Reels oder Stories für Deinen Food-Account

13. Oktober 2020 | Instagram-Tipps | 0 Kommentare

Reels oder Stories - was ist sinnvoller für Deinen Food-Account?

Reels oder Stories – was ist sinnvoller für Deinen Food-Account?

Reels bei Instagram machen noch immer eine Riesenwelle. Deswegen stellt sich für viele Foodblogger nun die Frage: Reels oder Stories? Das hängt auch damit zusammen, dass Instagram das neue Format pushen möchte. Wer sich also an Reels mit eigenen Beiträgen beteiligt, der hat gute Chancen auf mehr Reichweite und Follower. Doch lohnen sich die aufwändigen 15-Sekunden-Videos? Und haben sie Vorteile gegenüber den Stories? Auf diese Frage Reels oder Stories gibt es nach den ersten Wochen und Monaten schon Antworten, zumindest auf die wichtigsten Fragen.

Instagram Reels: alles anders?

Wer sich noch nicht so genau mit den Reels beschäftigt hat (obwohl man ja derzeit nicht an ihnen vorbeikommt), für hier nochmal die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Frage Reels oder Stories. Reels leben als Videos, vor allem mit Musik oder O-Ton hinterlegt. Und obwohl die Musik dafür frei zu haben ist, gelten hier die gleichen Bedenken, wie bei allen Video-Formaten. Sollich Musik verwenden, wenn doch viele auch am Arbeitsplatz oder in der Straßenbahn Reels ansehen und deswegen lieber den Ton stumm schalten? Gerade für die kurze Laufzeit von 15 Sekunden behelfen sich viele mit knappen Texteinblendungen. Der Hinweis, den Ton einzuschalten verhallt meistens ungehört – weil er eben oft in der jeweiligen Situation als störend empfunden wird. Diese Erfahrung habe ich schon verschiedentlich in meinen Accounts @testschmecker und @joachimott gemacht.

Zweiter großer und entscheidender Unterschied bei der Entscheidung Reels oder Stories ist, dass Reels im Profil-Raster und im Feed auftauchen. Und nicht auf einem eigenen Schauplatz wie Stories, die man erst extra besuchen muss. Dadurch kommen Deine Reels vielleicht auch im Explore-Feed (was gut für Dich ist). Und sie erscheinen im Foto- und Video-Feed Deines Accounts – was oftmals nicht so gut ist. Denn wegen des 16:9 Formats erscheint hier nur der mittlere Teil des Reel-Formats. Und wer sein Profil-Raster auch mit Blick auf das gesamte Erscheinungsbild pflegt und gestaltet, der ist mit den Vorschauen für Reels oft nicht so glücklich. Weil sie einfach oft nicht so gut aussehen, wie die Foto-Vorschauen. Oder weil man als Reel vielleicht auch Sachen postet, die nicht zum eigentlichen Thema des feeds passen.

Aufwand und Wirkung: Stories lassen sich schnell aus vorhandenen Bildern Deines Foodblogs bestücken. Videos finden mehr Zuschauer.

Aufwand und Wirkung: Stories lassen sich schnell aus vorhandenen Bildern Deines Foodblogs bestücken. Videos finden mehr Zuschauer.

Die gute Nachricht: Man kann die Vorteile dieser größeren Verbreitung zu Beginn nutzen und nach kurzer Zeit (oder auch sofort) das Reel aus dem Profil-Raster löschen. Dennoch bleiben die Reels im Feed erhalten. Wer also durch die Bilder Deines Accounts scrollt, der sieht auch die Reels. Aber sie erscheinen eben nicht im Profil-Raster, das man beim Aufruf Deines Accounts sieht und stören dort nicht das Erscheinungsbild.

Gemeinsamkeiten der Reels

Aber es gibt auch etliche Gemeinsamkeiten mit den Fotos im Feed und mit den Stories. Mit den Feed-Fotos haben sie gemeinsam, dass Du Hashtags und Bildunterschriften nutzen kannst. Wobei Du die Hashtags in die Bildunterschriften setzen musst, oder in den ersten Kommentar. Die Reels bleiben – wenn Du sie nicht löschst – auch dauerhaft im Feed und verschwinden nicht wie die Stories nach 24 Stunden ins Nirwana.

Mit den Stories gemeinsam haben sie das ungewöhnliche 16:9 Hochformat. Und den Nebeneffekt, dass viele Besucher von einem guten Reel oder einer ansprechenden Story auf Deinen Account gelockt werden. Und – was auf den ersten Blick nicht so naheliegend ist: Du kannst Deine Reels-Videos auch in den Stories posten. Das geht natürlich auch über den ’normalen‘ Weg, in dem Du das gleiche Video bei den Stories hochlädst. Noch viel einfacher aber ist es, wenn Du im veröffentlichten Reel auf den Papierflieger klickst und das Reel-Video damit in Deiner Story teilst. Du musst nur beachten, dass es automatisch verkleinert wird und vor einem einfarbigen Hintergrund erscheint. Aber Du kannst es einfach mit zwei Fingern vergrößern.

Food-Themen als Video?

Wer Food-Themen als Video posten will, der findet meistens nur eine Lösung: Ein kurzer Zeitraffer über die Zubereitung Deines Gerichtes. Und wir wissen von den Fotos, dass zwar viele Follower an Rezepten interessiert sind. Aber die Kurz-Videos empfinde ich als lange nicht so attraktiv, wie die kurzen, meist sehr professionellen Zeitraffer-Aufnahmen bei Youtube oder deren Ableger als 1-Minuten-Video im Instagram Feed.

Ähnlich wie die Stories kann man aber auch die Reels – vor allem jetzt in der Anfangszeit – als Spielwiese betrachten. Während mit die 15-Sekunden-Zubereitung im Hochformat-Video meistens zu reduziert erscheint, erfreue ich mich an witzigen kurzen Clips aus Küche und Haushalt, die eher entfernt mit Essen und Zubereitung zu tun haben. Hinzu kommt die tatsache, dass man ja auch für ein 15-Sekunden Video den ganzen Zubereitungsprozess filmen muss. Dann doch lieber originelle Schnipsel aus der Küche, oder?

Die Technik

Für diese spontanen Reel-Schnipsel kann man auch auf das spontane Einhand-Filmen mit dem Smartphone zurückgreifen. Je öfter und je mehr Videos man auf verschiedenen Plattformen verwendet, desto eher wird man über ein paar technische Verbesserungen nachdenken. Ein Stativ oder ein Mini-Stativ mit Smartphone-Halterung verringert erfahrungsgemäß die Hürde für das Filmen. Und mit dieser Flatlay-Lösung (beschrieben für Fotos, klappt aber genauso gut mit Videos) kann man mühelos auch längere Zubereitungen aufnehmen. Und das für wenig Geld mit geringem Aufwand. Meine Lösung umfasst diesen Gelenkarm, diesen kleinen Kugelkopf und diese Smartphone Halterung, mit der man leicht zwischen Hoch- und Querformat wechseln kann, ohne den Gelenkarm zu verstellen.

Wer danach doch mehr als Schnipsel produziert hat, sondern eher größere und längere Video-Dateien, der wird das Material vor der Veröffentlichung wahrscheinlich gerne bearbeiten wollen. Das geht natürlich mit dem großen Besteck wie FCPX oder Premiere. Auf dem Handy klappt das auch ganz gut mit Spark, wie ich es hier mal beschrieben habe.

Mein Fazit

Ich muss zugeben, dass ich den Reels eher skeptisch gegenüberstehe. Das betrifft das Konsumieren von Reels (oftmals zu zappelig, zu laut), aber auch das Produzieren (zu aufwändig, langwierig). Aber das ist meine Sicht, ich finde ein gutes Foto oft aussagekräftiger und, ja, auch schneller konsumierbar, wenn ich durch meinen Feed scrolle. Videos bleiben bei mir vorerst (noch) auf Ausnahmen beschränkt. Auch deshalb, weil ich mit den Fotos für zwei Instagram Accounts @testschmecker und @joachimott ganz gut ausgelastet bin, so nebenher.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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