
Ich gebe der Grünen-Fraktionschefin Renate Künast mit ihrer Meinung zur Weltnahrungskrise recht: Es sollte nicht sein, dass auf 30 Prozent der Welt-Agrarfläche Futtermittel angebaut werden - bei der Tendenz zur Umwandlung weiterer Flächen zugunsten des Anbaus von Energiepflanzen zur Kraftstoffgewinnung. Für die Erzeugung von einem Kilo Rindfleisch werden immerhin acht Kilo pflanzliches Eiweiß und etwa 16.000 Liter Wasser benötigt (Zum Vergleich: 1 Kilo Mais benötigt etwa 900 Liter Wasser / Quelle WWF). Also lieber mal öfter auf den tierischen Hamburger verzichten und Alternativen aus Gemüse und Getreide probieren.
Mit Grünkern-Bratlingen habe ich schon genussreiche Erfahrungen gemacht. Jetzt stoße ich im Drogeriemarkt DM auf die Alnatura Gemüse Burger (1,45 € / 160 g) und kaufe sie zusammen mit einem Glas Vegetarischem Chili (1,95 € / 350 ml), ebenfalls von Alnatura. Mir gefallen die reichhaltigen Tipps zur Zugabe von frischen Zutaten auf der Verpackung der Gemüse Burger, ein weiterer Pluspunkt ist die Abwesenheit von Hefeextrakt und sonstigen geschmacksverstärkenden Aromastoffen auf der Zutatenliste.
Ich lasse mich dazu animieren ein Ei vom “glücklichen” Huhn, Gewürze und eine frisch gehobelte Möhre in den Teig zu rühren. Da mir die Masse nun etwas flüssig vorkommt, streue ich noch zur Bindung Semmelbrösel ein. Insgesamt ist das eine schnelle Sache und schon bruzzeln die Gemüse Burger im heißen Fett. Für 2 Personen sollten die Gemüseburger locker reichen. Das Vegetarische Chili wird nur kurz erwärmt und enthält neben den obligatorischen Kindey-Bohnen auch Mais.
Auf dem Teller sehen die Alnatura Gemüse Burger sehr Appetit anregend aus - und sie bestehen auch den Geschmackstest: knusperig, kernig und richtig lecker! Die Abwesenheit von Fleisch vermisse ich nicht und die Burger regen zur Produktiuon vieler weiterer Versionen an. Zum Beispiel mit Schafskäse und frischer Petersilie, mit Zucchini und Parmesankäse - zum Salat oder mit Reis …
Das Vegetarische Chili von Alnatura ist dagegen nicht mein Ding: Es ist recht scharf und süß-sauer, für meinen Geschmack schlicht zu sauer. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät die Anwesenheit von Branntweinessig, der wahrscheinlich nur zu Konservierungszwecken mit im Glas landete. Die glibberige Konsistenz des Chili rührt wohl von der Tapiokastärke her, ein weiterer Kritikpunkt auf meiner Liste. Das Zusammenspiel mit den Gemüse Burgern ist nicht ideal, einfaches Ketchup oder eine Sauce auf Joghurtbasis (Tsaziki!) dürfte da besser harmonieren.
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