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Testesser im Bio-Dschungel


REWE Bio Brechbohnen

REWE Bio Bohnen

Mal wieder Gemüse: Tiefkühlgemüse. Obwohl ich möglichst viel frisch einkaufen möchte und dazu auch ganz gut Gelegenheit habe (ein kleiner, feiner Laden in unserer Straße und vier Markttage pro Woche) greife ich manchmal nach Tiefkühlkost. 300 Gramm Brechbohnen gibts für 1,19 Euro bei REWE als Bioprodukt.

Wer in dieser Jahreszeit nach Bohnen sucht, der landet unweigerlich bei kenianischen Buschbohnen. Ein sehr zartes, feines Gemüse. Deutlich teurer und - wie der Name schon sagt - tatsächlich aus Kenia. Zart gegart, mit einer Scheibe Schinken umwickelt sind diese Keniabohnen durchaus köstlich.

Aber in meinem Vier-Personen-Haushalt darfs ruhig mal ein bißchen mehr Gemüse sein (Keniabohnen sind relativ teuer) und etwas deftiger. Außerdem bin ich sehr zurückhaltend mit Lebensmitteln, die im Flugzeug zu mir kommen und / oder aus anderen Kontinenten. Nicht, dass ich ganz darauf verzichten wollte…

Die Brechbohnen sind eine gute Wahl: Zart und lecker, preiswert, schnell zubereitet. Meist in einer Gemüsepfanne mit Kartoffeln, Speck und anderem Gemüse. Lecker auch in einem großen Gulaschessen mit Fleisch und Kartoffeln oder (in einer schwäbischen Familie geht das auch) mit Spätzle. Wäre trotzdem interessant, etwas über die Herkunft der Bohnen zu erfahren, aber darüber schweigt sich REWE aus.

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Iglo Vivactiv Asia-Gemüse

Iglo Vivactiv Asia-Gemüse

Dieses Produkt ist keine Bio-Ware. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, denn es ist dafür prädestiniert: Tiefgrfrorenes Gemüse ist eine gute Alternative, weil vieles an frischem Obst und Gemüse entweder aktuell beim Händler nicht in der Auswahl vertreten ist oder saisonal und regional einfach nicht frisch zu haben ist.

Iglo Vivactiv Asia-GemüseDas Iglo Vivactiv Asia Gemüse (700 Gramm für 2,20 Euro) ist eine tiefgefrorene Gemüse-Mischung, die der Zutatenliste zufolge wirklich nichts anderes enthält, als das Gemüse. Der typisch “asiatische” Geschmack ergibt sich alleine aus der Gemüse-Mischung. Als Beilage zu einem asiatischen Gericht kann man genau die benötigte Menge entnehmen und in Topf oder Pfanne mit etwas Wasser erhitzen.

Fazit: Eine gesunde Beilage ohne jeglichen Zusatz, schmeckt gut und sehr aromatisch, ist gesund und schnell und einfach zu handhaben. Leicht zu verwenden, ohne Schälen und Schnippeln, immer frisch, vielfältige Zusammensetzung ohne viele Einzelkäufe und Abfall. Wenns jetzt noch bio wäre, dann wäre das Produkt wirklich in meinen Augen perfekt.

Es gibt übrigens von Iglo Vivactiv verschiedene Gemüsesorte und Gemüsemischungen, außerdem Fisch und Fertiggerichte. Ich habe (bislang) nur das Asia-Gemüse getestet.

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Edeka Bio Sommergemüse

Gemüse aus der Tiefkühltruhe ist keine Sünde, sondern eine vitaminreiche Alternative zu erntefrischer Ware. Das Edeka Bio Sommergemüse (1,59 € / 450 g) enthält Karotten, Erbsen, Blumenkohl und Brechbohnen aus kontrolliert ökologischem Anbau. Die Zubereitung ist denkbar einfach. In etwas kochendem Wasser wird das gefrorene Sommergemüse im geschlossen Topf gedünstet. Das dauert etwa 10 Minuten. Angesichts des warmen Wetters heute entscheide ich mich für eine mediterrane Zubereitung. Mit Olivenöl, Pfeffer, Meersalz und einer ebenfalls tiefgekühlten 6-Kräuter-Mischung bringe ich das Edeka Bio Sommergemüse auf den Tisch.

Wissenschaftler attestieren Tiefkühlgemüse wie eingangs erwähnt Vitaminreichtum, aber wie steht es um den Geschmack? Nun, um den ist es leider nicht so gut bestellt. Unter dem Tiefkühlvorgang leider die Aromen ganz erheblich. Das ist allerdings sehr unterschiedlich von Gemüsesorte zu Gemüsesorte. Beim Edeka Bio Sommergemüse sind vor allem die Möhren und Brechbohnen die großen (Geschmacks) Verlierer: Sie sind wässrig, weich und fade, trotz vorsichtigem Dünsten. Beim Blumenkohl ist das nicht so dramatisch, die Erbsen sind eindeutig am besten zum Tiefgefrieren geeignet und schön knackig.

Fazit: Geschmacklich ist für mich tiefgekühltes Gemüse sicher nur die zweite Wahl. Wenn es aber doch mal schnell gehen soll, ist es eine Alternative, vitaminreiche Kost auf die Teller zu bringen. Die Mischung des Edeka Bio Sommergemüse ist harmonisch zusammengestellt, das ist bei Tiefkühlgemüse-Mix nicht immer der Fall. Kräftiges Würzen und die Zugabe von frischen Kräutern ist auf jeden nötig, um die Schwächen des Edeka Bio Sommergemüses in puncto Geschmack auszugleichen.

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Kartoffelpuffer REWE Bio und selbstgemacht

Bio-Kartoffelpuffer von REWE Bio

Was geht einfacher als Kartoffelpuffer? Naja, Pfannkuchen vielleicht noch. Kartoffeln schälen, einmal durch den Häcksler, sprich: Küchenmaschine schicken, Ei und Gewürze dran, etwas Petersilie und Mehl - voila. Jahreszeitliche Abwandlungen sind jederzeit möglich, indem man zB Bärlauch nimmt statt Petersilie oder andere Kräuter.

Im direkten Vergleich zwischen selbstgekocht und Tiefkühl-Bioware, in dem Fall Bio-Kartoffelpuffer von REWE Bio, schneiden die optisch natürlich viel regelmäßigeren Tiefkühl-Bratlinge noch nicht so überragend ab: Natürlich sind die selbstgemachten nach eigenem Geschmack gewürzt, vielleicht etwas pikanter. Und man kann sie “schärfer” anbraten, sprich: Sie bekommen einen knusprigen braunen Rand.

Bei der Tiefkühlware misslingt das schmählich: Mit zu viel Hitze werden sie schwarz statt braun. Sie verlangen nach gleichmäßiger, langsamer Bräunung, von der sie allerdings auch schon etwas aus der Packung mitbringen. Bei unserer klassischen Variante mit Kräuter-Créme-fraiche und Räucherlachs schneiden beide Varianten gut ab, persönliche Vorliebe gilt den selbstgemachten.

Weniger Tage später dann die Wiederholung, um fürs Foto noch einmal die perfekt gebräunten Tiefkühl-Puffer zu präsentieren. Und siehe da: Die Bioware aus der Tiefkühl-Packung gewinnt an Charme. Für allein gelassene Schüler oder den schnellen Hunger zwischendurch hat es durchaus seinen Reiz, mal eben ein oder zwei Kartoffelpuffer aus der Packung zu nehmen und kurz anzubraten. Es geht flott, die Konsistenz ist gut, der Geschmack auch, wer mehr Pepp und Würze mag, der kann das ja durch Belag und Zutaten ausgleichen.

10 Stück für 2,49 Euro sind kein Schnäppchenpreis, bedenkt man den geringen Aufwand an Rohstoffen und Verarbeitung. Andererseits ist die Zutatenliste sehr übersichtlich (Kartoffeln, Weizenmehl, Vollei, Speisesalz, Rapsöl, Zwiebelpulver und Antioxidationsmittel Ascorbinsäure). Fettgehalt pro Puffer gerade mal 0,3 g, das sind 0,4 % des empfohlenen täglichen Bedarfs.

Fazit: Wenn es mal schnell gehen soll sind die Bio-Kartoffelpuffer schneller (6 Minuten braten) und genauso gut wie die “Notfall”-Pizza. Ein kleiner Vorrat im Tiefkühlschrank ist also nicht verkehrt und findet sicher schnell Abnehmer.

Selbstgemachte Kartoffelpuffer

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Dr. Oetker Ristorante Biologica: Pizza Mozzarella - überraschend gut

Pizza Dr. Oetker

Ein Glücksgriff in die Tiefkühltruhe meines Supermarktes: Die Pizza Mozzarella “Ristorante” Biologica (klingt sehr italienisch für einen Konzern in Bielefeld) wurde von meiner Familie überraschend zur besten bislang verkosteten Fertig-Pizza gekürt. Ursprünglich war sie ja nur als Notbehelf gedacht zur Versorgung allein zurückgebliebener Kinder. Aber das Familienurteil “gut” hat sie sich verdient: Knuspriger Boden, dünner Belag ohne allzuviel Schnick-Schnack.

Dabei hatte ich das kalte Teil zunächst eher mit Grausen angefasst: Ein Tiefkühl-Pizza aus der Packung zu holen ist der direkte Kontakt zur Industrienahrung: Genormte Rundung bei Teig und Mozzarella, absolut gleichmäßige Verteilung, steriles Aussehen. Nach 11 Minuten im gut aufgeheizten Backofen (das ist meiner Ansicht nach auch die dringende Voraussetzung für einen halbwegs knusprigen Boden) sah sie allerdings schon ziemlich lecker aus.

Pizza Dr. OetkerDie Rückseite zieren gleich fünf Bio-Label, die Zutatenliste enthält nichts wirklich Überraschendes oder gar Verdächtiges. Natürlich gehts auch hier nicht ohne Hefe-Extrakt als Geschmacksverstärker. Der Anteil von Mozzarella ist mit 21% recht hoch, Edamer ist auch mit dabei. Der Hauptteil der Gewürze ist wohl in der pesto-artigen Unterlage der Mozzarella-Scheiben: Basilikum, Petersilien, Spinat, Knoblauch.

Fazit: Als Reserve-Essen für die Familie gut geeignet, aber natürlich kein Ersatz für die mindestens einmal monatlich selbst gebackene Pizza.

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Neues aus der Tiefkühltruhe: Die “Naturlust” Bio-Steinofen-Pizza Champignon von Wagner

Was macht eine richtig gelungene Pizza aus? Richtig, der Teig ist die Basis des guten Geschmacks. Bei der “Naturlust” Bio-Steinofen-Pizza Champignon (REWE 2,99 €) ist diese Basis etwas sehr dünn geraten und durchaus als langweilig zu bezeichnen. Der Teig ist zwar sehr cross, aber nach meinem Gusto zu neutral im Geschmack. Zum Belag: Die Pilze sind sehr aromatisch und angenehm duftige Kräuteraromen von Thymian und Basilikum spielen sich in den Vordergrund.

Der Käse ist leider eher fad, ein würzigerer Vertreter hätte der Pizza sicher gut getan. Unterm Strich ist die “Naturlust” Bio-Steinofen-Pizza Champignon etwas für Puristen, Anhänger von kräftig gewürzten Speisen kommen sicher nicht auf ihre Kosten. Der Daumen tendiert ganz klar nach unten!

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