Spargel-Risotto mit Lachs

Spargel-Risotto mit Lachs: Gute Geschmacks-Kombination, rasche Zubereitung.

Spargel-Risotto mit Lachs: Gute Geschmacks-Kombination, rasche Zubereitung.

Spargel-Risotto ist für mich eine Ausnahme unter den selbst gemachten Spargel-Gerichten. Denn normalerweise dulde ich neben dem Spargel keine weitere Haupt-Zutat. Wahrscheinlich ist das Gemüse alleine einfach schon zu gut. Alle Gerichte mit Spargel und Fleisch haben bei mir deswegen schlechte Chancen. Das Spargel-Risotto mit Lachs ist eigentlich nur deswegen wohl gelitten, weil der Lachs eher dezent und in kleinen Häppchen dazu kommt.

Spargel-Risotto: behutsame Mischung

Im Gegensatz zu Spargel Carbonara erfordert das Risotto etwas mehr Fingerspitzengefühl. Zwar könnte man auch hier wie bei der Spaghetti-Kombination beides zusammen garen. Durch das lange Rühren aber besteht allerdings die Gefahr, dass die weißen und grünen Spargel-Stangen beschädigt werden. Und so werden es dann doch drei Behältnisse, mit denen man geschirren muss: Pfanne oder Dampf-Einsatz für das Lachsfilet, eine emaillierte Pfanne fürs Risotto und ein großer Topf mit kochendem Wasser für die Spargelstücke.

Die Zutaten:

  • 1 Tasse Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli, die sind bei uns gut erhältlich)
  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Parmesan
  • 2-4 EL Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kg Spargel, weiß und grün gemischt
  • etwa 250 g Lachsfilet, auch TK

Die Zubereitung

Auch mit drei Kochstellen bleibt die Zubereitung des Spargel-Risotto übersichtlich. Wir beginnen mit dem Lachs, der schon gekocht sein sollte. Entweder in einem Dampfeinsatz garen (geht auch prima im Schnellkochtopf). Oder klein geschnitten mit etwas Öl in der Pfanne anbraten.

Auch die Spargel-Stücke kann man schon vorbereiten. Der weiße Spargel wird geschält und in kleine Stücke geschnitten. Dann kommt er ins kochende Salzwasser, zu dem wir auch ein Stück Butter und etwas Zucker geben. Der grüne Spargel muss normalerweise nicht geschält werden, nur die Enden werden großzügig entfernt. Der grüne kommt mit fünf Minuten Verzögerung zum weißen in den Kochtopf. Nach etwa 10 Minuten sollten beide gar und bissfest sein. Am besten dann auch herausnehmen, damit sie nicht weiter garen.

Der Risotto braucht insgesamt am längsten (etwa 20 Minuten). Zur Halbzeit stoßen Lachs und Spargel und noch einige andere Zutaten hinzu. In etwas Öl zwei klein geschnittene Frühlingszwiebeln andünsten, eine Tasse Reis dazu geben, mit Gemüsebrühe ablöschen. Nun wird immer dann, wenn die Flüssigkeit fast verbraucht ist und die Reiskörner etwas am Boden der Pfanne anhaften, Gemüsebrühe hinzugegeben. (deswegen brauchts hier keine beschichtete Pfanne.)

Erst zum Ende hin vermischen

Das geht so für etwa 15 Minuten. Dann kommen 2 EL Parmesan hinzu 2 EL Butter, noch einmal Gemüsebrühe und schließlich auch die Lachs- und Spargelstückchen. Von nun an das Spargel-Risotto nur noch sehr behutsam gewendet. Es kommt nur darauf an, dass nun beides vermengt wird und sich die Aromen vermischen. Ich gebe zum Schluss statt Gemüsebrühe auch gerne einen Schluck Weißwein hinzu. Evt. mit Salz und Pfeffer würzen.

Ich weiß, dass die Parmesan-Zugabe umstritten ist. Kann man also machen, muss man aber nicht.

Wer variieren möchte, der kann natürlich auch Shrimps /Garnelen / Prawns nehmen statt des Lachs. Einen anderen Fisch als Lachs halte ich für schwierig, weil die Lachs-Stücke doch ziemlich fest sind und beim Rühren nicht zermatscht werden. Außerdem ist Tiefkühl-Lachs ganzjährig gut und preiswert erhältlich.

Dazu passt ein herber trockener Weißwein,  wie man ihn auch zu einem Fischgericht servieren würde. Am liebsten ein Wein mit etwas mehr Säure, ein trockener Weißburgunder zum Beispiel.

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Instagram Stories – nur schauen, selber nutzen oder ignorieren?

Mein Favorit für die Stories: In Apples Camera-Amm im Hochformat aufnehmen - und evt. in FCPX nachbearbeiten.

Mein Favorit für die Stories: In Apples Camera-App im Hochformat aufnehmen – und evt. in FCPX nachbearbeiten. 

Instagram Stories sind schon länger verfügbar und finden immer mehr Anhänger. Und es finden sich auch immer mehr, die dort ihre Stories hochladen und auf gute Resonanz hoffen. Wer auf Instagram gute Food-Fotos postet, dem stellen sich vor allem zwei Fragen: Lohnt es sich, dort meine Fotos einzustellen oder verpulvere ich damit gutes Bildmaterial, das nur 24 Stunden gezeigt wird? Und lohnt sich der Aufwand mit kleinen Videos, die ja auch innerhalb von 24 Stunden „produziert” werden müssen und dann ebenfalls nur 24 Stunden sichtbar sind?

Instagram Stories mit wenig Aufwand: Foto-Stories

Wer sich durch die Stories wischt bleibt entweder an sehr guten Fotos hängen (die sind eher selten) oder an guten Videos. Die Bilder, die hier gezeigt werden, haben es normalerweise einfach nicht in den Feed geschafft. Oder es sind von vorne herein nur Schnappschüsse, bei denen die Qualität keine große Rolle spielt. Wer also bei den Stories mit Fotos punkten will, der hat gute Chancen: wenn er eine Serie guter Fotos hat, die eine Geschichte erzählen. Entscheidend ist der Serien-Charakter.

Aufwändige einzelne Food-Fotos sind im Feed nach meiner Meinung besser aufgehoben. Aber wenn man es schafft, eine Geschichte zu erzählen, findet man sein Publikum. Im Food-Bereich kann das zum Beispiel, die Zubereitung es Gerichts sein. Oder Küchenalltag vom Einkauf über Zubereitung bis hin zu einer gemeinsamen Mahlzeit.

Der Nachteil: Um später auch ein formatfüllendes aus aussagekräftiges Bild zu haben, sollte man im gleich Hochformat fotografieren. Spätere Ausschnitte sind meist nicht so treffsicher. Das bedeutet meist einen ständigen Wechsel von Hoch- zu Querformat.

Mit der Nutzung von Later ist es zumindest möglich, die 24 Stunden-Frist für das Aufnahmedatum zu umgehen, da die hochgeladenen Bilder wohl einen neuen Zeitstempel bekommen. Man kann also seine Fotos in Photoshop oder Lightroom aufbereiten, und dann erst hochladen. Mit Videos funktioniert das bei later.com übrigens derzeit nur mit einem kostenpflichtigen Account. Als Alternative bleibt, den Zeitstempel  durch ein Zusatzprogramm zu beeinflussen, das die EXIF-Daten der Aufnahme ändert.

Videos: mehr Aufwand, weniger Einfluss aufs Ergebnis

Auch das Aneinanderreihen von kleinen Videos mit maximal 15 Sekunden gehorcht diesen Regeln: gute Serie, gute Geschichte. Während man sich beim Fotografieren oft schon einen Workflow erarbeitet hat mit einer Bildbearbeitungs-Software, wollen die meisten Fotografen diesen Aufwand für Videos vermeiden. Obwohl man auch mit Premier und FCPX Hochformat-Videos bearbeiten kann.

Generell tut man sich etwas leichter, wenn man…

  • … von vorneherein kurze Videoschnipsel produziert; denn Schneiden auf dem Handy ist oft schwierig.
  • … Bewegung in die Clips bringt – aber sehr langsam; rasche Schwenks oder wacklige Lauf-Aufnahmen sind eher anstrengend und auf eine Korrektur in der Video-Software will man meistens verzichten, um seine Aufnahmen schnell zu veröffentlichen.
  • … die Reihenfolge von vorneherein festlegt. gerade bei mehreren Clips ist das wichtig, weil sich diese Reihenfolge später nicht mehr ändern lässt. Man müsste alle Clips löschen und in neuer Reihenfolge hochladen.

Wer Beispiele eines Profis sehen will: Jesse Driftwood betreibt das nmit den Videos für Instagram-Stories sehr intensiv. Er stellt jeden Tag aufwändig produzierte und bearbeitete Clips in seine Story-Line. In einem Video von Peter McKinnon wird das ganz gut gezeigt.

Mein Fazit

Der Aufwand lohnt, denn die Nachfrage nach Stories und Videos ist sehr groß. Kleine Geschichten ziehen Publikum an, egal ob als Foto-Serie oder noch besser als Video-Serie. Und wer mit guten Fotos kein Wachstum seines Accounts mehr erreichen kann, der sollte es hier probieren. Wie so oft gilt: Wer etwas mehr Aufwand treibt, wird auch belohnt.

 

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Scones: Teatime mit Clotted Cream (Ersatz)

Scones mit Clotted Cream (oder einem Ersatz) und Erdbeer-Marmelade: ein Sommer-Hit.

Scones mit Clotted Cream (oder einem Ersatz) und Erdbeer-Marmelade: ein Sommer-Hit.

Ich liebe Scones. Und ich verstehe den Spott über das Essen der Engländer nicht. Sie haben die Teatime erfunden, und die Scones. Sie haben Clotted Cream und Cornish Pasties und tolle Sandwiches. Dabei sind alleine schon die Scones eine Auszeichnung wert. Noch lauwarm, frisch aus dem Ofen,mit Clotted Cream und Erdbeer-Marmelade –  das braucht sich auch vor einer deutsche Kaffee-Tafel nicht verstecken. (auch wenn aus mir kein Tee-Trinker mehr wird, und ich zur Teatime einen guten Kaffee bevorzuge.)

Tipp: Besser bei kleinem Haushalt nur die halbe Rezeptmenge verwenden.

Tipp: Besser bei kleinem Haushalt nur die halbe Rezeptmenge verwenden.

Scones – in zweierlei Hinsicht genial

Gäbe es die Scones nicht schon, man müsste sie erfinden. Ein Teig mit den einfachsten Zutaten und Backpulver statt Hefe. Keine Diskussionen um Warte- und Verarbeitungszeiten, Zimmertemperatur oder nicht. Wer um drei Uhr nachmittags Appetit auf frische Scones verspürt, liegt noch gut in der Zeit. Und kann pünktlich um vier Uhr seinen Kaffee aufsetzen.

Den Vorteilen – einfachste Zutaten und schnelle Zubereitung – steht als Nachteil allerhöchstens entgegen, dass eben Weißmehl und Zucker dominieren. Aber wer sich vernünftig und abwechslungsreich ernährt, der kann sich im Sommer einen frischen Erdbeerkuchen mit Sahne ebenso gut gönnen wie Scones mit Clotted Cream. Wobei letztere hierzulande schwer erhältlich ist und deswegen eine höhere Hürde bildet. Aber auch dafür gibts eine Lösung, doch der Reihe nach.

Fixe Teigbereitung: Nach wenigen Minuten können die Scones-Rohlinge in den Ofen - für gerade mal 15 Minuten.

Fixe Teigbereitung: Nach wenigen Minuten können die Scones-Rohlinge in den Ofen – für gerade mal 15 Minuten.

Zutaten für Scones

In unserem Zwei-Personen-Haushalt sind Scones nach diesem Rezept zwar sehr beliebt, aber von der Menge her etwas zu üppig. Man kann den Rest einfrieren oder von vorneherein zum Beispiel die Hälfte machen. Die meisten klassischen Rezepte gehen mit weniger Butter und Milch, dafür ohne Eier.

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Esslöffel Zucker
  • etwas Salz
  • 2 Eier
  • 120 Gramm Butter
  • 250 Gramm Vollmilchjoghurt
  • 1 Eigelb und etwas Wasser
Fertig: außen leicht braun, innen locker und fluffig.

Fertig: außen leicht braun, innen locker und fluffig.

Die fixe Zubereitung

Was soll ich sagen? Einfach alles zusammen rühren? Fast. Das Eigelb mit Wasser heben wir uns auf. Der Teig aus den restlichen Zuataten wird ausgerollt, etwa zwei bis drei Zentimeter stark. Dann sticht man mit einem Glas runde Formen aus. Die Reste wieder vermengen, ausrollen, ausstechen, bis man das letzte Scone von Hand formt.

Eigelb mit Wasser vermischen und die Scones auf dem Backbleich großzügig bestreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Umluft etwa 15 Minuten backen, abkühlen lassen.

Der Clotted Cream Ersatz

Was wären Scones ohne Clotted Cream? In Deutschland bleiben einige wenige Versender, wo man diese Cream bekommen kann. Gute Tipps zum selber machen habe ich nach dem Lesen des ersten Schrittes (Sahne acht bis zwölf Stunden im Backofen erwärmen) verworfen.

Allerdings findet man auch einige Anleitungen im Netz für einen Clotted-Cream-Ersatz. ich habe das aufs wesentliche reduziert und vermische Mascarpone mit etwas Sahne, bis die Konsistenz zäh, aber streichfähig ist. Ohne Zucker, Aromen, Gewürze.

Bleibt nur noch die Frage zu klären, ob man Scone mit Clotted Cream und Erdbeer-Marmelade klassisch englisch genießt (zuerst die Marmelade aufs aufgeschnitten Scone, dann die Clotted Cream) oder deutsch nach Art des Marmelade-Brötchens. Aber das kann man nun wirklich nicht als Problem beschreiben. Näher ans Original kommt man hierzulande wohl kaum.

 

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Food-Fotos mit Graufiltern / ND-Fadern

Schärfentiefe: Ist sie gering, wird das Hauptmotiv hervorgehoben. Ergibt sich bei offener Blende und / oder langer Brennweite und ist gut für Food-Fotos.

Schärfentiefe: Ist sie gering, wird das Hauptmotiv hervorgehoben. Ergibt sich bei offener Blende und / oder langer Brennweite und ist gut für Food-Fotos.

Food-Fotos leben wie alle anderen Fotos vom richtigen Licht. Aber wann ist das Licht schon richtig? Meistens ist es zu dunkel, oft zu kontrastreich. Und wenn man denn mal ins Freie geht, ist es einfach zu hell – was für Fotografen schon eine ziemlich paradoxe Situation ist. Aber egal was man tut, die Schärfentiefe ist unbefriedigend. Auf den Food-Fotos ist alles ist scharf von vorne bis hinten. Und es gelingt einfach nicht, ein Motiv freizustellen, wie es bei offener Blende ja automatisch geschieht.

Bokeh bezeichnet den unscharfen, verschwommenen Teil des Bildes.

Bokeh bezeichnet den unscharfen, verschwommenen Teil des Bildes.

Food-Fotos brauchen Tiefe

Solange wir in unserer etwas lichtärmeren Küche werkeln, ist das mit der offenen Blende kein Problem. Blende 1.7 oder 2.0 bei einem Normalobjektiv, das reicht schon aus, um den Hintergrund unserer Food-Fotos etwas verschwommen erscheinen zu lassen und ein schönes Bokeh zu erzeugen. Etwas kniffliger kann es werden, wenn wir keine Festbrennweite mit 50 oder 35 mm für eine DSLR haben, sondern ein Kit-Objektiv verwenden. Die Zoom-Objektive decken normalerweise einen Bereich von etwa 35 mm Brennweite bis 70 mm ab (auf Kleinbild umgerechnet). Aber ihre Lichtstärke beginnt bei etwa Blende 4. In Zusammenhang mit der Weitwinkel-Einstellung sorgt das manchmal schon dafür, dass fast alles auf dem Bild gleichermaßen scharf ist.

Tele-Einstellungen können helfen

Nun gibt es neben der offenen Blende noch eine weitere Möglichkeit, eine geringere Schärfentiefe zu erzeugen: Bei längerer Brennweite schmilzt der Schärfebereich ebenfalls zusammen, was für Food-Fotos durchaus hilfreich ist. Auch wenn man kein 200-mm-Objektiv sein eigen nennt, genügt oft schon die Tele-Einstellung des Zooms. Der Nachteil einer langen Brennweite ist oft, dass man die Verschlusszeit verkürzen muss, um Verwackler zu vermeiden. Im Freien dürfte das kein Problem sein, weil wir eher zu viel Licht haben und die Verschlusszeit also beruhigt verkürzen können.

Groß und teuer: Tiffen-Filter mit großem Durchmesser und bester Bildqualität.

Groß und teuer: Tiffen-Filter mit großem Durchmesser und bester Bildqualität.

Weniger Licht durch ND-Filter

Graufilter beheben das Problem an einer anderen Stelle. Sie sorgen einfach für weniger Licht. Einfache Graufilter nehmen gerade mal eine Blendenstufe weg, so dass man vielleicht von Blende 5,6 auf Blende 4 kommt. Je weiter wir in Richtung offener Blende kommen, desto geringer die Schärfentiefe.

Die genaue Bezeichnung für diese Graufilter lautet Neutraldichtefilter und der übliche Bereich, in dem sie das Licht reduzieren reicht von ND2 bis ND400, also von einer bis zu etwa acht oder neuen Blendenstufen. Und weil die Farben bei einem guten Filter von dieser Verdunkelung nicht betroffen sind, können wir den Lichteinfall reduzieren und die Blende öffnen. Im Idealfall reicht das, um auch im Freien und bei strahlendem Sonnenschein mit offener Blende fotografieren zu können.

Viel hilft viel und so ist bei strahlender Sonne ein wesentlich dunklerer Graufilter besser. Noch besser ist freilich ein stufenlos verstellbarer Graufilter, der diesen Bereich stufenlos abdeckt.

Klein und billig: ND-Fader für Kompaktkamera mit 43 mm Durchmesser.

Klein und billig: ND-Fader für Kompaktkamera mit 43 mm Durchmesser.

Die Filter gibt es in allen Filtergrößen (also auch für kompaktere Kameras) und allen Preisstufen. Eine häufige Kritik ist, dass sich die Bildqualität durch den ND-Fader verschlechtert. Das kann sein, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Qualkität eines billigen Filters nicht die Qualität eines guten Objektivs mit Festbrennweite erreicht.

Aber spielt das eine Rolle? Auch viele preiswerte ND-Fader liefern noch brauchbare Qualitäten und das zu einem günstigen Preis. Rezensionen im Internet sind aufschlussreich, aber oft nur bedingt aussagekräftig. So wird oft bemängelt, bei Verdunkelung des Graufilters sehe man nur noch ein dunkles Kreuz im Sucher. Bei meinen Fadern passiert das nur, wenn man den Filter über die markierten Einstellungen hinaus verstellt. Bleibe ich innerhalb der Minimum- und Maximum-Markierungen, gibts an der Qualität nichts zu meckern.

Weitere Einsatzgebiete

In Zeiten der digitalen vollautomatischen Kameras wissen nicht mehr alle um den Zusammenhang von Blende, Zeit und ISO-Werten. Ich will das an dieser Stelle auch nicht grundsätzlich erläutern, dazu gibts viele gute Erklärungen. Und einen kurzen Artikel im Journal darüber, dass man die ND Fader meistens auch gut bei Kompaktkameras einsetzen kann. Nur so viel: Wer die Lichtmenge reduziert, kann das wie oben beschrieben durch eine offenere Blende ausgleichen. Wer die Kamera auf ein Stativ montiert, kann diesen Ausgleich aber auch durch eine längere Verschlusszeit erzielen. Wer also Szenen mit verwischten Bewegungen festhalten will, zum Beispiel Autos, Fußgänger oder einen rauschen Bach, dem leistet ein Graufilter ebenfalls gute Dienste.

Und schließlich gelten diese Gesetzmäßigkeiten auch bei Video-Aufnahmen. Auch hier gilt, wer geringe Schärfentiefe bei Video-Aufnahmen zum Beispiel im Freien braucht, dem kommt durch die kleinen Licht-Schlucker-Filter ebenfalls zu Aufnahmen mit offener Blende.

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Fitnessuhr: Activity-Tracker, Pulsuhr oder GPS-Uhr?

Eine Fitnessuhr bietet je nach Modell sehr viele Daten und einen hohen Nutzwert. Die Auswertung erfolgt am besten am Smartphone oder Computer.

Eine Fitnessuhr bietet je nach Modell sehr viele Daten und einen hohen Nutzwert. Die Auswertung erfolgt am besten am Smartphone oder Computer.

Eine Fitnessuhr braucht fast niemand – aber jeder will eine haben. Warum? Sie sehen gut aus, heben das das Sportler-Image und das Selbstwertgefühl. Und sie liefern verlässliche Aussagen über mein Bewegungspensum. Also brauche ich vielleicht doch eine?

Fitnesstracker sind einfache Sportuhren mit Schrittzähler

Fitnesstracker sind einfache Sportuhren mit Schrittzähler (Beispiele – Links: Garmin vívofit 3, rechts: POLAR Activity Tracker Loop)

Ein Fitnesstracker ist meist der Anfang

Über Fitnessuhren und warum sie nützlich sind habe ich ja hier schon einmal geschrieben (Hilft ein Fitnesstracker, wenn ich regelmäßig Sport treiben möchte?). Aber Fitnesstracker als Kategorie für Sportuhren ist sozusagen die unterste Stufe. Die einfachsten Geräte sind schlichte Schrittzähler. Durch die Armbewegung erfassen sie, wenn wir laufen oder gehen. Aktivitäten wie Radfahren oder Schwimmen können die meisten Geräte nicht erfassen, wohl aber Wandern oder unser tägliches Geh-Pensum am Arbeitsplatz.

Das kann zu frustrierenden Erlebnissen führen. Startet man die Aufzeichnung einer Aktivität und schwimmt los, sind am Ende so gut wie keine Leistungen verzeichnet. Tragen wir den Tracker beim Radfahren und japsen an Steigungen nach Luft, der Puls bereits in astronomischen Höhen, piepst das freche Ding am Handgelenk. Denn diese Fitnessuhr hat längere Zeit keine Aktivitäten erfasst. „Beweg Dich endlich”, heißt das. Das ist nicht die Motivation, die wir gerade brauchen.

Wer um die Eigenheiten des Fitnesstrackers weiß, der kann aber ganz gut damit auskommen. In der Preisklasse zwischen 50 und 150 € sind sind die Armbänder erschwinglich. Die meisten sind so dezent, dass man sie auch als normale Armabanduhr benutzen kann.  Sie können auch Aussagen über die Qualität unseres Schlafes machen und viele haben eine lange Batterie- oder Akku-Laufzeit. Manche müssen aufgeladen werden, einige brauchen sogar erst nach einem Jahr eine neue Batterie.

Alle bieten aufgrund des kleinen Displays nicht die Bühne für unsere Sport-Daten, die wir uns wünschen. Zur Auswertung müssen die Daten auf eine App und damit auch ins Internet übertragen werden. Dort werden bei fast allen Herstellern zwar die gleichen Daten aufbereitet. Die Darstellungen werden ja nach eigenen Vorlieben aber unterschiedlich bewertet. Vor dem Kauf auch die App zu begutachten ist eine gute Idee, damit man sich später nicht über die Datenaufbereitung aufregen muss.

Die Herzfrequenzmessung erweitert das Spektrum einiger Fitnesstracker.

Die Herzfrequenzmessung erweitert das Spektrum einiger Fitnesstracker. (Beispiele – Links: Fitbit charge 2, rechts: Garmin vívosmart HR)

Pulsuhren

Einen Schritt weiter gehen die Pulsuhren. Sie sind nicht mehr nur schlichte Schrittzähler, sondern können wirklich alle Belastungen, unabhängig von der jeweiligen Sportart erkennen und auswerten. Die Herzfrequenz sagt mehr aus, als die Anzahl der Schritte, die zurückgelegte Strecke oder die Dauer einer einzelnen Aktivität.

Aber die Detailverliebtheit dieser Fitnessuhren hat ihren Preis. Die genauesten Messungen der Herzfrequenz geschehen mit einem Brustgurt. Von dort werden sie per Funk ans Gerät übertragen und aufgezeichnet. Wer das Tragen eines Brustgurtes noch nicht kennt, der sollte es ausprobieren. Die meisten Menschen akzeptieren den Brustgurt allenfalls fürs Laufen. Bei anderen Sportarten wie Schwimmen wird er oft als lästig empfunden. Und den ganzen Tag will ihn sowieso fast niemand tragen.

Eleganter ist die Lösung mit einer optischen Herzfrequenzmessung am Handgelenk. Hierzu sind auf der Rückseite der Uhr Sensoren verbaut, die allerdings nicht so genau arbeiten wie die eines Brustgurtes. Wer mit Ungenauigkeiten leben kann, der wird mit Daten rund um die Uhr belohnt. Der Sprint auf die U-Bahn ist genauso dabei wie das Treppensteigen im Büro oder das Radeln zur Arbeit.

Mehr Daten zu erfassen und zu bearbeiten braucht aber auch mehr Enrgie. Die Batterielaufzeiten sind deutlich geringer. Und weil hier eher Akkus statt Batterien verbaut werden, müssen diese Uhren an den Stecker. Hat man Glück, ist es ein Stecker, der auch zu anderen Geräten kompatibel ist. Noch besser, wenn dann die Akku-Laufzeit auch längere Aktivitäten erfasst, was aber nicht immer der Fall ist. In den einschlägigen Foren erfährt man schnell, welche Abweichungen es zwischen den Herstellerangaben und dem Praxis-Einsatz gibt.

Im Preisbereich von 100 bis 200 € gibt es eine gute Auswahl. Das Erscheinungsbild freilich orientiert sich meistens an den günstigeren Fitnesstrackern. Das bedeutet meistens Plastikarmband und kleine Displays. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis dürfte hier am besten sein.

GPS-Uhren bilden das obere Ende auf der Skala der Fitnessuhren.

GPS-Uhren bilden das obere Ende auf der Skala der Fitnessuhren. (Beispiele – Links: Polar M400 GPS-Laufuhr, rechts: Garmin fenix 3)

GPS-Uhren – die High-End-Klasse

Auch wenn die Vorstellung eines kleinen Navigationsgerätes auf den ersten Blick reizvoll erscheint. man muss das schon wollen, dass man auf dem kleinen Display einer GPS-Uhr seine Strecke verfolgt. Aber dieser Effekt ist ja gar nicht das Haupteinsatzgebiet. Vielmehr erlauben die erfassten Positionsdaten am Handgelenk später eine genauere Erfassung von Streckenlänge und meistens auch der Höhenmeter, die man absolviert hat. Und das ganz unabhängig davon, ob man radelt oder wandert, läuft oder schwimmt.

Kombiniert man dann noch die GPS-Daten mit den Kreislaufdaten der Herzfrequenzmessung, hat man schon sehr detaillierte Ergebnisse. In den meisten Fällen dürften dies aber auch deutlich mehr Daten sein, als wir sinnvoll nutzen können. Wer auf einen Triathlon trainiert, fünf Mal die Woche sportlich unterwegs ist und feste Trainingsziele hat, der ist mit den um die 500 € teuren GPS-Sportuhren gut bedient und kann alle Features nutzen. Alle anderen dürften schnell die Lust verlieren an einer intensiven Auswertung der Datenmengen. Dafür sehen diese Uhren auch am ehesten wie richtige Uhren aus machen optisch und imagemäßig was her.

Mein Fazit:

Als Läufer hat man die große Auswahl und bekommt bereits in der unteren Preisklasse mit den Fitnesstrackern aussagekräftige Werte. Wie immer bei Lifestyle-Produkten entscheidet aber hier meistens nicht der Kosten-Nutzen-Verhältnis, das bei den Trackern mit Herzfrequenzmessung wohl am besten ist. Meistens geht es vielen Besitzern auch um Marken, das Image eines Produktes und die Optik sowie technische Features, die man vielleicht nicht immer oder gar dringend braucht. Aber sie zu haben ist ja auch schon ein gutes Gefühl.

Wenn andere Sportarten im Vordergrund stehen, muss man nach den Spezialisten suchen. Fürs Radeln und Schwimmen sind Pulsuhren und GPS-Uhren notwendig. Fürs Golfen, Segeln und Klettern gibt es ein weiteres kleines Segment sehr spezialisierter Uhren. In jedem Fall hilft es, die Rezensionen aufmerksam zu lesen und sich in den einschlägigen Foren umzuhören, bevor man eine Kaufentscheidung trifft.

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Spargel Carbonara – die herzhafte Spargel-Variante

Spargel Carbonara - die schnelle Spargel-Variante.

Spargel Carbonara – die schnelle Spargel-Variante.

Wer sich Spargel Carbonara ausgedacht hat, der hat alles richtig gemacht. Denn manche Rezepte sind genial. Und andere sehr einfach. Dieses ist genial einfach. Die Zutaten sind einfach, die geforderten Fertigkeiten beschränken sich quasi aufs Spargel schälen. Und man braucht genau einen Kochtopf. Das Rezept sollte also in keiner Spargelsaison fehlen und ist geschmacklich wegen der kräftigen Noten von Speck und Käse eine Bereicherung der Spaergel-Variationen.

Eine weitere Variante für die kurze aber heftige Spargelsaison.

Eine weitere Variante für die kurze aber heftige Spargelsaison.

Spargel Carbonara – Die Zutaten

  • ein Pfund Spargel
  • 250 Gramm Spaghetti
  • drei Eigelb
  • 150 Gramm Speckwürfel
  • ein Becher Sahne (150 / 200 ml)
  • 3 EL geriebener Parmesan (und etwas zum Bestreuen)
  • Salz, Pfeffer, Öl

Die Zubereitung

So einfach, wie oben schon besprochen. Zuerst wird reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen gebracht. Währenddessen wird der Spargel geschält und in kleine Stücke geschnitten.

In das kochende Wasser kommen die Spaghetti. Und zeitgleich die Spargelstücke, etwas Salz, Zucker und Butter. Sinnigerweise werden Spargelstücke und Spaghetti in der gleichen Zeit gar, können gemeinsam abgegossen werden und und mit der Carbonara-Mischung vermengt werden.

In einem Becher mixt man Sahne mit drei Eigelb, würzt mit Salz und Pfeffer und gibt schließlich drei EL geriebenen Parmesan hinzu.

Genial: Spargelstücke und Spaghetti brauchen genau gleich lang.

Genial: Spargelstücke und Spaghetti brauchen genau gleich lang.

In einer beschichten Pfanne (besser: beschichteter Topf) wird der Speck angebraten. Hinzu kommen die abgegossenen Nudeln samt Spargelstücken sowie die Ei-Sahne-Parmesan-Mischung. Das ganze auf der noch warmen Herdplatte gut vermengen, dabei darauf achten, dass das Ei nicht stockt, sondern sämig bleibt. Also nicht braten, sonst gibts Rührei zum Spargel. Wem alles zu trocken ist, weil vielleicht die Eier zu klein waren, der kann unbesorgt etwas von dem aromatisierten Spargelwasser hinzugeben.

Je nach Geschmack kann man auf dem Teller noch ein bißchen geriebenen Parmesan drüber geben.

Die spannendste Frage ist schließlich: Gibts Rotwein zum Essen, weil es ein Pastagericht ist? Oder Weißwein, weil es ein Spargelessen ist? Das kann jeder für sich entscheiden. auch Mineralwasser ist akzeptabel.

 

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