Fasnetsküchle: frisch und fluffig

Fasnetsküchle - nicht nur bei den Schwaben eine sehr beliebte Süßspeise.

Fasnetsküchle – nicht nur bei den Schwaben eine sehr beliebte Süßspeise.

Fasnetsküchle sind in Baden-Württemberg noch immer hoch im Kurs – wenn auch nur zur fünften Jahreszeit. Während die etwas größeren Varianten als Berliner oder Krapfen (Bayern und Österreich) das ganze Jahr über erhältlich sind, werden die schwäbischen Fasnetsküchle nur in der fünften Jahreszeit zuhause selbst gebacken. Die frittierten und gezuckerten Küchle sind zwar ernährungsphysiologisch keine Empfehlung. Aber mit einem Kompott oder frischen Früchten (und ohne Marmeladenfüllung) ein Energiespender für die letzten kalten tage – egal ob man sie närrisch begeht oder nicht.

Fasnetsküchle = einfache Küche

Solches und ähnliches in Fett gebackenes (wie Striebeli) gibt es in fast allen Regionen. Ich kenne die schwäbische Variante als deutlich kleiner und ungefüllt. Dabei sorgt ein selbst gemachtes Kompott dafür, dass neben weißem Mehl, Zucker und Fett zumindest ein bißchen was gesünderes auf den Tisch kommt. Sicher kein Essen für jeden Tag. Aber selbst wer seine Fritteuse noch ein weiteres Mal einsetzen möchte, kommt auf gerade Mal dieser süßen und kalorienreichen Mahlzeiten.

Das Rezept gehört in die Reihe für frische Hefeteig-Gerichte wie Dampfnudeln oder Schneckennudeln, die man nur zuhause so frisch, locker und warm genießen kann.

Das Rezept

Den einfachen Hefeteig macht man an aus

500 Gramm Mehl
einem Würfel Hefe
3 – 4 EL Zucker
1/4 Liter Milch
1 TL Salz
2 Eier
80 Gramm Butter
Frittierfett
Zucker

Aus Mehl, Zucker und lauwarmer Milch macht man zusammen mit der Hefe den Vorteig, nach 30 Minuten kommen die restlichen Zutaten hinzu. Weitere 30 Minuten gehen lassen, dann etwa einen Zentimeter dick ausrollen. Mit einem Trinkglas (eher mit schmalerer Öffnung) werden die runden Stücke ausgestopchen und im Fett frittiert. Abschließend die noch warmen Fasnetsküchle auf einem Küchentuch abtropfen und dann in Zucker wälten.

Dazu passt gut ein eingemachtes Kompott, zum Beispiel Kirschen. Oder zur Not auch Früchte aus der Dose.

Bei uns ist das eine der ganz wenigen Einsatzmöglichkeiten für die Fritteuse. Deswegen gibts die erste Portion Fasnetsküchle mit etwas Abstand zum Aschermittwoche, damit man die Fritteuse noch ein zweites Mal in der nächsten Woche für das gleiche Gericht nutzen kann.

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