Brotaufstrich – wie Obatzda & Co.

Ein Brotaufstrich mit Eiern und Crème fraîche , Münsterkäse und Butter.

Ein Brotaufstrich mit Eiern und Crème fraîche , Münsterkäse und Butter.

Obatzda, so stelle ich mir das vor, ist bayrisches Kulturgut. Ich werden also tunlichst meinen frei improvisierten Brotaufstrich nicht so benennen. Obwohl er schon einiges mit ihm gemeinsam hat. Es kommen Weichkäse und Butte zum Einsatz, und Paprika (in abgewandelter Form). Tatsache ist, dass man mit diesem Gerüst ziemlich viele Kombinationen erstellen kann. Und weil ein fetter Käse und Butter ein sehr kalorienhaltiges Gerüst für einen Brotaufstrich sind, kommen bei mir Eier dazu.

Das Ganze geht ziemlich fix und die meisten Zutaten hat man wahrscheinlich zuhause. Einfacher und schneller gehts, wenn die Zutaten Zimmertemperatur haben. Der Rest ist eine große Spielwiese zum Ausprobieren.

Ein paar Farbtupfer machen sich nicht schlecht: dreierlei Zwiebeln.

Ein paar Farbtupfer machen sich nicht schlecht: dreierlei Zwiebeln.

Brotaufstrich – das Rezept

  • ein kleiner Münsterkäse
  • 125 Gramm Butter
  • zwei nicht ganz hart gekochte Eier
  • kleingeschnittene Zwiebeln in Variationen (insgesamt 2-3 EL)
  • Gewürze wie Salz, Pfeffer, Paprika, Sriracha
  • 1-2 EL Bier oder Wein
  • 3 EL Kräuter Crème fraîche
Am besten zimmerwarm verrühren - und servieren.

Am besten zimmerwarm verrühren – und servieren.

Die Zubereitung geht fix: Die Eier sollen hart gekocht werden. Aber ich koch sie meistens so, dass das Innere noch nicht ganz fest ist. Währenddessen kann man Butter und kleingeschnittenen Münsterkäse vermengen. Dabei mit einer Gabel kräftig zerdrücken. Das dauert je nach Konsistent etwas. Zwiebeln klein schneiden. Und weil das Ganze ja eine etwas einfarbige Masse ergibt, mische ich weiße Zwiebeln, grüne Frühlingszwiebelen und rote Zwiebeln.

Die Eier werden kurz abgeschreckt, werden noch warm geschält und zu der Masse hinzu gegeben. Ebenfalls zerdrücken und mit etwas Paprika oder Sriracha, Salz und Pfeffer sowie der Crème fraîche kräftig verrühren.

Wenn das Ganze jetzt Zimmertemperatur hat kommt es frisch auf ein herzhaftes Brot. Am liebsten ein dunkleres Brot oder ein Körnerbrot. Denn der Brotaufstrich macht seinem Namen eher keine Ehre. Er wird meistens nicht dünn wie Butter aufs Brot geschmiert sondern in größeren Mengen verzehrt. Außerdem finde ich es ganz nett, wenn nicht alles zu einer breiigen Masse zerkleinert wurde, sondern wenn man noch Stücke erkennt.

Diese Variante ist eher herzhafter und passt gut zu einem Weißbier. Für dezentere Variationen greift man auf einen milderen Weichkäse zurück, reduziert die Zwiebelmengen. Und statt einem kräftigen Rotwein oder Bier gibt man zwei Esslöffel eines Weißweins dazu. Auch eine cremigere Konsistenz verändert das Geschmacksbild, weil man die einzelnen Komponenten nicht so deutlich herausschmeckt.

Dieser vegetarische Aufstrich schmeckt am besten warm und ist im Kühlschrank auch nur begrenzt haltbar. Also am besten ein deftiges Vesper einplanen oder zu einem Picknick mitnehmen.

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Zucchini-Butter als leckerer Brotaufstrich

selbst gemachte Zucchini-Butter

Zucchinibutter, wie sie hier beschrieben ist, ist eigentlich keine Butter. Klingt zunächst etwas irreführend, weil man vielleicht an Bärlauchbutter und ähnliche Varianten denkt. Tatsächlich ist in diesem Rezept (Jennie Cooks Zucchini Butter) nur wenig Butter, man kann genausogut Olivenöl verwenden. Und heraus kommt letztlich einfach ein Brotaufstrich.

Die im ursprünglichen Rezept angegebene Kochzeit von 15 Minuten habe ich übrigens nicht eingehalten: Nach dieser Zeit ist mir das definitiv zu weich. Ich habe die gehäckselten Zucchini in ein wenig Olivenöl angebraten. Als mir das Ganze weich genug immer noch etwas bissfest erschien, habe ich die Masse in ein Sieb gegeben, um die Flüssigkeit zu entfernen. Dann zurück auf den abgeschalteten Herd mit Butter und Salz und verrührt.

Passt hervorragend zu einem etwas aromatischeren Bauernbrot (auch getoastet oder gegrillt) und zu Gegrilltem. Zucchini selbst haben ja keinen so starken Eigengeschmack. Entscheidend ist deswegen letztlich die Dosierung von Knoblauch und Salz, evt, auch etwas Chili oder Paprika, Pfeffer etc. Dann könnte man auch gleich Butter nehmen? Stimmt, aber diese Variante ist ja fast fettfrei.

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Lachscreme mit Frischkäse

Lachscreme - das Original von Claudia

Es gibt ein paar Lebensmittelkategorien, da bin ich vorsichtig: Irgendwelche Soßen und Majonaisen zum Beispiel enthalten oftmals E-Nummern-Listen, die fast so lang sind, wie die Telefonbucheinträge meiner Heimatstadt (naja, fast). Und was mit Fisch zubereitet ist, das hat oft auch einen ziemlichen Chemie-Cocktail intus. Wahrscheinlich, damit nur ja nichts Verdorbenes zum Verbraucher gelangt.

Da kam mir das Rezept von Claudia gerade recht: Rezept mit Bild für Lachscreme mit Frischkäse bei foolforfood.de. Es hat gleich zwei entscheidende Vorzüge: Es ist – für eine Lachscreme – relativ kalorienarm. Und es lässt sich fast komplett mit Bio-Zutaten zubereiten.

Allerdings verträgt unser 4-Personen-Haushalt trotz der manchmal recht üppigen Portionen keine Menge von rund 1 Kilo Lachscreme, deswegen habe ich das Rezept einfach halbiert.

Zutaten:
200 g Rücherlachs
200 g Doppelrahmfrischkäse
50 g Mascarpone
Saft einer Bio-Zitrone
Kräutersalz, Pfeffer
Schittlauch

Ich habe statt Creme double Mascarpone genommen. Und ich habe mich an das Ursprungsrezept gehalten und nur eine Hälfte des Lachses in den Mixer geworfen, der Rest wurde klein geschnitten. Dadurch wirkt das Ganze etwas rustikaler, aber liebe es, wenn Aufstriche, Cremes etc. auch sensorisch Unterschiede bieten: Also irgendwelche festeren Stücke drin, oder gar etwas crunchy. Ach ja, und ich bin kein Fan von geriebener Zitronenschale, die habe ich weggelassen und den Zitronensaft vorsichtig dosiert.

Meine rustikalere VarianteMir hat die Variante mit Schnittlauch prima geschmeckt, die Creme ist wirklich verhältnismäßig leicht. Das nächste Mal probier ich die Variante mit Dill und Meerrettich, denn diese Creme bekommt sozusagen einen festen Platz in meinem Repertoire.

Die Pfund-Menge ist überschaubar und in zwei Tagen aufgebraucht. In kleineren Haushalten würde ich das auch mal als Hauptmahlzeit mit Pellkartoffen empfehlen.

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Rezeptesammlung bei Fressnet: 18 Brotaufstriche

Rezepte für vegetarischen Brotaufstrich

Ich liebe das Internet für die Anhäufung von Wissen und die selbstlose Weitergabe von Tipps, Ratschlägen und Rezepten. Eine der Bio-Perlen für gesunde und einfache Rezepte ist auch das Fressnet: Dort gibt es 18 Rezepte für Brotaufstriche, mit Fotos und detaillierten Anleitungen.

Auslöser war für Fressnet-Blogger Klaus-Peter Baumgardt wohl die Tatsache, dass selbst vegetarische Brotaufstriche aus dem Bioladen Hefeextrakt enthalten. Aber eben auch der Umstand, dass die Produkte oft genug als überteuert erscheinen.

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Bio-Brotaufstrich selbst gemacht

Obazda - Brotaufstrich in Bio-Qualität

Nach langer Zeit mal wieder ausprobiert und immer noch gut: Brotaufstrich. Der bayrische Name „Obazda“ deckt eine ganze Palette von Variationen ab, denen alles eines gemein ist: Die Zutaten Käse und Butter.

„Wieder entdeckt“ habe ich ihn jetzt wegen zweier Eigenarten: Man kann leicht alle Zutaten in Bio-Qualität erhalten. Und man kann den Geschmack nach Belieben steuern. Der Fettgehalt lässt sich allerdings nur geringfügig beeinflussen und ist in der Regel ziemlich hoch: Neben der Butter kommt guter Käse zum Einsatz und der hat in der Regel einen hohen Fettgehalt.

Die einfachste Variante: Ein Stück reifer (!) Camembert und die gleiche Menge Butter, dazu ein Ei (möglichst noch warm eher weich als hart gekocht) und eine halbe kleingeschnittene Zwiebel. Dazu als einziges Gewürz etwas Paprikapulver edelsüß – fertig. Die Zutaten sollten warm und weich vermengt werden, ich habs gerne, wenn nicht alles so glatt gerührt. Sofort frisch auf ein gutes Bauernbrot, dazu ein kühles Bier – lecker.

Die aktuellste Variante, die ich jetzt probiert habe: Je ein Stück Camembert und Romadur und etwa die gleiche Menge Frischkäse mit Kräutern und Butter, dazu zwei Eier, Zwiebelchen und Paprika. Wird durch den Frischkäse etwas gestreckt und ist nicht ganz so kalorienreich. Durch die Käsesorten und deren Reifegrad kann man steuern wie mild oder würzig das Ganze ist, wer keine Zwiebeln mag lässt sie weg.

Preiswert, lecker, durch und durch bio.

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REWE Bio: Französischer Senf-Honig-Feige-Aufstrich

Senf-Honig-Feige BrotaufstrichZugegeben: Das klingt exotisch. Beim ersten Mal. Hat man sich mal dran gewöhnt, fällt einem auf, dass es diese Kombination inzwischen bei einigen Produkten gibt. Der REWE Bio-Aufstrich steht mit zwei anderen Varianten im Kühlregal (Tomate, Olive) und meine Auswahl wird dadurch erleichtert, dass auf den beiden anderen Sorten hinten die falschen Zutaten abgedruckt sind (die von Senf-Honig-Feige). Kann ja mal passieren…

Der Anstrich von Exklusivität dieses vegetarischen Brotaufstrichs schlägt nicht so sehr auf den Preis durch: 1,29 Euro für die 125-g-Schale scheint mir moderat. Und der Geschmackstest fällt positiv aus: Feiner Duft, guter Geschmack, die Konsistenz fast etwas dünn. „Mit Creme fraiche und Frischkäse“ ist vorne aufgedruckt, mit einem Fettanteil von nur 14 % wirkt sich das ganz positiv aus.

Die Zutatenliste ist etwas lang (weil auch alle Zutaten für Senf aufgeführt werden) aber unauffällig. Verdickungsmittel Guarkernmehl und Xanthan kommen zu den anderen, natürlichen Zutaten.

Fazit: Willkommene Abwechslung bei den Brotaufstrichen. Gute Qualität, feiner Geschmack, akzeptabler Preis.

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