Facebook-Werkzeuge fürs Food-Blog: in die Tiefe gehen

Facebook-Werkzeuge wie Fanpagekarma liefern Daten - und Vergleiche.

Facebook-Werkzeuge wie Fanpagekarma liefern Daten – und Vergleiche.

Facebook macht Spass, wenn man dort einen regen Austausch zum Beispiel mit anderen Food-Bloggern oder seinen Lesern betreibt. Wenn andere lesen, was man schreibt. Wenn man selbst Anregungen und Tipps findet. Und wenn letztlich auch das eigene Blog oder vielleicht sogar das eigene Business davon profitiert. Ein paar Werkzeuge und Helfer können den Blick ins Innenleben der Facebook-Maschinerie erhellen. Und vielleicht sogar dabei helfen, dass die Facebookseite und das eigene Food-Blog noch erfolgreicher werden und noch mehr Spass machen.

Facebook-Werkzeug Fanpagekarma

Irgendwann will man es ja mal genauer wissen: Was kommt eigentlich gut an, von dem was ich hier veröffentliche. Und wer interessiert sich nun genau dafür? Wer von meinen Facebook-Besuchern landet in meinem Food-Blog, vielleicht sogar bei meinem Newsletter? Es gibt zahlreiche kostenpflichtige Tools und auch sehr beliebte, kostenloses. Fanpagekarma zum Beispiel verhilft zu mehr Durchblick. Freilich muss man hierzu mindestens 100 Follower haben. Wer die noch nicht hat, sollte sich mal für die Möglichkeiten von Facebook-Anzeigen interessieren. Damit kommt man nötigenfalls recht flott über diese Schwelle – wenn die Inhalte stimmen.

Wann finden Posts die größte Aufmerksamkeit?

Wann finden Posts die größte Aufmerksamkeit?

Sehr schön ist zum Beispiel die Veranschaulichung der Tops und Flops einer Facebook-Seite bei Fanpagekarma. Hier erkennt man schon recht schnell ein Muster und kann seine künftigen Schwerpunkte vielleicht auch etwas korrigieren. Aufschlussreich ist auch die Art der erfolgreicheren Beiträge (Links, Bilder, Videos etc.). Und welche Textlängen von den eigenen Followern noch „goutiert” werden: Was zu lang oder zu kurz ist, stößt auf weniger Interesse.

Als weniger hilfreich empfinde ich die Orientierung an „guten Zeiten, schlechte Zeiten”: Der Tag und die Tageszeit einer Veröffentlichung entscheidet oft über Erfolg und Reichweite. Das ist in den Sozialen Medien ebenso wie in den Blogs, aber vielleicht sind auf jeder Plattform andere Zeiten wichtig? Nun können sich nicht alle Menschen an diesen Zeiten orientieren – oder sie wollen es nicht. Man hat ja schließlich auch noch anderes zu tunn. Man kann Posts im Food-Blog ja leicht auf die erfolgreichen Zeiten terminieren. Auch Facebook erlaubt diese Beitragsplanung. Aber wenn man selbst nicht reagieren kann zu dieser Zeit, auf Kommentare, Likes und neue Follower, dann verschenkt man auch gleich wieder etwas von diesem Vorteil.

Was machen die anderen

Auch hier kann Fanpagekarma Auskunft geben, sogar erstaunlich genau. Wer also in seinem Metier einige „große” Seiten mit großer Anhängerschaft kennt, der kann sich hier noch über einige Details schlau machen. Dieses Facebook-Werkzeug  gibt es übrigens auch direkt bei Facebook. In der Statistik findet sich die Rubrik „Seiten im Auge behalten”. Und weil jeder Food-Blogger ein paar Seiten kennt, die er gut findet und von denen man sich einige Anregungen holen kann, sollte man sie im Auge behalten. Aber erstens funktioniert es bei mir nur gelegentlich, dass ich neue Seiten hinzufügen kann. Das Phänomen gibt es schon lange und bei allen Browser. Sehr ärgerlich. Und zweitens ist die Informationstiefe doch wesentlich geringer als bei Fanpage Karma.

Der Blick über den Tellerrand ist aber immer hilfreich, das gilt auch für Anregungen.

Ideen finden – nicht abkupfern

Ideen für neue Blogposts zu finden beschreiben manche als das größte Problem. Aus Statistiken wie den oben genannten kann man nun zwar entnehmen, was ein paar andere, große Websites machen. Noch interessanter ist es allerdings mit einem Feedreader mitzuverfolgen, was andere Blogs in meinem Metier so als Thema aufgreifen. Wer jetzt anfängt, Ideen 1:1 nachzubauen, der macht sich nicht viele Freunde. Aber das ist ja auch gar nicht nötig. Wer 100 Blogposts von 20 verschiedenen Blogs aus seinem Interessenbereich liest (oder auch nur die Überschriften liest) und dann keine eigenen Einfälle für Themen hat, der sollte vielleicht das Thema wechseln.

Natürlich ist das ständige Mitlesen anstrengend, manchmal auch ermüdend. Ich benutze einem Feedreader und zwar das schon ältere Newnewswire für den Mac. Aktuell würde ich für den Einstieg Feedly empfehlen. Darüberhinaus habe ich für einige thematisch zusammenhängende Blogs die Blogadresse ebenso wie die dazu gehörende Facebook und Instagram-Seiten in ein Lesezeichen gepackt. Mit Mausklick lassen sich diese 50 Seiten auf einmal in Tabs öffnen. Und ich erfahre (etwa zwei bis drei Mal im Monat) nicht nur etwas über aktuelle Themen, sondern auch über die Gewichtung dieser Themen in den Sozialen Medien der Blogger.

Planungshelfer

Sie gehören zu den wohl wichtigsten Facebook-Werkzeugen. Auch wenn ich diese Dienste schon ein paar Mal empfohlen habe, und wenn sie deutliche Nachteile haben sollen. Dienste wie later.com für Instagram, Buffer und Hootsuite bieten schon in der kostenlosen Version, die Sozialen Plattformen zentral zu bedienen. Diese Vorausplanung soll von Facebook & Co. allerdings nicht gerne gesehen sein. Logischerweise legt man dort Wert auf aktive Nutzer. Aber wenn die Frage ist, ob ich das alles irgendwie bewältigen kann mit einem zentralen Instrument oder nicht, dann kann ich diese Nachteile durchaus billigend in Kauf nehmen – finde ich.

Seitenmanager für Facebook

Der Seitenmanager für Facebook sei der Vollständigkeit halber genannt, aber er macht mich nicht glücklich. Ich finde das Teil ziemlich unzureichend. Und offensichtlich teilen viele Nutzer dieses Urteil, wenn man sich mal die Bewertungen im App Store ansieht.

Bilderdienste

Mit Apps oder Online-Diensten wie Canvas oder Picmonkey kann man seine Bilder ebenso aufhübschen wie mit kostenlosem Bildmaterial, das man legalerweise auf Website und sozialen Profilen einsetzen darf. Unter den Stockarchiven ist Unsplash.com mein Favorit und hat nach meiner Einschätzung die „frischesten” Bilder. Ich mag die Dienste für Bildauswahl und Bildbearbeitung aber eher weniger, weil sie mit dem vorgegebenem Layout schnell für relativ einheitliches Aussehen vieler Profile sorgen. Es passiert mir nicht selten, dass ich dasselbe Bild oder dasselbe Layout an einem Tag mehrmals entdecke. Selbst etwas schlechtere, aber selbst gemachte Fotos sind in meinen Augen authentischer.

 

 

War das hilfreich? Dann bitte teilen!

Social Media Daten erforschen

Twitter und Facebook haben eigene Analytics-Angebote, die durchaus ausreichend sind.

Twitter und Facebook haben eigene Analytics-Angebote, die durchaus ausreichend sind.

Social Media Daten werden Bloggern immer als die Werkzeuge vorgeführt, mit denen man seinen Erfolg steuern und steigern kann. Das mag ganz richtig sein, unter bestimmten Voraussetzungen. Aber egal ob es stimmt oder nicht: Jeder ist neugierig, wie sein Blog abschneidet im Vergleich (mit wem auch immer) und was die Statistiken hergeben.

Ich kenne die hohen Erwartungen beim Thema Statistiken von Website-Betreibern, deren Shops ich betreue. Und ich warne immer davor, zu sehr auf Statistiken zu schielen. Zumal ich aus eigener Erfahrung weiß, dass sich die Statistiken der Websites untereinander nicht zu sehr unterscheiden und sich meistens wenig konkrete Hilfestellung daraus ableiten lässt. Das gilt für Weingüter, wo ich das schon ziemlich lange verfolge, und auch für Food-Blogs wie den Testschmecker.

Natürlich wollen auch die Food-Blogger wissen, was die Statistik sagt, auch wenn es nur ein Hobby ist. Alle beackern ja einen  Themenbereich, in dem es nicht nur viele gute Vorbilder gibt, sondern eben auch viel Konkurrenz. Jeder will es wissen, jeder kann es haben. Ich rate zu einem sparsamen Umgang mit Daten. Alle paar Monate mal einen Blick drauf werfen, reicht für gewöhnlich. Wer tiefer graben möchte, findet jede Menge Werkzeuge. Einige sind kostenpflichtig, die meisten bieten zumindest eine kostenlose Basis-Version.

Die grundlegende Analyse der Daten ist bei den meisten Diensten eingebaut. Facebook macht das für Pages (für Profile gibts keine Auswertungen), es gibt Anaytics für Twitter und auch für Youtube (für die eigene Website sowieso, aber hier gehts ja um Social Media). Und für Instagram kann man in Ermangelung eigener Daten Dienste wie Squarelovin nutzen. Hier ein paar weitere Daten-Dienste, auf die ich ab und zu schaue.

Socialrank bietet sehr viele Daten für Instagram und Twitter.

Socialrank bietet sehr viele Daten für Instagram und Twitter.

Socialrank für Twitter und Instagram

Ist sehr ergiebig und facettenreich. Da ich Twitter wenig nutze, schaue ich nur ab und zu nach Instagram Daten. Man kann Follower analysieren und diejenigen Accounts, denen man selbst folgt. Und das nach verschiedenen Kriterien. Man sieht also weniger die Aussagen über den eigenen Account, als über diejenigen, mit denen man in Verbindung steht.
Das kann hilfreich sein für Vergleiche, aber auch für Anregungen und Inspirationen. Und für die Einschätzung der zahlenmäßigen Bedeutung von Accounts, die man selbst für besonders toll hält.

Die Anzahl der Filter ist so groß, dass man sich von vorneherein eine Standardsortierung festlegen sollte. Also schaut man sich vielleicht die deutschsprachigen Foodblogger an und untersucht verschiedene Kriterien. Was für den eigenen Account gilt, gilt auch für dieser Auswertungen. Je schärfer / genauer das eigene Profil ist, desto aussagekräftiger werden die Daten. Ansonsten: Äpfel und Birnen und so, man kennt das.

FanpageKarma für Facebook

Auch hier kann man in einer kostenlosen Basis-Version daten sowohl des eigenen als auch fremder Accounts ansehen (sofern sie mindestens 100 Follower haben). Man sieht, wann wie oft was gepostet wird,

LikeAlyzer für Facebook

Diese Website kümmert sich um Facebook-Seiten. Man kann die eigene Seite analysieren lasen und einige Aussagen und Tipps dafür erhalten. Oder / und man klickt auf der Eingangsseite Neu, Beliebt oder Toplist an und schaut, wie sich das Feld organisiert, wer mit was Erfolg hat. Das Ganze lässt sich nach Land und Thema organisieren (nicht immer beides). Die Ergebnisse muss man freilich erst einmal näher ansehen und verstehen lernen.
Für Deutschland hat beispielsweise den höchsten LikeRank das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Was sagt uns das? Aber durch Rumspielen und Ausprobieren findet man schnell zu spezielleren, aussagekräftigeren Daten für seinen Themenbereich.

Similarweb zeigt das Ranking der eignen Website und Social Media Daten.

Similarweb zeigt das Ranking der eignen Website und Social Media Daten.

SimilarWeb

Wer nun endlich mal seine eigenen Daten ins richtige Verhältnis gesetzt sehen will, der probiert diese Website. Hier wird das Ranking global, nach Land und für die jeweilige Themenkategorie angezeigt. Für alle weiteren Angaben braucht man schon ein gewisses Ranking, damit genügend Datenmaterial vorhanden ist.

Mein Fazit

Das sind nur einige der kostenlosen Angebote. In meinen Augen genügt die jeweils integrierte Auswertung ziemlich lange, sprich: Bis man höhere Followerzahlen erreicht hat und vielleicht auch die Monetarisierung in den Vordergrund rückt. Bis dahin würde ich dazu raten, unabhängig von der Statistik eigene Ziele zu setzen und die Resonanz durchaus auch subjektiv anhand der Rückmeldungen zu beurteilen.

War das hilfreich? Dann bitte teilen!

Pinterest – für Foodblogs unverzichtbar?

Pnterest: Welchen Stellenwert hat die Bilder-Plattform im Vergleich zu den anderen Sozialen Netzwerken?

Pnterest: Welchen Stellenwert hat die Bilder-Plattform im Vergleich zu den anderen Sozialen Netzwerken?

Aktuell: Es gibt einen Pinterest-Leitfaden kostenlos bei der Anmeldung zum Newsletter

Pinterest steht bei Foodbloggern und vielen anderen kreativen Menschen an erster Stelle der Sozialen Netzwerke. Sind es die Bilder, die Aufmachung, oder einfach das „Publikum”, das ein stärkeres Engagement hier so interessant machen? Und wie hoch ist der Aufwand, wenn man bei Pinterest erfolgreich mitmischen möchte?

Die Währung ist Aufmerksamkeit. Natürlich ist für ein Engagement in den Sozialen Medien interessant, ob Menschen und Marken aus meinem Themenbereich dort vertreten sind. Komme ich mit den Leuten in Kontakt, von denen ich etwas lernen kann und Anregungen bekomme? Und folgen mir andere, die die gleichen Interessen haben wie ich?

Pinterest scheint bei Foodbloggern sehr hoch im Kurs zu stehen. Das hat natürlich mit der Bildlastigkeit der Plattform zu tun. Mit ein paar dürren Zeilen Text ist es hier nicht getan. Insofern stellt sich für viele nicht die Frage Facebook oder Twitter. Dort sind die Massen, wer viele Menschen erreichen will, der sollte dort auf jeden Fall ein Fähnchen hissen. Bei den bildorientierten Plattformen stellt sich eher die Frage Instagram oder Pinterest. Beide sind sich aber nur auf den ersten Blick ähnlich und stellen gänzlich unterschiedliche Anforderungen.

Pinterest = Bilderwelten

Das besondere Bildformat und die Bedeutung d4r Textbilder verursachen einen relativ hohen Aufwand.

Das besondere Bildformat und die Bedeutung d4r Textbilder verursachen einen relativ hohen Aufwand.

Gemeinsam ist Instagram und Pinterest, dass man zwar Bilder braucht, aber eine Zweitverwertung von Facebook- und Twitter-Bildern hierfür ausgesprochen schwierig erscheint. Bei den Platzhirschen, den Plattformen mit den größten Reichweiten, kann man Bilder „nur” zur Illustrierung verwenden und damit ganz gut durchkommen.  Denn bei Facebook und Twitter sind es selten die ganz tollen Bilder, die notwendig sind.

Anders bei den Bilder-Plattformen, hier ist die Konkurrenz größer. Bei Instagram kann man aus den Quer- und Hochformaten, die man auch in Blogposts verwendet, noch Quadrate als günstigstes Format „herausschneiden”. Pinterest dagegen favorisiert ganz klar Hochformate. Und die sind mit einer empfohlenen Bildgröße von 735 x 1102 Pixel eher schwierig als Ausschnitt aus Querformaten zu verwenden. Damit erhöht sich der Aufwand für Fotos schon bei der Aufnahme und Illustrierung.

Wer nicht gerade in seinem Blog zum Beispiel ein WordPress-Theme nutzt, das speziell für Hochformate ausgelegt ist, muss fast jedes Motiv zweimal anlegen, als Hoch- und als Querformat.

Textbilder

Pinterest-Profis betonen immer wieder, Textbilder würden die meisten Klicks und Besuche auslösen. Gemeint sind damit Bild-Text-Kompositionen, wie man sie aufwändig mit Photoshop oder mit der Online-Plattform Canva.com erstellen kann. Diese Textbilder leben von grafischen Elementen, vielen verschiedenen Schriftarten und guten Aufteilungen zwischen Textblöcken und wichtigen Bildinhalten. Wer formatfüllend fotografiert ohne einen größeren Hintergrund- oder Unschärfebereich in seinem Bild, der hat es manchmal sehr schwer, seine Textblöcke noch vor „unwichtigeren” Bildteilen zu platzieren.

Da soll er hin, der Besucher: Ein gut bebilderter Blogpost ist meist Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken.

Da soll er hin, der Besucher: Ein gut bebilderter Blogpost ist meist Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken.

Suchmaschinenfreundlich

Dagegen hat Pinterest trotz des hohen Arbeitswaufwandes den Vorteil, dass es einen direkten Bezug zur eigenen Website gibt. Der bei Instagram obligatorische „Link in bio” umschreibt nur die Tatsache, dass einzelne Bilder nicht direkt mit den Inhalten auf der eigenen Website verlinkt werden können. Der einzige Link im Kopf der Seite ist deswegen entweder sehr allgemein gehalten (auf die eigene Eingangsseite) oder er muss ständig geändert werden.

Bei Pinterest führen nicht nur die Klicks auf die Fotos direkt zum eigenen Angebot. Die einzelnen Pins lassen sich auch suchmaschinenfreundlich gestalten. Dazu müssen Bildname, Links und Texte angepasst werden, aber die Pinboards stehen nicht ganz so losgelöst im Internet wie Instagrambilder.

Das Drumherum

Facebook und Twitter leben vor einer gesunden Mischung eigener und kuratierter Inhalte.  Neben den Links zu meinen eigenen Inhalten auf meiner Website sollte ich also auch stets andere interessante Angebote aus meinem Themenbereich teilen. Für Pinterest gilt das umso mehr. Und das bedeutet letztlich, dass man mit der Auswahl des Bildes und den Link-Texten schon etwas mehr Aufwand betreibt, um Menschen zu andere Websites zu schicken.

Der Anteil dieser Fremd-Links wird an verschiedenen Stellen höchst unterschiedlich benannt. Einmal sind es 30 Prozent, einmal 60 Prozent fremder Inhalte, die man verlinken sollte, um seinen Besuchern die ansprechendste Mischung zu bieten.

Instagram-Fotos lassen sich oft relativ einfach aus den Bildern des Blogposts gewinnen.

Instagram-Fotos lassen sich oft relativ einfach aus den Bildern des Blogposts gewinnen.

Dennoch kann man sich hier als Foodblogger gut aufgehoben fühlen. Denn geteilt werden oftmals Pins, die man bei anderen Foodbloggern findet. Oft haben sich regelrechte Netzwerke gebildet, die vorbehaltlos alles unter einander verbinden. Nach dem Motto „Pinst du meins, pin ich deins” muss dabei auch manch einer in den sauren Apfel beißen und von seinen Ansprüchen abweichen. Schließlich wird aus Solidarität gepinnt, um von mehr Besuchern zu profitieren.

Aufwand verursachen übrigens nicht nur die Pins, sondern auch die Boards. Bei einer vier bis fünfstelligen Zahl von Pins kommt den Covern der Boards ebenfalls große Bedeutung zu. Diese Cover haben ein eigenes Format (217 X 147 Pixel) und sollten das Thema des Boards zusammen mit ein paar Zeilen Text möglichst treffend zusammenfassen.

Und weil Ordnung auch immer etwas dynamisches hat, ist es gar nicht so selten, dass man – mit einer zunehmenden Zahl von Boards – auch noch einmal anfängt Pins zu verschieben und sortieren.

Zielpublikum und Frequenz

Auf jeder Plattform setzen sich die Besucher etwas anders zusammen. Nachmittags und abends erreicht man hier wohl die meisten Besucher. Für Foodblogger und Hobbyköche dürfte interessant sein, dass auf dieser Plattform vor allem die Samstage guten Besucherverkehr verzeichnen.

Wie auf anderen Plattformen kann man auch hier Dienste nutzen, um seinen Posts voraus zu planen. Aber das kostenlose Angebot ist nicht so groß wie Facebook, Twitter und Instagram. Bei Buffer brauchts einen  kostenpflichtigen Plan, der bei 10 Dollar im Monat beginnt. Wer vor allem tagsüber unter der Woche am Rechner sitzt und postet, der kann mit den Besuchsspitzen am Wochenende leicht Probleme bekommen.

Pinterest hat eine erstaunliche „Schlagzahl”. Wer mit ein paar täglichen Tweets schon ausgelastet ist , der zuckt bei der Empfehlung von 5 bis 30 Pins pro Tag zurück. Aber die Masse machts. Und wie bei allen Sozialen Netzwerken hat auch Pinterest seine bevorzugten Zeiten, in denen Posts eine besonders gute Reichweite haben.

Mein Fazit

Mein Engagement bei Pinterest bewegt sich in engen Grenzen und das hat vor allem mit dem Aufwand zu tun. Facebook ist für mich aus verschiedenen Gründen ein Muss. Instagram nutze ich viel, weil ich viel fotografiere. Pinterest hat für mich den Nachteile einer zu hohen Frequenz, ähnlich wie Twitter. Nur kommt bei Pinterest noch hinzu, dass zumindest eigene Posts recht aufwändig bebildert sein müssen. Das besondere Format und die Bedeutung der Textbilder sind eine weitere Hürde für mich.

Entscheidend ist wie so oft, ob man Freunde und Follower findet. Das Gefühl einer guten Gemeinschaft und ein reger Austausch können viele der Widrigkeiten einzelner Plattformen mehr als ausgleichen. Gerade als Foodblogger kann man hier viele Anregungen bekommen und Follower finden. Und die Bedeutung für die eigene Website ist bei Pinterest sicher größer als zum Beispiel bei Instagram.

 

 

War das hilfreich? Dann bitte teilen!

Social Media Fotos: die Zeitfresser

Social Media Fotos sind Zeitfresser. Foodblogger kennen das.

Social Media Fotos sind Zeitfresser. Foodblogger kennen das.

Wer ein Blog hat weiß es, wer mit seinem Geschäft oder Shop im Internet vertreten ist, kennt das Problem mit Social Media Fotos: In den Sozialen Netzwerken vertreten zu sein kostet viel Zeit. Lesen, Posten, Kommentieren. Das meiste könnte mit wenigen Mausklicks und kurzen Sätzen erledigt sein. Wären da nicht die Bilder: Posts mit einem (guten) Bild werden wesentlich häufiger gelesen (und geteilt), als die ohne Bild.

In meinem Journal habe ich nun einen etwas längeren Artikel dazu geschrieben.

Hier gehts zum Artikel über gute Bilder für Facebook, Twitter & Co.

Etliche meiner Besucher auf testschmecker.de sind, vermute ich, auch Menschen, die selbst im Ernährungsbereich tätig sind: Winzer, Foodblogger, Journalisten und viele eigenen Erfahrungen machen mit Social Media Fotos. Und die meisten werden das Problem kennen. Deswegen hier neben dem Link zum grundlegenden Artikel auf meiner Seite www.joachimott.de/journal (die eher aus meiner Sicht als Journalist und Fotograf gestaltet wird) hier ein paar Ergänzungen (aus meiner Sicht als Testschmecker). Natürlich trifft auch alles andere dort gesagte für den Food-Bereich zu.

Einen weiteren Artikel zum Thema Fotos bei Foodblogs möchte ich bei der Gelegenheit ebenfalls nicht unerwähnt lassen:Hängt der Erfolg eines Food-Bloggers an den Fotos?

Aber jetzt zu den ergänzenden Tipps:

1. Foodies sind anspruchsvoller was Social Media Fotos anbelangt

Jeder kennt das: Man scrollt durch seinen Newsfeed bei Facebook, Google plus, bei Instagram oder Twitter. Und bleibt hängen an einem Thema, das einen schon interessiert. Eigentlich. Aber das Bild ist, nun ja, gelinde gesagt etwas unappetitlich. Im Nahbereich geblitzt, zu helle und zu dunkle Bereiche, das Gericht eher eine undefinierbare Masse. Oder es ist das hundertste Bild eines Standardgerichtes – und es sieht genauso aus, wie alle anderen. Liegt da nicht der Schluss nahe: Wer einfallslos fotografiert, der kocht auch so?

Gleich vorweg: Für eine erstaunlich große Zahl von Foodbloggern gilt das nicht: Sie treiben einen erheblichen Aufwand und produzieren tolle Bilder. Aber oft genug trifft man auf interessante Menschen, die gut kochen und gut schreiben – aber das mit den Bildern bekommen sie nicht gebacken. Für sie gilt erst recht: Oft und viel fotografieren. Möglichst bei gutem Licht, ohne Blitz. Sammeln, Archivieren und Nachbearbeiten, wie im oben verlinkten Artikel beschrieben. Und dann die besten auswählen.

Beim Durchscrollen das Newsfeeds hat unser Bild nur eine minimale Chance auf Aufmerksamkeit, die muss man nutzen.

2. Dürfens ein paar Fotos mehr sein?

Daser gibt sich eigentlich schon aus Punkt 1. Aber vielen fällt es schwer, das Offensichtliche mit vielen Bildern festzuhalten. Als ich das erste Mal auf wirklich sehr erfolgreiche amerikanische Food-Websites stieß, habe ich gestaunt, wie man so viele Bilder auf ein Rezept „verschwenden” kann. Heute sage ich: Bei einem Dutzend Bildern ist vielleicht nicht das Abschließende dasjenige, das ich mit Ausschnitt und ein paar Filtern für die Sozialen Netzwerke verwenden würde. Also gut, dass man 12 verschiedene Bilder aus allen Stadien hat. Vielleicht ist gerade der Schneebesen mit dem herabtropfenden Teig im Gegenlicht der absolute Hingucker?

3. Nichts (Gutes) wegwerfen – schon gar keine Fotos

Natürlich trifft man eine Auswahl und stößt auf viele Bilder, bei denen auch mit Ausschnitt und Filter nichts mehr zu machen ist. Weg damit. Aber wenn ich mein Lieblingsrezept zum wiederholten Mal auf Facebook teile, dann ist es vielleicht ganz nett, das Motiv zu wechseln? Dann ist selbst die zweite oder dritte Wahl vielleicht noch besser, als dasselbe Bild wiederholt zu zeigen.

War das hilfreich? Dann bitte teilen!

Videos für Soziale Medien wie Instagram und Facebook

Ordentliche Likes: Für das Schneiden einer Avocado-Rose interessieren sich bei dieser Kurz-Anleitung mehr  als nur die eigenen Follower des Foodblogs.

Ordentliche Likes: Für das Schneiden einer Avocado-Rose interessieren sich bei dieser Kurz-Anleitung mehr als nur die eigenen Follower des Foodblogs.

Lohnt sich der Mehraufwand für die trendigen, quadratischen Mini-Videos in den Sozialen Netzwerken? Dieser Frage bin ich in meinem Journal nachgegangen: Videos für Soziale Medien wie Instagram und Facebook | joachimott journal.

Dort gibts schöne Beispiele und auch ein paar Tipps. Ich verlinke den Artikel hier, weil der Food-Bereich und speziell Foodblogger davon ja besonders betroffen sind: Es sind nach meiner Einschätzungen erstens vor allem kleine Anleitungen, mit konkretem nützlichen Inhalt und zweitens einem Ziel, das man als Zuschauer sehen möchte. Die klassische Zubereitung im Zeitraffer und mit schnellen Schnitten sorgt bei Instagram und Facebook für große Like-Zahlen, neue Follower und eine interessierte Gefolgschaft.

Das im Artikel erwähnte Beispiel des Food Blogs Pinch of Yum belegt das besonders deutlich: Da sind die Like-Zahlen schön mal deutlich höher als die Follower-Zahlen, was mit den üblichen Instagram-Posts kaum zu schaffen ist. Das abgebildete Beispiel zeigt, wie man eine Avocado-Rose schnitzt, dafür interessierten sich bislang mehr als eine Viertel Million Menschen.

Ohne gute Optik läuft nicht mehr viel im Food-Bereich

Gerade der Food-Bereich im Internet kommt ohne optisch ansprechende Inhalte nicht mehr aus: So ziemlich jeder erfolgreiche Foodblogger ist heute ganz offensichtlich auch ein ausgezeichneter Fotograf. Die Mini-Videos setzen noch eins drauf: Sie sind letztlich nur eine Essenz aus den Video-Anstrengungen mit Aufnahme, Schnitt, Nachbearbeitung, Extra-Format: Das Ganze wurde sozusagen noch einmal eingedampft und auf ein neues Format gebracht.

Fest steht schon jetzt, dass Video-Beiträge außerordentlich gut ankommen, wenn man den veröffentlichten Statistiken glauben darf: Besucher bleiben länger auf der Seite, entschließen sich leichter für Likes oder fürs Folgen und reichen das Gesehene öfters als Empfehlung weiter.

Das in meinem Journal eingebundene Video mit der Anleitung für FCPX und Compressor beschreibt recht knapp und anschaulich, wie man die quadratischen Videos erstellt.

Ob sich Einarbeitung für den Einzelnen lohnt, hängt von den Voraussetzungen ab: Wer viele Fotos und Videos macht und bearbeitet wird das leichter in Erwägung ziehen. Zumal ein Abflauen des Trends noch nicht erkennbar ist.

War das hilfreich? Dann bitte teilen!

Facebook-Adresse: testschmecker

Facebook-Seite von testschmecker.de

Meine Facebook-Seite von testschmecker.de heißt jetzt auch so:

http://www.facebook.com/testschmecker

Wobei das Hauptproblem dieser Facebook-Seite leider eher das ist, dass sie nicht so gepflegt wird, wie ich mir das wünsche. Aber so ist das ja oft: Wer sich dauernd um die Seiten anderer kümmert, der tut oftmals zu wenig auf der eigenen Baustelle. Ich arbeite noch an einem guten Workflow für Aktualisierung meiner Websites und der sozialen Netzwerke, die eierlegende Wollmilchsau (sprich: App für alles) habe ich bislang noch nicht gefunden.

War das hilfreich? Dann bitte teilen!