Das definitive Ratatouille-Rezept – als Hauptgericht oder Beilage, auch kalt oder aufgewärmt

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Ratatouille braucht wenig, macht geschmacklich viel her und hat wenig Kalorien.

Selten ist etwas universeller als Ratatouille: Der klassische provenzalische Gemüse-Eintopf steht bei den Franzosen hoch im Kurs, kommt bei uns aber noch immer viel zu selten auf den Teller. Neben einem guten Olivenöl und ein paar Kräutern (Rosmarin, Thymian, Basilikum) und Knoblauch braucht man vor allem die klassischen Sommergemüse-Sorten: Zucchini, Auberginen, Paprika und Tomaten sowie Zwiebeln und Knoblauch.

Idealerweise hat dieser Eintopf wenige Kalorien, weil er eben fast nur aus Gemüse besteht: Das ideale Sommergericht zum Abnehmen also. Wer die Kohlehydrate des Baguettes einsparen möchte, der kann ja gebratenen Fisch oder scharfe Würste wie Merguez dazu essen – oder das Gemüse-Gericht pur genießen. Da nur natürliche Zutaten in dieses vegetarische Gericht kommen, braucht man sich auch über versteckte Zutaten keine großen Gedanken machen. Die Zubereitungszeit ist mit etwa 20 bis 30 Minuten sehr überschaubar und klassische Küchenfertigkeiten braucht man kaum: Schnippeln und Braten, das wars schon.

Ratatouille mit Variationen

Reizvoll ist auch, dass man immer wieder kleine Abwandlungen vornehmen kann. So habe ich in die Winter-Variante auch schon Kartoffeln mit hereingenommen. Und die klassische Würzung mit Chilischoten habe ich mittlerweile durch Sriracha ersetzt, scharfe Chilisauce die man heute in fast jedem Supermarkt erhält und die praktischer für die Dosierung der Schärfe ist.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Frische Ratatouille-Zutaten gibts jetzt an jeder Ecke.

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Kräuter aus dem Garten dürfen beim Ratatouille nicht fehlen

Ratatouille-Rezept

Zutaten:
– rote und gelbe Paprikaschoten
– zwei Zucchini
– eine Aubergine
– sechs Tomaten
– 2 bis 3 Zehen Knoblauch
– Srirache
– 1 EL Tomatenmark
– etwas Gemüsebrühe
– Rosmarin, Thymian, Basilikum

Zuerst schäle ich die Paprikaschoten. Die Haut von Nachtschattengewächsen wie Tomaten und eben auch Paprika ist für den Menschen unverdaulich, manchen bereitet sie auch Probleme oder sie mögen die Hautstückchen im Essen nicht. Bei Tomaten bin ich da tolerant, Paprika schäle ich mit genau diesem Schäler (es gibt noch ein baugleiches Modell von WMF). Kleingeschnippelt werden die Paprika mit frischen geschnittenen Gemüsezwiebeln angebraten.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Schnippeln ist angesagt. Und: Die Reihenfolge ist wichtig, damit alles halbwegs gleichzeitig gar wird.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Zwiebel und Paprika machen den Anfang: Von hart zu weich.

Danach kommen geschnittene Zucchini und Auberginen dazu, dann erst der Knoblauch, Salz und Pfeffer. Bevor das Gemüse zu weich wird lösche ich mit Gemüsebrühe ab und rühre das Tomatenmark unter. Zum Schluss noch die Kräuter dazu und einmal durchgemischt – fertig.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker - warm und kalt.

Geschnippeltes Gemüse wie das Ratatouille gewinnt vielleicht keinen Fotopreis, ist aber unheimlich lecker – warm und kalt.

Ratatouille ist frisch aus dem Topf ein Genuss, gehört aber erstaunlicherweise zu den wenigen Essen, die (vor allem an heißen Tagen) ebenso gut abends noch kalt gegegessen werden können. Auch aufwärmen und am nächsten Tag als Beilage verwenden (zu Fisch) ist eine gute Idee.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

Im Ratatouille stecken so viele Aromen, dass schon die geringe Menge Sauce was hermacht.

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Essen und Wein: 5 Tipps für Einsteiger

Essen und Wein: Etwas Hilfestellung ist meistens ganz gut. Gibts zum Beispiel auch beim Winzer.

Essen und Wein: Etwas Hilfestellung ist meistens ganz gut. Gibts zum Beispiel auch beim Winzer.

Wie funktioniert das mit der Zusammenstellung von Essen und Wein? Welcher Wein passt eigentlich zu welchem Essen? Und was kann ich meinen Gästen vorsetzen, ohne mich zu blamieren? Die Welt des Weins ist für Einsteiger dunkel und geheimnisvoll (für viele Weintrinker auch). Also wie nähert man sich dem Thema, wenn man nicht gerade einen Kurs besuchen möchte?

5 Tipps zum Thema Essen und Wein

Wozu braucht es Tipps für Essen und Wein überhaupt? Jeder kann doch ausprobieren, was er will und kombinieren, wie er will. Theoretisch ja. In der Praxis stößt man schnell an seine Grenzen. Die Auswahl im Supermarkt kann zu überwältigend groß sein. Und das Budget erlaubt vielleicht auch keine wochenlangen Testreihen und Vergleiche. Hinzu kommt: Der gemeine Weintrinker kann Weine über einen längeren Zeitraum nicht miteinander vergleichen. Wenn ich diese Woche den Weißburgunder zu einem Fisch getrunken habe und nächste Woche einen Grauburgunder zur Pute, kann ich eigentlich nur festhalten, was mir besser geschmeckt hat. Eine Momentaufnahme.

Übrigens passen Weine auch zu vielen vegetarischen Gerichten. Und es gibt mittlerweile eine große Auswahl an veganen Weinen.

Versuch macht klug

Natürlich muss niemand einen Weinkeller aufbauen, um für die richtige Zusammenstellung von Essen und Wein gewappnet zu sein. Mein Tipp und mein eigenes Verhalten geht eher dahin, möglichst viel zu probieren, und dann vielleicht ein Profil zu erkennen. Also umhören und umschauen, was andere sagen, was mich anspricht, was es gerade günstig gibt. Und dann durchaus mal drei Flaschen badischen Weißburgunder kaufen. Die werden dann zu einem Fischgericht geöffnet – aber nicht alle getrunken.

Mit ziemlicher Sicherheit kann man auch nach drei sehr kleinen Proben (jeweils weniger als ein Zehntele) sagen, welcher Wein der Favorit ist. Die Reste gibts dann eben im Laufe der Woche, den Favoriten merkt man sich. Dieses Ausprobieren kann man fortsetzen – ohne dass man sich gleich ein paar Kartons eines Weins in den Keller legt. Das finde ich sowieso eher langweilig, ausprobieren ist spannender. Im Laufe der Zeit gibt es Favoriten, die man sich merkt. Aber mehr als sechs Flaschen davon habe ich auch nie auf Lager.

Als Anhaltspunkt für die Einkäufe zu Fortbildungszwecken: Vermeiden Sie die ganz billigen Weine, orientieren Sie sich am Erzeuger (für den Anfang am besten aus einer Region) und an der Rebsorte. Alle Weine mit Phantasienamen oder Cuvées erlauben Ihnen später keine Rückschlüsse.

Weißwein zum Fisch? Muss nicht immer stimmen...

Weißwein zum Fisch? Muss nicht immer stimmen…

Fisch und Fleisch und Käse…

Wir haben diese Tipps zum Thema Essen und Wein alle schon gelesen: Whitewine with the fish etc. Muss aber nicht stimmen. Nicht für jeden, nicht für alle Fischgerichte, und überhaupt. Es gibt von vielen Winzern neben den samtigen auch etwas herbere Rotweine, die gut gekühlt prima zum Fisch passen. Die Regeln zu kennen ist gut, sie zu brechen ist aber auch erlaubt.

Auch hier gilt: Das Experimentierfeld ist zuhause. Wer im Restaurant einen Spätburgunder bestellt, der bekommt ziemlich sicher einen zimmerwarmen, samtigen Rotwein. So geht es auch mit anderen Empfehlungen. Als Leitlinie sind sie ganz gut und praktisch, vor allem für die ersten Einkäufe.

Mit dem Interesse am Wein erwacht oft auch die Neugier auf die Herstellung.

Mit dem Interesse am Wein erwacht oft auch die Neugier auf die Herstellung.

Kauf im Weingut

Wer in Süddeutschland lebt, der findet in seiner näheren Umgebung auch ein Weingut. Und er bekommt dort gratis das, was andere erst ab einem bestimmten Preisniveau mit dem Rat des Sommeliers erhalten: fachkundige Hilfe zum Thema Essen und Wein. Die meisten Winzer können heute beredt darüber Auskunft geben, welcher ihrer Weine zu welchem Essen passt. Die Spannweite dieses Hilfsangebotes ist ziemlich groß, je nachdem, wie sehr sich Winzerin und Winzer selbst mit dem Thema auseinandersetzen.

Mit etwas Glück erfahren Sie bei der Gelegenheit auch gleich noch mehr zum Thema Wein. Zum Beispiel, warum welche Weine mehr oder weniger Säure haben, und was es mit Restsüße, Alkohol, Tanninen etc. auf sich hat.

Nutzen Sie diese kostenlose Hilfestellung. Wahrscheinlich freut sich der Winzer über ihr Interesse, um so mehr, wenn Sie danach nicht gerade mit einer oder zwei Flaschen Wein seinen Hof verlassen.

Asiatische Küche

Ein spannendes und manchmal kniffliges Thema sind asiatische Speisen. Besondere Schärfe oder Süße oder auch exotische Noten wie Mange oder Maracuja werden durch viele Ratgeber nicht abgedeckt. Generell ist als Ausnahme vielleicht bemerkenswert, dass hier – im Gegensatz zu den meisten anderen, meist trockenen Essensbegleitern – die blumigen Bukettsorten wie Muskateller einen guten Auftritt haben. Ähnlich wie bei ganz deftigen schweren Käsesorten, die ebenfalls aus der Reihe tanzen und sich gut miß Süßweinen vertragen.

Aber diese Themen können Sie ja beackern, wenn Sie noch mehr Erfahrungen mit Weinen und Resborten und Ausbau gesammelt haben.

Bier oder Wein

Gab es da nicht früher diese klassische Trennung? Bier oder Wein? Genauso, wie schon die entsprechenden Rebsorten für ein Essen feststanden? Mit dem Aufkommen vieler kleinerer, regionaler Brauereien und dem sogenannten Craft-Beer hat auch das Bier als Essensbegleiter einen anderen Stellenwert bekommen. Mal abgesehen davon, dass Sie für eine Flasche Bier auch locker den Gegenwert einer sehr guten Flasche Wein hinlegen können, sind die beiden Getränke heute etwa auf Augenhöhe.

Auch hier gilt übrigens wie beim Wein: Meiden Sie Massenware, achten Sie auf bestimmte Erzeuger und Regionen, bevorzugen Sie individuelle, kleinere Erzeuger. Die großen Marken sind Teil weltweit operierender Konzerne die ein Industrieprodukt massentauglich vermarkten wollen.

 

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Spargel Vinaigrette mit Ei

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei: Eine der vielen Spargel-Variationen, die bei uns im Laufe der Saison einen festen Platz haben.

Spargel Vinaigrette mit Ei folgt nach den ersten Spargel-Erlebnissen mit den Klassikern in der Siason. So langsam sind die Standardversionen der Spargel-Rezepte durch. Jetzt wird es Zeit für die Variationen. Die Spargel-Saison hat zwar einen Dämpfer durch das kalte Wetter bekommen. Aber solange frischer Spargel geerntet werden kann, steht er bei uns auch auf der Speisekarte. Die Vinaigrette-Version ist etwas leichter als die anderen Saucen und es gibt sie bei uns mit heißem Spargel, also nicht als kalter Spargel-Salat.

Spargel Vinaigrette: Schnell gemacht

Die Zutaten erfordern keine besonderen Einkäufe:

2 Eier, möglichst bio
1 Bund Radieschen
Schnittlauch
Gartenkresse
Weißweinessig
Salatöl
Pfeffer, Salz, Zucker, Butter, Dijonsenf

1 Pfund weißer Spargel
1 Pfund grüner Spargel
1 Pfund Kartoffeln festkochend

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Vinaigrettes sind ein schier unerschöfliches Thema. Gut, wenn man mindestens ein halbes Dutzend Rezepte parat hat.

Zubereitung:

Den Anfang machen die Kartoffeln, die für 20 Minuten ins heiße Wasser kommen. Zwei Eier werden ebenfalls in einen Topf mit kochendem Wasser gegeben, für 10 Minuten. Und den größten Topf bekommen die Spargel: Wenn Sie geschält sind und die Enden abgeschnitten, kommen sie ebenfalls ins kochende Wasser. Ins Spargelwassser kommen außerdem Salz, Zucker und ein Stück Butter.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Zu kurz, die Spargelsaison. Weißen gibt es immer bei uns aus der Region.

Achtung: Die weißen Spargel kommen zuerst hinein und bekommen 7 Minuten Vorsprung. Danach erst kommen die grünen Spargel (ungeschält, nur die Enden abschneiden) dazu für weitere 5 Minuten. Danach probieren. Wenn sich die Spargelstangen auf der Gabel leicht durchbiegen, sind sie richtig. Falls der Rest noch nicht fertig ist, können sie in heißem Wasser auch noch ein Weilchen ruhen.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Heimischer grüner Spargel hat bei uns ein relativ kurzes Gastspiel.

Alternativ kann man die weißen Spargelstücke im heißen Wasser kochen (10 Minuten), die grünen in der Pfanne anbraten und ablöschen. Dann kann man sie einfach abseits vom Herd stehen lassen und sie garen fertig.

Für die Vinaigrette werden 4 EL Weißweinessig mit Salz und einer Prise Zucker vermischt, dazu kommt ein TL Dijonsenf. Das alles mit 4 EL Salatöl zu einer Emulsion aufschlagen. Da das ganze jetzt noch etwas essig-lastig wird mit Spargelwasser verdünnt, bis die Sauce nicht mehr zu sauer ist. Dann kommen Schnittlauch und in Scheiben geschnittene Radieschen hinzu. Die zwei hart gekochten Eier werden klein gehackt und untergehoben.

Die Kartoffeln kommen geschält auf den Teller, die Spargel werden aus dem Sud gehoben, abgetropft und kommen dazu. Darüber kommt jetzt die Vinaigrette. Wer möchte, der kann auch diese Version mit gekochtem und / oder geräuchertem Schinken servieren, aber eine Geschmacks-Verstärkung braucht dieses etwas puristische Essen nicht. Dazu passt ein kalter Weißwein.

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Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Brokkoli kann es als eines der wenigen Gemüse mit einer herzhaften Gorgonzola-Sauce aufnehmen. Der deftige Geschmack des Blauschimmelkäses gibt dem etwas zarteren Kohlgemüse contra. Der Brokkoli eignet sich in meinen Augen wesentlich besser als Blumenkohl für ein fein abgeschmecktes Essen, weil der Geschmack nicht ganz so dominant ist. Beide Teile des Gerichts gehen blitzschnell in der Zubereitung. Und die Kombination Brokkoli mit Gorgonzola ist eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Käse-Variationen beim Thema Gemüse. (Wobei mir vor allem alles Käse-überbackene-mit-Speckstreifen ein Gräuel ist.)

Der Einkaufszettel für Brokkoli mit Gorgonzola-Sauce

Benötigt werden:

  • 1 Kopf Brokkoli
  • etwa 60 Gramm Gorgonzola (oder ein anderer Blauschimmelkäse)
  • 150 ml Sahne
  • Salz Pfeffer Parmesan Gemüsebrühe

Die Zubereitung:

Ich mag Brokkoli, wenn er noch Biss hat. Deswegen wird er bei mir in der Pfanne scharf angebraten, bis die Röschen leicht gebräunt sind. Dann wird mit Gemüsebrühe abgelöscht. Die Pfanne noch drei Minuten auf dem Herd stehen lassen, dann beiseite stellen. Die Restwärme sollte ausreichen, dass der Brokkoli weich aber bissfest ist, bis die Sauce fertig ist.

Auch die Sauce geht flott von der Hand. Den Gorgonzola in einen kleinen Topf geben, zusammen mit der Sahne. Unter ständigem Rühren den Käse schmelzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann noch etwa 1 EL frisch geriebenen Parmesan dazu geben und weiter rühren, bis alles schön sämig und homogen ist.

Gemüsepfannkuchen - Thema mit vielen Variationen

Gemüsepfannkuchen – Thema mit vielen Variationen

Zu Brokkoli mit Gorgonzola gibt es entweder (salzige) Pfannkuchen oder Kartoffeln. Zu gedünstetem Gemüse passt immer auch Kochschinken oder kalt geräucherter Schinken wie Schwarzwälder.

Gemüsepfannkuchen wie dieser stehen bei uns hoch im Kurs, weil man Variationen in jeder Jahreszeit mit den passenden frischen und regionalen Gemüsesorten zubereiten kann. Während Blumenkohl oder Rosenkohl für meinen Geschmack nicht so richtig in die Reihe passt, ist frischer (!) Spinat ebenfalls eine leckere Alternative. Auch halbierter angebratener und dann fertig gedünsteter Chicoree hat sich hier schon bewährt.

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Brotaufstrich – wie Obatzda & Co.

Ein Brotaufstrich mit Eiern und Crème fraîche , Münsterkäse und Butter.

Ein Brotaufstrich mit Eiern und Crème fraîche , Münsterkäse und Butter.

Obatzda, so stelle ich mir das vor, ist bayrisches Kulturgut. Ich werden also tunlichst meinen frei improvisierten Brotaufstrich nicht so benennen. Obwohl er schon einiges mit ihm gemeinsam hat. Es kommen Weichkäse und Butte zum Einsatz, und Paprika (in abgewandelter Form). Tatsache ist, dass man mit diesem Gerüst ziemlich viele Kombinationen erstellen kann. Und weil ein fetter Käse und Butter ein sehr kalorienhaltiges Gerüst für einen Brotaufstrich sind, kommen bei mir Eier dazu.

Das Ganze geht ziemlich fix und die meisten Zutaten hat man wahrscheinlich zuhause. Einfacher und schneller gehts, wenn die Zutaten Zimmertemperatur haben. Der Rest ist eine große Spielwiese zum Ausprobieren.

Ein paar Farbtupfer machen sich nicht schlecht: dreierlei Zwiebeln.

Ein paar Farbtupfer machen sich nicht schlecht: dreierlei Zwiebeln.

Brotaufstrich – das Rezept

  • ein kleiner Münsterkäse
  • 125 Gramm Butter
  • zwei nicht ganz hart gekochte Eier
  • kleingeschnittene Zwiebeln in Variationen (insgesamt 2-3 EL)
  • Gewürze wie Salz, Pfeffer, Paprika, Sriracha
  • 1-2 EL Bier oder Wein
  • 3 EL Kräuter Crème fraîche
Am besten zimmerwarm verrühren - und servieren.

Am besten zimmerwarm verrühren – und servieren.

Die Zubereitung geht fix: Die Eier sollen hart gekocht werden. Aber ich koch sie meistens so, dass das Innere noch nicht ganz fest ist. Währenddessen kann man Butter und kleingeschnittenen Münsterkäse vermengen. Dabei mit einer Gabel kräftig zerdrücken. Das dauert je nach Konsistent etwas. Zwiebeln klein schneiden. Und weil das Ganze ja eine etwas einfarbige Masse ergibt, mische ich weiße Zwiebeln, grüne Frühlingszwiebelen und rote Zwiebeln.

Die Eier werden kurz abgeschreckt, werden noch warm geschält und zu der Masse hinzu gegeben. Ebenfalls zerdrücken und mit etwas Paprika oder Sriracha, Salz und Pfeffer sowie der Crème fraîche kräftig verrühren.

Wenn das Ganze jetzt Zimmertemperatur hat kommt es frisch auf ein herzhaftes Brot. Am liebsten ein dunkleres Brot oder ein Körnerbrot. Denn der Brotaufstrich macht seinem Namen eher keine Ehre. Er wird meistens nicht dünn wie Butter aufs Brot geschmiert sondern in größeren Mengen verzehrt. Außerdem finde ich es ganz nett, wenn nicht alles zu einer breiigen Masse zerkleinert wurde, sondern wenn man noch Stücke erkennt.

Diese Variante ist eher herzhafter und passt gut zu einem Weißbier. Für dezentere Variationen greift man auf einen milderen Weichkäse zurück, reduziert die Zwiebelmengen. Und statt einem kräftigen Rotwein oder Bier gibt man zwei Esslöffel eines Weißweins dazu. Auch eine cremigere Konsistenz verändert das Geschmacksbild, weil man die einzelnen Komponenten nicht so deutlich herausschmeckt.

Dieser vegetarische Aufstrich schmeckt am besten warm und ist im Kühlschrank auch nur begrenzt haltbar. Also am besten ein deftiges Vesper einplanen oder zu einem Picknick mitnehmen.

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Sauerkrautauflauf mit Spätzle – Reste-Essen

Kann der Schlachtplatte den Rang ablaufen: ohne Speck ein schmackhaftes vegetarisches Essen.

Kann der Schlachtplatte den Rang ablaufen: ohne Speck ein schmackhaftes vegetarisches Essen.

Ein Sauerkrautauflauf kann Ihr schlechtes Gewissen beruhigen. Denn wer kann schon widerstehen, wenn er frisches Sauerkraut kauft? Also nicht aus der Dose, sondern abgewogen, frisch aus dem Faß. Nimmt man da 300 oder 400 Gramm für zwei Personen? Wirkt lächerlich. Nehmen Sie ruhig etwas mehr: Mit diesem Rezept für einen Sauerkrautauflauf mit Spätzle ist das Reste-Essen schon einprogrammiert. Und wenn Sie es nicht frisch kaufen: Eine normale Dose mit 850 Gramm Füllgewicht reicht fürs Hauptessen und für das Resteessen.

Sauerkrautauflauf statt Beilage

Sauerkraut, so heißt es, wird mit dem Aufwärmen besser. Aber wir will schon zwei Mal das gleiche Essen auf den Tisch stellen. Zumal von der klassischen Schlachtplatte mit Leberwürsten und Kassler und Kartoffelbrei wahrscheinlich am ehesten vom Sauerkraut etwas übrig bleibt.

Die Zeiten sind vorbei, als die klassische Schlachtplatte fast das einzige Sauerkraut-Gericht in deutschen Landen war. Die Elsässer sind sehr ideenreich, das den Umgang mit Sauerkraut anbelangt und machen zum Beispiel Sauerkraut auch zum Fisch. Wichtig ist, dass das Sauerkraut nicht austrocknet, deswegen ist dieser Auflauf mit etwas Brühe vom Sauerkraut und einem Schuss Sahne ziemlich saftig.

Aber das wohl einfachste und schnellste Rezept für Sauerkraut ist dieser Sauerkraut-Auflauf mit Spätzle. So gut, dass er vielleicht schon bald vom Resteessen zum Hauptgericht avanciert. Und wer nach der Schlachtplatte Lust auf etwas vegetarisches hat oder gleich ein fleischloses Sauerkrautgericht sucht, der lässt die Speckwürfel einfach weg.

Sauerkrautauflauf mit Spätzle: ergiebige Menge und herzhaftes Winteressen.

Sauerkrautauflauf mit Spätzle: ergiebige Menge und herzhaftes Winteressen.

Zutaten für zwei Personen:

  • 160 Gramm (0der mehr) Sauerkraut vom Vortag mit etwas Flüssigkeit
  • 160 Gramm Spätzle (trocken); bei Resten von schon gekochten Spätzle darfs etwas mehr sein
  • 50 Gramm Speckwürfel
  • 2 Esslöffel Sahne
  • 50 Gramm geriebener Käse (hier gehen auch Reste)
  • eine halbe Zwiebel
  • Öl, Salz
Es müssen keine selbst gemachten Spätzle sein für diesen Auflauf.

Es müssen keine selbst gemachten Spätzle sein für diesen Auflauf.

Zubereitung:

Die Spätzle in heißem gesalzenem Wasser kochen (bissfest). Das Sauerkraut mit Flüssigkeit nochmal erwärmen. Ofen vorheizen auf 180 Grad. In einer beschichteten Pfanne die grob geschnittenen Zwiebel in Öl andünsten, Speckwürfel dazu geben.

Eine Auflaufform einfetten und nacheinander Spätzle, Sauerkraut, Speck-Zwiebelmischung hinzugeben. Käse darüber streuen und Sahne dazu geben, wenig Salz hinzu geben. Gut durchmischen und im Backofen 5 bis 10 Minuten erhitzen.

Dazu passt frischer Feldsalat.

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