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Testesser im Bio-Dschungel


Verbraucher fordern verantwortungsvollen Fischfang

Die Naturschutzorganisation WWF unterstützt die EDEKA-Gruppe bei der Umstellung auf Fisch aus nachhaltiger Fischerei, die Partner fordern ein Umdenken der Politik.

Der WWF und die Hamburger EDEKA-Gruppe haben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre Kooperation für nachhaltige Fischprodukte vorgestellt. Mit Unterstützung der Umweltschützer will der größte deutsche Lebensmittelhändler bis Ende 2011 nur noch Fisch aus nachhaltiger Fischerei anbieten.

Laut einer vom WWF in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Umfrage entspricht die EDEKA -Gruppe mit ihrer Nachhaltigkeits-Strategie dem Willen der Verbraucher. 85 Prozent der 1002 Befragten sind der Auffassung, dass Supermärkte und Fischgeschäfte keinen Fisch mehr anbieten sollten, bei dessen Fang oder Zucht die Meeresumwelt geschädigt wird. Auf Dauer setzt EDEKA vor allem auf Fischprodukte, die das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) tragen oder aus nachhaltiger Aquakultur stammen.


Leere Meere: Gibt es Fischer bald nur noch in Bronze gegossen?

Auch die Politik müsse umsteuern, fordern die Partner. 94 Prozent der Bürger sind laut WWF-Umfrage der Auffassung, die Regierungen sollten die Meere durch strengere Gesetze und stärkere Kontrollen besser schützen. Der WWF und EDEKA setzen sich für eine neue, umweltfreundliche Fischereipolitik ein. Gemeinsam fordern die Umweltschützer und der Lebensmittelkonzern die drastische Verringerung des Beifangs von Meeresschildkröten, Haien, Delfinen und Fisch. Diese Fänge werden meist noch auf See wie Müll wieder über Bord geworfen. Nach Angaben des WWF wird allein in der Nordsee jedes Jahr ein Drittel des Fanges – das entspricht etwa einer Million Tonnen Fisch und Meerestiere – wieder über Bord geworfen. Besonders betroffen ist der stark überfischte Nordsee-Kabeljau. Fast die Hälfte des gefangenen Kabeljau verendet auf diese Weise. Die EDEKA will durch eine Sortimentsumstellung sowie durch politische Initiativen in Berlin und Brüssel dazu beitragen, den Kabeljaubeifang in der Nordsee zu drosseln.

Der Testschmecker meint: Das Plündern und Verseuchen der Gewässer ist eine absolute Zeitbombe, die in den nächsten Jahren dringend von einer verantwortungsvolleren Politik und durch nachhaltiges Handeln entschärft werden muss. Denn mit dem Leben im Meer stirbt auch der Mensch, der Ursprung alles Leben auf unserem Planeten liegt im Wasser. Also ist es höchste Zeit, dass sich die großen Lebensmittelkonzerne ihrer Verantwortung stellen.

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Verblüffend unterschiedlich: Fruchtjoghurt mild Erdbeere von Edeka Bio und Edeka Mibell

Dieser sensorische Vergleichstest ist ein kleiner Nachtrag zu meinen Artikel über Aromastoffe. Bei Edeka entdeckte ich zwei milde Fruchtjoghurts mit Erdbeere, einmal Edeka Bio (0,49 €/150 g) ohne Aromazusatz und einmal von der Edeka Hausmarke Mibell (0,29 €/150 g) mit Zusatz von Aroma.

Die angegebenen Zutaten beim Bio-Joghurt sind: Joghurt mild*, Rohrohrzucker*, 8 % Erdbeeren*, native Maisstärke*, Verdickungsmittel Pektin und Johannisbrotkernmehl, färbendes Lebensmittel Holunderbeerenkonzentrat* und Zitronensaftkonzentrat* (*aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft). Die Liste beim Produkt von Mibell wartet mit diesen Zutaten auf: Joghurt mild, Zucker, 6 % Erdbeeren, Glukose-Fructose-Sirup, Frucht- und Pflanzenextrakt als färbendes Lebensmittel: Rote Beete-Saftkonzentrat, Aroma.

Nachdem die Deckel aufgerissen sind, beurteile ich zuerst die Farbe. Das Bioprodukt ist deutlich heller gefärbt als der rosarote Joghurt von Mibell. Schon in der Nase macht sich ein sehr markanter Unterschied bemerkbar: Der konventionelle Joghurt fällt durch die typisch künstliche Erdbeernote auf, die in vielen Produkten mit “Erdbeergeschmack” üblich ist. Der Edeka Bio Fruchtjoghurt duftet wesentlich angenehmer und dezent nach Erdbeeren.

Die Konsistenz des Fruchtjoghurts von Mibell ist merkwürdigerweise mehliger, obwohl im Gegensatz zum Bioprodukt keine Verdickungsmittel bei den Zutaten angegeben sind. Den Bio-Joghurt empfinde ich dagegen als angenehm cremig. Beim Aroma öffnet sich die Schere wieder weit: Fällt der Mibell-Joghurt mit sehr süsser, künstlicher Note unangenehm auf, ist das Bioprodukt nur dezent süss mit mildem Fruchtaroma.

Fazit: Dieser Vergleich brachte ein sehr unterschiedliches Geschmacksbild auf den Tisch. Für sensible Zungen kann es hier nur einen Sieger geben: Das Edeka Bio Fruchtjoghurt mild Erdbeere ist eindeutig feiner und leckerer, das schlägt sich allerdings auch im Verkaufspreis nieder.

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Edeka Bio Sommergemüse

Gemüse aus der Tiefkühltruhe ist keine Sünde, sondern eine vitaminreiche Alternative zu erntefrischer Ware. Das Edeka Bio Sommergemüse (1,59 € / 450 g) enthält Karotten, Erbsen, Blumenkohl und Brechbohnen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Die Zubereitung ist denkbar einfach. In etwas kochendem Wasser wird das gefrorene Sommergemüse im geschlossen Topf gedünstet. Das dauert etwa 10 Minuten. Angesichts des warmen Wetters heute entscheide ich mich für eine mediterrane Zubereitung. Mit Olivenöl, Pfeffer, Meersalz und einer ebenfalls tiefgekühlten 6-Kräuter-Mischung bringe ich das Edeka Bio Sommergemüse auf den Tisch.

Wissenschaftler attestieren Tiefkühlgemüse wie eingangs erwähnt Vitaminreichtum, aber wie steht es um den Geschmack? Nun, um den ist es leider nicht so gut bestellt. Unter dem Tiefkühlvorgang leider die Aromen ganz erheblich. Das ist allerdings sehr unterschiedlich von Gemüsesorte zu Gemüsesorte. Beim Edeka Bio Sommergemüse sind vor allem die Möhren und Brechbohnen die großen (Geschmacks) Verlierer: Sie sind wässrig, weich und fade, trotz vorsichtigem Dünsten. Beim Blumenkohl ist das nicht so dramatisch, die Erbsen sind eindeutig am besten zum Tiefgefrieren geeignet und schön knackig.

Fazit: Geschmacklich ist für mich tiefgekühltes Gemüse sicher nur die zweite Wahl. Wenn es aber doch mal schnell gehen soll, ist es eine Alternative, vitaminreiche Kost auf die Teller zu bringen. Die Mischung des Edeka Bio Sommergemüse ist harmonisch zusammengestellt, das ist bei Tiefkühlgemüse-Mix nicht immer der Fall. Kräftiges Würzen und die Zugabe von frischen Kräutern ist auf jeden nötig, um die Schwächen des Edeka Bio Sommergemüses in puncto Geschmack auszugleichen.

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EM-Snacktest (1): Grissini

Erstaunlich: Die Bio Vollkorn-Grissini stehen im TREFF 3000, einem Discount-Ableger der EDEKA Südwest, direkt neben dem italienischen Original von Granforno und haben sogar den identischen Preis (0,99 € / 125 g). Also mal keine Abschiebung in die “Bio-Ecke” und somit ist für den interessierten Kunden der direkte Preis- und Zutatenvergleich möglich.

Die Bio Vollkorn-Grissini sind aus Weizen-Vollkornmehl*, Hefe, nativem Olivenöl extra*, Gerstenmalzextrakt* und Speisesalz (*aus kontrolliert ökologischem Anbau) gebacken. Interessanterweise enthalten die konventionellen Grissini von Granforno kein Olivenöl, sondern sind aus Weizenmehl, Palmöl, Hefe, Salz und Malzextrakt hergestellt. Das schlägt sich bei den ungesättigten Fettsäuren (das sind die Guten!) nieder und ist ein klarer Pluspunkt für das Bio-Gebäck: Hier sind 5,1 g von insgesamt 6,2 g Fettgehalt je 100 g ungesättigte Fettsäuren. Die Grissini von Granforno weisen nur 4,4 g ungesättigte Fettsäuren bei immerhin 6,8 g Fettgehalt je 100 g auf. Eine größere Differenz ergibt sich logischerweise bei den Ballaststoffen (Bio 10 g je 100 g / Granforno 3,3 g je 100 g).

Die trockenen Stangen verlangen unbedingt nach weiteren Knabberbeilagen, sonst wird der Fußballabend trotz spannendem Spiel einfach zu fad. Ich entscheide mich für griechischen Feta mit Olivenöl und schwarze Oliven. Die Grissini von Granforno sind sehr neutral im Geschmack und angenehm leicht gesalzen. Die Bio-Grissini sind herzhafter und besitzen eine schmeckbare Olivenöl-Note. Zum Schafskäse gefällt mir die Vollkornvariante ganz gut, bei den Oliven punkten die klassischen Grissini mit der besseren Harmonie. Ein fruchtiger Rotwein ist sicher ein passender Begleiter für diese Knabberei.

Die Bio-Vollkornvariante ist sicherlich der gesündere EM-Snack und eher mit herzhaften Beilagen kombinierbar. Neutraler und somit universeller einsetzbar ist die klassische Variante, die es in größeren Märkten sicher auch in Bio-Qualität gibt.

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Edeka Bio-Chips mit Geschmack: Sauerrahm und Zwiebeln

Edeka Bio-Chips Sauerrahm & Zwiebel

Knabbern am Abend: Soll ja nicht gesund sein, wenn man es jeden Tag macht. Aber ab und zu, mit einem Gläschen (Bio-)Wein… Also greife ich ausnahmsweise nach gewürzten - im Normalfall würde ich sagen: aromatisierten - Chips: Edeka Kartoffelchips Sauerrahm und Zwiebeln. Und weil Knabberspaß ansteckend ist, darf es ruhig die große 200-Gramm-Tüte sein 1,79 €.

Bio-ChipsIm Geschmack können die Bio-Chips durchaus mit den chemisch aromatisierten Varianten mithalten: Natürlich springt einen das Aroma nicht so an wie bei den konventionellen Aroma-Chips. Dafür bleibt am Abend oder am nächsten Morgen kein “Nachgeschmack”. Ein Pluspunkt auch dafür, dass sie in Bio-Sonnenblumenöl gebacken wurden.

Leider ist die Konsistenz der Chips aber nicht ganz so knackig, wie man es sich wünscht. Und auf der Zutatenliste steht neben Kartoffeln (61%) und Maismehl auch Hefe-Extrakt. Das ist der Bio-Ersatz für den Geschmacksverstärker Glutamat. Fachbuchautor und Journalist Hans-Ulrich Grimm greift das Thema in fast jedem seiner Bücher auf, auch eine Internetrecherche lässt diesen Zusatzstoff nicht ganz so gut dastehen.

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Bio-Apfelsäfte im Vergleich: Schwarzwaldhof und Jung

Bio-Apfelsaft

Neben Bio-Möhren und Bio-Mehl war Bio-Apfelsaft wohl das ökologische erzeugte Lebensmittel, das ein alternativer Bio-Haushalt schon vor etlichen Jahren - noch vor dem sogenannten Bio-Boom - anschaffen konnte: Er war preiswert und auch in Supermärkten oder sogar Tante-Emma-Läden auf dem Land zu bekommen.

Heute hat sich das Bild etwas gewandelt: Es gibt zwar mittlerweile zu fast jedem Produkt im Supermarkt auch eine Bio-Alternative. Aber beim Apfelsaft ist die Auswahl fast gleich geblieben: Meistens findet sich gerade mal eine Sorte im Regal oder bei den Getränkekisten.

In diesem Fall wird das überregionale Angebot meines Edeka-Marktes ergänzt durch einen regionalen Anbieter, wie ihn die lokalen Marktbetreiber zusätzlich zu ihrem “Stamm-Angebot” aufnehmen können und das immer öfters auch tun. Der “Platzhirsch” ist also sozusagen der Apfelsaft der Marke Schwarzwaldhof, Edekas Hausmarke (1,0 l für 1,75 €). Der “Herausforderer” kommt aus dem Hause Jung, heißt “Perlmund-Apfelsaft” und stammt auch aus dem Schwarzwald (1,0 l für 1,59 €).

Apfelsaft-VergleichIm Glas zeigt sich der Jung-Saft deutlich dunkler und schmeckt im direkten Vergleich etwas süßlicher. Da beide Säfte biologisch erzeugt sind und keine Zusätze angegeben sind, entscheidet hier wohl die Sorte der Äpfel, die verwendet wurden. Und da punktet der Schwarzwaldhof durch seinen etwas säuerlicheren Geschmack, was ihn zum Durstlöscher prädestiniert und als idealen Partner für eine Apfelschorle als Sommergetränk empfiehlt.

Der Perlmund-Saft ist eher etwas für Leute, die es süßer mögen, vielleicht ist er auch bei Kindern beliebter oder als Süßungsmittel für Desserts. Aber bei aller Liebe zu Außenseitern, der Schwarzwaldhof gewinnt für mich diesen Vergleich noch aus anderen Gründen: Zwar steckt mit Jacoby einer der ganz großen der Branche hinter dem Fruchtsaft, aber das muss ja nicht schlecht sein. Denn erstens sitzt Jacoby ganz bei mir in der Nähe, baut selbst auch Äpfel biologisch in Baden und im nahen Elsaß an, und ist damit für mich auch ein regionales Produkt. Und zweitens trägt der Schwarzwaldhof-Saft das Demeter-Zeichen, ist als nicht nur biologisch-organisch, sondern biologisch-dynamisch erzeugt worden. Der Jung-Saft dagegen trägt das EU-Biozeichen.

Nun kann man über Biodynamie denken, wie man will. Aber nach meiner persönlichen Einschätzung gibt es auch bei Bioqualitäten durchaus eine Abstufung: Vom EU-Zeichen über die Signets der Verbände wie Bioland und Naturland bis hin zum Demeter-Symbol.

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