Eier zu Ostern oder wann auch immer: glückliche Hühner

In den Tagen vor Ostern spielten sich an verschiedenen Marktständen und in Supermärkten die gleichen Szenen ab: „Haben Sie noch weiße Eier?”. Bei der nun folgenden Antwort war eigentlich alles außer der Farbe egal: Preis, Herkunft, Biologisch oder nicht, brutalste Käfighaltung oder Import aus fernen Landen. Hauptsache weiß. Logisch: Wer Eier färben möchte, der denkt, mit weißen Eiern kommt das am besten zur Geltung.

Mal abgesehen davon dass das nicht stimmt (alle anderen Eier wirken genauso farbig): Dieses ein Mal im Jahr scheint der Preis keine Rolle zu spielen. Die besten Hühner-Eier, die ich je gegessen habe, haben 50 Cent das Stück gekostet. Und wenn der Hof-Bauern-Hof mit seinem Hühnermobil und den glücklichen Demeter-Hühnern hier um die Ecke liegen würde, würde ich das jedes Mal bezahlen.

Muss ja aber gar nicht sein: Die Preisdifferenz zwischen Eiern aus Freilandhaltung und Bio-Eiern ist nicht so gewaltig. Zumindest kann jede normale Familie den Bedarf an Eier damit decken, ohne in den Ruin zu getrieben zu werden. Nicht nur an Ostern.

Blog Awards 2015: SAVEUR

Saveur Blog Awards

Aaaaahhh: Endlich mal wieder eine Liste mit vielen schönen Food-Blogs: Die Nominierungen für die Blog Awards 2015: SAVEUR sind da. Neben einigen Bekannten, die man ja immer auf solchen Listen ins insgesamt 13 Kategorien findet, gibts zumindest für mich auch einige Neu-Entdeckungen. Etliches Schönes, aber leider – trotzdem das ja schon eine Elite-Auswahl ist – auch einiges Ernüchterndes.

Meine Highlights finden sich in der Kategorie ‚Best Designed Blogs‘. theartofplating.com kannte ich noch nicht, sieht schön aus. Auch die anderen machen was her, vanelja.com spricht mich ebenfalls an. Kannte ich noch nicht, hier gibts auch Videos.

Überhaupt liegt mir das Thema Video ja am Herzen, auch hierfür gibts eine eigene Kategorie: ‚Best Use of Video‘. Hier gibts sicher bei www.themaking-of.eu die größte Auswahl an Videos – allerdings gibts sonst auch herzlich wenig. Ansonsten finde ich diese Kategorie fast ein bißchen enttäuschend.

Das gilt auch für die Kategorie ‚Best Wine Coverage‘. Schon rein optisch fallen viele Wein-Seiten gegenüber den Food- und Rezeptseiten schon ab, inhaltlich ist auch vieles eher schwer nachzuvollziehen. Da fand ich in der Kategorie ‚Best Beer Coverage‘ schon schönere Beispiele, etwa http://thehopreview.com und – mein Favorit – http://thebeeroness.com: Interviews, Rezepte fürs Essen zum Bier und viel Wissenswertes zum Thema.

Hier findet sich mit http://www.pintsandpanels.com auch eines der originelleren Blogs einer Cartoonistin: Jede Beer-Review kommt als Cartoon daher. Man muss den Stil nicht mögen, aber die Idee ist gut und Reviews lassen sich schnell erfassen.

Essen ohne Kohlenhydrate – Low Carb Rezepte

Low-Carb-Rezepte

Nachdem ich an dieser Stelle auch schon Low-Carb-Kochbücher vorgestellt habe, muss ich ehrlicherweise zugeben, dass die meisten Rezepte, die ich suche, aus dem Netz stammen. Auf allen großen Rezept-Websites lässt sich ziemlich gezielt suchen, aber diese Website hat nur Rezepte, die in die Kategorie Low Carb gehören: Essen ohne Kohlenhydrate.

Die Suche ist nicht ganz so übersichtlich wie zum Beispiel auf Chefkoch, weil immer gleich eine größere Vorschau des Rezepts gezeigt wird, anstelle einer relativ kompakten Liste. Und weil ich an den Schwarm glaube, verwende ich bei Suchen möglichst auch noch Bewertungen oder zumindest die Zahl der Aufrufe. Hier sollte man sich mit der Rezeptübersicht begnügen und dann dort das Passende heraussuchen. Besonderheiten sind zum Beispiel die Kategorien Trainingstag und Ruhetag.

Alan Adler, Erfinder der Aeropress Kaffeemaschine

AeropressAerobie 80R08 AeroPress Kaffeebereiter mit 350 PapierfilterAuf der Website Medium findet sich aktuell eins chöner und aufschlussreicher Beitrag über den Erfinder der Aeropress: First Alan Adler Invented the Aerobie. Now He’s Created the Perfect Cup of Coffee. Dieses recht unscheinbare Plastikteil für rund 30 Euro / Dollar steht in dem Ruf einen sehr guten Kaffee oder Espresso zu machen.

Mir scheint das zwar eher so eine Hipster-Sache zu sein, so ähnlich wie Chemex-Glaskolben und Gießkannenähnliche Wasserkessel. Aber wer sich dafür interessiert, der erfährt hier ziemlich viel über die Hintergründe und den zugegebenermaßen sehr sympathischen Erfinder. Ich war zuerst von den Berichten ziemlich angetan, wollte mir dann aber keinen weiteren Kaffeebereiter mehr zulegen – auch wenns mich neugierig macht.

Biowinzer – die nächste Generation

Biowinzer - die nächste Generation

Generationenwechsel im Bereich der Landwirtschaft ist oft ein leidvolles Thema: Die ältere Generation kann mangels Alternative nicht aufhören, die jungen wissen oder ahnen zumindest, welche Veränderungen und Belastungen auf sie zukomenn und zögern, in den elterlichen Betrieb einzusteigen.

Besser sind die Aussichten bei erfolgreichen Betrieben, die eine besondere Vermarktungsform gefunden haben oder ein landwirtschaftliches Produkt, das gute Absatzchancen hat. Zum Beispiel Wein.

Wie aber ist es mit dem Biowein, den Biowinzern? Hier haben die Eltern besonders viel Kraft und Energie in den Betrieb gesteckt, haben Pionierarbeit geleistet. Wollen die Jungen die Position als Einzelkämpfer und Außenseiter übernehmen und sich einem immer srafferen Regelwerk der EU ausliefern? Gar nicht zu reden vom erhöhten wirtschaftlichen Risiko, das mit dem Bio-Anbau immer verbunden ist.

ECOVIN Baden zeigt aktuelle drei Beispiele von vielen, die Mut machen: Drei Familien, bei denen der Übergang klappt. Gemeinsam ist allen Nachfolgern, dass sie gut ausgebildet und hoch motiviert in den Beruf starten. Und dass sich für sie nie die Frage gestellt hat, ob sie ebenfalls “bio” machen: Etwas anderes kam nie in Frage.

Im Gespräch mit ihren Vätern zeigen die drei Jungen, worauf es ihnen ankommt, was bei ihnen anders sein wird und was sie von ihren Eltern übernehmen.

Die dort angehängte Liste derjenigen Betriebe von ECOVIN Baden, wo ein Generationswechsel aktuell ist zeigt, dass die drei vorgestellten Betriebe keine Ausnahmen sind.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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