Die perfekte Instagram Profilseite: das 9er Muster

5. April 2019 | Instagram-Tipps, Soziale Medien | 0 Kommentare

Die perfekte Instagram Profilseite: Für mich der passende Mix in einem 9er Raster.

Die perfekte Instagram Profilseite: Für mich gehört dazu der passende Mix in einem 9er Raster.

Die perfekte Instagram Profilseite gibt es wahrscheinlich nicht. Denn niemand weiß genau, wie welche Bilder bei Deinen Besuchern ankommen, welche Zusammenstellung sie sehen wollen, und ob Dein Einzelbild in ihrem endlosen Bilder-Feed wichtiger ist oder Deine kunstvoll zusammen gestellte Instagram Profilseite. Dennoch kann es hilfreich sein, Deine Instagram Profilseite möglichst perfekt zu gestalten: Abwechslungsreich, mit hochwertigen Bildern und dem Themen-Mix, für den Du und Dein Profil stehen. Eine kleine Hilfestellung dafür gibt es hier.

Das Maß aller Dinge ist in meinen Augen bei der Instagram Profilseite ein Neuner-Block. Drei Reihen mit je drei Bildern, das ist es, was Besucher Deines Accounts normalerweise sehen, zumindest bevor sie scrollen. Und wenn sie das überzeugt, was sie hier sehen, dann scrollen sie auch. Natürlich kann die erste Ansicht anders sein, wenn Du mehr Infos in Texte zu Deinem Profil reinpackst. Und natürlich ist es nicht sinnvoll, zwanghaft an einem Muster festzuhalten. Wenn Du schon länger fotografierst, kannst Du freilich auch auf Bilder aus Deinem Archiv zurückgreifen, um an dem Mix festzuhalten.

Instagram Profilseite: neun ist ein gutes Maß

Der erste Tipp richtet sich – noch ganz ohne strategische Ausrichtung der Inhalte – an Anfänger. Beginne Dein Instagram Profil nicht mit weniger als neun Fotos. Die Menschen, die sich für Dich interessieren, die kommen wahrscheinlich nicht wegen der Prosa im Text Deines Profils. Und wenn Sie Dir folgen wollen, dann weil sie auf ständig neue, gute Infos und vor allem Bilder hoffen.

Instagram ist eine Bilder-Plattform. Wenn Du nicht mindestens neun Bilder hast, die Du anderen Menschen zeigen kannst oder willst – dann könntest Du heute noch neun fotografieren. Und wenn beides ein Problem ist, dann könnte die eigene Instagram Seite ein Problem werden.

In diesem Beitrag habe ich Screenshots von Instagram Profilseiten verwendet, die mir gut gefallen. Sie sind von Mandy Lee @ladyandpups, @fooby und @lifeandthyme.

Lady and Pups: Die individuellste, mit ganz eigener Handschrift und persönlichem Bezug.

Lady and Pups: Die individuellste, mit ganz eigener Handschrift und persönlichem Bezug.

Mix it – mit Stil

Es gibt nur ganz wenige Accounts, die konsequent auf einen Bildstil und die immer gleichen Inhalte setzen. Bei Food-Bloggern sieht man zum Beispiel ab und zu, dass jedes Bild senkrecht von oben aufgenommen wurde und immer den gleichen Teller auf immer der gleichen Unterlage zeigt. Was sich ändert ist nur der Inhalt des Tellers (sonst wäre es ja wirklich etwas zu viel, oder?).

Damit auf Dauer einen spannenden Instagram Feed für Deine Profilseite aufzubauen, erscheint nur auf den ersten Blick einfach. Und ist für Deine Follower wahrscheinlich eher ermüdend.

Als wirklich interessant empfinde ich zum Beispiel bei den Accounts von Food-Bloggern einen Mix aus verschiedenen Perspektiven, Lichtsituationen, Arrangements etc. Im Idealfall sind auch immer Aufnahmen dabei, die aus dem typischen Food-Blog-Inhalt ausbrechen: ein behind-the-scenes Bild zum Beispiel, Porträts, das Küchengeschehen oder Selfies.

Verzichte auf geteilte Fotos

Die Suchmaschinen spucken seitenweise Ergebnisse aus für die Frage, wie man ein Bild in drei oder neun9 gleich große Stücke aufteilen kann. Damit kann man bis zu neun Mal ein Bruchstück eines Bildes zeigen. Wozu? Ich bin kein Fan dieser Bilder, deren Sinn sich nur in der Gesamtschau ergibt. Ich kann mir auch kein realistisches Szenario vorstellen, in dem diese Methode gute Wirkung zeigt. Außer Du machst fortan aus allen Beiträgen diese Neuner-Blocks.

Aber selbst dann musst Du damit leben, dass im Feed Deiner Follower eben nicht zusammenhängende, sondern eher sinnfreie Bruchstücke eines vielleicht im Ganzen reizvollen Motivs erscheinen. Nach spätestens drei solcher Einzelteile erkenne ich das Muster und verabschiede mich lieber von diesem Account.

Fooby: hell, klar, aufgeräumt mit einem Blick hinter die Kulissen.

Fooby: hell, klar, aufgeräumt mit einem Blick hinter die Kulissen.

Ein Ideal-Mix: Rezepte-Blog

Was also könntest Du jetzt konkret tun, um den idealen Mix für Deine Profilseite zu finden? Das hängt zunächst einmal von Deinem Profil als Food-Blogger ab. Nehmen wir an, Du postest in Deinem Blog nur und ausschließlich Food-Fotos und Rezepte. Selbst in diesem Fall kannst Du schwerlich davon ausgehen, dass Deine Follower ausschließlich fertige Gerichte sehen wollen.

Wer Dir längere Zeit folgt, der hat auch Interessen an Deiner Person, wie Du so bist und was Du machst. In dem Fall ist es sinnvoll, einen Teil Deiner Bilder auch Deiner Person und dem Drumherum zu widmen. Ich selbst sehe ganz gerne Bilder, die mir etwas Persönliches über Menschen erzählen, denen ich schon länger folge und nur durch ihre Food-Fotos kenne.

3 von 9 Bildern persönlich:

  • Ein Selfie. Es muss ja nicht immer die Standard-Aufnahme sein mit dem Smartphone am ausgestreckten Arm oder vor dem Spiegel. Sondern gerne mit Hintergrund, Umfeld, Arbeitsgerät. Oder ein von jemand anderem aufgenommenen Porträt von Dir (also streng genommen kein Selfie).
  • Ein Behind-the-Scenes Foto. Das zeigt, wie ein anderes Bild entstanden ist, das Drumherum an Deinem Arbeitsplatz, Deiner Küche. Vielleicht auch das Arrangieren verschiedener Dinge oder die Beleuchtung, falls Du eine einstezt.
  • Ein Lifestyle-Foto. Für mich ist das selbst eine eher ungewöhnliche Entdeckung. Ich folge keinen Profile, die nur Lifestyle-Fotos posten. Aber bei Food-Bloggern sagt so ein gelegentliches Foto das am ehesten etwas über das Leben außerhalb der Küche aus, finde ich.

6 von 9 Bildern: Kochen, Essen, Genuss

  • klassische Ansichten: Senkrecht von oben, ohne Unschärfebereich und…
  • aus nur geringer erhöhter Perspektive, wobei das Wesentliche durch die Schärfe hervorgehoben wird.
  • Details / Nahaufnahmen, wie zum Beispiel ein einzelner Cookie
  • Sinnliches / Handfestes: Eine Hand, die ein Gebäckstück zerpflückt, etwas zerschneidet, oder einfach etwas besonders Ansehnliches auf der Hand präsentiert. Oder die etwas in eintunkt.
  • geometrische Muster / Grafisches: Gebäckstücke auf dem Blech oder der Platte, oder unregelmäßiges wie ausgestreute Bohnen, Rosenkohl, Nudeln.
  • nur in Ausnahmefällen: Gerätschaften, gut in Szene gesetzt. Entweder mit starken Gebrauchsspuren (die bemehlte Nudelmaschine) oder mit Schwerpunkt auf Technik / Optik: mehrere alte Kochlöffel, die glänzenden Edelstahl-Teile der Küchenmaschine etc.
Life and Thyme: Wie das Magazin abwechslungsreich mit Stilwechsel.

Life and Thyme: Wie das Magazin abwechslungsreich mit Stilwechsel.

Mit allen Freiheiten

Diese Zusammenstellung ist natürlich nicht so zu verstehen, dass man jetzt ein Muster „abfotografiert” und dann beständig in Neuner-Blocks wiederholt. Es ist ein für mich attraktiver Mix für ein bestimmtes Profil.

Am besten kommt so ein Mix zur Geltung, wenn in den Fotografien ein eigener Stil zu entdecken ist: Vorwiegend helle oder dunkle Bilder, gleichmäßige Ausleuchtung oder mit starken Kontrasten, ähnliche Farbtone oder eher ”bunt” etc. Aber viele Food-Fotografen haben den schon lange für sich gefunden.

Ich selbst bin noch ziemlich weit davon entfernt, für Instagram eine solche Profilseite zu inszenieren. Was auch daran liegt, dass mein Zeitbudget für die Sozialen Medien immer zu knapp bemessen ist. Und dass ich neben dem @testschmecker ja noch meinen Account als Journalist und Fotograf @joachimott habe.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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