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Testesser im Bio-Dschungel

 

Im Blickpunkt: Das Schwein

Slow Food Magazin SchweinDa ist es wieder, das Thema gutes Fleisch. Und das ganz, ohne dass ein Fleischskandal wieder einmal die Republik erschüttert, einfach so. Das Slow Food Magazin widmet dem Borstentier seine Titelseite und etliche gute Geschichten (zum Beispiel eine detaillierte Erklärung, welche Stücke vom Schwein woher kommen und unter anderem auch gute Lesetipps). Dass die Schweinehaltung klimafreundlicher sei als die Rinderzucht ist nicht wirklich neu. Meinen eh schon mäßigen Fleischgenuss beeinflusst das kaum.

Genuss steht auch im Mittelpunkt einer anderen Geschichte, die auf den ersten Blick nichts für zart Besaitete zu sein scheint, die mich aber dennoch brennend interessiert hätte: Das Porkcamp fand Anfang 2010 auf Gut Hesterberg nahe Neuruppin statt. Begeisterte Bericht schwirren durchs Netz, einer davon ist hier.

Dort wurde offensichtlich “gmetzget” und so ziemlich alles schmackhaft verwertet, was das Tier zu bieten hat. Klingt etwas blutig und ist / war es sicher auch. Aber das Schlachten gehört dazu, wenn man Fleisch essen möchte Und ich persönlich halte nicht nur die Frage für wichtig, wie man schlachtet, sondern auch, wie die Tiere vorher gelebt haben. Wenn beides stimmt und der Fleischkonsum vernünftige Ausmaße hat, kann man sein Fleisch ruhigen Gewissens genießen.

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Lebensmittel ohne Gentechnik

Website Ohne Gentechnik

Siegel ohne GentechnikSeit August hält die Diskussion um das neue Logo “ohne Gentechnik” an. Damals hatte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) das bundeseinheitliche Siegel für gentechnikfrei produzierte Lebensmittel vorgestellt. Es darf - kostenfrei - auf Produkten verwendet werden, die “garantiert ohne genmanipulierte Pflanzen hergestellt werden”.

Schon jetzt findet man etliche Produkte im Supermarkt, die dieses Siegel tragen. Allerdings gibt es noch immer eine stattliche Zahl von Gegnern dieses Siegels. Sie bezeichnen das Logo als “Verbrauchertäuschung” und “Etikettenschwindel”, denn tierische Produkte, bei denen Zusatzstoffe eingesetzt werden, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Verfahren im Labor erzeugt wurden, dürfen das Siegel ebenfalls tragen.

Was bringt dieses Siegel also? Die Mehrheit der Verbraucher, so will man festgestellt haben, wolle Produkte ohne Gentechnik. Doch noch immer gelangen gentechnische veränderte Pflanzen ins Tierfutter. Große Milcherzeuger verwenden inzwischen dieses Siegel und zeigen, dass ein Ausweichen auf gentechnikfreie Futtermittel kein Problem darstellt.

Wer sich über das Thema weiter informieren möchte, der kann sich beim Informationsdienst Gentechnik einen Info-Flyer herunterladen.

Zum Infodienst ein Zitat aus der Selbstdarstellung:

“Zur Unterstützung derjenigen, die sich in Stadt und Land für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft und Ernährung engagieren,…
…haben Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher und Bauernverbände gemeinsam den Informationsdienst Gentechnik ins Leben gerufen.
Auf der Internetseite stellt der Informationsdienst täglich aktuelle Nachrichten zur Agro-Gentechnik bereit und speziell die Meldungen aus den Regionen.”

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Aussichten 2010: Etwas ernüchtert, aber optimistisch

Die Jahresrückblicke sind vorbei und sie sind wohl alles in allem etwas zufriedener ausgefallen, als viele zu Beginn des Jahres 2009 noch zu hoffen gewagt hatten.

Was passiert 2010 hinsichtlich Bio-Lebensmitteln aus dem Supermarkt? Und was passiert mit dem Testschmecker?

Zunächst einmal: Mehr bio geht noch, wäre auch dringend wünschenswert. Heute findet man in den meisten Supermärkten durchaus ein Bio-Produkt als Alternative - aber oft eben auch nicht mehr. In Zeiten, als fast jede Woche neue Bio-Produkte hinzukamen erwartete man, in Kürze fast ebenbürtige Angebotsvielfalt auf biologischer wie auf konventioneller Seite. Davon ist man heute noch immer weit entfernt. Und Länder wie die Schweiz zeigen, dass es durchaus möglich ist mehr als das Minimalangebot zu vermarkten.

Meine Erwartungen sind denn auch etwas ernüchtert:

  • Die Bio-Vielfalt wird nur langsam wachsen.
  • Neben dem “Grundangebot” wird es nur wenige Erweiterungen geben, wo der Preis eine weniger große Rolle spielt oder wo man wirklich aus dem vollen schöpfen kann (zB Schokolade).
  • Die Preise werden sich erfreulicherweise stärker an denen der konventionellen Produkte orientieren.
  • Größere Lücken im Angebot werden bleiben: Bio-Bier im Supermarkt scheint zum Beispiel noch immer nicht zu funktionieren.

Und was bedeutet das in der Konsequenz für den Testschmecker?

  • Es wird weniger Produktvorstellungen aus den Supermärkten geben.
  • Statt dessen wird wahrscheinlich die Angebotspalette im Internet interessanter.
  • Die Themen werden sich nicht mehr so stark an den Produkten orientieren.
  • Alternativ wird es um Bio-Erzeugung generell und um Nachhaltigkeit gehen und ähnliche Aspekte.
  • Ein interessanter Aspekt wäre, den Kostenfaktor mehr herauszuarbeiten, was aber sehr aufwändig werden kann (Einkaufsprotokolle über längere Zeiträume).

Das klingt jetzt vielleicht nicht allzu optimistisch, aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass das Thema immer wichtiger und interessanter wird und werde dran bleiben.

Unter anderem ermuntert mich aktuell eine Meldung aus der schweizerischen Gastroszene. Dort hat man die Kaffeetrends 2010 erforscht und bescheinigt den zertifizierten Kaffees große Zukunft:

Waren diese Produkte früher zum Teil belächelte Nischenprodukte, die nur in speziellen Läden zu finden waren, so sind sie geradezu populär geworden. Der Konsument kauft bewusst ein und will bestimmte Standards in Anbau und Handel durch Siegel und Zertifikate bestätigt haben. Heute gibt es fast überall zertifizierte, fair gehandelte und Bio-Kaffees zu kaufen – im Discounter genauso wie im Feinkostgeschäft.

via http://www.baizer.ch/aktuell/index.cfm?rID=1878

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Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage!

Ich hoffe, es war ein gutes Jahr und ich wünsche mir, dass eine kleine Schar von Lesern und zufälligen Google-Gestrandeten hier im Laufe der vergangenen zwölf Monate irgendetwas Brauchbares gefunden hat. Über die Feirtage wird es jetzt etwas ruhiger hier, danach geht es mit frischem Schwung weiter.

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Zu Weihnachten mal was Gutes tun…

Geschenke: möglichst bio und fairtrade

Machen wir uns nichts vor: Viele, wenn nicht gar die meisten Weihnachtsgeschenke sind Verlegenheitslösungen. Das reicht von der Packung Mon Cheri über ein Pfund Kaffee bis zum Taschenbuch. Das will ich auch gar nicht kritisieren: Wer kennt schon die Wünsche des Gegenübers so genau, dass man das “Passende” schenken kann?

In den meisten Fällen geht es doch nur darum, eine kleine Freude zu machen, Danke zu sagen - was dann manchmal etwas aus dem Ruder läuft.

Meine Frau hat einen Beruf, in dem sie sehr viel mit Menschen zu tun hat und demzufolge auch zu Weihnachten sehr viele solcher Aufmerksamkeiten bekommt. Anführer in der Hitliste dieser Weihnachtsgeschenke sind: Schokolade, Kaffee, Wein.

Dennoch ist die Spannweite enorm: Eine stolz überreichte, unettikierte Weinflasche mit dem dezenten Hinweis “vum iigene” (badische für ‘von unserem eigenen / selbst gemachten Wein’) hat schon eigenen Charme. Selbst gebackenes Weihnachtsgebäck oder Pralinen sind natürlich auch ein Glanzlicht. Aber nicht jeder hat selbst gemachtes vorzuweisen.

Mein Tipp: Schenken Sie ruhig einen von den drei oben genannten Spitzenreitern Schokolade, Kaffe, Wein. Aber: Achten Sie darauf, dass Sie Bio-Produkte und / oder Fairtrade-Produkte verschenken.

  • Bei kaum einem anderen Weihnachtsfest haben Umwelt- und Klimaschutz einen so großen Stellenwert gehabt. Mit Bio und Fairtrade tun sie etwas für die Menschen und die Umwelt.
  • Bioprodukte sind - auch wenn man sie heute im Supermarkt kaufen kann - noch immer etwas Besonderes.
  • Bio-Artikel haben eine eigene, meist höhere Qualität, weil sie gleich mehrfach kontrolliert sind.
  • Fairer Handel ist praktizierte Entwicklungshilfe.
  • Beim Kauf gibt es viele Entscheidungskriterien (Verpackung, Preis etc.). Mit dem Siegel für Bio und Fairtrade zeigen Sie, dass Sie sich Gedanken über ein “sinnvolles” Geschenk gemacht haben.

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EU-Bio-Logo: Abstimmung noch bis zum 31. Januar 2010

EU Bio-Logo

Hier (EU-Bio-Logo: Abstimmung) kann man bis zum 31. Januar 2010 online über ein neues Bio-Logo abstimmen. Eines, das ab Mitte 2010 verpflichtend sein wird für alle vorverpackten biologischen Erzeugnisse, die “in der Erzeugung und im Herstellungsverfahren den EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau entsprechen.”

Ich weiß nicht, wie die 1000 eingereichten Entwürfe ausgesehen haben, damit man diese drei hier auswählt. Vielleicht tröstet man sich auch damit, dass irgendein Stempel ja auch genügen würde. Dem Verbraucher wirds schnurz sein, der hat sich ja auch an das sechseckige Siegel gewöhnt, das schon keine Schönheit war.

Aber ärgerlich finde ich es doch: Wenn man schon Geld verbrät für solche Sachen, dann sollte Besseres dabei rauskommen als zwei stilisierte Blättchen, eines davon mit den EU-Sternen, und eine Kinderzeichnung.

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    • Chris: Was, keine Bio-Eier bei euch in der Umgebung? Bei uns gibts die schon jahrelang in jedem Dorfladen zu kaufen....
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    • Lala: So, habe es kurz selbst erledigt. Ich kann nur sagen: rettet das BIO-Siegel!!!! Ich kaufe BIO, weil ich eben...