REWE Bio: Französischer Senf-Honig-Feige-Aufstrich

Senf-Honig-Feige BrotaufstrichZugegeben: Das klingt exotisch. Beim ersten Mal. Hat man sich mal dran gewöhnt, fällt einem auf, dass es diese Kombination inzwischen bei einigen Produkten gibt. Der REWE Bio-Aufstrich steht mit zwei anderen Varianten im Kühlregal (Tomate, Olive) und meine Auswahl wird dadurch erleichtert, dass auf den beiden anderen Sorten hinten die falschen Zutaten abgedruckt sind (die von Senf-Honig-Feige). Kann ja mal passieren…

Der Anstrich von Exklusivität dieses vegetarischen Brotaufstrichs schlägt nicht so sehr auf den Preis durch: 1,29 Euro für die 125-g-Schale scheint mir moderat. Und der Geschmackstest fällt positiv aus: Feiner Duft, guter Geschmack, die Konsistenz fast etwas dünn. „Mit Creme fraiche und Frischkäse“ ist vorne aufgedruckt, mit einem Fettanteil von nur 14 % wirkt sich das ganz positiv aus.

Die Zutatenliste ist etwas lang (weil auch alle Zutaten für Senf aufgeführt werden) aber unauffällig. Verdickungsmittel Guarkernmehl und Xanthan kommen zu den anderen, natürlichen Zutaten.

Fazit: Willkommene Abwechslung bei den Brotaufstrichen. Gute Qualität, feiner Geschmack, akzeptabler Preis.

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Bürger Bio-Schupfnudeln

Bürger Bio-Schupfnudeln

„Bubespitzle“ sagt der Schwabe dazu, Schupfnudeln ist die bereinigte badisch-hochdeutsche Fassung. Die schwäbische Alternative ließe sich auch schlecht auf die Packung drucken.

Nach meinem Bio-Maultaschen-Test, bei dem das Bürger-Bioprodukt ja gut abgeschnitten hat, sind mir jetzt weitere Bürger-Bio-Produkte ins Auge gestochen. Schupfnudeln werden im Badischen bei jedem Fest in großer Menge serviert, meistens mit Sauerkraut. Im Großhandel gibts die fertige Schupfnudel-Speck-Sauerkraut-Mischung in großen Säcken. Ich meide das immer.

Selbstgemachte Schupfnudeln dagegen haben bei mir einen hohen Stellenwert: Mit selbstgemachten Nudeln und Maultaschen gehören sie zu den Klassikern der badisch-schwäbischen Sonntagsküche. Können diese im 500g-Päckchen für 2,59 Euro mithalten?

SchupfnudelpfanneDie Zubereitung ist einfach: In der Pfanne müssen sie etwas angebräunt und aufgewärmt werden. Statt Sauerkraut gibts eine Sommer-Variante mit Zucchini und Hackfleisch, Tomaten und Tomaten-Passata, alles einzeln angebraten und ggf. gewürzt, nachher in einer großen Pfanne zusammengerührt.

Der Vorab-Test der Solo-Schupfnudeln: Geschmacklich und von der Konsistenz können die Bio-Schupfnudeln gut bestehen. Im Zusammenspiel mit den anderen Zutaten geht diese Qualität ja fast ein bißchen unter. Das Bio-Produkt zu einem echten Alltagspreis ist eine gute Alternative.

Die Zutatenliste: Kartoffeln, Weizenmehl, Vollei, Meersalz. Verdickungsmittel Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl, Gewürzextrakt, Sonnenblumenöl.

Mein Fazit: Wenn es fertige Schupfnudeln sein sollen, dann die Bio-Schupfnudeln. Anders als beim Solo-Produkt Maultaschen ist dies hier eine von mehreren Zutaten, auch verwöhnte Schwaben können damit gut leben.

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2006er Tempranillo La Mancha Biovin

Biowin Tempranillo

Bio-Rotwein aus dem Supermarkt: Der Biovin Tempranillo La Mancha (Denominacion de Origen) trägt ganz groß das sechseckige Bio-Zeichen nach EG-Öko-Verordnung. Und kostet 3,99 Euro pro 0,75-l-Flasche. Mich kostet er noch mehr: Überwindung. Ich trinke gerne vorzugsweise deutsche Bioweine. Die badischen Spätburgunder zählen zu meinen Favoriten und kratzen immer häufiger an der 10-Euro-Marke. Klar gibts auch noch teuerere, aber für den Alltag ist das meine Grenze.

Für 3,99 Euro, und dann noch aus Spanien? Gleich vorneweg: Er hat mich nicht enttäuscht. Auch wenn die Aufmachung eher schlicht ist (simples Etikett, billiger Korken) hat der Wein das Zeug, einer meiner Sommer-Favoriten zu werden. Kräftig und fruchtig im Geschmack, dennoch nicht gerbstoffreich oder allzu tanninhaltig. Eher samtig und kompakt.

Die Tempranillo-Rebe ist die Hauptsorte in La Rioja. Man vermutet, dass sie vom Spätburgunder abstammt, vielleicht trifft sie deshalb auf Anhieb meinen Geschmack. In Castilla-La Mancha, woher dieser Wein kommt, heißt sie auch Cencibel. Abgefüllt wurde der Bio-Wein von Biovin im badischen Heitersheim.

Der Wein ist in mehreren Supermärkten bei uns vertreten, meiner stammt aus einem Edeka-Markt, wo Biovin-Erzeugnisse in großer Zahl vertreten waren.

Fazit: Leckerer, sehr preiswerter spanischer Sommerwein, von dem ich sagen würde, dass er dem „deutschen“ Geschmack sehr entgegen kommt. Als kräftiger Wein verlangt er nach kräftigen Speisen: Dunkles Fleisch, alles was gut gewürzt ist und Käse passt hervorragend. Und bei diesem Preis spricht nichts gegen einen kleinen Vorrat.

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Maggi Bio-Strauch-Tomatensuppe

Maggi TomatensuppeTütensuppe? Bio? Naja, wenn der Testschmecker-Kollege Lars sich da dran getraut hat, dann will ich nicht nachstehen. Maggi Naturpur Strauch-Tomatensuppe. Zwei Teller soll das Päckchen hergeben, 1,29 Euro ist der Preis.

Vorne auf der Packung: 100% Geschmack natürlich ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe. Hinten auf der Packung: Hefeextrakt, Säuerungsmittel Citronensäure. Weißte Bescheid.

Ich verzichte auf die empfohlene Variante „Spanische Tomatensuppe“. Ganz klassisch: Beutelinhalt in 500 ml kaltes Wasser einrühren, 5 Minuten kochen fertig. Schmeckt wie, naja, Tütensuppe eben. Der Nestlé-Konzern, zu dem das Singener Maggi-Unternehmen gehört, hat da sicher lange dran gefeilt. Und ich will die geknechteten Werktätigen nicht frustrieren, die spät abends nach Hause kommen und gerade noch die Kraft haben, immerhin eine Bio-Tütensuppe anzurühren. Mit wirklicher Tomatensuppe hat das aber nach meinem Geschmacksempfinden nur wenig zu tun. Immerhin schwimmen ein paar Tomatenstückchen drin.

Maggie TomatensuppeDie Zutatenliste nennt neben Tomatenpulver auch Weizenmehl, Stärke, Salz, Sahnepulver, Maltrodextrin, Tomaten, Zwiebeln, Kräuter, Gewürze, Sonnenblumenöl, Hefeextrakt, Säuerungsmittel Citronensäure [Spuren: Eier, Sellerie, Senf, Lupine].

Mein Fazit: Kann man sich als Notlösung zuhause hinlegen und wenn man dringend was Warmes braucht ist das schnell gemacht. Die Betonung liegt auf Notlösung…

Von geschmacklich ganz toller Qualität sind übrigens in den meisten Fällen die passierten Tomaten, die es im Supermarkt in Glasflaschen mit 700 g gibt. Zum Beispiel REWE Bio. Zutaten: Tomaten, Meersalz. Eignen sich auch für Pizzas und sollen hier bald näher vorgestellt werden. Rudimentäre Grundkenntnisse des Kochens genügen, um daraus eine Tomatensuppe zu machen, die nach Tomaten schmeckt.

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Sommerdrinks 3: Romina Eiszeit Quell Bio-Apfel und Apfel-Kirsch-Holunder

Bio-Schorle

Noch ein weiterer Versuch zur Bio-Apfelschorle, und um es gleich zu sagen: Er hat sich gelohnt. In meinem REWE-Markt standen sie dicht beieinander: Eiszeit-Quell + Bio-Apfel und + Bio-Apfel-Kirsch-Holunder. Beide in der wiederverwertbaren PET-Cycle Pfandflasche, 1 Liter für 1,09 Euro. Das +Zeichen soll wohl bedeuten: Quell+Saft=Schorle.

Der Schwabe in mir errechnet bei einem Fruchtanteil von 55 % im Apfelsaft gleich einen Literpreis von rund zwei Euro für den Bio-Apfelsaft-Anteil. Familienvater und Haushaltsvorstand (zwei weitere Persönlichkeitsanteile) nicken das ab: Passt schon. Und ein bisschen Abwechslung ist immer gut.

Bio-Schorle im GlasIm Glas überzeugt mich vor allem die Apfelsaft-Schorle: Geschmacklich einwandfrei: Aromatisch, nicht zu süß, die notwendige Säure als Durstlöscher ist auch da. Und auch die Zutatenliste ist endlich mal so, wie ich mir das wünsche: Bei einem Fruchtgehalt von 55% ist nix weiter drin als Mineralwasser, Bio-Apfelsaftkonzentrat, Kohlensäure.

Na also, geht doch: Guter Geschmack, vernünftiger Preis, saubere Zutaten, PET-Pfandflasche.

Auch die Apfel-Kirsch-Holunder-Variante schmeckt gut, ist aber nicht mein persönlicher Favorit. Liegt vielleicht auch an mir, ich bin kein Fan von solchen Mehrfrucht-Mixturen. Die Apfelschorle wirbt: „Ohne Zuckerzusatz, ohne Aromastoffe, ohne Konservierungsmittel“. Die Mehrfrucht-Variante: „kalorienarm, ohne Zuckerzusatz, ohne Konservierungsmittel.“ Aha.

Obwohl auch diese Fruchtsaft-Schorle diese geschmacklich in Ordnung ist, fällt die Zutatenliste schon länger aus: Klar, alle Fruchtarten sind dabei, aber jetzt eben auch natürliches Aroma.

Fazit: So einfache Sachen wie eine gute Bio-Apfel-Schorle beherrschen nicht viele. Die Romina Mineralbrunnen GmbH in Reutlingen hat’s aber hinbekommen. Und auch die Bio-Apfel-Kirsch-Holunder-Schorle ist in Ordnung. Zwei empfehlenswerte Bio-Getränke.

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REWE Bio Leberwurst und Schinkenwurst

Rewe Bio Wurst

Eingefleischte Bio-Fans wissen es: Bio-Wurst und Bio-Fleisch reißen in der Regel ein größeres Loch in die Kasse. Andere Bio-Ware gibt es mittlerweile mit moderaten Preisaufschlägen. Aber eine artgerechte Tierhaltung, die Voraussetzung für Bio-Fleisch, scheint doch wesentlich teurer zu sein. Was ja auch ein erhellendes Licht auf die Verhältnisse der konventionellen Tierhaltung wirft…

Eine Dose mit 200 g REWE Bio Leberwurst oder Schinkenwurst schlägt mit 1,99 Euro zu Buche. Das scheint ein moderater Preis. Leberwurst gehört normalerweise nicht zu meinen Favoriten, aber erstens ist der Preis günstig und zweitens kann ich dann besser vergleichen.

REWE Bio LeberwurstDie Verkostung wird dann auch die Überraschung: Beide Sorten sind von Konsistenz, Farbe und vor allem Geschmack sehr gut. Wer Bio-Wurst als etwas gräuliche Erscheinung im Vergleich zur konventionellen Wurst kennt, ist angenehm überrascht. Die Schinkenwurst verträgt sich gut mit einem weißen oder halbweißen Brot, die Leberwurst verlangt nach einem kräftigeren Roggenbrot oder Vollkornbrot.

Geschmacklich ist die Leberwurst mein Favorit. Dass sie etwas salziger schmeckt mag an mir liegen, mir kommt das bei fast allen Leberwürsten so vor. Eine oft gehörte Warnung bei Leberwurst: Da ist alles drin. Und vor allem viel Fett. Ein Blick auf die Zutatenliste der Bio-Leberwurst nennt aber genau vier Anteile: Schweinefleisch (75%), Schweineleber (20%), Meersalz, Gewürze. So muss das sein: Viel Geschmack, wenige gute Zutaten.

Die Schinkenwurst, die vom Geschmack her auch nichts zu wünschen übrig lässt, hat da schon mehr auf der Zutatenliste: Schweine- und Rindfleisch, Trinkwasser, Meersalz, jodiertes Speisesalz, Gewürze, Würze, Milcheiweiß, Stabilisator Trinatriumcitrat, Antioxidationsmittel Ascorbinsäure, Konservierungsstoff Natiumnitrit.

Damit ist das Ergebnis für mich klar: Die Bio Leberwurst überzeugt mit Geschmack, Zutaten, Preis. Die Schinkenwurst geht auch, wird aber auch angesichts der Zutatenliste nicht mein Favorit.

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