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Testesser im Bio-Dschungel


Edeka Bio Tomatensaft

Edeka Bio-Tomatensaft

Passt gut in die Fastenzeit: Bio-Tomatensaft. Dieser hier stammt von der Eigenmarke Edeka Bio, der halbe Liter kostet 89 Cent und - soviel gleich vorneweg - ist empfehlenswert.

Mit Gemüsesäften habe ich eigentlich wenig Erfahrung. Das erste Mal probiert habe ich Tomatensaft und ähnliche Säfte erst, als ich (in früheren Zeiten) gefastet habe. Die Säfte sind mehr oder weniger schmackhaft, halbwegs sättigend und eine schöne Abwechslung - je nachdem, wie restriktiv man das mit dem Fasten handhabt.

Und wie neulich hier schon einmal erklärt: Bio-Produkte finde ich umso wichtiger, je weniger man zu sich nimmt oder auch wenn man die Vielfalt seiner Ernährung einschränkt. Überrascht hat mich beim Einkauf nicht nur die Vielfalt der Bio-Gemüsesäfte. Alleine bei Edeka Bio gibt es neben dem Tomatensaft aus der gleichen Reihe (halber Liter) noch Karottensaft, Rote-Beete-Saft und Sauerkrautsaft. Außerdem gab es in meinem Markt keinen konventionellen Saft, den ich zum Vergleich hätte kaufen können - nur Bio-Ware. Das hängt sicher auch mit der Klientel zusammen, die solche Säfte bevorzugt kauft (oder wie man sie sich vorstellt: gesundheitsbewusst, bio-orientiert, nicht gerade geizig beim Lebensmittelkauf).

Der Edeka Bio-Tomatensaft wurde aus Tomatensaftkonzentrat hergestellt und enthält außerdem noch Zitronensaft aus Konzentrat und Meersalz. Eine gute Mischung, denn für Tomatensaft alleine ohne jeden Zusatz braucht nach meiner Einschätzung schon etwas Überwindung. Geschmacklich einwandfrei, aromatisch, würzig, auch der Preis stimmt in meinen Augen und die Halb-Liter-Menge finde ich auch passend. Auch für einen Fastentag ist das wohl ausreichend, weil man daneben sicher noch jede Menge anderer Getränke zu sich nehmen möchte.

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Jacoby Bio-Pflaumenkur

Bio-Pflaumenkur

Jacoby ist mein bevorzugter Saft-Lieferant: Das Angebot an Bio-Säften ist ziemlich groß, das Familienunternehmen hat seinen Sitz bei mir in der Nähe, in Baden und es bewirtschaftet auch eigene Flächen, auch im Bio-Anbau in Baden und im Elsass. Das ist für mich zumindest eine Vertrauen erweckende Kombination.

Die Anzahl der Säfte und auch der Bio-Säfte erscheint manchmal sogar etwas verwirrend, auf jeden Fall ist das Angebot recht groß. Kistenweise kaufe ich Exoten wie die heute vorgestellt Bio-Pflaumenkur nicht, da spricht schon der Literpreis von 1,60 Euro dagegen. Aber immer wieder mal was ausprobieren macht Spass und die Familie freut sich auch drüber.

Eigentlich habe ich eine Abneigung gegen alles, was nicht direkt Fruchtsaft oder auch noch aus Konzentrat ist: Nektar und Fruchtsaftgetränke habe ich früher ganz gemieden. Wer in die Welt der Exoten ausweicht, der muss akzeptieren, dass es Fruchtsorten gibt, die man einfach so als Direktsaft oder Konzentrat schlecht trinken kann.

Die Bio-Pflaumenkur besteht aus 51% Bio-Pflaumen, Wasser und Bio Zucker. Der aufgedruckten Tabelle kann man noch entnehmen, dass 12 von 100 Gramm Kohlehydrate sind, also in diesem Fall sicher Zucker. Das ist nicht wenig (120 g auf 1 Liter), aber der Geschmack ist richtig fruchtig, aromatisch und, ja, auch etwas süß. Aber immer noch so, dass man die Fruchtsäure der Pflaumen durchschmeckt.

Eine Pflaumenkur dient ja eigentlich auch zur Förderung der Verdauung, der Effekt ist vielleicht auch interessant.

Ich finde den Saft sehr lecker, die Qualität top und den Preis wert. Auf der Website von Jacoby kann man sich einen ganz guten Überblick über das Angebot verschaffen.

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REWE Bio-Orangensaft aus Konzentrat

REWE Bio-Orangensaft

Die Vielfalt der Bio-Säfte im Supermarkt ist verhältnismäßig groß. Als Entscheidungshilfe dient einmal der Preis und dann die Bekanntheit einer Marke. Darum also der Griff nach REWE Bio-Orangensaft aus Konzentrat. Ein Liter im Tetra-Pak kostet 1,49 Euro.

Zum Vergleich: Eine Nicht-Bio-Variante aus der Getränkemarkt-Abteilung kostet 0,95 Euro in der 1-Liter-Pfandflasche, aber die Spannweite ist groß: Auch für Nicht-Bio-Produkte kann man hier den gleichen Preis zahlen, wie für den Bio-Saft. Und renommierte Bio-Produkte, die nicht aus Konzentrat hergestellt wurden, sind deutlich teurer.

Zuhause also der Vergleich mit dem konventionellen Lucull-Saft: Der Bio-Saft schmeckt etwas süßer, runder, lieblicher. Der andere hat eine leicht säuerliche Note, den ich als Laie mit der Fruchtsäure in Verbindung bringe. Das konventionelle Produkt wirbt mit dem Aufdruck “ohne Zuckerzusatz”. Aber auch auf dem Bioprodukt kann ich keinen Hinweis auf Zuckerzusatz erkennen.

Der darf aber offensichtlich rein: Bis zu 15 g je Liter sind erlaubt, diese “Korrekturzuckerung”, die einen wetterbedingten Mangel an Zucker ausgleichen darf, muss nicht im Zutatenverzeichnis angegeben werden. Farb- und Konservierungsstoffe dürfen dagegen prinzipiell nicht enthalten sein.

Die meisten Säfte sind heute aus Konzentrat, auch Biosäfte. Bei der Herstellung des Konzentrats werden die leicht flüchtigen Aromen extrahiert, dann wird der Saft eingedampft und die Aromen werden wieder zugesetzt. Die Ausnahme, die ich im Supermarkt entdeckt habe: Direktsaft, meistens schon im Erzeugerland gepresst, erst beim Abfüller dann ohne Zucker- und Wasserzusatz in Flaschen gefüllt. Direktsaft ist relativ preisgünstig zu haben, zumindest meistens preisgünstiger als Bio-Ware.

Was also ist besser? Letztlich entscheidet der Geschmack. Und die praktische Handhabung. Da ich meistens in den gleichen Märkten einkaufe, sind die Pfandflaschen und -kästen kein Problem für mich. Säfte, die pur genossen werden, sollte man im Vergleich kosten und sich dann entscheiden. Entscheidend ist oft auch die Regionalität: Die Äpfel meiner bevorzugten Saftmarken kommen aus der Region, Orangen in den meisten Fällen aus Brasilien.

Für mich ist der 50-prozentige Preisaufschlag für Bio-Orangensaft zwar gerade noch akzeptabel. Im Alltag werde ich jedoch den konventionelle O-Saft ohne Zuckerzusatz in der Pfandflasche beibehalten.

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Sommerdrinks 3: Romina Eiszeit Quell Bio-Apfel und Apfel-Kirsch-Holunder

Bio-Schorle

Noch ein weiterer Versuch zur Bio-Apfelschorle, und um es gleich zu sagen: Er hat sich gelohnt. In meinem REWE-Markt standen sie dicht beieinander: Eiszeit-Quell + Bio-Apfel und + Bio-Apfel-Kirsch-Holunder. Beide in der wiederverwertbaren PET-Cycle Pfandflasche, 1 Liter für 1,09 Euro. Das +Zeichen soll wohl bedeuten: Quell+Saft=Schorle.

Der Schwabe in mir errechnet bei einem Fruchtanteil von 55 % im Apfelsaft gleich einen Literpreis von rund zwei Euro für den Bio-Apfelsaft-Anteil. Familienvater und Haushaltsvorstand (zwei weitere Persönlichkeitsanteile) nicken das ab: Passt schon. Und ein bisschen Abwechslung ist immer gut.

Bio-Schorle im GlasIm Glas überzeugt mich vor allem die Apfelsaft-Schorle: Geschmacklich einwandfrei: Aromatisch, nicht zu süß, die notwendige Säure als Durstlöscher ist auch da. Und auch die Zutatenliste ist endlich mal so, wie ich mir das wünsche: Bei einem Fruchtgehalt von 55% ist nix weiter drin als Mineralwasser, Bio-Apfelsaftkonzentrat, Kohlensäure.

Na also, geht doch: Guter Geschmack, vernünftiger Preis, saubere Zutaten, PET-Pfandflasche.

Auch die Apfel-Kirsch-Holunder-Variante schmeckt gut, ist aber nicht mein persönlicher Favorit. Liegt vielleicht auch an mir, ich bin kein Fan von solchen Mehrfrucht-Mixturen. Die Apfelschorle wirbt: “Ohne Zuckerzusatz, ohne Aromastoffe, ohne Konservierungsmittel”. Die Mehrfrucht-Variante: “kalorienarm, ohne Zuckerzusatz, ohne Konservierungsmittel.” Aha.

Obwohl auch diese Fruchtsaft-Schorle diese geschmacklich in Ordnung ist, fällt die Zutatenliste schon länger aus: Klar, alle Fruchtarten sind dabei, aber jetzt eben auch natürliches Aroma.

Fazit: So einfache Sachen wie eine gute Bio-Apfel-Schorle beherrschen nicht viele. Die Romina Mineralbrunnen GmbH in Reutlingen hat’s aber hinbekommen. Und auch die Bio-Apfel-Kirsch-Holunder-Schorle ist in Ordnung. Zwei empfehlenswerte Bio-Getränke.

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Bio-Apfelsäfte im Vergleich: Schwarzwaldhof und Jung

Bio-Apfelsaft

Neben Bio-Möhren und Bio-Mehl war Bio-Apfelsaft wohl das ökologische erzeugte Lebensmittel, das ein alternativer Bio-Haushalt schon vor etlichen Jahren - noch vor dem sogenannten Bio-Boom - anschaffen konnte: Er war preiswert und auch in Supermärkten oder sogar Tante-Emma-Läden auf dem Land zu bekommen.

Heute hat sich das Bild etwas gewandelt: Es gibt zwar mittlerweile zu fast jedem Produkt im Supermarkt auch eine Bio-Alternative. Aber beim Apfelsaft ist die Auswahl fast gleich geblieben: Meistens findet sich gerade mal eine Sorte im Regal oder bei den Getränkekisten.

In diesem Fall wird das überregionale Angebot meines Edeka-Marktes ergänzt durch einen regionalen Anbieter, wie ihn die lokalen Marktbetreiber zusätzlich zu ihrem “Stamm-Angebot” aufnehmen können und das immer öfters auch tun. Der “Platzhirsch” ist also sozusagen der Apfelsaft der Marke Schwarzwaldhof, Edekas Hausmarke (1,0 l für 1,75 €). Der “Herausforderer” kommt aus dem Hause Jung, heißt “Perlmund-Apfelsaft” und stammt auch aus dem Schwarzwald (1,0 l für 1,59 €).

Apfelsaft-VergleichIm Glas zeigt sich der Jung-Saft deutlich dunkler und schmeckt im direkten Vergleich etwas süßlicher. Da beide Säfte biologisch erzeugt sind und keine Zusätze angegeben sind, entscheidet hier wohl die Sorte der Äpfel, die verwendet wurden. Und da punktet der Schwarzwaldhof durch seinen etwas säuerlicheren Geschmack, was ihn zum Durstlöscher prädestiniert und als idealen Partner für eine Apfelschorle als Sommergetränk empfiehlt.

Der Perlmund-Saft ist eher etwas für Leute, die es süßer mögen, vielleicht ist er auch bei Kindern beliebter oder als Süßungsmittel für Desserts. Aber bei aller Liebe zu Außenseitern, der Schwarzwaldhof gewinnt für mich diesen Vergleich noch aus anderen Gründen: Zwar steckt mit Jacoby einer der ganz großen der Branche hinter dem Fruchtsaft, aber das muss ja nicht schlecht sein. Denn erstens sitzt Jacoby ganz bei mir in der Nähe, baut selbst auch Äpfel biologisch in Baden und im nahen Elsaß an, und ist damit für mich auch ein regionales Produkt. Und zweitens trägt der Schwarzwaldhof-Saft das Demeter-Zeichen, ist als nicht nur biologisch-organisch, sondern biologisch-dynamisch erzeugt worden. Der Jung-Saft dagegen trägt das EU-Biozeichen.

Nun kann man über Biodynamie denken, wie man will. Aber nach meiner persönlichen Einschätzung gibt es auch bei Bioqualitäten durchaus eine Abstufung: Vom EU-Zeichen über die Signets der Verbände wie Bioland und Naturland bis hin zum Demeter-Symbol.

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