Essen und Wein: 5 Tipps für Einsteiger

Essen und Wein: Etwas Hilfestellung ist meistens ganz gut. Gibts zum Beispiel auch beim Winzer.

Essen und Wein: Etwas Hilfestellung ist meistens ganz gut. Gibts zum Beispiel auch beim Winzer.

Wie funktioniert das mit der Zusammenstellung von Essen und Wein? Welcher Wein passt eigentlich zu welchem Essen? Und was kann ich meinen Gästen vorsetzen, ohne mich zu blamieren? Die Welt des Weins ist für Einsteiger dunkel und geheimnisvoll (für viele Weintrinker auch). Also wie nähert man sich dem Thema, wenn man nicht gerade einen Kurs besuchen möchte?

5 Tipps zum Thema Essen und Wein

Wozu braucht es Tipps für Essen und Wein überhaupt? Jeder kann doch ausprobieren, was er will und kombinieren, wie er will. Theoretisch ja. In der Praxis stößt man schnell an seine Grenzen. Die Auswahl im Supermarkt kann zu überwältigend groß sein. Und das Budget erlaubt vielleicht auch keine wochenlangen Testreihen und Vergleiche. Hinzu kommt: Der gemeine Weintrinker kann Weine über einen längeren Zeitraum nicht miteinander vergleichen. Wenn ich diese Woche den Weißburgunder zu einem Fisch getrunken habe und nächste Woche einen Grauburgunder zur Pute, kann ich eigentlich nur festhalten, was mir besser geschmeckt hat. Eine Momentaufnahme.

Übrigens passen Weine auch zu vielen vegetarischen Gerichten. Und es gibt mittlerweile eine große Auswahl an veganen Weinen.

Versuch macht klug

Natürlich muss niemand einen Weinkeller aufbauen, um für die richtige Zusammenstellung von Essen und Wein gewappnet zu sein. Mein Tipp und mein eigenes Verhalten geht eher dahin, möglichst viel zu probieren, und dann vielleicht ein Profil zu erkennen. Also umhören und umschauen, was andere sagen, was mich anspricht, was es gerade günstig gibt. Und dann durchaus mal drei Flaschen badischen Weißburgunder kaufen. Die werden dann zu einem Fischgericht geöffnet – aber nicht alle getrunken.

Mit ziemlicher Sicherheit kann man auch nach drei sehr kleinen Proben (jeweils weniger als ein Zehntele) sagen, welcher Wein der Favorit ist. Die Reste gibts dann eben im Laufe der Woche, den Favoriten merkt man sich. Dieses Ausprobieren kann man fortsetzen – ohne dass man sich gleich ein paar Kartons eines Weins in den Keller legt. Das finde ich sowieso eher langweilig, ausprobieren ist spannender. Im Laufe der Zeit gibt es Favoriten, die man sich merkt. Aber mehr als sechs Flaschen davon habe ich auch nie auf Lager.

Als Anhaltspunkt für die Einkäufe zu Fortbildungszwecken: Vermeiden Sie die ganz billigen Weine, orientieren Sie sich am Erzeuger (für den Anfang am besten aus einer Region) und an der Rebsorte. Alle Weine mit Phantasienamen oder Cuvées erlauben Ihnen später keine Rückschlüsse.

Weißwein zum Fisch? Muss nicht immer stimmen...

Weißwein zum Fisch? Muss nicht immer stimmen…

Fisch und Fleisch und Käse…

Wir haben diese Tipps zum Thema Essen und Wein alle schon gelesen: Whitewine with the fish etc. Muss aber nicht stimmen. Nicht für jeden, nicht für alle Fischgerichte, und überhaupt. Es gibt von vielen Winzern neben den samtigen auch etwas herbere Rotweine, die gut gekühlt prima zum Fisch passen. Die Regeln zu kennen ist gut, sie zu brechen ist aber auch erlaubt.

Auch hier gilt: Das Experimentierfeld ist zuhause. Wer im Restaurant einen Spätburgunder bestellt, der bekommt ziemlich sicher einen zimmerwarmen, samtigen Rotwein. So geht es auch mit anderen Empfehlungen. Als Leitlinie sind sie ganz gut und praktisch, vor allem für die ersten Einkäufe.

Mit dem Interesse am Wein erwacht oft auch die Neugier auf die Herstellung.

Mit dem Interesse am Wein erwacht oft auch die Neugier auf die Herstellung.

Kauf im Weingut

Wer in Süddeutschland lebt, der findet in seiner näheren Umgebung auch ein Weingut. Und er bekommt dort gratis das, was andere erst ab einem bestimmten Preisniveau mit dem Rat des Sommeliers erhalten: fachkundige Hilfe zum Thema Essen und Wein. Die meisten Winzer können heute beredt darüber Auskunft geben, welcher ihrer Weine zu welchem Essen passt. Die Spannweite dieses Hilfsangebotes ist ziemlich groß, je nachdem, wie sehr sich Winzerin und Winzer selbst mit dem Thema auseinandersetzen.

Mit etwas Glück erfahren Sie bei der Gelegenheit auch gleich noch mehr zum Thema Wein. Zum Beispiel, warum welche Weine mehr oder weniger Säure haben, und was es mit Restsüße, Alkohol, Tanninen etc. auf sich hat.

Nutzen Sie diese kostenlose Hilfestellung. Wahrscheinlich freut sich der Winzer über ihr Interesse, um so mehr, wenn Sie danach nicht gerade mit einer oder zwei Flaschen Wein seinen Hof verlassen.

Asiatische Küche

Ein spannendes und manchmal kniffliges Thema sind asiatische Speisen. Besondere Schärfe oder Süße oder auch exotische Noten wie Mange oder Maracuja werden durch viele Ratgeber nicht abgedeckt. Generell ist als Ausnahme vielleicht bemerkenswert, dass hier – im Gegensatz zu den meisten anderen, meist trockenen Essensbegleitern – die blumigen Bukettsorten wie Muskateller einen guten Auftritt haben. Ähnlich wie bei ganz deftigen schweren Käsesorten, die ebenfalls aus der Reihe tanzen und sich gut miß Süßweinen vertragen.

Aber diese Themen können Sie ja beackern, wenn Sie noch mehr Erfahrungen mit Weinen und Resborten und Ausbau gesammelt haben.

Bier oder Wein

Gab es da nicht früher diese klassische Trennung? Bier oder Wein? Genauso, wie schon die entsprechenden Rebsorten für ein Essen feststanden? Mit dem Aufkommen vieler kleinerer, regionaler Brauereien und dem sogenannten Craft-Beer hat auch das Bier als Essensbegleiter einen anderen Stellenwert bekommen. Mal abgesehen davon, dass Sie für eine Flasche Bier auch locker den Gegenwert einer sehr guten Flasche Wein hinlegen können, sind die beiden Getränke heute etwa auf Augenhöhe.

Auch hier gilt übrigens wie beim Wein: Meiden Sie Massenware, achten Sie auf bestimmte Erzeuger und Regionen, bevorzugen Sie individuelle, kleinere Erzeuger. Die großen Marken sind Teil weltweit operierender Konzerne die ein Industrieprodukt massentauglich vermarkten wollen.

 

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Spargel Vinaigrette mit Ei

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei folgt nach den ersten Spargel-Erlebnissen mit den Klassikern in der Siason. So langsam sind die Standardversionen der Spargel-Rezepte durch. Jetzt wird es Zeit für die Variationen. Die Spargel-Saison hat zwar einen Dämpfer durch das kalte Wetter bekommen. Aber solange frischer Spargel geerntet werden kann, steht er bei uns auch auf der Speisekarte. Die Vinaigrette-Version ist etwas leichter als die anderen Saucen und es gibt sie bei uns mit heißem Spargel, also nicht als kalter Spargel-Salat.

Spargel Vinaigrette: Schnell gemacht

Die Zutaten erfordern keine besonderen Einkäufe:

2 Eier, möglichst bio
1 Bund Radieschen
Schnittlauch
Gartenkresse
Weißweinessig
Salatöl
Pfeffer, Salz, Zucker, Butter, Dijonsenf

1 Pfund weißer Spargel
1 Pfund grüner Spargel
1 Pfund Kartoffeln festkochend

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Zubereitung:

Den Anfang machen die Kartoffeln, die für 20 Minuten ins heiße Wasser kommen. Zwei Eier werden ebenfalls in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben, für 10 Minuten. Und den größten Topf bekommen die Spargel: Wenn Sie geschält sind und die Enden abgeschnitten, kommen sie ebenfalls ins kochende Wasser. Ins Spargelwassser kommen außerdem Salz, Zucker und ein Stück Butter.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Achtung: Die weißen Spargel kommen zuerst hinein und bekommen 7 Minuten Vorsprung. Danach erst kommen die grünen Spargel (ungeschält, nur die Enden abschneiden) dazu für weitere 5 Minuten. Danach probieren. Wenn sich die Spargelstangen auf der Gabel leicht durchbiegen, sind sie richtig. Falls der Rest noch nicht fertig ist, können sie in heißem Wasser auch noch ein Weilchen ruhen.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Alternativ kann man die weißen Spargelstücke im heißen Wasser kochen (10 Minuten), die grünen in der Pfanne anbraten und ablöschen. Dann kann man sie einfach abseits vom Herd stehen lassen und sie garen fertig.

Für die Vinaigrette werden 4 EL Weißweinessig mit Salz und einer Prise Zucker vermischt, dazu kommt ein TL Dijonsenf. Das alles mit 4 EL Salatöl zu einer Emulsion aufschlagen. Da das ganze jetzt noch etwas essig-lastig wird mit Spargelwasser verdünnt, bis die Sauce nicht mehr zu sauer ist. Dann kommen Schnittlauch und in Scheiben geschnittene Radieschen hinzu. Die zwei hart gekochten Eier werden klein gehackt und untergehoben.

Die Kartoffeln kommen geschält auf den Teller, die Spargel werden aus dem Sud gehoben, abgetropft und kommen dazu. Darüber kommt jetzt die Vinaigrette. Wer möchte, der kann auch diese Version mit gekochtem und / oder geräuchertem Schinken servieren, aber eine Geschmacks-Verstärkung braucht dieses etwas puristische Essen nicht. Dazu passt ein kalter Weißwein.

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Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli kann es als eines der wenigen Gemüse mit einer herzhaften Gorgonzola-Sauce aufnehmen. Der deftige Geschmack des Blauschimmelkäses gibt dem etwas zarteren Kohlgemüse contra. Der Brokkoli eignet sich in meinen Augen wesentlich besser als Blumenkohl für ein fein abgeschmecktes Essen, weil der Geschmack nicht ganz so dominant ist. Beide Teile des Gerichts gehen blitzschnell in der Zubereitung. Und die Kombination Brokkoli mit Gorgonzola ist eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Käse-Variationen beim Thema Gemüse. (Wobei mir vor allem alles Käse-überbackene-mit-Speckstreifen ein Gräuel ist.)

Der Einkaufszettel für Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Benötigt werden:

  • 1 Kopf Brokkoli
  • etwa 60 Gramm Gorgonzola (oder ein anderer Blauschimmelkäse)
  • 150 ml Sahne
  • Salz Pfeffer Parmesan Gemüsebrühe

Die Zubereitung:

Ich mag Brokkoli, wenn er noch Biss hat. Deswegen wird er bei mir in der Pfanne scharf angebraten, bis die Röschen leicht gebräunt sind. Dann wird mit Gemüsebrühe abgelöscht. Die Pfanne noch drei Minuten auf dem Herd stehen lassen, dann beiseite stellen. Die Restwärme sollte ausreichen, dass der Brokkoli weich aber bissfest ist, bis die Sauce fertig ist.

Auch die Sauce geht flott von der Hand. Den Gorgonzola in einen kleinen Topf geben, zusammen mit der Sahne. Unter ständigem Rühren den Käse schmelzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann noch etwa 1 EL frisch geriebenen Parmesan dazu geben und weiter rühren, bis alles schön sämig und homogen ist.

Gemüsepfannkuchen - Thema mit vielen Variationen

Gemüsepfannkuchen – Thema mit vielen Variationen

Zu Brokkoli mit Gorgonzola gibt es entweder (salzige) Pfannkuchen oder Kartoffeln. Zu gedünstetem Gemüse passt immer auch Kochschinken oder kalt geräucherter Schinken wie Schwarzwälder.

Gemüsepfannkuchen wie dieser stehen bei uns hoch im Kurs, weil man Variationen in jeder Jahreszeit mit den passenden frischen und regionalen Gemüsesorten zubereiten kann. Während Blumenkohl oder Rosenkohl für meinen Geschmack nicht so richtig in die Reihe passt, ist frischer (!) Spinat ebenfalls eine leckere Alternative. Auch halbierter angebratener und dann fertig gedünsteter Chicoree hat sich hier schon bewährt.

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Fitness-Fahrrad: Welches passt zu mir?

Welches Rad bringt mich in Sachen Fitness voran? Foto Sandis Helvigs, unsplash.com

Welches Fitness-Fahrrad bringt mich in Sachen Fitness voran? Foto Sandis Helvigs, unsplash.com

Das richtige Rad kann viele Funktionen haben. Für alle die gerne gut Essen und fit bleiben wollen, spielt es eine weitere wichtige Rolle. Alternativ zum Laufen und andere Sportarten und Bewegungsmöglichkeiten, mit denen man sich fit hält, kann das richtige Fitness-Fahrrad der Bewegungsanreiz Nummer eins werden.  Wer jetzt an seinen alten Drahtesel im Keller denkt und nur müde lächelt, der sollte die Haupteinkaufszeit für Fahrräder, das Frühjahr für Neuanschaffungen (oder ein gebrauchtes Rad) nutzen.

Die Basics zum Fahrrad…

XT- oder LT-Schaltung, Umwerfer- oder Nabenschaltung, Kette oder Zahnriemen? Lassen Sie sich beraten, entscheiden Sie anhand Ihres Budgets oder vertrauen Sie auf Freunde und Bekannte, die Erfahrung haben. Viel erfahren Sie auch, wenn sie gerade jetzt im Frühjahr nach aktuellen Artikeln und Tests suchen. Die grundlegende Entscheidung fällt schon viel früher: Stadtrad oder Trecking-Rad, Mountainbike oder Rennrad? Hier sind Experten und gute Bekannte vielleicht nicht ganz so hilfreich wie ihre innere Stimme. Jeder, der viel Rad fährt, wird wahrscheinlich sowieso meinen: Für jeden Zweck das richtige Rad heißt nicht eines für alles. Bekennende Radler haben City- und Sporträder als Grundausstattung, je nach Vorlieben kommen weitere hinzu.

Nähern Sie sich dagegen jetzt dem Thema ohne Vorerfahrungen oder vielleicht nach einer längeren Radler-Pause, sollten Sie ihr gutes Geld für dasjenige Vehikel ausgeben, das Sie am ehesten nutzen.

Hier noch ein paar Fakten, warum das Fahrrad Ihre erste Wahl als Fitness-Trainer werden könnte (und sollte):

  • Immer öfter werden auch Kurzstrecken mit dem Auto zurückgelegt. Die Folgen für Städte und Menschen sind bekannt: Mehr Verkehr, Umwandlung von Flächen in Parkraum, zu wenig Bewegung.
  • Nach dem Laufen ist Radfahren die sportliche Betätigung, die den niedrigsten Aufwand erfordert und fast immer möglich ist.
  • Aber: Im Gegensatz zum Laufen verbraucht man auf dem Fahrrad weniger Kalorien (das Körpergewicht wird „getragen”).
  • Andererseits sind durch die geringere Belastung längere Sport-Phasen möglich.
Das Hollandrad: universeller als man denkt. Foto: Javier Calvo, unsplash.com

Das Hollandrad: universeller als man denkt. Foto: Javier Calvo, unsplash.com

Das Hollandrad

Stöhnen und Aufschrei der versierten Radler ist an dieser Stelle vorprogrammiert. Es hat bei uns den schlechtesten Ruf, die geringste Verbreitung und ist hierzulande vorzugsweise als Billig-Version erhältlich. Verbringen Sie ein Paar Tage in den Niederlanden, und Sie werden das anders sehen. Dort ist es sehr verbreitet und wird von allen (!) immer (!) gefahren: Zum Einkauf, zur Arbeit, ins Konzert, am Wochenende. Warum? Weil man in jeder Kleidung immer bequem drauf sitzen kann. Und weil man es ohne weiter nachzudenken jederzeit nutzen kann. Und schließlich deswegen, weil es keine teure Sportmaschine mit genau einem Einsatzzweck ist, sondern ein universelles Fortbewegungsmittel im besten Sinne. Der Sex-Appeal geht gegen Null, der Einsatzbereich ist riesig. Misst man ein Rad daran, wie oft man es nutzen kann, steht dieses Gefährt ganz weit oben.

Die Ausstattung umfasst vor allem gute Transportmöglichkeiten (diverse Gepäckträger vorne und hinten sind möglich), eine einfache Nabenschaltung (Drei-Gang), die Straßenausstattung mit Licht und Klingel. Im Bereich ab 300 € werden sie anngeboten, hochpreisige xemplare sind bei uns meist gar nicht zu finden.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 6 von 10 Fitness-Punkten, weil der Anreiz für Alltagsfahrten drastisch steigt. Mehr kann man von einem Fitness-Fahrrad kaum erwarten.

Weil die Niederlande viel aufzuweisen haben, aber keine Berge, sollten sie hierzulande auch andere Variationen in Betracht ziehen.

City-Rad Foto: Alex Blajan, unsplash.com

City-Rad Foto: Alex Blajan, unsplash.com

Das Stadtrad

Immer noch eher unspezifisch, aber preislich und ausstattungsmäßig weiter fortgeschritten. Stadträder sind meist schicker, haben bessere Ausstattungen (und Schaltungen). Und sie sind meist auch deutlich teurer. Bei den Schaltungen dominieren auch hier die Kettenschaltungen, obwohl die meisten Stadtradler keine 21 bis 30 Gänge brauchen. Aber bella figura ist hier ein wichtiger Aspekt. Da verzichtet man schon auch gerne auf den Fahrradkorb und lädt seine Utensilien in einen schicken Rucksack. Größere Einkäufe verlagern sich damit schon fast automatisch aufs Auto. Unter 500 bis 1000 € wird Sie der Fahrradhändler nicht davonkommen lassen (wollen).

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 7 von 10 Fitness-Punkten, weil zu den Alltagsaspekten noch der (nicht unwesentliche) psychologische Aspekt kommt. Ein schickes Rad wertet das gesamte Erscheinungsbild auf.

Trecking-Rad. Foto: Sanwal Deen, unsplash.com

Trecking-Rad. Foto: Sanwal Deen, unsplash.com

Das Treckingrad

Eigentlich als Reiserad entwickelt, entfaltet  das etwas aufwändiger ausgestattete Treckingrad seinen Charme vor allem durch die Verbindung von Kurzstrecke und Langstrecke. Einkaufen gehen zum Laden um die Ecke, bei schönem Wetter auch mal die 10 Kilometer zur Arbeit fahren, am Wochenende die 30-Kilometer-Tour vor der Haustüre und im Urlaub ein Stück auf einem Fern-Radweg. Das geht alles mit einem Rad. Nachteil ist, dass man die mit guten Schaltungen und Bremsen ausgestatteten Räder in der Stadt eher diebstahlgefährdet sind, als die billigeren Räder. Die Exemplare in der 1000-€-Klasse sind sehr begehrt.

Spätestens bei dieser Anschaffung sollte man also drüber nachdenken, ob man nicht doch für verschiedene Zwecke verschiedene Räder kauft. Zu teuer? Werfen Sie doch mal einen Blick auf die letzte Rechnung für die Inspektion ihres Autos. Das rückt einige Dinge wieder in den richtigen Maßstab.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 8 von 10 Fitness-Punkten. Mit der eierlegenden Wollmilch-Sau schaffen Sie es am ehesten, dem inneren Schweinehund Paroli zu bieten. Viele Einsatzbereiche, viele Möglichkeiten. Jetzt müssen Sie nur noch umsteigen.

Mountain-Bike Foto: Stefan Rayner, unsplash.com

Mountain-Bike Foto: Stefan Rayner, unsplash.com

Mountainbike

Das „Gebirgs-Rad” ist durchaus kein Gebirgs-Phänomen. Auch in Hamburg und Köln und vielen anderen Großstädten erfreuen sich die breit bereiften Sport-Räder großer Beliebtheit. Erstens vermitteln sie ein sehr sportliches Image. Zweitens sind auch für Kopfsteinpflaster, Waldwege und Bordsteinkanten ganz gut ausgestattet. Die gefederte Vordergabel vermittelt Fahrkomfort, die fehlende Straßenausstattung (Licht, Schutzbleche) lässt sich preiswert nachrüsten. Auch wenn sie nie mehr als drei ihrer 30 Gänge brauchen: Ein Mountainbike gilt auch als Statement, so wie der Familien SUV – nur umweltfreundlicher.

Wenn sie vorhaben, sich damit doch auf Waldwegen und Single-Tracks auszutoben, hören sie auf Ihren Fachhändler: Unter der magischen 1000-Euro-Schwelle gibt es gute Angebote, aber sicherer sind Sie in einem höheren Preissegment.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? 5 von 10 Fitness-Punkten. Machen wir uns nichts vor. Sie lesen diesen Text, weil Sie bislang kaum Zugang zum Thema Radfahren hatten. Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie die Wochenenden auf Waldwegen verbringen? Oder mit ihren Business-Klamotten aufs MTB steigen um zur Arbeit zu radeln?

Wahrscheinlicher ist es, dass es wie mit der Mitgliedschaft im Fitness-Club verläuft: Anfängliche Euphorie und mangelnde Umsetzung im Alltag. Nur wenn Sie in der passenden Gegend wohnen und wirklich aufs MTB wollen, ist das eine richtige Investition.

Rennrad Foto: Mpho Mojapelo, unsplash.com

Rennrad Foto: Mpho Mojapelo, unsplash.com

Rennrad

Auch hier gilt: Sie müssen es wirklich wollen. Rennräder sind als Sportgeräte nochmal ein Preisklasse höher anzusiedeln. Und sehr speziell: Einkaufen fahren, zur Arbeit oder einen Familien-Ausflug machen gehören nicht zum typischen Einsatzgebiet. Außerdem sollte man schon vor dem Kauf Erfahrung und Expertise besitzen, was die technischen Ausstattung angeht, damit man sein Geld richtig anlegt.

Was tun Sie damit für Ihre Fitness? Nur 5 von 10 Fitness-Punkten, weil Rennräder Werkzeuge für Sportler sind, die sich bereits sportlich in hohem Maß engagieren. Alle anderen erhalten ein Vehikel mit einem sehr begrenzten Einsatzbereich.

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Was tun mit den hart gekochten Eiern?

Hart gekochte Eier: schön anzusehen, aber manchmal einfach zu viel.

Hart gekochte Eier: schön anzusehen, aber manchmal einfach zu viel.

Von einer Plage kann man nicht sprechen. Denn hart gekochte Eier sind eine leckere Sache. Nur wenn sich nach Ostern zu den selbst gefärbten noch einige geschenkte harte Eier gesellen, kann es etwas viel werden. Was also tun mit der Eier-Flut, ohne dass es langweilig wird? Hier ein paar Anregungen, mit denen man das Problem angehen kann.

Salate

Natürlich: Eier-Salat. Aber der gehört zumindest in der klassischen Variante nicht zu meinen Favoriten. Da wird er nämlich mit Mayonnaise angemacht, Zwiebeln und bestenfalls einer Gewürzgurke. Besser finde ich da schon eine Variante mit griechischem Joghurt (etwas fett muss sein), einem Schuss Obstessig und Stangensellerie oder Lauchzwiebeln. Außerdem passt so ziemlich all das gut, was man auch in ein Omelett geben würde: knuspriger Schinken, klein geschnittene Tomaten oder Gurke, vielleicht auch Pilze. Und zur Würze Salz,  Paprika und Pfeffer.

Wer es alternativ angehen möchte, der mixt Avocado und hart gekochte Eier, ebenfalls mit Joghurt und einem Spritzer Zitronensaft sowie ein paar Gewürzen.

Noch frischer wird es mit grünen Salaten, in allen Variationen: Mit Radieschen, Tomaten, Gurke. Und mit würzigen Salatsaucen. Auch die Vianaigrette eines Caesars Salad, bei der ein Sardellenfilet, Senf und Zitronensaft für eine kräftige Note sorgen, passt gut.

Etwas weniger üppig gestaltet sich die Verwendung der hart gekochten Eier, wenn sie nur für eine Vinaigrette verwendet werden (aber: Jedes Ei zählt). Eine Vinaigrette mit gehacktem Ei passt zum Beispiel gut zum frischen Spargel, aber auch zu einem Kartoffelsalat oder einem Blattsalat mit kräftigen Noten wie Radiccio.

Sandwiches sind eine gute Möglichkeit, die hart gekochten Eier aufzubrauchen.

Sandwiches sind eine gute Möglichkeit, die hart gekochten Eier aufzubrauchen.

Sandwiches

Wenn das alles noch nicht hilft, um den Bestand spürbar zu dezimieren, setzen Sie auf Sandwiches: vorzugsweise mit Käse und Schinken, aber auch mit Salatblättern, Radiccio oder (wieder) mit Avocado. Auch angebratenes und / oder mariniertes Gemüse lässt sich da gut zu einem herzhaften Belag kombinieren. Angesichts der „Auflast” kann man anstelle des etwas weniger stabilen Toastbrotes auch herzhaftes Roggenbrot oder Vollkornbrot zurückgreifen. Und hat damit schon fast die Opulenz und Qualität eines Mittagessens erreicht.

Und natürlich kann man aus hart gekochten Eiern zum Beispiel mit einem Weichkäse und Butter oder Crème fraîche auch einen leckeren Brotaufstrich machen.

Suppen und Eintöpfe

Auch wenn das auf den ersten Blick etwas komisch wirkt: In festeren Suppen und Eintöpfen findet auch ein hart gekochtes Ei  Platz. Idealerweise setzt man dabei nicht auf klare Brühen, sondern eher auf Currys (mit Bohnen) oder herzhafte Gemüse-Suppen mit vielen festen Bestandteilen. Auf pürierten Suppen sollten die Eier dann klein geschnippelt werden.

Wie lange halten hart gekochte Eier?

Hier gehen die Meinungen und Angaben auseinander. Prinzipiell würde ich nur selbst gekochte und gefärbte Eier aufheben und nach drei oder vier Tagen noch verwenden, wenn sie nicht im Kühlschrank gelagert wurden. Sind sie dagegen gekühlt, ist sicher auch eine Frist von 7 bis 10 Tagen noch gut möglich. Gekaufte Farb-Eier sind im Wortsinne mit Vorsicht zu genießen. Mal abgesehen davon, dass man keine Ahnung hat, ob das nun Bio-Eier sind (eher unwahrscheinlich) oder unter unrühmlichen Umständen erzeugt wurden. Die Vorlaufzeit für den Verkauf dieser Eier ist ja ziemlich lang. Im Zweifelsfall also schnell verbrauchen.

 

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