www.das-ist-drin.de: Zahlen und Daten zu Lebensmitteln

Infoportal

Manche Sachen möchte man ja gar nicht so genau wissen. Was alles drin ist in einem Lebensmittel, das herauszufinden ist ja auch manchmal etwas schwieriger. Und bei Bio-Lebensmitteln vertraut man ja gerne auf das Bio-Siegel und begnügt sich damit, ohne das Kleingedruckte zu lesen.

Auf der anderen Seite: Manchmal ist man sehr daran interessiert, mehr über ein Produkt zu erfahren. Weil man es vielleicht nicht verträgt, weil man allergisch reagiert, weil es seltsam schmeckt… Und dann ist die Verpackung schon weg oder das wirklich sehr klein gedruckte auf der Packung nicht mehr lesbar. Noch besser ist es ja in jedem Fall, vor dem Kauf schon mal Infos einzuholen.

Dabei hilft www.das-ist-drin.de. Aufgelistet sind zunächst alle Inhaltsstoffe, wie sie auch auf der Packung stehen. Ergänzt wird das durch Nährwert-Angaben, Allergie-Infos und weitere Ernährungsinfos. Das Ganze geschieht zunächst ganz ohne Wertung, nur die Fakten zählen.

Praktisch ist das auch dann, wenn man Produkte vergleichen kann, die man in dieser Vielfalt gar nicht in „seinem“ laden vorfindet: Bei „Smoothies“ zum Beispiel, den neuen, konzentrierten Fruchtsäften werden 23 Produkte aufgelistet. Alleine schon die richtig Geschmacksrichtung und Kombination zu finden, kann dauern. Und der angegebene preis hilft ebenfalls bei Vor-Kauf-Entscheidung und Suche. In der Rubrik „Wissen“ gibts weitere wichtige Infos.

Dahinter steckt eine Bonner Agentur, die sich die Entwicklung internetbasierter Marketing-Strategien auf die Fahne geschrieben hat. Auch das dazu gehörige Blog legt nahe, dass eher eine Werbestrategie hinter dem ganzen Projekt steht. Aber solange die Fakten stimmen muss das Angebot ja auch nicht mit einer Wertung oder Kritik verbunden sein. Als Infoportal ist diese Datenbank erst mal eine gute Sache, finde ich.

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Sommerdrinks 1: BioBio Grüntee-Lassi gegen Edeka Joghurtdrink Brombeer-Cassis

Joghurt-DrinksSommer, Sonne, Hitze – da brauchts natürlich einen guten Vorrat an Erfrischungen. Am liebsten biologisch und gut gekühlt. Aber weil auch der brävsten Familie mal der Sinn nach etwas anderem als Apfelschorle steht, hier in loser Folge ein paar Sommerdrinks, wie man sie fertig aus dem Supermarkt mit nach Hause (oder an den Baggersee) nehmen kann.

Zuerst begegnet ist mir Biobio Lassi in einem Plus-Markt: Das „Joghurtgetränk nach indischer Art“ mit Grüntee-Zitronen-Zubereitung ist der Hingucker im Kühlregal. Sieht schon erfrischend aus und ist mit 0,95 Euro für 250 g erschwinglich. Und weil ich keinen Lassi-Gegner – biologisch oder konventionell gefunden habe, der dagegen antreten könnte, habe ich ich mir bei Edeka den Bio-Joghurt-Drink besorgt. Geschmacksrichtung Brombeer-Cassis, nur 200 g für 0,69 Euro (und damit sogar noch etwas billiger im 100-g-Preis).

Gut gekühlt, frisch geschüttelt (soll man nach Packungsaufdruck) und zwecks Farbvergleich ins Glas geschüttet. Das Grüntee-Lassi ist erstaunlicherweise säuerlicher als der Brombeer Cassis-Drink, was sich aber leicht erklären lässt: 3% Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat helfen da nach und lassen die vergleichsweise säuerliche Brombeer-Frucht in diesem Vergleich eher mild erscheinen. Beide erweisen sich als gute Durstlöscher und angenehmes Mittel gegen sommerliche Hitze: Der milde cremige Geschmack und das feine Aroma lassen jedes Zuckerwasser dagegen verblassen. Und die praktische Form in der kleinen Flasche bzw. dem Joghurtbecher sind vielleicht ökologisch nicht optimal. Aber als kleine Erfrischung für unterwegs können beide locker mit jedem Eis konkurrieren, das in Bio-Qualität fast nicht zu bekommen ist und wesentlich kalorienreicher ist.

Joghurt-DrinksBeide Drinks beruhen auf einem milden Joghurt, das Brombeer-Getränk ist aus fettarmen Joghurt hergestellt und deswegen im Gesamt-Fettgehalt auch reduziert (1,2 g pro 100 g statt 2,6 beim Lassi). Die Zutatenliste überrascht kaum (Joghurt, Wasser, Zucker, Verdickungsmittel etc.). Nur beim Grüntee-Lassi mache ich noch 0,006 % Koffein aus (was aber wohl kaum Wirkung zeigen dürfte).

Ursprünglich wurden Lassi und andere asiatische Joghurtgetränke zu scharfen Speisen serviert. Im Gegensatz zu anderen Getränken soll es durch seinen Fettgehalt die Schärfe des Essens nicht verstärken, auch für die Verdauung sollen die Joghurtdrinks gut sein. Bei uns dominiert sicher die Verwendung als Erfrischungsgetränk zwischendurch und da punkten beide. Der Preisunterschied ist nicht besonders groß, der Preis für eine Erfrischung zwischendurch ist auch zu verschmerzen. Wer also unter der Hitze leidet, der findet im nächsten Plus oder Edeka Linderung: biologisch, erfrischend und halbwegs preiswert.

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abgespeist.de: Von aufgetischten Werbelügen

abgespeist.de

„Abgespeist – denn Etiketten lügen wie gedruckt“. Das ist Thema und Titel der Website, die von Foodwatch ins Leben gerufen wurde. Und genauso gibt sie sich auch: Kämpferisch, aufklärerisch, plakativ. Dahinter steckt Thilo Bode, der in der grünen Szene, bei Verbraucherschützern und Lebensmittelexperten kein Unbekannter ist.

Pfiffig an der Website finde ich Technik und Darstellung, die hier zum Einsatz kommen. Wie oft lesen wir aufklärerische Texte, gedruckt oder im Internet, und wünschen uns nichts mehr, als dass der Autor die Sache allmählich auf den Punkt bringt. In der Flash-Darstellung kann man die wichtigsten Punkte anklicken, in denen Dichtung und Wahrheit aufeinandertreffen.

Mit dem Klick zu „Kompaktinfo“ kommt man zu einer ausführlicheren Darstellung und natürlich darf auch der Email-Button nicht fehlen, mit dem man dem Hersteller seine Meinung sagen soll.

Derzeit ist das Informationsangebot mit neun Artikel noch nicht so üppig. Aber die gründliche Aufarbeitung und die gute Darstellung rechtfertigen das. Schließlich werden die Autoren auch mit den Herstellern noch manchen Strauß auszufechten haben.

Man kann sich mit einem Newsletter auf dem Laufenden halten lassen, die Seite per Mausklick weiter empfehlen oder auch selbst ein Produkt vorschlagen.

Alles in allem eine gute Sache, hinter der viel Aufwand steckt und ziemlich sicher auch vergleichsweise viel Unterstützung. Der Ansatz, Werbelügen anzuprangern ist gut, der Weg schwieriger als die Beschreibung der positiven Beispiele. Auf Erfolgserlebnisse – sprich: Korrekturen der Hersteller – dürften die Autoren sicher lange warten, aber – und das ist gut für uns Verbraucher – das scheint ihnen wenig auszumachen.

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Edeka Bio-Salat-Dressing Knoblauch

Edeka Bio Salat Dressing

Der Artikel gehört in der Kategorie Fertigprodukte, aber gerade die sollen ja eine große Zukunft vor sich haben. Also teste ich ein fertiges Salat-Dressing, Edeka Bio, Geschmacksrichtung Knoblauch.

Edeka Bio Salat DressingWer es ganz bequem mag, der liegt mit dieser Kombination richtig: Salat gleich gewaschen und zerpflückt in der Tüte einkaufen, fertig abgepackt, dazu das Bio-Salatdressing im wieder verschließbaren Beutel (200 ml, 1,29 Euro). Genauso wird das im Supermarkt ja auch angeboten, zusammen in der Frische-Abteilung. Wahrscheinlich gedacht für all diejenigen, die zum Beispiel im Büro auch mal einen gesunden Imbiß zu sich nehmen wollen.

Der Geschmack ist in Ordnung, für verwöhnte Gaumen vielleicht etwas künstlich, aber im Vergleich zu anderen Fertigsaucen, die ich schon probieren durfte, ganz akzeptabel. Schmeckt nach Mayonaise, eher dezent nach Knoblauch, leicht süßlich. Es fehlt ganz die Säurenote, die bei Sommersalaten ja die Spritzigkeit ausmacht. Für Geschmack und Handling gibts also gute Noten.

Zutatenliste und Nährwerte sind für diese Kompromißlösung auch in Ordnung: 100 g enthalten 5,3 g Zucker und 17,6 g Fett. In der Zutatenliste stehen nach Wasser Joghurt, Rapsöl, Rohrzucker, Branntweinessig, 1,7 % Knoblauch, Salz, modifizierte Maisstärke, Verdickungsmittel: Xanthon und Guarkernmehl, Gewürze, Säueruungsmittel Citronensäure und Kräuter.

Die Verpackung ist wirklich gut wiederverschließbar, so daß man mit den typischen Ein-Personen-Portionen wohl eine Weile hinkommt. Die Empfehlung, das Dressing auch zu Gemüsesticks zu verwenden ist eine gute Ergänzung.

Bio-Dressing selbstgemachtFazit: Anstelle von Wurstsemmel, Pommes oder Currywurst etwas Salat mit Bio-dressing in der Mittagspause – das ist sehr empfehlenswert, finde ich. Angesprochen werden sicher zuerst Singles. Wer im Haushalt bereits ein paar Bio-Zutaten hat und seinen Salat einplant, der tut sich mit dieser Methode genauso leicht:

Gewaschenen und zerpflücken Salat in einer Box mitnehmen, mit oder ohne Gemüsestreifen. In ein altes Marmeladeglas mit Schraubverschluß drei Teile Bio-Rapsöl, ein Teil Bio-Essig füllen, Salz und Pfeffer aus der Mühle, Kräuter aus dem Balkonkasten und ein oder zwei Löffel Kräuter Crême fraiche füllen, Deckel drauf. Und dann: Shake it, Baby. Hält auch ohne Kühlschrank bis zur Mittagspause.

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REWE Bio Erdnussbutter Crunchy und Barney’s Best Peanut Butter

Erdnussbutter

„Es gibt nur eine.“ So warb meine regionale Tageszeitung eine Zeit lang. Und ich ärgerte mich, dass man diesen Nachteil für einen Kunden so herausstellt. Als meine Kinder auf den Geschmack von Erdnußbutter kamen stellte ich fest: Auch hier gilt offensichtlich „es gibt nur eine (Sorte)“. Das amerikanische Produkt Barney’s Best Peanut Butter gibts in genau zwei Ausführungen (mit Stückchen und ohne) in fast jedem Supermarkt. Aber sonst nix.

Neuerdings ist das anders: REWE Bio Erdnussbutter Crunchy steht zwar nicht neben dem konventionellen Produkt sondern in der Bio-Abteilung. Aber es kommt im Glas zum gleichen Preis von 1,79 Euro. Lesen hilft: Hier sind nur 250 Gramm drin, das US-Produkt bietet 350 Gramm.

Erdnussbutter VergleichDeckel ab, Nase ins Glas: Feiner, aromatischer Duft nach Erdnüssen im REWE Bio-Glas. Barney’s Best versucht durch Röstaromen zu punkten, die gleich wesentlich intensiver und appetitanregend sind. Das Bio-Produkt wirkt fast etwas blaß im Vergleich zum amerikanischen, auch sind dort die Stückchen größer, die das Prädikat „crunchy“ ausmachen.

Trotz des schnellen Punkterfolgs des Standardproduktes: In der Familienrunde schneiden beide gut ab und das Bio-Produkt erfeut sich ebenso großer Beliebtheit. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass die amerikanischen Hersteller etwas mehr Erdnüsse zugegeben haben (90 statt 88 %). Aber dann kommen dort in der Reihenfolge ihrer Mengenanteile gleich Zucker an zweiter Stelle, Öl pflanzlich gehärtet, Speisesalz.

Dass es auch gesünder geht, zeigt REWE Bio: Palmfett, Meersalz, Vollrohrzucker lautet dort die Reihenfolge. Und damit ist das Bioprodukt trotz des fast 50 Prozent höheren Preises eine sehr gute, wenn nicht gar die bessere Alternative.

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BioBio Schokoladen-Butterkeks und Bahlsen Choco Vollmilch im Vergleich

BioBio Schoko-Keks

Mmmmhhh, lecker: Schoko-Kekse. Die Variante mit einem knusprigen Butterkeks unten und einem Schokotäfelchen oben drauf gehört zu meinen Lieblingssorten. Bei Plus gibt es solche unter der Eigenmarke BioBio (Schokoladen-Butterkekse für 1,99 Euro, 130 Gramm). Und weil Lieblingssorten in der Erinnerung ja immer gut abschneiden holte ich mir zum direkten Vergleich noch den Klassiker von Bahlsen, Leibniz Choco Vollmilch, als Big Pack mit 166 g für 1,29 Euro.

Bevor es an irgendwelche Zahlen und Daten geht: Auspacken, Reinbeißen. Prima Test, beide sind lecker. Die nach EU-Zeichen kontrollierten sind etwas kleiner (15 Stück für insgesamt 130 g) als die von Bahlsen (12 Stück für 166 Gramm). Außerdem haben die Bahlsen auch mehr Schokolade draufgepackt. Solange man nicht abnehmen möchte (und wer isst schon Schoko-Kekse, wenn er abnehmen möchte?) hat das durchaus seinen Reiz.

BioBio und LeibnizDie Bahlsen schneiden auch in anderer Beziehung besser ab: Der Keks kommt mir knuspriger vor, die Schokolade ist härter. Die BioBio Variante ist in der Zutatenliste fast identisch, nur eben mit Bio-Zutaten. Der Anteil der Vollmilchschokolade ist aber hier nur 48 %, bei Bahlsen sind es 66 %. Psychologisch vielleicht etwas ungeschickt: Ausgerechnet BioBio benennt die Backtriebmittel mit den kryptischen E-Nummern (E503ii, E500ii) während Bahlsen Begriffe wie Natriumhydrogencarbonat und Dinatriumphosphat aufzählt.

Bahlsen versucht außerdem mit dem Öko-Test-Urteil „sehr gut“ zu punkten und das bezieht sich auf Inhaltsstoffe und Verpackung. Die Qualitätsgarantie sagt: Ohne Zusatz von Konservierungsstoffen, künstlichen Aromen und Farbstoffen.

Fazit: Wer bei Plus einkauft tut sich und der Umwelt etwas Gutes, wenn er auch nach den BioBio-Keksen greift. Der Preisaufschlag auf rund das Doppelte (wenn man den 100-g-Preis zugrunde legt) ist happig und das Bahlsen-Produkt passt durchaus in die Kategorie „nicht bio aber trotzdem gut“.

Beide Marken bekommen übrigens noch einen Extrapunkt für gute und informative Websites: Bei Bahlsen (wo es auch noch die Varianten edelherb, Choco Banane und Vollmilch Diät gibt) stehen viele Infos auch zu Rohstoffen, Qualitätsgarantie, Herstellverfahren. BioBio ist zurückhaltender mit Detail-Infos zu den einzelnen Produkten, führt aber alle BioBio-Produkte mit Bild, Menge und Preisangabe (!) auf.

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