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Testesser im Bio-Dschungel


Bio-Grießbrei von Dr. Oetker

Dr. Oetker Bio-Grießbrei

Grießbrei? Ist das nicht was für kleine Kinder, so vor den ersten Zähnen? Richtig! Aber es hat auch für Erwachsene seinen Reiz. Das sieht man schon alleine daran, dass es Grießbrei jetzt seit geraumer Zeit als Tütenessen gibt: Einfach in kochende Milch einrühren, abkühlen lassen, fertig in 10 Minuten.

Nun also die Bio-Variante von Dr. Oetker: 1,39 statt 99 Cent für die konventionelle Variante. Beide habe ich probiert. Geschmacklich ist beim Bio-Grießbrei kein großer Unterschied festzustellen. Aber von der Konsistenz ist das Produkt nicht sehr gelungen: Statt einem schönen lockeren Brei ist das Ganze etwas puddingartig, mit zunehmender Abkühlung auch eher gummiartig.

Da verlockt auch die gegenüber dem konventionellen Produkt stark reduzierte Zutatenliste nicht mehr (Hartweizengrieß, Puder-Rohrohrzucker, Maisstärke, Meerspeisesalz). Offensichtlich musste man beim konventionellen Grießbrei mit ungleich längerer Zutatenliste chemisch stark nachhelfen, um wirklich in 10 Minuten einen schönen Grießbrei zu bekommen.

Mein Fazit: Der Bio-Grießbrei ist mir die fast 40 Cent (=40 Prozent) Mehrpreis nicht wert.

Meine Alternative: Ganz normaler Weichweizengrieß. Unvergleichlich billiger, weil in der Pfundpackung. 50 Gramm reichen für 500 ml Biomilch (und damit wirds ja auch ein Bioprodukt). Milch nur erhitzen, nicht aufkochen lassen, Grieß einrühren, ein oder zwei Esslöffel Zucker dazu, Platte aus. Dann einfach ab und zu umrühren bis die Konsistenz stimmt, abkühlen lassen.

Das Ganze dauert etwas mehr als 10 Minuten, gelingt aber sicher. Hat genau drei Zutaten und schmeckt prima zu Obstsalat, Kompott etc. Wer mittags sowieso kocht und dafür ein halbes Stündchen einplant, kann das als Nachtisch prima nebenher machen. Und wers erfolgreich ausprobiert hat, der kann auch größere Mengen als Hauptgang machen. Öffnet übrigens die Türen zu Grießflammeri, Grießschnitten und Ähnlichem, die auch einen Versuch wert sind.

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Bio-Grießbrei mit Kirsch

Als Kind war ich großer Grießbrei-Fan. Da kochte meine Mutter schlicht Hartweizengrieß mit Milch und wir Kinder gaben etwas Himbeersirup dazu - so leicht konnte man uns selten zufriedenstellen.

Der Bio Grießbrei Kirsch von Aldi (1,89 € / 3 Beutel a´91g) enthält laut der Verpackung nur 49,5% Hartweizengrieß, die zweite Zutat auf der Liste ist Rohrzucker. Ein Indiz für einen hohen Zuckergehalt, da die Zutaten in Reihenfolge der enthaltenen Menge angegeben werden müssen.

Der Verpackungsinhalt wird einfach in kochend heisse Milch eingerührt und anschließend 5 Minuten quellen gelassen. Es wird in der Zubereitungsbeschreibung empfohlen, den Brei warm zu essen. Das ist nun überhaupt nicht nach meinem Geschmack. Gerade im warmen Zustand ist der Bio Grießbrei pappig süß und das Kirscharoma viel zu aufdringlich. Der Geschmack erinnert stark an kandierte Kirschen und Amarena-Eis. Laut Zutatenauflistung enthält der Brei neben 2,5% Sauerkirschen auch “natürliches Aroma”. Zu dieser Bezeichnung hier ein Auszug aus der freien Enzyklopädie Wikipedia: “Besonders irreführend ist bei der Lektüre von Zutatenlisten die Tatsache, dass eine Nennung wie “natürliches Himbeeraroma” garantiert, dass es aus Himbeeren extrahiert wurde, während bei “natürlichem Aroma” relativ sicher ist, dass die jeweilige Frucht nicht zur Herstellung verwendet wurde, da die Bezeichnung sonst aus marketing-technischen Gründen entsprechend präzisiert worden wäre.” Im kalten Zustand ist der Grießbrei etwas wohlschmeckender, aber selbst mein 9-jähriger Sohn dreht den Daumen nach unten.

Das Fazit fällt eindeutig aus: Der Bio Griessbrei Kirsch von Aldi ist in meinen Augen ein absolut überflüssiges Produkt. Ein neutraler, aus 100 % Hartweizengrieß bestehender Griessbrei ist die klar bessere Wahl. Da muss dann auch nicht unbedingt noch Zucker rein, es reicht mitunter ein wenig Sirup, Kakaopulver oder frische Früchte - ganz nach den persönlichen Vorlieben.

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