Instagram Algorithmus – wie er funktioniert

2. März 2018 | Instagram-Tipps, Soziale Medien | 0 Kommentare

Instagram Algorithmus - auch darum geht es im Instagram-Leitfaden für Food-Blogger

Instagram Algorithmus – auch darum geht es im Instagram-Leitfaden für Food-Blogger

Der Instagram Algorithmus bewegt die Sozialen Medien. Bekommen wir ein besseres Benutzererlebnis durch das Feilen am Zahlenwerk der Instagram-Nutzung? Oder sollen wir einfach nur dazu erzogen werden, die Plattform durch unsere Beiträge besser zu machen, damit sich auch der Werbemarkt verbessert? Wer sich darüber Gedanken macht, der hat schon verloren. Jeder sollte wissen, was er mit und auf Instagram (Facebook, Twitter etc.) erreichen will und ob er dazu die Spielregeln akzeptiert. Für all diejenigen, die dabei bleiben, ein kurzer Überblick.

Achtung, Aktualisierung: Ich habe die beiden PDFs mit den allgemeinen Infos zu Instagram und die Änderungen 2018 jetzt zusammengefasst:

In diesem PDF sind alle Infos zusammengefasst.

Vorneweg: Ich arbeite als Journalist und Fotograf. Mein Tipps basieren auf meinen Erfahrungen. Und die besagen, dass man mit guten Bildern und guten Texten auch in den Sozialen Medien bestehen kann. Irgendwelche Geheimformeln für den Riesenerfolg sind nicht meine Sache. Aber ich finde, mi einem Mechanismus wie dem Instagram Algorithmus sollte man sich schon auseinander setzen, damit man weiß, wie die Plattform funktioniert. Wer sich ein Bild machen will, der kann sich meinen Account als Fotograf ansehen @joachimott und meinen zweiten Account für mein Foodblog @testschmecker.

Instagram Algorithmus bleibt in Bewegung

Damit keine falschen Illusionen über den Instagram Algorithmus aufkommen: Die Sichtbarkeit Deiner Beiträge beträgt 10 % bei Deinen Followern. Wenn Du Dich also selbst schon gewundert hast, warum alte Bekannte aus Deinem Feed verschwinden, das kann die Erklärung sein. Diese 10%-Basis kannst Du vergrößern, wenn es früh ein „Engagement” auf Deinen Beitrag gibt. Engagement bedeutet ab sofort: Kommentare mit mehr als drei Wörtern.

Ein Like ist weiterhin nett, ein Kommentar mit einem Smiley auch – egal, was sich am Instagram Algorithmus auch ändert, . Aber die neue Währung sind Kommentare. Genauer: Vier-Wort-Kommentare (mindestens). Verzeichnet Instagram dieses „Engagement”, dann ist es auch möglich, sich von den restlichen 90 % noch einen Teil an Reichweite zu sichern. Ohne eine Reaktion Deiner Follower sieht es aber schlecht aus.

Engagement als neue Währung

Verschärfte Bedingungen gibt es mit dem Instagram Algorithmus auch bei den Antwortzeiten, die Dir für eine Reaktion auf Kommentare nah gelegt werden. Wenn Du nicht innerhalb von 60 Minuten reagierst, verschlechtert sich die Sichtbarkeit Deiner Beiträge. Das ist – wenn Du das Spiel mitspielst – auch aus einem anderen Grund sinnvoll. Denn Deine eigene Kommentar-Antwort wird mit zum Engagement gezählt. Wenn Du also 10 Kommentare hast, und Du antwortest relativ schnell auf jeden, kommst Du ohne viel Mühe auf 20 Kommentare. Der Instagram Algorithmus registriert das und zeigt Deine Beiträge öfter.

Noch ein Wort zu den bislang geliebten Likes und dem Instagram Algorithmus. Sie gelten jetzt nicht mehr als ‚echte‘ Interaktion, die man sich auf Instagram wünscht. Teilweise ist die Anzeige der Likes ja auch schon abgeschafft?

Gegen die Hashtag-Flut

Ich halte mich weiterhin an den Rat, die maximal mögliche Zahl an Hashtags auszuschöpfen. Das sind 30 Hashtags im Feed und 10 bei den Stories. Meine Erfahrungen damit sind nicht schlecht.  Ich schreibe diese Hashtags – nach einigem Hin und Her – jetzt mit ein paar Leerzeilen dazwischen unter den Bildtext. Also nicht in den ersten Kommentar zu meinen Posts.

Betont wird immer wieder die Qualität der Hashtags. Es sollten nicht immer und immer wieder dieselben Hashtags sein, die Du verwendest. Auch das wird eher als Spam angesehen. Das ist jetzt eher schwierig für Leute, die ein spezielles Thema haben und nun die verschiedensten (manchmal unpassenden) Hashtags finden müssen. In meinem Foto-Account bei Instagram (@joachimott) finden sich vorwiegend Bilder aus der Region, gekennzeichnet unter anderem mit #Schwarzwald.

Das ist auch einer der Hashtag, unter dem ich auch nach aktuellen Beiträgen anderer Nutzer suche und neue Accounts entdecke. Tatsächlich fällt es mit etwas Übung und der Beobachtung ähnlicher Accounts nicht schwer, auch weitaus mehr als 30 Hashtags für seinen Themenbereich zu finden und daraus jeweils 30 passende für ein Foto auszuwählen. Oder alternativ immer wieder neue, passende zu suchen, wenn man neue Motive entdeckt hat, neue Techniken beim Fotografieren angewendet hat oder an anderen Orten aktiv war.

Der Wunsch: mehr Aktivität auf der Plattform

Aufgewertet werden sollen die Instagram Stories. Sie gelten offensichtlich als echte Interaktion, die man sich bei Instagram wünscht. Und sie verursachen wohl auch die meisten Reaktionen (wenn sie gut sind).

Dringend abgeraten wird davon, Beiträge im Nachhinein noch einmal zu ändern. Auch das wird als Spamversuch angesehen. Im Zweifelsfall, so der Rat, sollte man einen fehlerhaften Beitrag eher löschen und neu verfassen.

Mein Fazit

Instagram wünscht sich also bessere Beiträge und Nutzer. Menschen, die viel Zeit auf der Plattform verbringen, bedeutsame und gute Bilder dort veröffentlichen und erstklassige Stories. Die ausgiebig kommentieren und sofort auf Kommentare reagieren.

So ein Wunsch ist legitim. Ich habe nicht die Absicht, eine Karriere als sogenannter Influencer anzustreben. Ich bin auch nicht drauf angewiesen, eine fünfstellige Followerzahl zu haben, aus Imagegründen etwa. Und ich habe noch einige andere Dinge zu tun: Instagram ist nicht mein Leben.

Weil ich dort schon viel Zeit verbracht habe und viele interessante Entdeckungen gemacht habe, werde ich dabei bleiben und einige Kompromisse schließen müssen. Denn künftig mit meinen Beiträgen ganz in der Versenkung zu verschwinden, ist ja auch schmerzhaft.

Machbar / nicht machbar

Die Antwortzeit von 60 Minuten kann ich nur zu bestimmten Tageszeiten erfüllen. Mehr Kommentare statt Likes und die Vermeidung nichtssagender Kommentare, das finde ich gar nicht verkehrt. Ich mag den Austausch auf dieser Plattform. Und dazu gehört, das man etwas zu seinen Bildern schreibt. Und dass man einen Kommentar abgibt, der etwas aussagt. Ein längerer Kommentar sollte für niemanden ein Problem sein, wenn das Bild gefällt. Und wenn es einen Anknüpfungspunkt gibt. Wenn bei einem Bild gar kein Text steht, fällt es sehr schwer, etwas als Kommentar zu schreiben. Ich antworte generell und gerne auf alle Kommentare.

Auch die Hashtag-Regelung finde ich akzeptabel. Und auch eine weitere Verbesserung des Instagram Algorithmus wäre gar nicht so schlecht. Und auch ein chronologischer Feed wäre als Alternative zu der von Instagram getroffenen Auswahl ganz nett.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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