Tortillas de patatas – Kartoffel-Omelette

6. April 2018 | Obst & Gemüse, Rezepte | 0 Kommentare

Tortillas de Patatas - klingt doch gleich viel besser als Omelette mit Kartoffeln

Tortillas de Patatas – klingt doch gleich viel besser als Omelette mit Kartoffeln

Tortillas de patatas, das klingt nach sonnigem Süden, Urlaub, einem Restaurant am Meer. Kartoffel-Omelette dagegen, naja. Tatsache ist, dass ich das Gericht – unabhängig vom Namen – ziemlich genial finde. Es gibt im Prinzip zwei Allerwelts-Zutaten, Kartoffeln und Eier. Die Zubereitung verlangt keine besonderen Fertigkeiten, sondern nur Geduld und etwas Fingerspitzengefühl. Und zusammen mit einem Salat erhält man ein vollwertiges, schmackhaftes  Essen.

Tortillas – eben doch mehr als ein Omelette

Gleich vorneweg sei gesagt, dass die Tortillas im Gegensatz zu einem Omelette deutlich mehr Zeit brauchen. In meiner typischen 30-Minuten-Alltags-Küche finden sie keinen Platz. Eine Stunde sollte man für die Zubereitung schon einplanen. Es gibt einige Variationen der Tortillas, anfangen sollte man meiner Meinung nach mit den einfachsten. Das Abpassen des richtigen Zeitpunktes fürs Wenden und für die Fertigstellung braucht halt doch etwas Erfahrung, so dass man am besten gleich ein paar Wiederholungen einplanen kann.

Ohne Chorizo ist es eine vegetarische Hauptmahlzeit. Und wer nach Variationen zum Thema sucht, dem sei vor allem für den Sommer noch das Rezept für Zucchini-Frittata mit Feta empfohlen.

Die Zutaten

Für zwei Personen nach meiner Erfahrung:

  • etwa 500 Gramm festkochende Kartoffeln
  • 6 Eier
  • 3-5 Esslöffel Olivenöl
  • 1/2 Bund Petersilie
  • zwei Zwiebeln
  • evt. 300 Gramm Chorizo
  • zwei Zehen Knoblauch
  • Salz,Pfeffer, Paprika
Zu dünn ist wenig reizvoll, dicker ist schwieriger: Die Kartoffel-Ei-Masse muss auf den Punkt garen.

Zu dünn ist wenig reizvoll, dicker ist schwieriger: Die Kartoffel-Ei-Masse muss auf den Punkt garen. Zu dünn ist wenig reizvoll, dicker ist schwieriger: Die Kartoffel-Ei-Masse muss auf den Punkt garen.

Die Zubereitung

Die Kartoffeln werden geschält und in dünne Scheiben geschnitten. In einer Pfanne (ich verwende eine gusseiserne Pfanne, die ich nötigenfalls zum Fertiggaren dickerer Exemplare in den Ofen stellen kann) erhitzt man reichlich Olivenöl (mindestens drei Esslöffel, gerne mehr), dann kommen die Kartoffeln dazu. Bei mittlerer Hitze werden nun die Kartoffelscheiben gegart und immer wieder gewendet. Nach etwa fünf Minuten gebe ich eine in halbierte und dann in Scheiben geschnittene Zwiebel dazu, sowie zwei klein geschnittene Knoblauchzehen. Dann weitere 10 Minuten garen lassen und immer wieder wenden.

Die Kartoffeln sind fertig, wenn man sie beim Wenden mit dem Bratenwender leicht zerteilen kann. Das Ergebnis sollten zerkleinerte, gleichmäßig gegarte Kartoffeln sein, aber eben kein Brei.

In einer zweiten Pfanne erhitze ich die Chorizo-Scheiben. Die werden nur angeschwitzt, nicht durchgebraten, und gewürzt mit Salz, Pfeffer, Paprika.

Knifflig: Das Wenden

In einer Schüssel verrühre ich die Eier, und gebe die klein geschnittene Petersilie dazu. Dann gebe ich die leicht abgekühlten Chorizo-Scheiben und die ebenfalls leicht abgekühlten Kartoffeln dazu. Das ergibt eine ziemlich flüssige Masse, die nun in eine gut erhitzte Pfanne mit Olivenöl gegeben wird. Bei einer 24-Zentimeter-Pfanne gibt das einen mittelprächtigen Kuchen von drei bis vier Zentimetern.

Diese Dicke finde ich gut, die Mitte ist dann im Idealfall geradeso, dass die Eimasse gestockt ist. Nimmt man bei dieser Menge eine 28 Zentimeter große Pfanne, erinnert das ganze nachher mehr an ein Omelette,m ist also etwas flacher, schneller durch und leichter zu wenden.

Das Ganze gart in der kleineren Pfanne für etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze. Zum Wenden kann man die Tortilla umgekehrt mit Schwung auf einen Teller bringen. Das erfordert ein bißchen Anlauf und etwas Mut. Vorsicht, die Oberfläche ist noch etwas flüssig. Dann die Tortilla noch einmal zurück in die Pfanne gleiten lassen und für weitere 5 Minuten (große Pfanne) oder 10 Minuten (kleine Pfanne) garen.

Dazu passt ein frischer grüner Salat.

 

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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