Sauerkraut und einem Schuss Sahne ziemlich saftig.

Aber das wohl einfachste und schnellste Rezept für Sauerkraut ist dieser Sauerkraut-Auflauf mit Spätzle. So gut, dass er vielleicht schon bald vom Resteessen zum Hauptgericht avanciert. Und wer nach der Schlachtplatte Lust auf etwas vegetarisches hat oder gleich ein fleischloses Sauerkrautgericht sucht, der lässt die Speckwürfel einfach weg.

Sauerkrautauflauf mit Spätzle: ergiebige Menge und herzhaftes Winteressen.

Sauerkrautauflauf mit Spätzle: ergiebige Menge und herzhaftes Winteressen.

Zutaten für zwei Personen:

  • 160 Gramm (0der mehr) Sauerkraut vom Vortag mit etwas Flüssigkeit
  • 160 Gramm Spätzle (trocken); bei Resten von schon gekochten Spätzle darfs etwas mehr sein
  • 50 Gramm Speckwürfel
  • 2 Esslöffel Sahne
  • 50 Gramm geriebener Käse (hier gehen auch Reste)
  • eine halbe Zwiebel
  • Öl, Salz
Es müssen keine selbst gemachten Spätzle sein für diesen Auflauf.

Es müssen keine selbst gemachten Spätzle sein für diesen Auflauf.

Zubereitung:

Die Spätzle in heißem gesalzenem Wasser kochen (bissfest). Das Sauerkraut mit Flüssigkeit nochmal erwärmen. Ofen vorheizen auf 180 Grad. In einer beschichteten Pfanne die grob geschnittenen Zwiebel in Öl andünsten, Speckwürfel dazu geben.

Eine Auflaufform einfetten und nacheinander Spätzle, Sauerkraut, Speck-Zwiebelmischung hinzugeben. Käse darüber streuen und Sahne dazu geben, wenig Salz hinzu geben. Gut durchmischen und im Backofen 5 bis 10 Minuten erhitzen.

Dazu passt frischer Feldsalat.

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Salat mit gekochten Karotten und Sellerie

Das gekochte Karotten-Sellerie-Gemüse nimmt mehr Geschmack und Aroma auf, erst recht, wenn der Salat warm angemacht wird.

Das gekochte Karotten-Sellerie-Gemüse nimmt mehr Geschmack und Aroma auf, erst recht, wenn der Salat warm angemacht wird.

Das Erste was vielen zu den Stichworten Salat mit Karotten einfällt ist: Rohkost. Gute Idee, aber das kann ja nicht alles sein. Deswegen habe ich ein Rezept meiner Mutter ausgegraben, auf das ich als Kind nicht besonders stand, das aber heute eine willkommene Abwechslung bietet. Karotten und Sellerie werden dabei vor der Salat-Zubereitung gekocht.

Die schnellste Zubereitung eines Salat mit Karotten ist ohne Zweifel die Rohkost-Variante. Möhren schälen, mit der Küchenmaschine raspeln und mit Salatsauce anmachen – fertig. Dieser Rohkostsalat ist abends auch noch sehr lecker. Aber als einzige Form des Karottensalats etwas eintönig. Karotten kaufen zumindest wir eher kiloweise. Mehr Abwechslung für die Verwendung des Gemüses (Saucen, Röstgemüse, Salat, Suppe) kann nicht schaden.

Bei meiner Variante eines Salat mit Karotten und Sellerie kommt das gekochte Gemüse zum Einsatz. Die Möhren werden geschält, in etwa etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Auch vom Sellerie werden – je nachdem von wo aus man die Sellerieknolle anschneidet, eine oder mehrere ein Zentimeter starke Scheiben geschnitten. Der Rand kommt großzügig weg. Dann in Stücke schneiden, die etwa die gleiche Größe wie die Karottenscheiben haben.

Bunte Möhren machen den Salat mit gekochtem Gemüse auch optisch lebhaft.

Bunte Möhren machen den Salat mit gekochtem Gemüse auch optisch lebhaft.

Die farbliche Mischung machts: weiß, gelb, orange, rot, braun, grün.

Die farbliche Mischung machts: weiß, gelb, orange, rot, braun, grün.

Zutaten für den Karotten-Sellerie-Salat:

– 5 bis 6 Karotten
– zwei Scheiben Sellerie aus der Mitte der Knolle
– eine rote Zwiebel
– ein halber Bund Petersilie
– Essig, Öl, Salz, Zucker

Karotten: nicht zu weich kochen

Im Schnellkochtopf reichen für die Stückchen der Möhren und des Sellerie etwa drei Minuten. Und wenn sie etwa die gleiche Dicke und Größe haben, sind sie nachher auch gleich fest (oder weich). Wer sie im Einsatz dämpft kann ja während des Kochens mehrmals prüfen, wann sie die richtige Konsistenz haben. Farblich gut machen sich besonders die bunten Möhren.

Mittlerweile gibts die auch im Supermarkt, meistens gemischt in den Farben orange, braun / violett und gelb. Geschmacklich macht das keinen Unterschied zu den „normalen” orangefarbenen. Aber zusammen mit den weißen Selleriestückchen, ein bißchen Petersilie und einer roten Zwiebel gibt das eine tolle Farb-Mischung.

Bunte Möhren haben die gleichen Inhaltsstoffe, vielleicht etwas mehr Carotin, wie die orangenen Möhren.

Bunte Möhren haben die gleichen Inhaltsstoffe, vielleicht etwas mehr Carotin, wie die orangenen Möhren.

Wichtig ist, dass man Karotten und Sellerie noch warm in die Vinaigrette gibt: Die Salatsauce besteht ganz klassisch aus Essig (1 EL) und Öl (3 EL), Salz, etwas Zucker und klein geschnittener Petersilie. Die noch warmen Gemüsestückchen nehmen die Salatsauce nach meiner Erfahrung viel besser auf als Rohkostsalat oder kalte gekochte Möhren.

Den Salat möglichst noch warm servieren, am besten zu herzhafter Herbst-Küche, gerne mit einem Stück Fleisch. Die Reste des gut durchgezogenen Salats schmecken abends auch kalt noch sehr gut. Im Kühlschrank in einer geschlossenen Dose ist der Salat mit Karotten und Sellerie auch bis zum nächsten Tag haltbar.

Wie kalorienarm dieser Salat ist, hängt übrigens alleine von der Salatsauce ab: Die Gemüse-Zutaten fallen bei der Kalorienabrechnung kaum ins Gewicht. Und gesund sind Möhren und Sellerie auch in gekochter oder gedämpfter Form. Nährstoffe gehen dabei nicht verloren. Und die Zugabe von Öl ist ebenfalls gut, denn nur so kann das Provitamin A optimal vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Lediglich von Karotten aus der Dose würde ich abraten.

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