Spargel-Risotto mit Lachs

Spargel-Risotto mit Lachs: Gute Geschmacks-Kombination, rasche Zubereitung.

Spargel-Risotto mit Lachs: Gute Geschmacks-Kombination, rasche Zubereitung.

Spargel-Risotto ist für mich eine Ausnahme unter den selbst gemachten Spargel-Gerichten. Denn normalerweise dulde ich neben dem Spargel keine weitere Haupt-Zutat. Wahrscheinlich ist das Gemüse alleine einfach schon zu gut. Alle Gerichte mit Spargel und Fleisch haben bei mir deswegen schlechte Chancen. Das Spargel-Risotto mit Lachs ist eigentlich nur deswegen wohl gelitten, weil der Lachs eher dezent und in kleinen Häppchen dazu kommt.

Spargel-Risotto: behutsame Mischung

Im Gegensatz zu Spargel Carbonara erfordert das Risotto etwas mehr Fingerspitzengefühl. Zwar könnte man auch hier wie bei der Spaghetti-Kombination beides zusammen garen. Durch das lange Rühren aber besteht allerdings die Gefahr, dass die weißen und grünen Spargel-Stangen beschädigt werden. Und so werden es dann doch drei Behältnisse, mit denen man geschirren muss: Pfanne oder Dampf-Einsatz für das Lachsfilet, eine emaillierte Pfanne fürs Risotto und ein großer Topf mit kochendem Wasser für die Spargelstücke.

Die Zutaten:

  • 1 Tasse Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli, die sind bei uns gut erhältlich)
  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • 2 EL Parmesan
  • 2-4 EL Butter
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 kg Spargel, weiß und grün gemischt
  • etwa 250 g Lachsfilet, auch TK

Die Zubereitung

Auch mit drei Kochstellen bleibt die Zubereitung des Spargel-Risotto übersichtlich. Wir beginnen mit dem Lachs, der schon gekocht sein sollte. Entweder in einem Dampfeinsatz garen (geht auch prima im Schnellkochtopf). Oder klein geschnitten mit etwas Öl in der Pfanne anbraten.

Auch die Spargel-Stücke kann man schon vorbereiten. Der weiße Spargel wird geschält und in kleine Stücke geschnitten. Dann kommt er ins kochende Salzwasser, zu dem wir auch ein Stück Butter und etwas Zucker geben. Der grüne Spargel muss normalerweise nicht geschält werden, nur die Enden werden großzügig entfernt. Der grüne kommt mit fünf Minuten Verzögerung zum weißen in den Kochtopf. Nach etwa 10 Minuten sollten beide gar und bissfest sein. Am besten dann auch herausnehmen, damit sie nicht weiter garen.

Der Risotto braucht insgesamt am längsten (etwa 20 Minuten). Zur Halbzeit stoßen Lachs und Spargel und noch einige andere Zutaten hinzu. In etwas Öl zwei klein geschnittene Frühlingszwiebeln andünsten, eine Tasse Reis dazu geben, mit Gemüsebrühe ablöschen. Nun wird immer dann, wenn die Flüssigkeit fast verbraucht ist und die Reiskörner etwas am Boden der Pfanne anhaften, Gemüsebrühe hinzugegeben. (deswegen brauchts hier keine beschichtete Pfanne.)

Erst zum Ende hin vermischen

Das geht so für etwa 15 Minuten. Dann kommen 2 EL Parmesan hinzu 2 EL Butter, noch einmal Gemüsebrühe und schließlich auch die Lachs- und Spargelstückchen. Von nun an das Spargel-Risotto nur noch sehr behutsam gewendet. Es kommt nur darauf an, dass nun beides vermengt wird und sich die Aromen vermischen. Ich gebe zum Schluss statt Gemüsebrühe auch gerne einen Schluck Weißwein hinzu. Evt. mit Salz und Pfeffer würzen.

Ich weiß, dass die Parmesan-Zugabe umstritten ist. Kann man also machen, muss man aber nicht.

Wer variieren möchte, der kann natürlich auch Shrimps /Garnelen / Prawns nehmen statt des Lachs. Einen anderen Fisch als Lachs halte ich für schwierig, weil die Lachs-Stücke doch ziemlich fest sind und beim Rühren nicht zermatscht werden. Außerdem ist Tiefkühl-Lachs ganzjährig gut und preiswert erhältlich.

Dazu passt ein herber trockener Weißwein,  wie man ihn auch zu einem Fischgericht servieren würde. Am liebsten ein Wein mit etwas mehr Säure, ein trockener Weißburgunder zum Beispiel.

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Schmorgurken – die vergessenen Landschönheiten

Ein schnelles Gericht mit Schmorgurken und Hackfleisch.

Ein schnelles Gericht mit Schmorgurken und Hackfleisch.

Alle klagen über das eintönige, fast schon perfekte Gemüse. und die Geschichte über die Messung der Krümmung bei Gurken sind legendär. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ziehen aber immer öfter auch die weniger schönen Familien-Mitglieder der Salatgurken ins Supermarkt-Regal ein: Die Schmorgurke ist nichts weiter, als eine von unzähligen Gurkenarten, von denen jeder Hobbygärtner einige kennt – mit allen Vorzügen und Nachteilen. Ähnlich wie die Landgurken (die kleineren Gurken, die normalerweise auch sauer eingelegt werden) sind sie vor allem im Sommer zu finden.

Äußerlich ist sie leicht zu erkennen: Etwas dicker, ungleichmäßiger und eine ziemlich raue Schale, das sind die wichtigsten Erkennungszeichen. Sie eignen sich gut zum Anbraten in der Pfanne, denn ihr Fruchtfleisch ist etwas fester, auch im Inneren, wo die Kerne sitzen. Außerdem ist sie etwas würziger als die manchmal eher fad und wässrig wirkende Salatgurke. Ebenso wie bei Salatgurken schneide ich auch hier die Kerne stets raus. Auch der Wasseranteil in der Schmorgurke ist immer noch recht hoch, auch das trägt dazu bei, dass sie recht kalorienarm ist.

Schmorgurke

Fast immer werden diese Gurken (roh sollte man sie nicht essen) nach dem Anbraten in einer sahnigen Sauce fertig gegart. Und in den meisten Rezepten bekommen Sie einen Partner an die Seite gestellt wie Hackfleisch oder Lachs. Nicht fehlen darf auch das klassische Gurkengewürz, der Dill. Sobald Fisch im Spiel ist passt auch Meerrettich ganz gut als Gewürz.

Mit diesem Grundwissen und diesen Grundzutaten kann man eigentlich schon losziehen und seine erstes eigenes Rezept mit Schmorgurken entwerfen. Dabei kann man recht hemmungslos kombinieren und die Schmorgurken so einsetzen, wie jedes andere bissfeste Gemüse auch: In Gemüsekuchen und Aufläufen, mit den üblichen Beilagen und Fisch oder Hackfleisch. Auch in einem Curry oder in Suppen kann man diese etwas gröberen Gurken verwenden. Da sie recht preiswert sind, sollte man gerade im Sommer nicht drauf verzichten, seine „übliche” Palette an Gemüsesorten mal damit zu ergänzen.

Bei uns besteht hat sich Kombination bewährt:

Schmorgurke mit Hack

Schmorgurken mit Hackfleisch und Reis.

Die Zutaten für 2 Personen:
– 2 Schmorgurken
– 1/4 l trockener Wein
– 250 g Hackfleisch
– 1 Zwiebel
– 1 Tasse Reis
– 1/2 Becher Kräuter-Frischkäse
– Salz, Pfeffer, Öl, Dill,

Die Zubereitung:

Zuerst den Reis in Öl anschwitzen, Gemüsebrühe dazu, 20 Minuten köcheln lassen. Das geschieht nebenher. Als Nächstes die Gurken schälen, halbieren, die Kerne in der Mitte mit zwei grßzügigen Kerb-Schnitten entfernen und die halbierten Gurken quer in gleich mäßig dicke Scheiben schneiden.

Dann wird das Hackfleisch angebraten bis es leicht gebräunt und krümelig ist. Besser, es ist noch nicht ganz durch, als es ist schon zu braun und zu trocken. Das Hackfleisch aus der Pfanne nehmen, überschüssiges Fett abgießen und die Gurken anbraten. Wenn diese leicht gebräunt sind lösche ich mit einem trockenen Wein ab, würze mit Salz und Pfeffer und hebe den Kräuter-Frischkäse unter (es geht auch Kräuter-Crème fraîche, aber die hat mehr Fett).

Dann kommt das Hackfleisch dazu, Deckel drauf und jetzt nur noch kurz erhitzen, damit das Hackfleisch auf jeden Fall durchgegart ist. Zum Schluss erst kommt der frisch geschnittene Dill dazu, evt. noch Salz und Pfeffer und / oder Wein zum Abschmecken. Dann mit dem Reis servieren.

Dazu passt ein kühler trockener Weißwein.

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Lauwarme Tomatenvinaigrette zu gegrilltem Lachs mit Risotto

Tomatenvinaigrette

Das Stichwort heißt: Tomatenverwertung. Jeden Tag holt man neue, reife rote Früchte aus dem Garten. Und auch wenn wir Minimal-Mengen haben von wenigen Tomatenstöcken: Das Zeug muss weg. Die radikalste Art der Verwertung ist, wenn meine Frau Tomatenketchup kocht. Sehr, sehr lecker. Aber wenn man zusieht, wie aus einem prall gefüllten Eimer mit frischen Tomaten im Laufe kürzester Zeit ein kleines Gläschen Ketchup wird, das schmerzt schon ein bißchen: Arg reduziert, diese Ausbeute.

Genuaso lecker und etwas ergiebiger ist selbst gemachte Tomatensauce, wie man sie zu Nudeln oder auch in einem Bohnengulasch verwerten kann.

Diese hier habe ich soeben neu entdeckt und gleich ins Herz geschlossen: Die lauwarme Tomatenvinaigrette passt gut ins Konzept, weil ich gerade viel mit jeder Art von Vinaigrette mache, und sie bringt etwas Abwechslung in die Tomatenverarbeitung. Die Vinaigrette ist relativ schnell zubereitet und die lauwarmen Tomatenstückchen verbreiten ein sehr angenehmes Aroma. Der Knackpunkt sei auch gleich genannt: Tomaten werden geschält, dann zerkleinert und die Kerne entfernt. Keine große Sache, aber die glitschigen, enthäuteten Tomaten weiter zu verarbeiten ist etwas ermüdend. Es gibt Arbeiten, die gehen einem flüssiger von der Hand.

Gegrillter Lachs mit Risotto und lauwarmer Tomatenvinaigrette

Für die lauwarme Tomatenvinaigrette die Tomaten in eine flache Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, Deckel drauf.

Dann der Risotto, nach bewährter Art: Zwiebel anschwitzen, Reis dazu, erst einmal mit Weißwein ablöschen, dann immer wieder mit Gemüsebrühe aufgießen und rühren. Ich gebe kurz vor Ende der rund 20minütigen Kochzeit etwas Butter und Parmesan dazu.

Der Lachs kommt – mariniert oder nature – auf den Grill. Hautseite nach oben, die kann ruhig auch etwas dunkel werden. Rechtzeitig wenden, dann solange mit geringerer Hitze warm halten, bis alles fertig ist.

Nun kann man die aufgeplatzten Tomaten gut schälen. Vierteln, das Innenleben mit den Kernen entfernen, in kleine Stücke schneiden.

In einer großen Pfanne zwei gepresste Knoblauchzehen mit etwas Olivenöl und Paprikapulver bei milder Hitze anschwitzen. Eine Hand voll Kräuter (Petersilie und Basilikum zum Beispiel) klein hacken, die Hälfte dazu geben, immer noch bei milder Hitze. Nach drei Minuten die Tomatenstückchen dazu, Salz und Pfeffer, etwas mehr Olivenöl und abschließend etwas Essig und die restlichen Kräuter dazu geben.

Dazu passen ein grüner Salat und kühler Weißwein.

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Risotto mit Bio-Spargel und Lachs: ein Bio-Kompromiss

Spargel-Risotto mit Lachs

Man traut seinen Augen nicht: Bio-Spargel bei Edeka in weiß und grün zu 2,99 bzw 2,29 € pro Bund. Wie kann das sein? Die Preise auf dem Wochenmarkt liegen für deutsche Ware noch bei 8 bis 9 €, Bio-Spargel bekomme ich sonst nur ab Hof und noch ein bißchen teurer (wobei der wirklich jeden Cent wert ist).

Weil ich also skeptisch bin plane ich mal lieber keinen Klassiker, wie Spargel und Kratzete und Schinken, bei dem das Stangengemüse absolut dominierend ist. Ein Spargel-Risotto geht auch schnell und schmeckt fein. Und zumindest Spargel und Lachs sind ja Bio-Produkte: Der Weiße kommt aus Ungarn, ist gute 1,5 cm dick, der dünnere Grüne aus Griechenland. Beide Stangen quietschen nicht mehr so, wie es für frische Ware charakteristisch ist, wenn man sie aneinander reibt.

Der Lachs ist nicht bio, stammt dafür aber auch nicht aus einer Zuchtfarm. Und der Fisch ist aus dem Meer ist ja sowieso bio, oder? Dieser von Iglu trägt auf jeden Fall noch das Zeichen des MSC und stammt demzufolge aus umweltverträglichem Fischfang.

Also, los gehts: Spargel schälen, in kleine Stücke schneiden, in einer heißen Pfanne mit etwas Rapsöl ganz kurz anbraten (es gibt dann so einen Honigduft), mit etwas Gemüsebrühe ablöschen und noch etwas köcheln lassen, bis es bissfest ist. Den tiefgekühlten Lachs in einem Einsatz über kochendem Wasser dünsten. Und das Risotto mit kleingeschnittenen Zwiebeln in etwas Olivenöl anschwitzen und dann unter häufigem Rühren mit Gemüsebrühe immer wieder ablöschen.

Das Geheimnis eines guten Risottos liegt in seiner Sämigkeit und der Konsistenz der Zutaten. Sprich: Beim Risotto muss der Reis gerade weich sein, die Zutaten alle noch bissfest und das Gesamtwerk nicht zu trocken, sondern eher wie ein guter Brei gut durchfeuchtet. Das erreicht man, indem die Zutaten auf den Punkt gegart sind, wenn das Risotto gerade fertig wird: Ein letztes Mal mit Gemüsebrühe aufgießen, Parmesan und einen Löffel Butter dazu und schließlich die Spargelstücke und die Lachsstücke. Dann nur locker untereinanderheben – fertig.

Testschmecker-Urteil: Absolut köstlich! Geschmacklich würde es bei diesem Gericht wohl keinen Unterschied machen, wenn alle Zutaten biologisch erzeugt wären. Aber mit den Hauptkomponenten Spargel und Lachs ist man schon gut dabei, und im gut sortierten Bio-Haushalt taucht sicher auch bald Bio-Reis auf.

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