Alleine Fotografieren in der Küche

13. Juli 2020 | Food Fotografie, Fotos | 0 Kommentare

Alleine fotografieren in der Küche: mit ein paar Hilfsmitteln bekommst Du beste Ergebnisse.

Alleine fotografieren in der Küche: mit ein paar Hilfsmitteln bekommst Du beste Ergebnisse.

Alleine Fotografieren in der Küche, das haben alle Foodblogger drauf. Essen anrichten, Deko arrangieren und vielleicht noch die Speisen ein bißchen aufhübschen. Knifflig wird es, wenn wir mal nicht nur das Essen in den Blickpunkt rücken wollen. Jedem ist schon aufgefallen, dass Food-Accounts auf Instagram etwas eintönig wirken, wenn immer nur das Essen im Mittelpunkt steht. Für vieles andere, erst recht wenn wir selbst im Bild sein wollen, bräuchte man aber sprichwörtlich eine helfende Hand. Jemanden der uns fotografiert, beim Anrichten, Zubereiten, Probieren. Hier sind meine Tipps, wie Du dir selbst behelfen kannst beim alleine fotografieren, damit in Deinen Bildern auch Menschen (meistens Du selbst) zu sehen sind. Es sind erprobte Selfie-Tipps, die für die Küche taugen.

Foodfotos heißen Foodfotos, weil es dabei ums Essen geht. Das stimmt soweit. Aber kein Magazin, kein Blog, kein Instagram Account will auf die Dauer ganz ohne Bilder von Menschen auskommen. Dabei müssen es nicht große Porträts sein. Es genügt, wenn es ein wenig menschelt.

Das klassische Selfie taugt nur bedingt in der Küche.

Das klassische Selfie taugt nur bedingt in der Küche.

Wenn man also sieht, da arbeitet jemand, da nimmt jemand etwas in die Hand, schneidet etwas oder richtet an. Die handelnden Personen dafür hat der durchschnittliche Foodblogger oder Instagramer wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Also müssen wir uns selbst ins rechte Licht rücken, müssen uns alleine fotografieren, ohne fremde Hilfe. Auch wenn diese Selbstporträts vielen Bloggern und Fotografen ausgesprochen schwer fallen.

Im einfachsten Fall nutzen wir das Smartphone dafür, aber auch ‚richtige‘ Kameras lassen sich mit den unten beschriebenen Methoden einsetzen. Und ja: Ich bekenne, dass ich das in meinem Accounts @testschmecker (fürs Foodblog) und @joachimott (für mein Journal) noch nicht so richtig gut gelöst habe…

Klassische Selfies

Sie haben eine ganze Generation geprägt, jetzt können wir sie auch problemlos für unsere Bilder aus der Küche einsetzen. Das Smartphone in der ausgestreckten Hand, so können wir uns selbst aufnehmen. Notfalls auch bei Arbeiten in der Küche, wobei das getrennt zweihändige schon mehr Aufmerksamkeit erfordert.

Ich will dem Thema gar nicht so Platz viel einräumen. Denn jedem, der das schon gemacht ist klar, dass das eher eine Notlösung ist. Und dass die Bilder schwerlich mithalten können, was wir sonst so für Foodblog und Instagram Account produzieren.

Eine Fernsteuerung ist hilfreich und natürlich ein Stativ.

Eine Fernsteuerung ist hilfreich und natürlich ein Stativ.

Die dritte Hand: ein Stativ fürs alleine Fotografieren

Eine Smartphone-Halterung brauchts für den Einsatz von Stativ und / oder Gelenkarm.

Eine Smartphone-Halterung brauchts für den Einsatz von Stativ und / oder Gelenkarm.

Ein Stativ befreit uns aus dieser Notlage beim alleine fotografieren: Kein anderer Fotograf zur Hand. Oder zumindest keiner der unseren Ansprüchen genügt. Oder wir seinen. Köche können auch was Fotos betrifft etwas nörgelig sein. An Stativen gibt es eine reiche Auswahl. Mit zwei preiswerten Lösungen bist Du gut bedient.

Zum einen ist ein kompaktes Reisestativ sinnvoll. Du kannst es schnell auf- und abbauen, es nimmt nicht viel Platz weg und ist meistens auch ein Leichtgewicht. Ein Kugelkopf ist hilfreich. Die andere Variante ist ein Tischstativ oder Mini-Stativ. Hier sind wir aber, was die Perspektive anbelangt, ziemlich eingeschränkt. Wir bleiben eben auf Tischhöhe oder auf der Höhe der Arbeitsplatte. Und selbst wenn wir einen Platz auf einem Regal für die Kamera freimachen, ist das eine Perspektive, die wir nicht andauernd verwenden wollen.

Wenn wir mit einem Smartphone aufnehmen, brauchen wir natürlich noch eine Smartphone-Halterung – aber die ist in vielen anderen Situationen ja auch unverzichtbar.

Flatlay: senkrecht von oben auf die Arbeitsplatte fotografiert. Idel für alle Zubereitungsbilder.

Flatlay: senkrecht von oben auf die Arbeitsplatte fotografiert. Idel für alle Zubereitungsbilder.

Die Universal-Lösung: Der Gelenkarm

Magisch: Mit dem Gelenkarm lässt sich die Kamera in fast jede Position bringen.

Magisch: Mit dem Gelenkarm lässt sich die Kamera in fast jede Position bringen.

Unsere Idealvorstellung sieht so aus, wie wir es aus manchen Fotostudios kennen: Große, massive Träger verlaufen über der Arbeitsplatte. Sie tragen Kameras, Licht und Monitore, auf den wir das Bild kontrollieren können. Damit schaffen wir die perfekte senkte Aufsicht auf unsere Arbeitsfläche.

Abgesehen von den Kosten gibt es einen weiteren Nachteil dieser perfekten Lösung: Solche Aufbauen will auf Daue rniemand in einer Küche haben, die für den ganze normalen Alltagsbetrieb genutzt wird.

Wesentlich einfacher und billiger geht es mit einem Gelenkarm, wie wir ihn von Schreibtischlampen kennen. Er kann leicht an jeder Tisch- oder Arbeitsplatte befestigt werden und lässt sich – mit einem Smartphone bestückt – in jeder beliebigen Position fixieren. Und wenn wir nicht nur sogenannte Flatlay Aufnahmen von oben machen wollen, können wir die Kamera natürllich auch in der klassischen schrägen Perspektive auf die Arbeitsfläche verwenden.

Der Mini-Kugelkopf erleichtert die Ausrichtung der Kamera am Gelenkarm.

Der Mini-Kugelkopf erleichtert die Ausrichtung der Kamera am Gelenkarm.

Meine Lösung umfasst diesen Gelenkarm, diesen kleinen Kugelkopf und diese Smartphone Halterung, mit der man leicht zwischen Hoch- und Querformat wechseln kann, ohne den Gelenkarm zu verstellen.

Der Auslöse-Trick für Selfies

Auch wenn wir damit das Problem einer ‚dritten Hand‘ für die Kamera gelöst haben, es bleibt noch die Frage, wie wir dabei auslösen. Aber auch hierfür gibt es eine ganze Reihe gut erprobter Möglichkeiten.

Ein Funkauslöser (Bluetooth) erleichtert die Arbeit, wenn man alleine ist. Besser ist nur noch die Kamera-App.

Ein Funkauslöser (Bluetooth) erleichtert die Arbeit, wenn man alleine ist. Besser ist nur noch die Kamera-App.

Da ist zum einen der klassische Selbstauslöser. Er funktioniert immer, aber das Warten auf das erlösende Klick kann auf Dauer etwas nerven. Besser ist ein Fernauslöser. Wer mit dem Smartphone fotografiert, der kann einen der sehr preiswerten Bluetooth Auslöser verwenden. Die sind so klein, dass man sie immer irgendwie unbemerkt auslösen kann. Und wer mit einer richtigen Kamera fotografiert, der findet fast immer auch eine App fürs Smartphone, mit der man die Kamera steuern kann. In der Regel sind die Apps kostenlos, bzw. in der Regel sind die kostenlosen Apps vollkommen ausreichend.

Mehr als ein Notbehelf: Videos

Und dann gibts da noch einen ‚Notbehelf‘, wenn das ganze fernauslösen zu nervend erscheint und man offensichtlich – mangels direkter Sucherkontrolle – nie den richtigen Augenblick erwischt. Smartphones und Kameras erlauben fast immer auch die Videoaufnahme in hoher Auflösung, also mit 4K.

Das ist eine Auflösung 3840 x 2160. Genug Raum also für die klassische Bildgröße vieler WordPress-Themes (1080 Pixel breit), für Instagram (1080 x 1350 Pixel) und Instagram Stories (1080 x 1920 Pixel). Im Gegensatz zu den ’normalen‘ Videos, wo eine leichte Bewegungsunschärfe für einen natürlichen Eindruck sorgt, können wir hier die Verschlusszeit wesentlich küzer machen.

Doch die Videoaufnahme ist mehr als ein Notbehelf, weil wir natürlich auch Clips vor allem bei Instagram und Facebook gut verwenden können.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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