Hochformat-Videos oder quadratisch?

9. Juli 2018 | Video | 0 Kommentare

Hochformat-Videos für Food-Blogs? Die beliebten quadratischen Formate werden sie sehr wahrscheinlich nicht ablösen.

Hochformat-Videos für Food-Blogs? Die beliebten quadratischen Formate werden sie sehr wahrscheinlich nicht ablösen.

Hochformat-Videos sind relativ neu und ungewohnt und noch eine Nische (aber schon erfolgreich). Überall sonst schien die Welt bislang in Ordnung. Videos sind so gestaltet, wie man die Welt als Mensch eben (meistens) sieht: im Querformat. Aber eine Ausnahme hatte sich in den vergangenen Jahren durchgesetzt. Die vielen „schnellen” Food-Videos in quadratischem Format kamen ausgesprochen gut an. Meistens zeigten Sie die Zubereitung eines Rezepts in kürzester Zeit und in wenigen Schritten. Mittlerweile hatte sich die Bezeichnung ‚tasty style overhead videos‘ zumindest im englischen Sprachraum schon so etabliert, dass die meisten (internetaffinen) Menschen gleich wissen, worum es ging.

Nun tritt der Instagram-Ableger IGTV auf den Plan und auf einmal werden Hochformat-Videos populär. Noch sind gute Fotos effektiver. Aber die Beliebtheit der Hochformat-Videos wächst rasant. Lohnt es sich als Food-Blogger hier einzusteigen? Genaues lässt sich derzeit zum Erfolg der Hochformat-Videos noch nicht sagen. Aber hier sind ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind, und dieDir vielleicht bei der Entscheidung zwischen Hochformat, Querformat und quadratischen Videos helfen.

Hochformat-Videos aus Querformaten

Die populärsten und besten Videos im Hochformat auf IGTV sind nach meiner Einschätzung fertige, sprich: ältere Videos. Sie werden aufgrund des neuen vermuteten Trends als Ableger des konventionellen Querformats produziert. Grund ist ist, dass ausreichend Material vorhanden ist. Und dass erfolgreiche Youtuber keine Probleme damit haben, in kürzester Zeit aus dem normalen Material einen Hochformat-Streifen zu schneiden.

Während das bei allgemeinen Themen und vor allem bei Musik-Videos ganz gut zu funktionieren scheint, ergibt der schmale vertikale Streifen bei Food-Videos meist wenig Sinn. Zu offensichtlich ist hier, dass das Original-Material so nicht entstand. Und bei den meisten Zubereitungs-Aufnahmen auch nicht wirklich sinnvoll ist.

Universelle Quadrate

Eine Rolle für die geringere Beachtung im Food-Bereich spielt aber wahrscheinlich auch, dass sich das Quadrat-Format bei den Food-Videos sehr gut bewährt hat. Runde Schüsseln, Pfannen und Kochtöpfe lassen sich eben von oben am besten formatfüllend in dieser Form zeigen. In keinem anderen Bereich scheint das schon von den Maßen her so gut zu passen, wie bei Food-Videos.

Wer auf einer hochwertigen Kamera im Hochformat filmt, der erhält im Hochformat wie im Querformat eine Menge weiterer Bildinhalte neben Kochtopf / Pfanne / Arbeitsfläche, die niemand wirklich braucht.

Küchen-Handys

Ein weiterer Punkt ist, dass als Kameras in der Küche kaum Smartphones zum Einsatz kommen. Zwar gibt es auch hier gute Halterungen und man könnte im Prinzip das gleiche machen, wie mit den anderen Kameras auch. Die sogenannten Overhead-Aufnahmen funktionieren schließlich mit allen Aufnahme-Geräten. Kontrollieren lassen sich die Über-Kopf-Kameras ganz gut mit einem externen Monitor oder einem Smartphone. Wer schon mit dem Smartphone filmt, muss sich zu diesem Punkt was Neues einfallen lassen. Aber Lösungen gibt es auch dafür.

Wer mit einer guten Kamera im Querformat 4k-Videos erstellt, der kann den quadratischen Ausschnitt durch relativ geringen Beschnitt erreichen. Wer aus dem Hochformat-Video ein Querformat-Video macht, der hat viele mehr Bildinformationen sozusagen als Abfall.

Trend mitmachen?

Etwas Neues auszuprobieren ist selten verkehrt. Man muss deswegen nicht gleich bewährte Konzepte komplett über den Haufen werfen. Die quadratischen Kurz-Clips sind mit rund einer Minute schon extrem komprimiert. Anstatt nun ”richtige”, komplette Videos im Hochformat aufzunehmen und zu verarbeiten, ist es in meinen Augen sinnvoller, andere Inhalte zu zeigen.

Das Drumherum in der Küche, der Blick auf die Vorbereitungen oder Rand-Szenen, die man als Appetit-Happen zusammenfasst für das komplette Video, scheinen mir eine gute guten Lösung zu sein.

Und statt des Over-Head-Gestells für den Blickwinkel aus der Senkrechten könnte sich das Gimbal als wackelfreie Freihand-Lösung rund um Herd und Küche etablieren. Angesichts des Aufwandes, den zumindest normale Food-Blogger mit Stativen für Kameras und Licht in den typischen Food-Arbeitsbereichen haben, ist diese Kombination fast schon genial. Die bewährten Formate (quer und quadratisch) werden sich im Food-Bereich bei den Videos nicht so leicht den Rang ablaufen lassen.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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