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Testesser im Bio-Dschungel


Websites: Penny, Norma, Kaisers Tengelmann

Das Bio-Angebot wird dünner, deswegen jetzt drei weitere Supermarkt- bzw. Disounter-Websites in der Übersicht:

Bei Penny heißt die eigene Bio-Marke Naturgut. Das Angebot ist sehr übersichtlich: Alle 16 Artikel passen auf eine Seite. Da kann man ohne allzu großen Verwaltungsaufwand auch die Preise angeben, was man bei Penny für die meisten Bio-Artikel löblicherweise auch tut.

Bei Norma heißen die eigenen Bioprodukte Bio-Sonne (jaja, das mit den Namen wird immer schwieriger). Auch hier passt das Angebot der Eigenmarke mit 14 Artikeln auf eine Seite, und auch hier löblicherweise mit Preisen.

Bei der Kaisers Tengelmann AG hat das Bio-Kind auch einen hübschen Namen: Naturkind. Doch hier zeigt man noch mehr Zurückhaltung, nennt keine Bioprodukte und logischerweise schon gar keine Namen. Statt dessen veröffentlicht man einen längeren, eher allgemeinen Text über Bioprodukte, den wahrscheinlich keiner lesen will. 300 Produkte soll die Naturkind-Palette umfassen: Wäre schön, etwas darüber zu erfahren.

Mein Fazit: So wie in den Läden schaut es auch auf der Website aus. Ich empfinde das Bio-Angebot bei einem Gang durch diese Läden als sehr gering. Wer wirklich sucht, der findet das eine oder andere Bioprodukt. Hier entscheidet wohl fast ausschließlich der Preis, auch die Kunden scheinen da wenig Interesse zu zeigen, sonst wäre mehr da - an Infos und an Produkten.

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Naturgarten Amaranth-Riegel

Mit dem Amaranth-Riegel von Naturgut (Penny / 1,39 € / 3 Stück a´25 g) habe ich echte Probleme. Pappig bis klebrig süß ist mein außergewöhnlich knappes Urteil.

Ich bin ja schon ein Süßer, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Die Droge Zucker ist meines Erachtens in vielen Lebensmitteln viel zu hoch dosiert, vor allem Kinder werden so schon viel zu früh an ein ungesundes Niveau von süßen Stoffen gewöhnt.

Fazit: Ich erachte extrem zucker-, honig- oder süßstoffhaltige Lebensmittel wie den Naturgarten Amaranth-Riegel prinzipiell als nicht empfehlenswert, egal ob sie bio sind oder nicht. Der Daumen geht somit klar nach unten.

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Bio-Wein bei Penny: 2007er Müller-Thurgau trocken

Biowein ist bei den Discountern noch selten im Regal zu finden. Das ist kein Wunder, da doch die Produktionskosten für Biowein höher liegen und der Discount das Gros seiner Weine im Preisbereich von 1,50 € und 2,50 € verkauft. Der 2007er Müller-Thurgau trocken (3,99 € / 0,75 l) beim Penny Markt in Freiburg ist vom Badischen Winzerkeller abgefüllt, einem “Big Player” der Weinbranche. Seit 18 Jahren werden zu einem kleinen Prozentsatz der jährlichen Gesamtmenge von rund 20 Millionen Litern auch Bioweine erzeugt.

Der 2007-er Müller-Thurgau trocken zeigt sich in leuchtendem Strohgelb und wirkt recht schwer und ölig im Glas. Rebsortentypische Muskatnase, gepaart mit Honigmelone. Im Mund weich und cremig, milde Säure. Deutliche Restsüße, sicher an der oberen Grenze zu halbtrocken. Im ordentlichen Nachhall eine dezente, aber durchaus pikante Bitternote. Ich vermisse ein wenig die jugendliche Frische, die ich mir von einem 2007er verspreche.

Fazit: Das Preis-Leistungsverhältnis des 2007er Müller-Thurgau trocken vom Badischen Winzerkeller ist gerade für einen Biowein sehr passabel. Kein Überflieger (den man für rund 4 Euro auch nicht erwarten darf), aber rebsortentypisch, sauber gemacht und angenehm aromatisch. Zu würzigem Hartkäse und Salaten sicher eine gute Wahl.

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Praktische Küchenhelfer: Naturgut Biomüllbeutel

Die Naturgut Biomüllbeutel (1,99 € / 15 Stück) von Penny bestehen aus 100 % kompostierbarer Folie, die auf der Basis von Kartoffelstärke hergestellt ist. Die Beutel haben ein Fassungsvermögen von 10 Litern und eignen sich für die handelsüblichen, kleinen braunen Biomülleimer. Alle, die Biomüll im Haus sammeln, kennen das Problem mit den zum Himmel stinkenden Resten in den Eimern und Tonnen im Sommer. Die Papierbeutel, mit denen ich es schon versucht habe, sind relativ teuer und haben den entscheidenden Nachteil, das sie schnell aufweichen. Die Naturgut Biomüllbeutel dagegen sind reißfest und lassen keine Flüssigkeit durch - eine äußerst praktische Erfindung, die auch das Wasser spart, das sonst für die Tonnenreinigung anfällt.
Wann kommt endlich das erste kompostierbare Party-Geschirr auf den Markt?

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Penny Bio-Eigenmarke Naturgut: Tomatensauce Kräuter

Der Trend zu Eigenmarken mit oder ohne Biozeichen ist bei den großen Lebensmittelhandelskonzernen ungebrochen stark. Der zur REWE-Group gehörende Discounter Penny führt seit einiger Zeit die Bio-Eigenmarke “Naturgut” im Sortiment. Bei meinem Besuch im Penny Markt fällt mir die deutliche Kennzeichnung mit Hinweistafeln auf Bio- und Fairtrade-Produkte an den Regalen positiv auf. Ich greife zur Naturgut Tomatensauce Kräuter (1,79 € / 350 ml) und unterziehe sie dem Geschmackstest.

Die Menge ist als Nudelsauce für 2 Personen gut ausreichend. Ich koche Spaghetti und erhitze vorsichtig den Inhalt des Glases. Die Naturgut Tomatensauce Kräuter erinnert vom Duft ein wenig an das berühmt-berüchtigte Miracoli. Von den Kräutern riecht und schmeckt das Basilikum am deutlichsten durch. Die Sauce ist eindeutig auf das Geschmacksmuster “süß-sauer” getrimmt. Das mochte ich schon in den unsäglichen 08/15-Chinarestaurants nicht. Ein Blick auf die Zutaten fördert entsprechende Merkwürdigkeiten zu Tage. Nach Tomatenmark (65%) und Zwiebeln folgen unter anderem Apfelsaftkonzentrat, Maissirup und Reissirup. Sollte hier die Zutat Zucker mit aller Gewalt umgangen werden? Gesäuert wird das ganze mit Branntweinessig, einem recht scharfen Essig. Mir reicht bei Tomatensaucen die in den Tomaten enthaltene Säure völlig, deshalb ist diese Zutat für mich nicht nachvollziehbar. Vergleichbare Produkte wie die Barilla Tomatensaucen enthalten so einen Schnörkes auch nicht, warum muss das bei einem Bioprodukt so sein? Mein Verdacht ist, das in der Nahrungsmittelindustrie offensichtliche Produktschwächen knallhart mit eigentlich unnötigen Zusätzen kaschiert werden, statt an der Qualität der Grundzutaten zu arbeiten. Das kostet wohl zu viel Geld, da ist es wahrscheinlich leichter einen uniformierten, süß-sauren Brei anzurühren.

Ich mache mich am Herd an die Verbesserung des Naturgut-Produktes: In feine Streifen geschnittener Schwarzwälder Schinken, gehackte Petersilie und getrockneter Chili aus der Mühle (wenn schon süß-sauer, dann scharf!) sind schnell eingerührt. Mit frisch geriebenem Parmesankäse sind die Nudeln eine relativ runde Sache, die etwas weniger süß und weniger sauer fast schon perfekt wären.

Fazit: Die Naturgut Tomatensauce Kräuter ist für Liebhaber von süß-sauren Saucen gemacht, zu denen ich sicher nicht gehöre.

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