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Testesser im Bio-Dschungel


Stellar Winery: Der 2008-er Moonlight Organics Shiraz

Der Moonlight Organics Shiraz ist für mich der erste verkostete Wein des Jahrgangs 2008. Produzent ist die Stellar Winery in Südafrika, eine Kellerei, die biologisch angebaute Trauben aus mehreren Weingütern ausbaut und vermarktet. Der Shiraz wird von Deutschlands bedeutsamstem Biowein-Großhändler Peter Riegel Weinimport ins Land eingeführt und vertrieben.

Für 5,49 € habe ich den 2008-er Moonlight Organics Shiraz bei Alnatura erworben. Die Flasche ist mit einem LongCap-Schrauber verschlossen und trägt das Fairtrade-Siegel, das ich bislang auch nur auf südafrikanischen Weinen gefunden habe. Auf der Internetseite der Stellar Winery findet man dazu einen Text, der von besseren Bedingungen für die Arbeiter und ihre Familien auf den “Farms” spricht.

Meine Verkostungsnotiz des 2008-er Moonlight Organics Shiraz: Im Glas klares Rubinrot, für einen Shiraz (oder Syrah) recht hell in der Farbintensivität. Die Jugendlichkeit schlägt mir schon in der Nase entgegen. Da sind eingekochte Früchte, Leder, auch Tomaten und Paprika. Beim ersten Schluck erinnert mich der Moonlight Organics an einen jungen Beaujolais. Wieder Leder, dunkle Waldfrüchte und rosa Pfeffer. Die deftige Fruchtigkeit wird von süßen Tanninen und einer kräftigen Säure begleitet. Der Abgang ist recht kurz, edle Vielschichtigkeit ist in Anbetracht der für einen Rotwein extrem kurzen Reifezeit nicht geboten, der Moonlight Organics kommt eher schlicht daher. Ein Alkoholvolumen von 14 % ist rebsortentypisch, wobei der Wein nicht schwer wirkt. Für einen Shiraz ist die Machart absolut untypisch, doch der blutjunge Wein bereitet durchaus Trinkfreude, wenn man ihn als solchen bewusst genießt.

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Dunkel und gut: GEPA-Schokolade Grand Noir Bio Orange

Zartbitte-Schokolade

Manche wollen 60 oder 70%, andere bestehen auf 80 oder gar 90%. Zartbitter-Schokolade ist für Kenner und Genießer das Optimum und der Kakao-Anteil das Maß aller Dinge - je höher desto besser. Die Schokolade hat in den meisten Supermärkten noch immer den Platz in der Bio-Ecke. Viele andere Bio-Produkte stehen mittlerweile gleichberechtigt und selbstbewußt neben den konventionellen Angeboten. Aber für Bio-Schokolade reicht das Angebot hinsichtlich Menge und Vielfalt wohl noch nicht aus, um dort bestehen zu können.

Egal, wir finden sie bei Bio-Kaffee und Bio-Schoko-Brotaufstrichen und entdecken rasch eine Gemeinsamkeit: Die meisten Produkte hier sind auch “Fair Trade” gehandelt. Was bedeutet, dass die Erzeugung nicht nur der Umwelt nutzt, sondern auch die Produzenten - zumeist in Dritte-Welt-Ländern - angemessen profitieren.

Diese hier, die GEPA-Schokolade Grand Moir Bio Orange (100-g-Tafel für 1,69 €) kommt trotz ihres satten Preises fast schüchtern daher: Auf der Vorderseite findet man nur das EU-Bio-Zeichen, erst auf der Rückseite auch das Naturland-Logo. Und eine Erklärung von Bioproduktion und fairem Handel.

All das aber liest man sowieso erst, wenn man die Packung aufgerissen hat, die aluminiumfreie Schoko-Umhüllung aufgenestelt hat und das die feine Bitter-Schokolade probiert hat. Ergebnis: Sehr lecker! Die Zartbitterschokolade hat zu ihrem herbem Reiz noch den Kick, den ihr das Orangenöl als Aromalieferant spendiert. Dezent, aber eben auch nicht zu unauffällig.

Zum Wegputzen zu schade, aber als kleines Dessert zum Espresso nach einem guten Essen ideal.

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