checked4you.de: Nicht nur für junges Publikum interessant

Betont jugendlich kommt es daher, das Online-Magazin der Verbrauchermagazentrale Nordrhein-Westfalen. Die Zielgruppe ist eindeutig die jüngere Generation, der Themen-mix dementsprechend bunt. Aber in der Rubrik Sport und Körper gibts auch das Thema Ernährung. Und dort finden sich einige interessane Beiträge, zum Beispiel dieser über Aromastoffe.

Ernährungsinfos aus dem Netz und fertige Obstsalat-Snacks sind weitere Themen.

Sollte man also im Auge behalten. Ist kein richtiges Nachschlagewerk, aber eine Adresse wo man immer wieder gute Infos findet, auch zum Thema Bio.

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BioBio Müsliriegel Cranberry-Kirsch gegen Corny Schoko ohne Zucker

BioBio links, Corny rechts

Duell auf dem Schulhof: „Meiner ist bio.“ – „Dafür ist meiner ohne Zucker.“ Gleichstand, 1:1, zumindest aus Elternsicht. Der BioBio Müsliriegel mit Zartbitterschokolade in Geschmacksrichtung Cranberry-Kirsch kommt aus dem Plus-Supermarkt, 3 Riegel mit zusammen 120 g kosten 1,49 Euro. Der Schoko Corny free Müsliriegel ohne Zuckerzusatz im 10er-Pack liegt sinnigerweise gleich daneben, kostet mit insgesamt 250 g 2,29 Euro. Gut dass die 100-g-Preise jetzt meistens dabei stehen: 1,24 Euro für den Bio-Riegel, 0,92 Euro für den konventionellen.

BioBio Müsliriegel und CornyGeschmacklich sind sich beide sehr ähnlich. Von der Konsistenz her ist der Bio-Riegel sehr locker, zerbröselt auch schon mal in der Hand. Außerdem schmeckt man etwas die Kokosflocken durch (nicht jeder mag Kokos). Dafür hat er die feinere, dunkle Zartbitter-Schokolade. Der Corny ist fester, eher was zum Beißen, hat kleinere Stückchen, ist kompakter. Beide sind ziemlich klebrig.

Gesund ist das erst in zweiter Linie, in erster Linie ist es süß. Der Blick aufs Kleingedruckte verrät: Beim Bio-Riegel steht an erster Stelle Glukosesirup, beim Corny Maltitsirup. Klar, ist ja kein Zucker, insofern stimmt der Werbeaufdruck „ganz ohne Zusatz von Zucker hergestellt“. Maltitsirup ist ein Zuckeraustauschstoff (E965), ähnlich wie Sorbit. „Kann in größeren Mengen abführend wirken“, aber soviele Riegel schafft man wohl nicht.

Am Ende haben 100 g Corny wegen des Süßstoffs nur 328 kcal, der BioBio-Müsliriegel bringt es auf 460 kcal. Die Bio-Zutaten lesen sich unauffällig. Beim Corny sind dann doch noch 1,3 g Zucker drin, die von Natur aus halt in einem der Zutaten enthalten sind. Und es sind insgesamt vier E-Nummern sind aufgelistet, außerdem Aroma.

Mein Fazit: Beide sind zu süß um gesund zu sein, geschmacklich begeistern mich wederder BioBio Cranberry-Kirsch noch Cornys Schoko-Riegel. Der Preisunterschied hält sich in Grenzen, aber ein einfaches Stück guter Schokolade – bio oder auch nicht – macht mir mehr Spaß. Müssen ja nicht gleich 40 g sein, was einem Bio-Riegel entsprechen würde oder fast einer halben Tafel Schokolade. Gegen den Hunger was Handfestes, und was kleines Süßes hinterher, das ist mein Tipp, nicht nur für den Schulhof.

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BioBio Ciabatta-Brötchen: überzeugend frisch und knusprig

CiabattaBrot und Spiele, so muss derzeit das Motto lauten. Um mit den Spielerqualitäten der deutschen Elf mithalten zu können, sollte es aber schon Bio-Brot sein. Aus einem PLUS-Supermarkt habe ich vier BioBio Ciabatta Brötchen mitgebracht: 4 x 75 g für 0,99 Euro, zum selbst Aufbacken.

10 Minuten im vorgeheizten Umluft-Backofen bei 200 Grad – und herauskommen wirklich nahezu idealtypische Ciabatta-Brötchen: Sehr leckere Kruste, das Innere gut gewärmt und sehr locker, aber nicht zu aufgeblasen. Gute Teigstruktur ohne zu große Blasen oder Kompaktheit.

BioBio Ciabatta BrötchenVor allem die Kruste macht diese italienische Variante für mich zum Favoriten. Gute Haltbarkeit der eingeschweißten Brötchen, ein günstiger Preis und eine übersichtliche Zutatenliste empfehlen die italienischen Weizenbrötchen zumindest als Reservemannschaft für unvorhergesehene Ereignisse. Oder für Wochenend-Gäste, für die man nicht eigens selbst backen kann oder Bäckerware einfrieren will.

Neben Weizenmehl und Wasser stehen auf der Bio-Zutatenliste 1% natives Olivenöl extra, Salz, Hefe, Säuerungsmittel Milchsäure, Ethylakohol.

CiabattaIdeal für südländische Kombinationen wie hauchdünne Salami oder Mortadella, auch zum Salat lecker oder mit Käse und Oliven. Angenehm ist für mich vor allem die feine Kruste, die beim Baguette – gekauft, selbst -oder aufgebacken – manchmal etwas hart und / oder scharfkantig ausfällt. In meinen Augen durchaus empfehlenswert, wenn auch wegen der Verpackung und des Aufbackens nicht als Lösung für jeden Tag.

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www.das-ist-drin.de: Zahlen und Daten zu Lebensmitteln

Infoportal

Manche Sachen möchte man ja gar nicht so genau wissen. Was alles drin ist in einem Lebensmittel, das herauszufinden ist ja auch manchmal etwas schwieriger. Und bei Bio-Lebensmitteln vertraut man ja gerne auf das Bio-Siegel und begnügt sich damit, ohne das Kleingedruckte zu lesen.

Auf der anderen Seite: Manchmal ist man sehr daran interessiert, mehr über ein Produkt zu erfahren. Weil man es vielleicht nicht verträgt, weil man allergisch reagiert, weil es seltsam schmeckt… Und dann ist die Verpackung schon weg oder das wirklich sehr klein gedruckte auf der Packung nicht mehr lesbar. Noch besser ist es ja in jedem Fall, vor dem Kauf schon mal Infos einzuholen.

Dabei hilft www.das-ist-drin.de. Aufgelistet sind zunächst alle Inhaltsstoffe, wie sie auch auf der Packung stehen. Ergänzt wird das durch Nährwert-Angaben, Allergie-Infos und weitere Ernährungsinfos. Das Ganze geschieht zunächst ganz ohne Wertung, nur die Fakten zählen.

Praktisch ist das auch dann, wenn man Produkte vergleichen kann, die man in dieser Vielfalt gar nicht in „seinem“ laden vorfindet: Bei „Smoothies“ zum Beispiel, den neuen, konzentrierten Fruchtsäften werden 23 Produkte aufgelistet. Alleine schon die richtig Geschmacksrichtung und Kombination zu finden, kann dauern. Und der angegebene preis hilft ebenfalls bei Vor-Kauf-Entscheidung und Suche. In der Rubrik „Wissen“ gibts weitere wichtige Infos.

Dahinter steckt eine Bonner Agentur, die sich die Entwicklung internetbasierter Marketing-Strategien auf die Fahne geschrieben hat. Auch das dazu gehörige Blog legt nahe, dass eher eine Werbestrategie hinter dem ganzen Projekt steht. Aber solange die Fakten stimmen muss das Angebot ja auch nicht mit einer Wertung oder Kritik verbunden sein. Als Infoportal ist diese Datenbank erst mal eine gute Sache, finde ich.

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Sommerdrinks 1: BioBio Grüntee-Lassi gegen Edeka Joghurtdrink Brombeer-Cassis

Joghurt-DrinksSommer, Sonne, Hitze – da brauchts natürlich einen guten Vorrat an Erfrischungen. Am liebsten biologisch und gut gekühlt. Aber weil auch der brävsten Familie mal der Sinn nach etwas anderem als Apfelschorle steht, hier in loser Folge ein paar Sommerdrinks, wie man sie fertig aus dem Supermarkt mit nach Hause (oder an den Baggersee) nehmen kann.

Zuerst begegnet ist mir Biobio Lassi in einem Plus-Markt: Das „Joghurtgetränk nach indischer Art“ mit Grüntee-Zitronen-Zubereitung ist der Hingucker im Kühlregal. Sieht schon erfrischend aus und ist mit 0,95 Euro für 250 g erschwinglich. Und weil ich keinen Lassi-Gegner – biologisch oder konventionell gefunden habe, der dagegen antreten könnte, habe ich ich mir bei Edeka den Bio-Joghurt-Drink besorgt. Geschmacksrichtung Brombeer-Cassis, nur 200 g für 0,69 Euro (und damit sogar noch etwas billiger im 100-g-Preis).

Gut gekühlt, frisch geschüttelt (soll man nach Packungsaufdruck) und zwecks Farbvergleich ins Glas geschüttet. Das Grüntee-Lassi ist erstaunlicherweise säuerlicher als der Brombeer Cassis-Drink, was sich aber leicht erklären lässt: 3% Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat helfen da nach und lassen die vergleichsweise säuerliche Brombeer-Frucht in diesem Vergleich eher mild erscheinen. Beide erweisen sich als gute Durstlöscher und angenehmes Mittel gegen sommerliche Hitze: Der milde cremige Geschmack und das feine Aroma lassen jedes Zuckerwasser dagegen verblassen. Und die praktische Form in der kleinen Flasche bzw. dem Joghurtbecher sind vielleicht ökologisch nicht optimal. Aber als kleine Erfrischung für unterwegs können beide locker mit jedem Eis konkurrieren, das in Bio-Qualität fast nicht zu bekommen ist und wesentlich kalorienreicher ist.

Joghurt-DrinksBeide Drinks beruhen auf einem milden Joghurt, das Brombeer-Getränk ist aus fettarmen Joghurt hergestellt und deswegen im Gesamt-Fettgehalt auch reduziert (1,2 g pro 100 g statt 2,6 beim Lassi). Die Zutatenliste überrascht kaum (Joghurt, Wasser, Zucker, Verdickungsmittel etc.). Nur beim Grüntee-Lassi mache ich noch 0,006 % Koffein aus (was aber wohl kaum Wirkung zeigen dürfte).

Ursprünglich wurden Lassi und andere asiatische Joghurtgetränke zu scharfen Speisen serviert. Im Gegensatz zu anderen Getränken soll es durch seinen Fettgehalt die Schärfe des Essens nicht verstärken, auch für die Verdauung sollen die Joghurtdrinks gut sein. Bei uns dominiert sicher die Verwendung als Erfrischungsgetränk zwischendurch und da punkten beide. Der Preisunterschied ist nicht besonders groß, der Preis für eine Erfrischung zwischendurch ist auch zu verschmerzen. Wer also unter der Hitze leidet, der findet im nächsten Plus oder Edeka Linderung: biologisch, erfrischend und halbwegs preiswert.

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abgespeist.de: Von aufgetischten Werbelügen

abgespeist.de

„Abgespeist – denn Etiketten lügen wie gedruckt“. Das ist Thema und Titel der Website, die von Foodwatch ins Leben gerufen wurde. Und genauso gibt sie sich auch: Kämpferisch, aufklärerisch, plakativ. Dahinter steckt Thilo Bode, der in der grünen Szene, bei Verbraucherschützern und Lebensmittelexperten kein Unbekannter ist.

Pfiffig an der Website finde ich Technik und Darstellung, die hier zum Einsatz kommen. Wie oft lesen wir aufklärerische Texte, gedruckt oder im Internet, und wünschen uns nichts mehr, als dass der Autor die Sache allmählich auf den Punkt bringt. In der Flash-Darstellung kann man die wichtigsten Punkte anklicken, in denen Dichtung und Wahrheit aufeinandertreffen.

Mit dem Klick zu „Kompaktinfo“ kommt man zu einer ausführlicheren Darstellung und natürlich darf auch der Email-Button nicht fehlen, mit dem man dem Hersteller seine Meinung sagen soll.

Derzeit ist das Informationsangebot mit neun Artikel noch nicht so üppig. Aber die gründliche Aufarbeitung und die gute Darstellung rechtfertigen das. Schließlich werden die Autoren auch mit den Herstellern noch manchen Strauß auszufechten haben.

Man kann sich mit einem Newsletter auf dem Laufenden halten lassen, die Seite per Mausklick weiter empfehlen oder auch selbst ein Produkt vorschlagen.

Alles in allem eine gute Sache, hinter der viel Aufwand steckt und ziemlich sicher auch vergleichsweise viel Unterstützung. Der Ansatz, Werbelügen anzuprangern ist gut, der Weg schwieriger als die Beschreibung der positiven Beispiele. Auf Erfolgserlebnisse – sprich: Korrekturen der Hersteller – dürften die Autoren sicher lange warten, aber – und das ist gut für uns Verbraucher – das scheint ihnen wenig auszumachen.

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