Das definitive Ratatouille-Rezept – als Hauptgericht oder Beilage, auch kalt oder aufgewärmt

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Selten ist etwas universeller als Ratatouille: Der klassische provenzalische Gemüse-Eintopf steht bei den Franzosen hoch im Kurs, kommt bei uns aber noch immer viel zu selten auf den Teller. Neben einem guten Olivenöl und ein paar Kräutern (Rosmarin, Thymian, Basilikum) und Knoblauch braucht man vor allem die klassischen Sommergemüse-Sorten: Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten sowie Zwiebeln und Knoblauch.

Idealerweise hat dieser Eintopf wenige Kalorien, weil er eben fast nur aus Gemüse besteht: Das ideale Sommergericht zum Abnehmen also. Wer die Kohlehydrate des Baguettes einsparen möchte, der kann ja gebratenen Fisch oder scharfe Würste wie Merguez dazu essen – oder das Gemüse-Gericht pur genießen. Da nur natürliche Zutaten in dieses vegetarische Gericht kommen, braucht man sich auch über versteckte Zutaten keine großen Gedanken machen. Die Zubereitungszeit ist mit etwa 20 bis 30 Minuten sehr überschaubar und klassische Küchenfertigkeiten braucht man kaum: Schnippeln und Braten, das wars schon.

Ratatouille mit Variationen

Reizvoll ist auch, dass man immer wieder kleine Abwandlungen vornehmen kann. So habe ich in die Winter-Variante auch schon Kartoffeln mit hereingenommen. Und die klassische Würzung mit Chilischoten habe ich mittlerweile durch Sriracha ersetzt, scharfe Chilisauce die man heute in fast jedem Supermarkt erhält und die praktischer für die Dosierung der Schärfe ist.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Ratatouille-Rezept

Zutaten:
– rote und gelbe Paprikaschoten
– zwei Zucchini
– eine Aubergine
– sechs Tomaten
– 2 bis 3 Zehen Knoblauch
– Srirache
– 1 EL Tomatenmark
– etwas Gemüsebrühe
– Rosmarin, Thymian, Basilikum

Zuerst schäle ich die Paprikaschoten. Die Haut von Nachtschattengewächsen wie Tomaten und eben auch Paprika ist für den Menschen unverdaulich, manchen bereitet sie auch Probleme oder sie mögen die Hautstückchen im Essen nicht. Bei Tomaten bin ich da tolerant, Paprika schäle ich mit genau diesem Schäler (es gibt noch ein baugleiches Modell von WMF). Kleingeschnippelt werden die Paprika mit frischen geschnittenen Gemüsezwiebeln angebraten.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Danach kommen geschnittene Zucchini und Auberginen dazu, dann erst der Knoblauch, Salz und Pfeffer. Bevor das Gemüse zu weich wird lösche ich mit Gemüsebrühe ab und rühre das Tomatenmark unter. Zum Schluss noch die Kräuter dazu und einmal durchgemischt – fertig.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker - warm und kalt.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker – warm und kalt.

Ratatouille ist frisch aus dem Topf ein Genuss, gehört aber erstaunlicherweise zu den wenigen Essen, die (vor allem an heißen Tagen) ebenso gut abends noch kalt gegegessen werden können. Auch aufwärmen und am nächsten Tag als Beilage verwenden (zu Fisch) ist eine gute Idee.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

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Tomatenquiche zum Sommer-Ausklang

Am besten lauwarm servieren, mit frischem Salat.

Am besten lauwarm servieren, mit frischem Salat.

Tomatenquiche – ein weiterer Gemüsekuchen zur Sommerzeit. Und weil gegen Ende des Sommers die roten Früchte nochmal in Massen reif werden, bevor die Ernte zur Neige geht, bietet sich eine Quiche zur Tomaten-Verwertung an. Wegen dem saftigen Innenleben der Nachtschattengewächse braucht man sich keine allzu großen Sorgen zu machen: das Problem lässt sich bei dieser Tomatenquiche beheben.

Zugegeben: Das hier ist die faule Variante: Puristen überbrühen die Tomaten mit heißem Wasser und entfernen dann die schwer verdauliche Tomatenhaut. Aber ich finde die Tomaten auch mit Haut nach dem Backen durchaus akzeptabel.

Rezept für die Tomatenquiche:

Der Teig ist ein einfacher Mürbteig mit Quark aus

  • 250 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Magerquark
  • 100 Gramm Butter
  • 1 Ei
  • Salz

Die Zutaten verrühren oder mit dem Knethaken der Küchenmaschine verarbeiten. In einer Schüssel im Kühlschrank für etwa 30 Minuten kalt stellen.

Die Füllung:

  • 750 g Tomaten (ich bevorzuge größere)
  • Blätter von einem Zweig Basilikum
  • 150 Gramm geriebener Käste (Gouda, Emmentaler etc.)
  • 2 EL geriebener Parmesan /  Grana Padano)
  • 200 Gramm Magerquark
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, evt. Sahne
Tomatenquiche: ein schneller Gemüsekuchen.

Tomatenquiche: ein schneller Gemüsekuchen.

Tomaten waschen, halbieren, die Stilansätze herausschneiden, die Kerne mit einem kleinen Löffel entfernen, in Scheiben schneiden. Ich gebe die Tomaten dann noch in ein Sieb zum Abtropfen. Die Flüssigkeit im Kuchen soll in erster Linie aus der Quark-Ei-Mischung kommen, nicht so sehr aus dem Saft der Tomaten.

Basilikumblätter klein schneiden und mit den Tomaten vermischen.

Quark mit Eiern und Parmesan, Salz und Pfeffer verrühren. Wenn die Masse trotz der Eier zu fest ist, etwas Sahne zugeben.

Die Tarteform einfetten, den Teig ausrollen und Form damit auslegen. Dahinein kommt die Tomaten-Basilikum Mischung, darüber die Quark-Ei-Masse und oben auf der Reibekäse. Die Tomatenquiche geht für 30 Minuten in den Backofen, Umluft, 180 Grad. Den Kuchen danach etwas abkühlen lassen und noch warm servieren.

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