Frühsport und Morgenlauf: Die beste Tageszeit für Bewegung

Frühsport und Morgenlauf - der beste Start in den Tag. Photo by lucas Favre on Unsplash

Frühsport und Morgenlauf – der beste Start in den Tag. Photo by lucas Favre on Unsplash

Frühsport hat bei vielen Menschen keinen guten Klang. Es erinnert an militärische Ausbildung, an Drill, an Überwindung des inneren Schweinehundes. Wer es für einige Tage ausprobiert, der entdeckt ganz andere Seiten am Frühsport: den geschmeidigen Einstieg in den neuen Tag, das Erleben der erwachenden Umgebung, und mit etwas Glück auch ein Stück Natur, das man so im Alltag nicht erlebt.

Dass ich vom morgendlichen Laufen auch nach vielen Jahren noch immer begeistert bin, habe ich ja schon mal beschrieben.  In meinen Augen ist das Laufen auch noch immer der ideale Start in den Tag. Aber natürlich hat auch Walken, das morgendliche Workout im Freien oder Yoga im Park seine Berechtigung. Für alle, die sich nur schwer motivieren können, hier ein paar Tipps, wie der sportliche Start in den Tag gelingt.

Frühsport: Die beste Zeit

Auch mit Logik kann man der Sache näher kommen: Termine am Abend oder gar im Laufe des Tages werden oft und gerne verschoben oder gestrichen. Wem die sportliche Betätigung wichtig ist, der hat mit einem Morgen-Termin eine sichere Bank. Außerdem ist es für viele Menschen angenehmer, nicht unter großer Publikumsbeteiligung zu laufen, Dehnübungen oder ähnliches zu machen oder sich im Slalom um Kinderwagen und Radfahrer zu schlängeln

Nicht auf leeren Magen

Auch wenn schwere Mahlzeiten vor dem Sport nicht förderlich sind: mit leerem Bauch zu starten ist noch schwieriger. Auf schwere Körner-Müslis und viel Obst kann ich morgens leicht verzichten. Aber ein Stück Marmeladebrot oder Toast und ein paar Schluck Kaffee sind nach meinem Empfinden eine ganz gute Basis. Das sehen übrigens auch einige Trainer und Sportwissenschaftler so.

Wie lang, wie schnell?

Selbst nach dem Einlaufen und dem langsamen Aufwachen beim sportlichen Start in den Tag: Sprints und Kraftleistungen sind zu dieser Tageszeit eher schwierig: Die Kohlehydratspeicher sind leer, die Motivation sich durchzubeißen kommt erst mit der Bewegung. Am angenehmsten wird sicher ein 30 bis 60minütiger Lauf empfunden, ohne Druck durch Trainingsziele oder Wettbewerb von Mit-Läufern. Zumal man nach einem halbwegs entspannten Lauf, einem kleinen Frühstück und einer wohltuenden Dusche sich sehr entspannt seinem Tagwerk widmen kann.

Mein Tipp

Das Wochenende ist nur bedingt der richtige Zeitpunkt, diese Routine zu entwickeln. Wer unter der Woche früh raus muss, der möchte an den freien Tagen vielleicht doch etwas länger ruhen. Besser ist es, ein oder zwei Tage pro Woche auszusuchen, an denen man das versuchsweise macht, für vielleicht zwei oder drei Wochen. Das ist ein überschaubarer Rahmen und für die meisten Menschen auch leicht in den Alltag einzubauen.

War das hilfreich? Dann bitte teilen!

Morgenlauf: 5 Tipps für das frühe Joggen

Morgenlauf klingt ja irgendwie nach Internat, frühem Aufstehen, Quälerei. Aber das ist nur so lange so, bis man es einige Zeit gemacht hat. Wer einige Zeit durchhält, der wird belohnt mit besserer Fitness, einem entspannten Start in den Tag und dem guten Gefühl, seinen Sitz-Job zumindest teilweise schon früh am Tag ausgeglichen zu haben.

Logischerweise ist der ideale Startzeitpunkt, um mit einem Morgenlauf zu beginnen, der Sommer. Es ist hell und warm draußen, alles ist grün und idealerweise zwitschern noch Vögel. Wer jedoch nicht gerade ins Laufen einsteigt, sondern schon zu den Gelegenheitsläufern gehört, der kann sich jederzeit dazu aufraffen einen regelmäßigen Morgenlauf einzuplanen. Und der ist idealerweise morgens. Denn wer den Abend einplant, der erhält bis dahin so viele Ablenkungen und „dringende” andere Sachen, dass der Lauf am Abend oft verschoben oder gleich abgesagt wird.

Wer Bewegung und gesunde Ernährung kombinieren möchte, für den ist ein Lauf am Morgen mit die effektivste Art, seine Kalorienverbrennung anzukurbeln.

Morgenlauf-Tipps

1. Frühstart nach Plan

Planung ist alles: Rechtzeitig vor dem Arbeitsbeginn sollte man daheim und frisch geduscht sein, ein Frühstück ist auch gut. Das bedeutet oftmals, irgendwann zwischen 6 und 7 Uhr aufstehen. Die beste Motivation ist – so albern es klingen mag – erstmal weniger eine verzwickte psychologische Konstellation sonder einfach ein Vorsatz. Am Anfang ist es am besten, nicht lange nachzudenken. Passt das Wetter, fühle ich mich fit genug, habe ich die passenden Lauf-Klamotten? Der Deal ist: Fünf Tage Morgenlauf. Hintereinander weg. Ohne wenn und aber. Dann erst zieht man die Bilanz. Denn bis dahin hat man festgestellt: Es geht. Und es macht Spass, in den Tag hinein zu laufen.

2. Energie tanken

Wer früh rausmuss lässt gerne mal das Frühstück ausfallen. Keine gute Idee! Natürlich läuft es sich nicht gut mit einem vollen Bauch. Aber schon ein halbes Toast-Brot mit Marmelade und eine Tasse Kaffee bringen den Kreislauf etwas in Schwung und etwas Zucker ins Blut. Außerdem wacht man auch als Morgenmuffel in diesen 15 Minuten erst mal richtig auf und trottet nicht total verschlafen los.

3. Zwischen Schlaf und Tag

Ausreichend Schlaf ist wichtig. Andererseits legt unter der Woche ja kaum jemand Wert auf 10 Stunden Schönheitsschlaf. Ideal ist ein Startzeitpunkt, zu dem man nicht mehr im Tiefschlafmodus ist. Und besonders schön ist es natürlich, in den tag hinein zu laufen. Im Dunkeln loslaufen ist ok, eine Stirnlampe hilft. Aber zurückkommen bei Tageslicht ist meiner Ansicht nach ziemlich motivierend für den Arbeitstag, der vor einem liegt.

4. Laufdauer / Dauerlauf

Egal ob man als Laufanfänger oder aus anderen Gründen noch mit einer Laufpause nach etlichen Minuten unterwegs ist oder durchläuft: Die gesamte Laufdauer sollte morgens – von Ausnahmen abgesehen – am besten zwischen 45 und 60 Minuten liegen. Das ist lange genug, damit man richtig in Schwung kommt. Und nicht so lange, als dass man einen Imbiss bräuchte oder Flüssigkeitszufuhr unterwegs.

5. Und dann?

Joggen ins Büro mag ganz nett sein. Schon wegen des Aha-Effekts der Kollegen. Besser ist es, zuhause zu duschen, ein zweites kleines Frühstück einzulegen und dann entspannt in den Tag zu starten. Das ist übrigens keine leere Redewendung. Nach dem Laufen fühlt man sich in aller Regel wirklich ruhiger, auch bevorstehende Stress-Situationen sieht man nach ausreichender körperlicher Betätigung lockerer. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass man nicht erst am Arbeitsplatz den Turbo einschaltet, sondern schon mit Betriebstemperatur an den Start geht, während andere am Schreibtisch erst noch wach werden.

Soweit die Tipps von einem, der das nun schon ein paar Jahre so macht und sehr zufrieden damit lebt.

War das hilfreich? Dann bitte teilen!