Eine Video-Web-Serie der anderen Art: my life in sourdough

MY LIFE IN SOURDOUGH – Teaser season 2 from MY LIFE IN SOURDOUGH on Vimeo.

Als „mini-series about food & love in New York” wird diese Web-Video Serie auf der eigenen Homepage my life in sourdough. vorgestellt. Es ist eine Mischung aus romantischer Komödie und Koch-Show, die die Filmemacherin Marie C.im Jahr 2013 geschaffen hat. Zwei Serien sind veröffentlicht, eine dritte ist in Arbeit. Und 2015 wurde sie bereits beim Tribeca Film Festival ausgezeichnet.

Der Sauerteig spielt nicht nur eine sinnbildliche Rolle: Es dreht auch optisch viel ums gute Essen, Kochen und Backen.

Es ist abseits der großen TV-Kochshows eine ganz andere Sicht auf das Thema, und verknüpft auf witzige und unterhaltsame Art die Bereiche Lust und Genuss mit dem Kochen und Backen und einem eher sinnlichen Verhältnis zu Lebensmitteln.

Eine gute Alternative zu den deutschen TV-Angeboten, und das nicht nur im Sommerloch.

Amerikanische Produkte und Maßeinheiten

amerikanisch kochen

Wer kennt das nicht: Das Rezept oder die Video-Anleitung ist in englisch gehalten – kein Problem, dem kann man auch mit geringen Englisch-Kentnissen folgen. Dann aber kommt der Knackpunkt: Wieviel Gramm waren jetzt nochmal 1/4 Cup? Und wieviel Grad Celsius sind denn die 400 Grad Fahrenheit?

Das kann man sich mithilfe der Suchmaschine schnell zusammenstellen. Generell sind aber weiterführende Informationen hilfreich. Zum Beispiel auch über Produkte, die es so bei uns gar nicht gibt (und wenn, dann unter einem ganz anderen Namen).

Die Website Kochen mit Butter hat hier Alternativen für amerikanische Produkte in einer Übersicht zusammengestellt.

Wer generell an amerikanischen Gerichten interessiert ist, der findet hier die Maßeinheiten und darüberhinaus auf der Website auch die bekanntesten Gerichte.

Food Blogs – kann man Geld damit verdienen?

Kann man mit Food-Blogs Geld verdienen?

Kann man mit Food-Blogs Geld verdienen?

[Beispiel: Das Food-Blog Simply Recipes wurde von Elise Bauer 2003 ins Leben gerufen. Es gilt heute als „the highest indexing cooking site for women aged 21-49”.]

Als Leser von Food-Blogs hat man diesen Aspekt sicher nicht ständig vor Augen. Aber diejenigen, die tagtäglich ihre Blogposts verfassen und schöne Bilder dazu stellen, die liebäugeln mit der Kommerzialisierung ihres Blogs. Es gibt die verschiedensten Varianten, aus einem Blog Geld zu ziehen. Und etliche Varianten sind auch interessant für all diejenigen, die regelmäßig auf ihren ausgewählten Food-Blogs mitlesen. Kann man allen Tipps und Empfehlungen trauen oder stecken schon hinter den Tipps finanzielle Interessen dahinter?

Geld verdienen mit Food Blogs

Eines der gravierendsten Beispiele für Kommerzialisierung ist sicher der Verkauf des Food-Blogs „simply recipes“. Elise Bauer Sells Simply Recipes Food Blog – Dianne Jacob, Will Write For Food. In diesem Beitrag wird zwar keine Zahl genannt, aber man kann nachvollziehen, welcher Wert hinter dieser Arbeit steckt. Beeindruckend ist auch, dass die Bloggerin es so clever angestellt hat. Sie erzielt einen Erlös und arbeitet weiterhin an ihrem Projekt und ist an der Wertentwicklung beteiligt.

[Nur am Rande ein paar Zahlen: Rund 1 Million Facebook-Follower, 185.000 bei Pinterest, 82.000 bei Twitter und 30.000 bei Instagram. Das sind schon eine Menge Menschen, die man da erreicht. Und es ist eine Menge professioneller Arbeit mit einem Team, die dahinter steckt.]

Diese Art der Kommerzialisierung ist den meisten Lesern wahrscheinlich ziemlich egal: Wer da schreibt und ob er oder sie jetzt Geld dafür bekommt, monatlich als Gehalt oder / und einmalig beim Verkauf des Blogs ist erstmal zweitrangig.

Da über das Mitlesen in einem Blog aber immer auch eine Vertrauensbildung erfolgt, sind kommerzielle Aspekte nicht allen Lesern egal. Einige Aspekte, die Blogger und Leser berücksichtigen sollten.

Anzeigen und Affiliate-Links

Anzeigen nerven die Leser vielleicht, je nachdem wie sie gestaltet und in die Website eingebunden sind. Aber sie sind die „ehrlichste“ Methode, aus einem Blog auch einen (meist recht schmalen) Erlös zu erzielen. Die Werbetreibenden suchen sich ihre Websites und Blogs manchmal direkt selbst aus. Oder sie geben bei einer Werbeplattform mit den entsprechenden Angaben auch einen Betrag ein, den sie zu zahlen gewillt sind. Ist der Betrag aufgebraucht, wird auch keine Werbung mehr eingeblendet.

In den Blogs erscheinen meist eher unauffällige Textanzeigen, oft in der Seitenleiste, wo sie nicht weiter stören. Eine Lösung, mit der sicher beide Seiten gut leben können, die aber nicht viel abwirft. Der Blogger liest irgendwann, Monate später, dass eine Werbung zigtausend Male eingeblendet wurde. Hängen geblieben ist oft nur ein zweistelliger Euro-Betrag. Reicht für einen Kaffee, vielleicht auch noch ein Stück Kuchen.

Unauffälliger sind Affiliate-Links. Das sind Links, wo man die vorgestellten Produkte kaufen kann. Der Food-Blogger, der den Link legt, bekommt lediglich eine kleine Provision. Der Preis ist für den Kunden immer gleich – mit oder ohne Affiliate-Link. Da das Suchen nach Produkten in der Regel etwas aufwändiger ist ohne die Links, kann man das auch als Service sehen. Wenn nicht, kann man es als Leser auch einfacher ignorieren als Werbung.

„Produktrezensionen“

Der nächste Schritt, den viele Blogger gehen, ist eine Produktrezension. Man erbittet von einem Hersteller ein Produkt und verspricht, es im Blog vorzustellen. Wenn es kein teures Produkt ist, darf man es vielleicht behalten. Wer so etwas als Blogger auf Dauer betreiben möchte, der wird sich leicht ausrechnen, dass künftige Kooperationen eher schwierig werden, wenn man jetzt einen Verriss schreibt. Man kann es „vorauseilenden Gehorsam“ nennen, aber die meisten Produktrezensionen fallen sehr positiv aus.

Die Blogger begründen dies natürlich damit, dass sie von vorneherein Produkte auswählen, die sie gut finden. Das ist auch sinnvoll und leicht nachvollziehbar. Aus dem Journalismus kennt man das Phänomen, dass auch Profis anfällig sind für „weichgespülte” Rezensionen. Wer kritisch schreibt, der muss damit rechnen, dass er keine Rezensionsprodukte mehr bekommt. Oder böse Anrufe vom Hersteller erhält, wenn nicht sogar Klage-Androhungen.

Sogenannte gesponsorte Beiträge und Partnerschaften

Der Sinn einer Sponsorenschaft wird hier meistens etwas verzerrt. Oftmals sind es einfach bezahlte Werbe-Einträge. Es gibt (meist größere) Unternehmen und Konzerne, die in solchen Partnerschaften beispielsweise eine bezahlte Anzeige damit verknüpfen, dass man regelmäßig Pressemitteilungen schickt. Die darf dann schon auch mal kritisch überarbeitet und gekürzt werden dürfen. Hauptsache sie erscheint und ist kein Verriss. Damit hat man eine klare Trennung von Werbung und Redaktion.

Andere Unternehmensvertreter sprechen deutlichere Worte. Geld oder Waren gibts dann nur gegen eine positive Beschreibung.

Bezahlte Werbe-Artikel

Diese Anfragen bekommt jeder Blogger ziemlich häufig. Ein Werbe-Unternehmen zahlt einen (meist sehr geringen) Betrag dafür, dass man auf seiner Website einen fertigen Artikel mit Bildern und Link zum Hersteller veröffentlicht. So etwas muss als Werbung gekennzeichnet werden, ist aber ein normaler Post in einem normalen Blog. Also etwas, dem die Leser von vorneherein erst einmal Vertrauen entgegen bringen. Der Text kommt aber oft gar nicht vom Blogger.

Werbung in eigener Sache

Auch das ist natürlich Werbung. Oftmals wünscht sich der Blogger, dass sich seine Leser zum Newsletter anmelden. Als Belohnung gibts einen kostenlosen Download, von etwas, das nützlich sein sollte. Manchmal versucht man auch direkt ein E-Book auf diesem Weg zu verkaufen. Auch hier gilt, dass man als Leser durchaus Verständnis für die Notwendigkeit der Finanzierung aufbringen kann. Aber die Methode ist manchmal etwas aufdringlich. Wenn zum Beispiel nach dem Lesen der ersten Zeilen schon ein Fenster mit der Aufforderung zur Anmeldung aufploppt. Dann muss man vor dem Weiterlesen erst einmal ausprobieren, wie man dieses Fenster wieder schließen kann (hier sind die Entwickler einfallsreich). Dann nervt die Methode mehr als das Anliegen.

Blog-Verkauf

Hat man lange Zeit viel Arbeit und Herzblut in sein Blog und seine Artikel gesteckt, dann hat man vielleicht eine große und treue Anhängerschaft. Das lässt sich ja auch in statistische Zahlen fassen. Sind die Zahlen gut, kann man entweder den Namen des Blogs oder das ganze Blog samt Konzept und Design zu Geld machen. Alleine der richtige Domainnamen kann da schon eine Menge Geld bringen.

Die Zahl der deutschsprachigen Blogs, die dafür in Frage kommen, ist eher gering. Das hat mit der Reichweite zu tun, die natürlich im englischsprachigen Raum wesentlich höher ist.

Die Lesefrage: Wie halte ichs nun mit meinen Blogs?

Letztlich wird das jeder nach eigenem Geschmack und Sympathien für den / die Schreibende(n) entscheiden. Die oft kritisierte einfache Werbung oder Affiliate-Links sollten aber immer den kleinsten Einfluss haben. Denn das ist meiner Ansicht nach die offenste Art der Werbung, die man als Leser auch am einfachsten ausblenden kann.

Beschreibt jemand nur Produkte eines bestimmten Herstellers, veröffentlicht er regelmäßige bezahlte Werbe-Beiträge oder entdeckt man auf solchen Seiten laufend Pressemitteilungen, die als eigener Bericht daher kommen, sollte man als Leser nachdenklich werden.

Je professioneller Websites und Blogs werden (und bei Food-Blogs ist die Professionaliserung unübersehbar), desto wichtiger sind Methoden, mit denen man diese Arbeit finanziert. Transparenz ist für beide Seiten immer eine gute Sache.

Wer einen Einblick bekommen möchte, wie sich Blogs refinanzieren, der kann zum Beispiel auf die Website selbständig-im-netz schauen. Dort veröffentlicht Autor Peer Wandiger nicht nur Tipps für Blogger zum Geld verdienen im Netz. Er zeigt regelmäßig auch die Einnahmen deutschsprachiger und internationaler Blogs. Die Spanne ist enorm.

Eines der beeindruckendsten Beispiel dieser kommerziellen Blogs, die richtig handfeste Einnahmen erzielen, ist die amerikanische Website pinchofyum.com. Dort wurde aus einem Food-Blog ein richtig komplexes Geschäftsmodell entwickelt. Und aus den monatlichen Zahlen lässt sich ersehen, auf wie vielen Wegen man Einnahmen erzielen kann. Auch die Gesamtsumme von einigen zigtausend Dollars pro Monat an Einnahmen spricht eine eigene Sprache.

Fazit bleibt, dass in der schier unübersehbaren Vielfalt auch deutschsprachiger Food-Blogs die allermeisten mit sehr viel Herzblut betrieben werden – und sehr ehrlich. Den meisten geht es wirklich um die Lust am Kochen und Backen und darum, andere teilhaben zu lassen. Ein paar Anzeigen sollte man als Leser dafür in Kauf nehmen.

Die Sicht der Schreibenden

Wer heute einsteigen möchte in die Food-Bloggerei, der hat soviele Möglichkeiten wie nie zuvor. Wer aber auf gute Besucherzahlen und Erlöse schielt, der hat es dagegen deutlich schwieriger als noch vor einigen Jahren. Wie schon in dem oben verlinkten Artikel beschrieben, sind die Anforderungen für diese Art des Erfolgs (der nichts mit dem persönlichen Erfolg zu tun haben muss) gestiegen. Heute geht nichts ohne Soziale Medien, erstklassige Bilder, die in verschiedenen Formaten und in verschiedenen Posts bei Facebook, Google+, Twitter und Pinterest veröffentlicht werden, gleich mehrmals sogar. Dazu kommen Kenntnisse in der Suchmaschinen-Optimierung und einiges mehr.

Meiner Ansicht nach ist aber die am meisten verbreitete Form des Food-Blogs, die reine Rezepte-Sammlung, ein Auslaufmodell. Klar liest man gerne bei vielen Food-Bloggern mit, die einen eigenen Stil haben beim Kochen und Backen, beim Schreiben und Gestalten. Aber wer heute Rezepte sucht, der sucht über alle Websites hinweg und bleibt dort hängen, wo er was passendes findet. Eine Anhängerschaft zu finden und aufzubauen wird damit immer schwieriger.

Das soll niemanden in seinem Tatendrang hindern. Bloggen macht Spass, bringt viele neue Bekanntschaften und das eigene Food-Blog kann ein großes persönliches Erlebnis und persönlicher Erfolg sein – auch mit wenigen Anhängern.

Wie schädlich ist Glyphosat im Bier?

Bier

Bei der FAZ hat man nach all dem Trubel um Glyphosat das Thema aufgegriffen

Wie schädlich ist Glyphosat im Bier?. Auch das Schaubild, das schon seit einiger Zeit durchs Web geistert und veranschaulichen will, welche Markenbiere die höchsten Belastungen aufweisen, kann man dort finden.

Solche und ähnliche Artikel gab es oft in den letzten Tagen. Ich weise auf diesen hin, weil er einen Aspekt anführt, der mir ansonsten etwas unterzugehen scheint. Natürlich ist Glyphosat schädlich und sollte gänzlich aus der Nahrungskette herausgehalten werden, das ist keine Frage. Dass es dafür Grenzwerte gibt ist gut und richtig, und das die bei Lebensmitteln höher sind als beim Trinkwasser ist nur auf den ersten Blick erstaunlich: Fürs Trinkwasser müssen ganz andere Regeln gelten.

Was etwas in den Hintergrund gedrängt wird ist die Tatsache, dass im Bier noch ein anderer Stoff ist, der erhebliche Schäden anrichten kann: Alkohol gilt dem Genussmenschen gemeinhin nicht als Gift oder Schadstoff. Aber er richtet wohl weitaus mehr Schäden an, als die meisten wahrnehmen wollen.

Auch den Mengenvergleich halte ich für ziemlich aussagekräftig: Würde ein Mensch so viel Bier trinken wollen, dass er den Grenzwert für Glyphosat erreicht, würde er Lichtjahre vorher scheitern – am Alkoholgehalt. Zitat: „…dass man täglich 1000 Liter Bier trinken müsste, um einen gesundheitsschädlichen Grenzwert zu erreichen.”) Das soll jetzt nichts verharmlosen, Glyphosat hat in Lebensmitteln nichts verloren, im Boden und im Trinkwasser auch nicht. Aber es rückt die Maßstäbe etwas zurecht.

Precious Plastic: Plastikmüll recyclen

Wer wollte das nicht schon immer machen: Plastik recyclen? Halt, nein, das ist nicht zynisch oder ironisch gemeint. Und es betrifft auch nicht das Befüllen des Gelben Sacks, von dessen Inhalt wir im tiefsten Inneren ja immer noch nicht genau wissen, was damit geschieht. Landet das Zeug in irgendeinem Entwicklungsland? Oder auf Umwegen dann doch im Meer?

Dave Hakkens hat dazu Maschinen erfunden: Um Plastik zu zerkleinern, zu recyclen, wieder zu verwenden. Seine Vision ist, dass damit Menschen auf der ganzen Welt beginnen können, ein Recycling-Unternehmen zu gründen und mit der sinnvollen Wiederverwertung ihren Lebensunterhalt zu sichern. Das klingt jetzt nach einer Kickstarter-Idee, mit der ein cleverer Jung-Unternehmer seine Karriere startet. Aber weit gefehlt: Das Projekt ist ziemlich selbstlos.

Hakkens geht einen Schritt weiter: Er stellt die Pläne kostenlos zur Verfügung, für jeden, bedingungslos, auf seiner Website precious plastic. Sie seien so gestaltet, dass man überall auf der Welt die Teile und Werkzeuge bekommt, um die Maschinen nachzubauen. Wer einsteigen möchte und selbst nicht handwerklich begabt ist, der könne jederzeit einen Handwerker hinzuziehen, denn diese Arbeiten ließen sich überall schnell und einfach ausführen.

Das Einzige, was er sich wünscht von den Besuchern seiner Website, ist, dass sie seine Idee teilen: Durch Verbreitung im Web, in den Sozialen Netzwerken.

Precious Plastic, das Projekt von Dave Hakkens, begann 2013 während seiner Ausbildung als Designer. Der damalige Prototyp wurde verbessert und die Maschinen so konstruiert, dass leicht nachzubauen sind. Nach zwei weiteren Jahren Entwicklungsarbeit mit einem mittlerweile entstandenen Team entlässt der Designer das Projekt nun in die Welt.

precious plastic

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