Ein Food-Blog starten – auf was muss ich achten?

Starte Dein Food-Blog in nur einem Tag

Starte Dein Food-Blog in nur einem Tag

Ein Food-Blog zu starten, mit dieser Idee beschäftigen sich erstaunlich viele Menschen. Oft geht es dabei um den technischen Kleinkram. Denn die anderen Dingen – Kochen, Backen, Fotografieren, Schreiben – die trauen sich die meisten Menschen schon zu, die ein Food-Blog starten wollen. Vielleicht ist das tägliche Kochen ja der Anlass, die Freude an kulinarischen Genüssen oder die Lust an schönen Food-Fotos.

Tatsache ist, das recht viele Menschen diesen Schritt wagen und ein Food-Blog starten. Tatsache ist aber auch, dass etlichen nach einigen Wochen die Luft ausgeht. Deswegen ist es sinnvoll, rechtzeitig sowohl technisch als auch inhaltlich die Weichen zu stellen, damit das bloggen nicht zur Qual wird.

Achtung: Aktuell gibt es hier einen kurzen, knackigen Leitfaden:
Starte Dein Food-Blog in einem Tag! Mit allen wichtigen Infos und Links. 

Die Technik

Blog-Software ist heute nicht nur einfach zu bedienen, sie kann auch nach Herzenslust optisch gestaltet und umgestaltet werden. Es gibt sie meistens gratis und man muss kein Programmierer sein, um Einrichtung und Blog-Betrieb zu bewältigen. Die verbreitetste Software dafür heißt WordPress. Sie läuft auf einem Server des Providers (also nicht auf dem eigenen Rechner) und ist kostenlos. In vielen Fällen ist WordPress sogar schon vorinstalliert und kann per Mausklick gestartet und eingerichtet werden.

Ist die  Technik wichtig? Ja. Aber die Wahl von WordPress ist ein No-Brainer: Kostenlos, vielfältig anpassbar, eine riesige Community, die bei Problemen helfen kann und ständige Anpassungen und Erweiterungen. Die derzeit wohl beste Möglichkeit, wenn Du ein Food-Blog starten willst.

Domain und Provider

Es gibt heute eine große Zahl deutschsprachiger Angebote von Providern, die für eine monatliche Gebühr die Infrastruktur Deiner Website zur Verfügung stellen (Hosting-Angebote). Ich würde immer dazu raten, die eigene Domain selbst zu verwalten und nicht ein Blog als Subdomain bei einem großen Anbieter zu betreiben. So kann man bei WordPress und einigen anderen Anbietern zum Beispiel auch ein eigenes Blog ins Leben rufen, ohne dass man sich selbst um Technik und Hosting (Speicherung und Anbindung der Daten) kümmern muss.

Will man später doch ein eigenes Blog unter eigenem Domainnamen bei einem Provider einrichten, erweist sich der Umzug der Daten manchmal als knifflig. Also lieber gleich auf eigenen Füßen stehen.

Für die Wahl des Domainnamens (also so etwas wie testschmecker.de) gibt es viele gute Tipps. Ich halte den Namen nicht für so wichtig. Niemand sucht aus eigenem Antrieb nach einem Phantasienamen, den Du Dir ausgedacht hast.  Wahrscheinlicher ist es, dass jemand auf Deine Bilder und Artikel stößt und Dich liked, abonniert, oder Dich sonstwie im Auge behält. Das geschieht per Mausklick. Einen witzigen Namen zu haben ist schön, aber den Start eines Blogs danach auszurichten ist unnötig.

Sind Domainname und Provider wichtig? Ja, aber… Es gibt viele gute und preiswerte Angebote bei deutschsprachigen Providern,  ein Wechsel ist später relativ leicht möglich. Den Domainnamen behält man dagegen sein ganzes Blog-Leben lang. Aber er muss nicht irrwitzig und super-originell sein, nur eben nicht absolut falsch.

Das Theme

Die Layoutpakete, die Deinem Blog das unverwechselbare Gesicht gegen, heißen Themes. Es gibt sie in großer Anzahl kostenlos, für einige sogenannte Premium-Themes zahlt man meist einmalig so um die 50 Euro. Neben diesen fertigen Themes gibt es aber auch Baukastensysteme, mit denen man per Mausklick Seiten und Layout verändern kann. Das ist insofern hilfreich, als die meisten Themes, die man sich zu Beginn ausgeguckt hat, der zunehmenden Erfahrung und den wachsenden Ansprüchen nicht mehr gerecht werden.

Nach einigen Wochen fehlen einem Funktionen, die man vielleicht per Plugin nachrüsten kann (auch die gibts in großer Zahl kostenlos). Oder man ist mit der Struktur unzufrieden, will eine andere Gestaltung, größere Bilder, bessere Übersichten – was auch immer. Das ist nicht tragisch und passiert jedem Blogger. Nach einiger Zeit hat sich auch aufgrund der technischen Entwicklungen – und der veränderten eigenen Prioritäten – so viel getan, dass es einfacher ist, auf ein neues Blog umzuziehen (wohlgemerkt mit dem ursprünglichen Domainnamen und den gesicherten Inhalten aus der Datenbank).

Ist das Layout wichtig? Ja, sehr! Aber die Vielzahl kostenloser responsiver und schicker Layouts ist schier unüberschaubar. Es ist eher die Qual der Wahl. Und auch hier sind spätere Wechsel möglich.

Andere Technik & Accessoires

Ja, auch für andere Dinge ist Technik nicht ganz unwichtig. Ein Food-Blog ohne gute Fotos ist heute fast undenkbar. Konntest Du Facebook, Instagram & Co. noch direkt aus dem Handy mit Deinen Bildern bedienen, lohnt sich für ein Food-Blog schon etwas mehr Aufwand. Eine eigene Kamera, vielleicht verschiedene Objektive, gutes Licht oder ein Set-Up, um mit natürlichem Licht gute Bilder zu machen.

Bildbearbeitung kann zudem ein spannendes Thema werden. Ein schnell wachsendes Bildarchiv verlangt zudem nach guten und preiswerten Speicherlösungen. Und wenn man Videos einsetzen möchte, ist das ganze Drumherum noch einmal aufwändiger und vielleicht auch teurer.

Gerade beim Thema Kochen kommt noch ein anderer Aspekt dazu. Viele denken: Meine Küche ist nicht vorzeigbar, der Herd veraltet, das Geschirr hässlich. Accessoires sind wichtig. Aber man muss deswegen keine großen Investitionen tätigen. Auf dem Flohmarkt oder bei Auktionen kann man sich wenige Einzelstücke zulegen, die zum eigenen Stil passen und ansprechend aussehen. Und mit etwas Geschick kann man beim Fotografieren viel von de, was einen stört, ausblenden. Der Rest ergibt sich mit der Zeit.

Ist Foto-Technik wichtig? Ja, aber nur für den eigenen Spass und die eigenen Ansprüche. Wer ein gutes Smartphone hat und damit gute Bilder macht, kann weitere Kaufentscheidungen erstmal hinten anstellen. Sehr wahrscheinlich kommt auch hier der Appetit beim Essen und man kauft später sukzessive eine kleine oder größere Foto-Ausrüstung. Und was Accessoires angeht lässt sich viel mit kleinem Budget beschaffen oder ansprechend gestalten.

Die Inhalte

Der am weitesten verbreitete Zugang zum eigenen Food-Blog sind das Kochen und die eigenen Rezepte und das Schreiben. Das ist ein weites Feld mit vielen spannenden Aspekten. Ich will auch gar nicht mit dem müden Argument kommen, dass alle Rezepte dieser Erde nicht nur schon einmal ausprobiert wurden. Sie wurden sehr wahrscheinlich auch schon so veröffentlicht, dass sie übers Internet gefunden werden.

Tatsache bleibt aber, dass für die reine Rezeptsuche Suchmaschinen oft hilfreicher sind als Blogs, die man auf seiner Liste hat. Egal was ich heute koche und fotografiere: Andere haben das schon vor mir gemacht. Natürliche ist jede Darstellung einzigartig und wertvoll (wenn man nicht unerlaubt kopiert hat). Und ich würde mit gerne sagen, dass meine persönliche Handschrift beim Kochen und Fotografieren Leute zu wiederholten Besuch auf meinem Blog einlädt. Aber wahrscheinlich braucht es doch noch eine geheime Zutat, damit Besucher immer wieder auf Dein Blog kommen.

Ist die Ausrichtung meines Blogs wichtig? Super-super-wichtig. Wer nicht gerade nur für sich und als Archiv eigene Rezepte speichern möchte (das ginge auch ohne Blog) will mit seinen Inhalten gefunden werden. Als reine Rezepte-Sammlung geht man in der Flut unter.

Reine Rezepte-Sammlungen haben es heute schwer – egal, wie gut sie gestaltet sind. Die großen Rezepte-Websites halten für jede Suchanfrage viele Rezepte bereit. Ich kann nach eigenem Geschmack das passendste aussuchen. Und ich kann darüberhinaus die „Schwarmintelligenz” der Bewertungen nutzen. Ein Rezept, das bei Chefkoch ein paar hundert gute Bewertungen aufweist, wird viel eher angeklickt als eines mit drei schwachen Bewertungen.

Rezepte-Sammlung oder mehr Persönlichkeit?

Jeder kennt das Phänomen des Binge-Watching: Ich entdecke ein gutes Video, suche den passenden Video-Kanal bei Youtube oder Vimeo und schon bald klicke ich eine Video nach dem anderen an. Ich habe einen Stil, eine Persönlichkeit, ein Thema entdeckt, das mich anspricht. Das müssen jetzt nicht die besten Videos der Welt sein, mit den besten Tipps oder einzigartigen Inhalten. Sondern vielleicht einfach etwas, das auf meiner Wellenlänge ist

Ist das eigene Profil wichtig? Yep. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man damit eine Anhängerschaft gewinnt ist groß. Dazu muss man kein Star sein, Weltklasse-Fotos haben oder absolute High-End-Rezepte. Ich zum Beispiel mag Leute, die alltagsgerecht kochen, trotzdem originell sind, keine miesen Fotos verwenden und ein bißchen von ihrer Persönlichkeit rüberbringen.

Was ist mein Stil?

Manchmal weiß man das selbst nicht so genau. Dann hilft es, eine Meinung von außen einzuholen. Freunde, Bekannte, Familie. Wichtig ist, dass die persönliche Handschrift auch rüberkommt.  Manchmal ist die Geschichte zum Essen ja spannender als das Essen selbst. Die Kunst besteht in der Balance von Selbst-Darstellung und Erzählung auf der einen Seite und konkreten, hilfreichen Infos und nützlichen Anleitungen auf der andere Seite.

Und weil man in seinem Blog vielleicht nicht alles unterbringt (oder dort veröffentlichen möchte), ist es auch legitim, das ergänzend bei Facebook oder Instagram zu tun. Eben weil die meisten Blog-Leser mehr erfahren möchten, schaut man zumindest bei neuen Entdeckungen auch gleich in die zugehörigen Social Media Accounts rein.

Sind meine persönlichen Aspekte wichtig? Ja. Niemand muss sich deswegen zum Affen machen oder Dinge ausplaudern, die besser in der Familie bleiben. Aber Menschen mögen Menschen. Und nicht zuallererst ein Rezept. Die Balance ist wichtig. Kinder-Anekdoten und Familien-Erlebnisse sind immer lustig. Aber ich würde mir drei Mal überlegen, ob ich Namen und Fotos meiner Liebsten ins Netz stelle. Ich tue es nicht, hier ist meine Grenze.

Was bedeutet Kontinuität?

Ein Food-Blog ins Leben zu rufen ist kein Hexenwerk. Es am Laufen zu halten erfordert dagegen schon einige Anstrengungen. Zu Beginn würde man vielleicht gerne fünf Mal die Woche Fotos und Rezepte raushauen. Nach einigen Wochen ist man oft froh, wenn man sich einmal pro Woche etwas aus den Fingern saugen kann.

Was hilft – bei zu vielen Ideen und bei zu wenigen – ist Planung. Das Sammeln von Anregungen und Ideen bei Blogger-Kollegen und in anderen Medien. Kontinuität ist sehr wichtig. Vielleicht bekommt man nur einen guten Blog-Artikel pro Woche hin, aber das ist auch ok. Dafür kann man sicher öfter mal einen Schnappschuss oder eine kurze Infos über die Sozialen Medien posten.

Ist Kontinuität wichtig? Unbedingt. Mit etwas Planung kann man wochenlanges Abtauchen vermeiden. Leser sind (in allen Medien) anspruchsvoll und wollen unterhalten sein.

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Facebook-Werkzeuge fürs Food-Blog: in die Tiefe gehen

Facebook-Werkzeuge wie Fanpagekarma liefern Daten - und Vergleiche.

Facebook-Werkzeuge wie Fanpagekarma liefern Daten – und Vergleiche.

Facebook macht Spass, wenn man dort einen regen Austausch zum Beispiel mit anderen Food-Bloggern oder seinen Lesern betreibt. Wenn andere lesen, was man schreibt. Wenn man selbst Anregungen und Tipps findet. Und wenn letztlich auch das eigene Blog oder vielleicht sogar das eigene Business davon profitiert. Ein paar Werkzeuge und Helfer können den Blick ins Innenleben der Facebook-Maschinerie erhellen. Und vielleicht sogar dabei helfen, dass die Facebookseite und das eigene Food-Blog noch erfolgreicher werden und noch mehr Spass machen.

Facebook-Werkzeug Fanpagekarma

Irgendwann will man es ja mal genauer wissen: Was kommt eigentlich gut an, von dem was ich hier veröffentliche. Und wer interessiert sich nun genau dafür? Wer von meinen Facebook-Besuchern landet in meinem Food-Blog, vielleicht sogar bei meinem Newsletter? Es gibt zahlreiche kostenpflichtige Tools und auch sehr beliebte, kostenloses. Fanpagekarma zum Beispiel verhilft zu mehr Durchblick. Freilich muss man hierzu mindestens 100 Follower haben. Wer die noch nicht hat, sollte sich mal für die Möglichkeiten von Facebook-Anzeigen interessieren. Damit kommt man nötigenfalls recht flott über diese Schwelle – wenn die Inhalte stimmen.

Wann finden Posts die größte Aufmerksamkeit?

Wann finden Posts die größte Aufmerksamkeit?

Sehr schön ist zum Beispiel die Veranschaulichung der Tops und Flops einer Facebook-Seite bei Fanpagekarma. Hier erkennt man schon recht schnell ein Muster und kann seine künftigen Schwerpunkte vielleicht auch etwas korrigieren. Aufschlussreich ist auch die Art der erfolgreicheren Beiträge (Links, Bilder, Videos etc.). Und welche Textlängen von den eigenen Followern noch „goutiert” werden: Was zu lang oder zu kurz ist, stößt auf weniger Interesse.

Als weniger hilfreich empfinde ich die Orientierung an „guten Zeiten, schlechte Zeiten”: Der Tag und die Tageszeit einer Veröffentlichung entscheidet oft über Erfolg und Reichweite. Das ist in den Sozialen Medien ebenso wie in den Blogs, aber vielleicht sind auf jeder Plattform andere Zeiten wichtig? Nun können sich nicht alle Menschen an diesen Zeiten orientieren – oder sie wollen es nicht. Man hat ja schließlich auch noch anderes zu tunn. Man kann Posts im Food-Blog ja leicht auf die erfolgreichen Zeiten terminieren. Auch Facebook erlaubt diese Beitragsplanung. Aber wenn man selbst nicht reagieren kann zu dieser Zeit, auf Kommentare, Likes und neue Follower, dann verschenkt man auch gleich wieder etwas von diesem Vorteil.

Was machen die anderen

Auch hier kann Fanpagekarma Auskunft geben, sogar erstaunlich genau. Wer also in seinem Metier einige „große” Seiten mit großer Anhängerschaft kennt, der kann sich hier noch über einige Details schlau machen. Dieses Facebook-Werkzeug  gibt es übrigens auch direkt bei Facebook. In der Statistik findet sich die Rubrik „Seiten im Auge behalten”. Und weil jeder Food-Blogger ein paar Seiten kennt, die er gut findet und von denen man sich einige Anregungen holen kann, sollte man sie im Auge behalten. Aber erstens funktioniert es bei mir nur gelegentlich, dass ich neue Seiten hinzufügen kann. Das Phänomen gibt es schon lange und bei allen Browser. Sehr ärgerlich. Und zweitens ist die Informationstiefe doch wesentlich geringer als bei Fanpage Karma.

Der Blick über den Tellerrand ist aber immer hilfreich, das gilt auch für Anregungen.

Ideen finden – nicht abkupfern

Ideen für neue Blogposts zu finden beschreiben manche als das größte Problem. Aus Statistiken wie den oben genannten kann man nun zwar entnehmen, was ein paar andere, große Websites machen. Noch interessanter ist es allerdings mit einem Feedreader mitzuverfolgen, was andere Blogs in meinem Metier so als Thema aufgreifen. Wer jetzt anfängt, Ideen 1:1 nachzubauen, der macht sich nicht viele Freunde. Aber das ist ja auch gar nicht nötig. Wer 100 Blogposts von 20 verschiedenen Blogs aus seinem Interessenbereich liest (oder auch nur die Überschriften liest) und dann keine eigenen Einfälle für Themen hat, der sollte vielleicht das Thema wechseln.

Natürlich ist das ständige Mitlesen anstrengend, manchmal auch ermüdend. Ich benutze einem Feedreader und zwar das schon ältere Newnewswire für den Mac. Aktuell würde ich für den Einstieg Feedly empfehlen. Darüberhinaus habe ich für einige thematisch zusammenhängende Blogs die Blogadresse ebenso wie die dazu gehörende Facebook und Instagram-Seiten in ein Lesezeichen gepackt. Mit Mausklick lassen sich diese 50 Seiten auf einmal in Tabs öffnen. Und ich erfahre (etwa zwei bis drei Mal im Monat) nicht nur etwas über aktuelle Themen, sondern auch über die Gewichtung dieser Themen in den Sozialen Medien der Blogger.

Planungshelfer

Sie gehören zu den wohl wichtigsten Facebook-Werkzeugen. Auch wenn ich diese Dienste schon ein paar Mal empfohlen habe, und wenn sie deutliche Nachteile haben sollen. Dienste wie later.com für Instagram, Buffer und Hootsuite bieten schon in der kostenlosen Version, die Sozialen Plattformen zentral zu bedienen. Diese Vorausplanung soll von Facebook & Co. allerdings nicht gerne gesehen sein. Logischerweise legt man dort Wert auf aktive Nutzer. Aber wenn die Frage ist, ob ich das alles irgendwie bewältigen kann mit einem zentralen Instrument oder nicht, dann kann ich diese Nachteile durchaus billigend in Kauf nehmen – finde ich.

Seitenmanager für Facebook

Der Seitenmanager für Facebook sei der Vollständigkeit halber genannt, aber er macht mich nicht glücklich. Ich finde das Teil ziemlich unzureichend. Und offensichtlich teilen viele Nutzer dieses Urteil, wenn man sich mal die Bewertungen im App Store ansieht.

Bilderdienste

Mit Apps oder Online-Diensten wie Canvas oder Picmonkey kann man seine Bilder ebenso aufhübschen wie mit kostenlosem Bildmaterial, das man legalerweise auf Website und sozialen Profilen einsetzen darf. Unter den Stockarchiven ist Unsplash.com mein Favorit und hat nach meiner Einschätzung die „frischesten” Bilder. Ich mag die Dienste für Bildauswahl und Bildbearbeitung aber eher weniger, weil sie mit dem vorgegebenem Layout schnell für relativ einheitliches Aussehen vieler Profile sorgen. Es passiert mir nicht selten, dass ich dasselbe Bild oder dasselbe Layout an einem Tag mehrmals entdecke. Selbst etwas schlechtere, aber selbst gemachte Fotos sind in meinen Augen authentischer.

 

 

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Food-Fotos mit dem Smartphone

Food-Fotos mit dem Smartphone: Das Gitter kann helfen bei der Ausrichtung und der Bildkomposition.

Food-Fotos mit dem Smartphone: Das Gitter kann helfen bei der Ausrichtung und der Bildkomposition.

Food-Fotos mit dem Smartphone – das ist die Basis-Ausstattung für viele Food-Blogs. Denn Food-Blogs leben von guten Fotos. Und natürlich gilt das auch für jede andere Darstellung von Food-Themen: Ohne Bilder ist alles nix. Und mit „unappetitlichen” Bildern wirds eher schlimmer. Nun hat nicht jeder die Ausstattung eines Foto-Amateurs (im besten Wortsinne), der schon seit Jahren aktiv ist. Viele beginnen mit dem Smartphone – und viele bleiben auch dabei.

Scharf, aber unspektakulär: Die Bildqualität moderner Smartphone ist auf jeden Fall ausreichend.

Scharf, aber unspektakulär: Die Bildqualität moderner Smartphone ist auf jeden Fall ausreichend.

Food-Fotos mit dem Smartphone: ein paar Basics

Mit ein paar einfachen Hilfsmitteln kann man auch gute Food-Fotos mit dem Smartphone machen. Hier sind ein paar Tipps.

App Kamera: Das Gitter

Zumindest beim iPhone lässt sich in den Voreinstellungen der Kamera App ein Gittermuster für die Aufnahme einblenden. Aber es gibt auch Apps, die das übernehmen können. Gezeigt wird ein Liniennetz, das aus je zwei horizonteln und vertikalen Linien besteht. Es ergibt also ein Feld von neun Rechtecken.

Was nützt es? Zum Einen erkennen wir so zum Beispiel bei Senkrecht-Aufnahmen, ob wir die Kamera wirklich gerade ausgerichtet haben. Eine perspektive Verzerrung erkennt man durch die Linien leichter. Außerdem ist es praktisch, wenn wir uns einer Bildkomposition versuchen. Das klingt jetzt etwas hochtrabend, ist aber ganz wirkungsvoll.

Man muss dazu nicht den „Goldenen Schnitt” studiert haben und in seinen Bildern praktizieren. Es genügt schon, ein Gespür für die Bildaufteilung zu erhalten. Ein Teller senkrecht von oben lässt sich damit gut mittig platzieren. Sobald ein paar Dinge mehr ins Spiel kommen gibt eine Platzierung der bildwichtigen Objekte im rechten oder linken Bildteil mehr Dynamik.

Einfach ausprobieren. Auch „halbe” Bilder mit anderen Elementen in der anderen Bildhälfte wirken spannend. Schöner wäre das mit geringerer Tiefenschärfe, wie wir das von DSLRs kennen oder Kameras mit lichtstarken Objektiven, die ein Bokeh erzeugen. Kann das Smartphone in den meisten Fällen nicht. Außer wir helfen bei Food-Fotos mit dem Smartphone nach mit…. (Trommelwirbel)

Mehr Drama: Mit Apps wie Snapseed kann man den Charakter eines Bildes deutlich verändern.

Mehr Drama: Mit Apps wie Snapseed kann man den Charakter eines Bildes deutlich verändern.

App: Snapseed

Snapseed ist die Foto-App schlechthin, um Smartphone-Bilder noch im Smartphone aufzupeppen. Sie wurde entwickelt für die Nutzung auf dem Handy und nach kurzer Eingewöhnung möchte man das Teil nicht mehr missen. Es gibt eine Desktop-App, aber die macht nicht so viel Spass.

Bilder aufhellen, perspektivisch verzerren (oder entzerren), Belichtung nur in bestimmten Bereichen verändern – das alles geht mit maximal zwei Fingern und einigen Wischbewegungen. Neben den klassischen Tools zum Tunen der Bilder gibt es auch Filter, die souzusagen im Set gleich mehrere Einstellungen für einen bestimmten Effekt verändern.

Der wichtigste ist sicher Fokus. Damit kann man den Tiefenschärfe -Effekt erzielen, den man bei der Aufnahme nicht realisieren konnte. Der Effekt lässt sich in mehreren Bereichen anpassen. Er ersetzt nicht die hochwertige Aufnahme mit einer guten Kamera und einem guten Objektiv, kommt aber vom Effekt ziemlich nahe dran. Für Instagram, Facebook & co. reicht es allemal.

Wer einmal ausprobiert hat, was alles geht, der neigt schnell dazu auch bislang ausgemusterte Fotos nachzubearbeiten. Das Bild ist zu dunkel, die Schatten laufen zu? Drama, Baby: Mit diesem Filter werden Schatten aufgehellt, Kontraste verstärkt. Und das Ergebnis ist oftmals besser (auf jeden Fall schneller) als wir das mit Photoshop am großen Rechner machen.

In meinen Augen ist die App auch deswegen das optimale Werkzeug, weil sie das Bild selbst nicht verändert: Wir schummeln nicht, bauen nichts zusätzlich ins Bild ein, sondern bearbeiten nur die Wirkung dessen, was im Foto zu sehen ist. Aber man kann auch einen Schritt weiter gehen…

App: Lens Distortions

Gut, damit haben wir eine Grenze überschritten: In der kostenpflichtigen Sammlung von Werkzeugen für die App (die eigentlich kostenlos ist), ist Licht, wo eigentlich keines ist. Light Hit, Fog oder Shimmer heißen die beliebtesten In-App-Käufe (jeweils 2,99 €) der App Light Distortions®. Und sie zaubern das ins Bild, was der Name verspricht. Light Hits steht zurecht an erster Stelle in Käufe. Der Effekt simuliert einen Lichteinfall und ein Light Flare, das man gezielt steuern kann.

Sie kennen das,, wenn eine Lichtquelle von links oben ins Bild strahlt und dieses magische Licht erzielt? Das geht jetzt auch ohne Licht. Es gibt eine App dafür. Ich rate immer dazu, solche etwas drastischeren Bildveränderungen eher sparsam einzusetzen. Zumal man da auch einiges falsch machen kann. Lichtquelle links, Light Flare von rechts? Hmmmm….

Die Zusätze Fog und Shimmer können wir in der Küche eher weniger brauchen, Luminary und Legacy dagegen wären noch für nette Effekte gut. Aber wie gesagt: Man sollte es nicht übertreiben.

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Food Fotografie: 5 einfache Tipps für gute Ergebnisse

Food Fotografie ist etwas speziell. Wer erfarhungen sammeln will, welche Motive gut ankommen, erhält Antworten bei Instagram.

Food Fotografie ist etwas speziell. Wer Erfahrungen sammeln will, welche Motive gut ankommen, erhält Antworten bei Instagram.

Food Fotografie ist ja für Foodblogger ein schier unerschöpfliches Thema. Und ich sehe viele Foodblogs, die ziemlich großen Aufwand betreiben, um professionellen Ergebnisse präsentieren zu können. Auf der anderen Seite gibt es aber etliche, die schon länger dabei sind, und deren Fotos (sorry) mit dem Niveau und der Originalität der Rezept nicht mitgehalten haben sind.

Food Fotos mit wenig Aufwand

Wer nicht gerade das Ziel hat, von seinem Foodblog leben zu wollen oder eine Fotografen-Karriere zu starten, der ist mit einem pragmatischen Ansatz nach meiner Ansicht gut bedient. Ansprechende Ergebnisse mit wenig Aufwand scheinen mir ein gutes Ziel. Auch wenn ich meine persönlichen Preferenzen, meine Lieblings-Feeds bei Instagram und Facebook betrachte sowie meine Lieblings-Foodblogs. Am höchsten im Kurs stehen nicht die gestylten Aufnahmen mit Studiolicht. Sondern eher ansprechende Fotos mit gutem Licht, schönen Produkten und interessanten Dingen.

In meinem Journal habe ich – eher allgemein gehalten – für Produktfotos einige Tipps gegeben, wie man mit einfachen Mitteln zu brauchbaren Fotos kommen kann.

Für gute Produktfotos braucht man heute keine teuere Studio-Ausrüstung mehr. Befolgt man ein paar Regeln, kommt man zu brauchbaren Ergebnissen.

Quelle: Produktfotos: 5 Tipps für gute Ergebnisse | joachimott journal

Für die Food Fotografie gelten diese Tipps auch.

Tipp-Variationen für Foodies

Natürliches Licht (1) halte ich noch immer für die beste Lichtquelle überhaupt. Und es ist erstaunlich, wie selbst die Platzierung vor einem Nordfenster die Beleuchtung verbessert. Wer also keinen Tisch ans Fenster schieben kann oder in der Küche keinen Platz hat zum Fotografieren: Eine einfache Holzplatte, die man in einem anderen Zimmer nahe des Fensters platzieren kann, wirkt Wunder.

Und wer seine Teller schon mal mithilfe des eingebauten Blitz (2) fotografieren wollte, weiß, dass das bei Food Fotografie erst recht ein No-Go ist.

Stative oder Auflagen (3) können in der Küche eine echte Pein sein: Sie sind ständig im Weg, kippen manchmal auch um, erst recht, wenn man sie auf der Arbeitsfläche platziert hat. Ein Mini-Stativ wie das Joby Gorillapod ist da eine echte Hilfe – und in diesem Fall auch besser als jeder Bücherstapel.

Der Tipp mit der Tiefenschärfe (4), dürfte den meisten bekannt sein, auch wenn im Zeitalter der Handyfotos die Zusammenhänge von Verschluss und Blende, Lichtstärke und Empfindlichkeit kaum noch irgendwo vermittelt werden.

Und die Flat-Style-Fotos (5) sind zwar nicht für den Foodbereich erfunden wurden. Aber sie haben hier eine so große Verbreitung, dass sie jedem schon untergekommen sind und viele damit auch schon experimentiert haben. Bei Widerholungen sei allerdings zur Vorsicht gemahnt: Wer seinen Instagram Feed nur mit diesem Stil bedient, der erhält ein eher monotones Gesamtbild, finde ich.

Für den allgemeineren Artikel über Produktfotografie habe ich ja als einziges Investition ein Lichtzelt oder ein paar günstige Reflektoren aufgeführt. Die machen im Food-Bereich wenig Sinn. Da würde ich – neben einer lichtstarken Standard-Brennweite wie – höchstens zum oben erwähnten Gorillapod raten. Auch das liegt in der Preisklasse unter 50 Euro.

Vielleicht der einzige Küchenhelfer für Food Fotografie: ein kompaktes Stativ.

Vielleicht der einzige Küchenhelfer für Food Fotografie: ein kompaktes Stativ.

food-fotografie-5-tipps

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Lady and Pups – an angry food post

Lady and Pups

Unter den Trilliarden Food Blogs wieder eines entdeckt, dem ich gerne folge: Lady and Pups – an angry food post. Die Lady ist vor nunmehr drei Jahren von new York nach Peking gezogen, die Pups sind auf der About-Seite abgebildet: ihre Hündchen. Der Anger bezieht soch wohl auf die Unzulänglichkeiten, die sie in China erfährt: „So come share how I turned a lot of frustration and anger in a lovely meal.”

Ich mag das Blog vor allem wegen des Erscheinungsbildes und der guten und schönen Fotos, die die Entstehung der Gerichte gut dokumentieren: Nicht überkandidelt und auch nicht nur das obligatorische Abschluss- und Beweisfoto „ich hab es wirklich selbst gekocht”. Ich mag die Rezepte (zum Beispiel die multy-layered scallion flat breads). Und ich mag die relativ langen Texte.

Die Darstellung ist trotz der Fülle der Rezepte noch ziemlich übersichtlich, hilfreich sind auch die featured posts, die thematisch sortiert sind wie aktuell die featured finger foods, wo ich diese hier gefunden habe. Alles in allem also einen Eintrag in meinen RSS-Reader wert und ein Facebook-Like, um auf dem Laufenden zu bleiben.

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Plötzblog – Rezepte rund ums Backen von Brot, Brötchen, Kuchen & Co.

ploetzblog

Eines meiner Lieblings-Food-Blogs hat den AMA-Award bekommen: Plötzblog – Rezepte rund ums Backen von Brot, Brötchen, Kuchen & Co. ist ein reines und ausschließliches Back-Blog (Rezepte, Anleitungen, Buchtipps) von Lutz Geißler, von Hause aus Geologe. Sympathisch ist mir an ihm und seinem Blog, dass er schön gestaltet und fotografiert, dass er authentisch schreibt und den ganzen Kram mit bezahlten Posts und Verlosungen nicht mitmacht.

Seine Fotos machen richtig Appetit, die Rezepte und Anleitung sind praxisnah und sehr ausführlich beschrieben. Es gibt auch eine ganze Reihe von Video-Anleitungen („Plötzflimmern“), die nicht so perfekt in Szene gesetzt sind wie seine Fotos, aber als Hilfestellung mehr als brauchbar.

Sein Blog erreichte beim österreichischen AMA-Award den ersten Platz in der Kategorie Backen und Süßes.

Wer noch nicht allzu viel gute Food-Blogs auf dem Radar hat: Die Bestenlisten dieser Awards sind immer eine gute Gelegenheit, den Feed-Reader aufzufüllen.

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