Instagram-Tipps für neue Food-Blogs

Instagram-Tipps zu Hashtag: foodblogger hat 7 mio Beiträge, so bunt und vielfältig wie das Leben - ist aber damit keine Nische.

Instagram-Tipps zu Hashtag: foodblogger hat 7 mio Beiträge, so bunt und vielfältig wie das Leben – ist aber damit keine Nische.

Instagram-Tipps bekommt man schnell und ungefragt: Einfach möglichst vielen Accounts folgen – und gleich wieder entfolgen. Ein paar Follower werde schon hängen bleiben. Kann ja sein. Ob das dann diejenigen sind, denen man auch gerne folgt, mit denen man eine – wenn auch lose – Beziehung entwickelt, das sei dahin gestellt.  Kurz gesagt gilt für soziale Medien dasselbe, wie im richtigen Leben: Sei nett zu den Leuten, zeige, was dich interessiert und folge denjenigen Leuten, die zu Dir passen könnten.

Und weil das eine gute, aber für heutige Zeiten eher langsame Methode ist um einen erfolgreichen Account aufzubauen, hier noch ein paar Instagram-Tipps für Food-Blogger, die sich nach dem Start mit dem Food-Blog nun auch auf die Foto-Plattform wagen.

Foodies gibt es viele – was ist speziell?

Food ist ebenso wie Urlaub, Reise und Mode ein Massenmarkt. Jeder hat was zu diesem Thema beizutragen, die Bilderflut ist überwältigend. Wie sticht man heraus?

Wichtigster Instagram-Tipps: Um eine Profil aufzubauen gleich mit mindestens neun Bildern anfangen. Alles andere lässt das Profil unfertig aussehen. Besucher erkennen keinen Stil (den man allerdings auch durchhalten sollte). Und wer als Food-Blogger keine neun vorzeigbaren Fotos hat, sollte zurück auf Start.

Vor allem am Anfang ist eine Nische wichtig: ein Thema, ein Hashtag mit begrenzter Reichweite. Hier kann man auch leicht mit dem selben Hashtag nach „Gleichgesinnten” suchen. Vegan oder Schnitzel, Stilleben oder Küchenwerkstatt – egal, wie man den Einstieg wählt, es sollte zur Person passen. Wer aufwändige Stilleben produziert und das nach vier Wochen nicht mehr durchhalten kann,  hat ein Problem.

Wichtig ist auch eher allgemein: Sich immer wieder Inspiration holen – auch in anderen bereichen.

Planung hilft: eine Woche vorausdenken

Vielleicht haben Sie Instagram bislang eher spielerisch genutzt. Bilder für Freunde, launige Kommentare, lange Pausen. Wenn es dem eigenen Food-Blog was bringen soll, ist mehr notwendig. Drei bis fünf Mal pro Woche zu posten ist ein guter Vorsatz. Und damit man nicht jeden Tag vor seinem Bildarchiv sitzt und grübelt empfiehlt sich eine Vorlaufzeit von etwa einer Woche.

Also drei bis fünf Bilder für die Woche raussuchen, eventuell bearbeiten, Hashtags und Bildtexte dazu schreiben. Das sorgt dafür, dass einem nicht schon nach wenigen Wochen die Luft ausgeht. Und man erkennt rechtzeitig, wenn die Bilder zu wenig Abwechlsung bieten oder wenn einem das Material ausgeht.

Apps sind hilfreich

Soziale Netzwerke sind Zeitfresser. Einige Apps können deswegen Lebensretter sein. Dienste wie Hootsuite, Buffer oder Later kann man dazu nutzen, um die ganze Woche nicht nur durchzuplanen. Und man kann Bilder und Texte bereits ins Internet laden. Veröffentlichen muss man bei Instagram zwar immer übers Handy. Aber einmal am Tag zwei Apps öffnen und dann posten, das spart viel Zeit. Die kann man besser für Likes und Folgen und gute Kommentare nutzen.

Nicht mit Hashtags sparen

Hashtags sollten passen. Und falsche Hashtags zu nutzen, um eine möglichst große Leserschaft anzusprechen, ist übel: Den Leuten, die vom Angebot enttäuscht sind, bleibt man ja ebenfalls im Gedächtnis.

Aber die Zahl der in Frage kommenden Hashtags ist größer als man denkt. Am besten man schaut bei anderen Leuten nach. Instagramer, die in der eigenen Nische aktiv sind und solche, die schon eine große Anhängerschaft aufgebaut haben, bieten viele Anregungen. Wichtig ist auch die Reichweite der Hashtags, die man bei Eingabe des Begriffs in der Suchmaske der Instagram-App angezeigt bekommt. Bei 10 mio Beiträge zu einem Suchwort geht das eigene Bild unter. Bei nur neun Beiträgen kennt den Begriff wohl niemand.

So stolz man auf tolle Food-Fotos sein kann: Ein 'schlonziger' Kartoffelsalat brachte mir bislang die meisten Kommentare ein.

So stolz man auf tolle Food-Fotos sein kann: Ein ’schlonziger‘ Kartoffelsalat bringt manchmal mehr Kommentare als aufwändigere Fotos.

Eine Geschichte erzählen

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das mag für manche Bilder und für manche Betrachter zutreffen – aber nicht für alle. Die meisten Menschen wollen bei Interesse für ein Bild mehr wissen. Ein ganzer Satz wäre schon schön. Ein erklärendes Wort. Was Generelles zum Thema.

Wie schwer das manchmal sein kann erkennt man auch daran, dass Bildtexte der Foodies sehr oft lauten: „Guten Morgen meine Lieben. Heute gabs bei mir…” Auch bei den Kommentaren ist etwas Einfallsreichtum nicht verschwendet. Wer generell ein Smiley hinterlässt wird als Antwort wahrscheinlich Smileys bekommen. Wer seine Geschichte zum Bild erzählt, darf sich sehr oft über persönliche und herzliche Kommentare freuen.

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Social Media Fotos: die Zeitfresser

Social Media Fotos sind Zeitfresser. Foodblogger kennen das.

Social Media Fotos sind Zeitfresser. Foodblogger kennen das.

Wer ein Blog hat weiß es, wer mit seinem Geschäft oder Shop im Internet vertreten ist, kennt das Problem mit Social Media Fotos: In den Sozialen Netzwerken vertreten zu sein kostet viel Zeit. Lesen, Posten, Kommentieren. Das meiste könnte mit wenigen Mausklicks und kurzen Sätzen erledigt sein. Wären da nicht die Bilder: Posts mit einem (guten) Bild werden wesentlich häufiger gelesen (und geteilt), als die ohne Bild.

In meinem Journal habe ich nun einen etwas längeren Artikel dazu geschrieben.

Hier gehts zum Artikel über gute Bilder für Facebook, Twitter & Co.

Etliche meiner Besucher auf testschmecker.de sind, vermute ich, auch Menschen, die selbst im Ernährungsbereich tätig sind: Winzer, Foodblogger, Journalisten und viele eigenen Erfahrungen machen mit Social Media Fotos. Und die meisten werden das Problem kennen. Deswegen hier neben dem Link zum grundlegenden Artikel auf meiner Seite www.joachimott.de/journal (die eher aus meiner Sicht als Journalist und Fotograf gestaltet wird) hier ein paar Ergänzungen (aus meiner Sicht als Testschmecker). Natürlich trifft auch alles andere dort gesagte für den Food-Bereich zu.

Einen weiteren Artikel zum Thema Fotos bei Foodblogs möchte ich bei der Gelegenheit ebenfalls nicht unerwähnt lassen:Hängt der Erfolg eines Food-Bloggers an den Fotos?

Aber jetzt zu den ergänzenden Tipps:

1. Foodies sind anspruchsvoller was Social Media Fotos anbelangt

Jeder kennt das: Man scrollt durch seinen Newsfeed bei Facebook, Google plus, bei Instagram oder Twitter. Und bleibt hängen an einem Thema, das einen schon interessiert. Eigentlich. Aber das Bild ist, nun ja, gelinde gesagt etwas unappetitlich. Im Nahbereich geblitzt, zu helle und zu dunkle Bereiche, das Gericht eher eine undefinierbare Masse. Oder es ist das hundertste Bild eines Standardgerichtes – und es sieht genauso aus, wie alle anderen. Liegt da nicht der Schluss nahe: Wer einfallslos fotografiert, der kocht auch so?

Gleich vorweg: Für eine erstaunlich große Zahl von Foodbloggern gilt das nicht: Sie treiben einen erheblichen Aufwand und produzieren tolle Bilder. Aber oft genug trifft man auf interessante Menschen, die gut kochen und gut schreiben – aber das mit den Bildern bekommen sie nicht gebacken. Für sie gilt erst recht: Oft und viel fotografieren. Möglichst bei gutem Licht, ohne Blitz. Sammeln, Archivieren und Nachbearbeiten, wie im oben verlinkten Artikel beschrieben. Und dann die besten auswählen.

Beim Durchscrollen das Newsfeeds hat unser Bild nur eine minimale Chance auf Aufmerksamkeit, die muss man nutzen.

2. Dürfens ein paar Fotos mehr sein?

Daser gibt sich eigentlich schon aus Punkt 1. Aber vielen fällt es schwer, das Offensichtliche mit vielen Bildern festzuhalten. Als ich das erste Mal auf wirklich sehr erfolgreiche amerikanische Food-Websites stieß, habe ich gestaunt, wie man so viele Bilder auf ein Rezept „verschwenden” kann. Heute sage ich: Bei einem Dutzend Bildern ist vielleicht nicht das Abschließende dasjenige, das ich mit Ausschnitt und ein paar Filtern für die Sozialen Netzwerke verwenden würde. Also gut, dass man 12 verschiedene Bilder aus allen Stadien hat. Vielleicht ist gerade der Schneebesen mit dem herabtropfenden Teig im Gegenlicht der absolute Hingucker?

3. Nichts (Gutes) wegwerfen – schon gar keine Fotos

Natürlich trifft man eine Auswahl und stößt auf viele Bilder, bei denen auch mit Ausschnitt und Filter nichts mehr zu machen ist. Weg damit. Aber wenn ich mein Lieblingsrezept zum wiederholten Mal auf Facebook teile, dann ist es vielleicht ganz nett, das Motiv zu wechseln? Dann ist selbst die zweite oder dritte Wahl vielleicht noch besser, als dasselbe Bild wiederholt zu zeigen.

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Bioranking: erfolgreich in den Netzwerken

Bioranking

Erfolg lässt sich auf viele Weisen messen. Am liebsten sind uns ja immer Umsatz- und Gewinnzahlen. Aber in Zeiten, in denen sich der Wert eines Unternehmens an der Börse auch schon mal nicht am produzierten Gegenwert, dem Umsatz oder dem Gewinn orientiert, sondern an Zukunftsaussichten und Fans, kann man auch andere Maßstäbe heranziehen.

Auf der Website Bioranking werden die Bio-Erzeuger danach bewertet, wie erfolgreich sie in den sozialen Netzwerken sind, bei Facebook, Twitter, Google+. Und wie in jeder guten Top-Liste sind auch die Trends angezeigt, auf- oder absteigend. Aktualisiert wird das jede Woche.

Warum in diesem Umfeld auch die Bio-Anbauverbände vertreten sind ist mir zwar nicht ganz klar, aber Demeter ist ganz vorne mit dabei, gefolgt von Bioland und Naturland. Der ‚große Bruder‘ dieser Liste ist übrigens hier zu finden im Social Media Ranking Deutschland.

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