FoodFighter klingt ja zunächst einmal etwas brachial, die Idee ist aber gut und durchaus, naja, liebenswert. Michael Schieferstein ist Koch und engagiert sich mit Kollegen zusammen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Das tun ja mittlerweile einige Menschen, darunter auch etliche, die – wie Michael Schieferstein – durchaus mal Lebensmittel vor der Tonne „retten”.

Ungewöhnlich ist eher die Richtung dieses Engagements: Professionelle Köche hatten bisher, so ist zumindest mein Eindruck, eher Bedenken da richtig aktiv zu werden. Wahrscheinlich, weil keiner aus diesem Berufsstand eben mit Lebensmitteln in Verbindung gebracht werden will, die in der Tonne landen.

Auf dieser SWR-Seite kann man viel über den engagierten Koch erfahren. Das oben eingebundene Video stammt von ihm selbst.

Meine persönliche Strategie gegen das Vernichten von Lebensmitteln ist weniger radikal:

1. Ich kaufe durchaus auch Sachen, die wegen des Verfallsdatums liegen bleiben. Entscheidend ist, welche Art von Lebensmitteln es ist und ob man leicht durch Geschmacksproben feststellen kann, ob es noch genießbar ist. Statt Verfallsdatum (an dem sich die Produkte wahrscheinlich mit einem „Wuuuuusch” in Luft auflösen) gefällt mir die Bezeichnung „Best before” besser.

2. Ich versuche, meine Vorräte im Blick zu behalten. Und dann gibts halt mal Dinge, die weg müssen, statt etwas, was ich gerade im Internet oder einer Zeitschrift entdeckt habe und unbedingt ausprobieren möchte.

3. Aktive Resteverwertung ist gut möglich bei altem Brot (da gibt es jede Menge Rezepte, nicht nur die von mir heiß geliebten Semmelknödel). Nudeln koche ich mittlerweile abgewogen nach personenzahl. Was dann übrig bleibt kann man – auch wenn es eine wilde Mischung verschiedenster Nudelarten ist – immer noch zusammenschmeißen. Gekochte Nudelreste dagegen kommen nicht immer weg. Und wenn bei Fleischgerichten eine Extra-Portion übrig bleibt, wird die gekühlt und in einer neuen Variationen binnen zwei Tagen aus dem Kühlschrank neu aufgepeppt.

4. Ach ja, auch nicht unnötig: Einkaufen nur mit Einkaufszettel, nach Plan. Ganz selten Spontan- oder Merhfachkäufe.

FoodFighter