Ernährungsportale im Internet

Wer wie ich öfters im Internet nach Informationen zum Thema Ernährung und Gesundheit sucht, der stößt immer wieder auf Seiten, die sich als Ernährungsportal oder ähnliches bezeichnen. Fast alle Themenbereiche der Ernährung sind dort abgehandelt. Typisch ist dabei, dass Quellen für die Informationen in der Regel nicht genannt werden. Dafür werden die Aussagen mit großer Bestimmtheit und Wertung getroffen.

Genauso bestimmt empfiehlt man auch Produkte, oder rät von anderen ab. Vor allem letzteres liest sich oft ziemlich abschreckend: Da werden Krebserkrankungen prognostiziert, wenn man bestimmte Sachen zu sich nimmt und Studien genannt, die es so allerdings trotz ihres brisanten Gehalts noch nicht in die Medien geschafft haben.

Nun gibt es aber auch Ernährungsportale von öffentlichen Einrichtungen und Verbraucherzentralen, und nicht nur solche, die sich aus Werbung finanzieren. Der Unterschied in der Zielsetzung dürfte klar sein, erschließt sich manchen Besuchern aber offensichtlich trotzdem nicht so schnell. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat hier schon vor einigen Jahren klare Worte gesprochen und einige dieser Ernährungsportale vorgestellt, das PDF mit (den nicht immer aktuellen Informationen) kann man hier als PDF herunterladen.

Die meisten Ernährungsportale kommen dabei nicht gut weg: Mit einem Bewertungssymbol (Smiley) und den Bewertungskriterien Verkaufsinteresse, Transparenz und Objektivität wird auf den ersten Blick sichtbar, wie ernst man so ein Angebot nehmen kann. Auch wenn die Infos offensichtlich aus dem Jahr 2013 stammen: Wer sich ein paar der Bewertungen durchgelesen hat (die meisten beschriebenen Websites existieren noch immer), der kann anhand der Muster auch ähnliche Seiten recht schnell einschätzen.

bestebioweine.de: Vegane Bioweine

Logos für vegane Lebensmittel

Logos für vegane Lebensmittel

Auf bestebioweine habe ich eben einen kurzen Artikel über das Thema vegane Bioweine veröffentlicht: Vegane Bioweine: gar nicht so selten | . Dafür gibt es nun auch ein Label und man kann als Winzer seine veganen Weine zertifizieren lassen.

Einige Biowinzer hatten das Thema schon länger mit Interesse verfolgt, viele haben mittlerweile auf die gestiegene Nachfrage nach veganen Weinen reagiert. Im Gespräch mit Weintrinkern und Weinerzeugern findet die Sache viel Lob, manchmal stößt man aber auch auf Verwunderung: Auf Seite der Weintrinker, weil manche gar nicht wissen (oder wussten), dass Hilfsmittel tierischen Ursprungs in der Weinbereitung eingesetzt wurden. Bei Winzern, weil sie den Trend zu veganen Lebensmitteln noch nicht richtig eingeschätzt hatten.

Manchen biologisch arbeitenden Winzern lag vor allem am Herzen, dass die eingesetzten Produkte biologischer Herkunft sind, möglichst auch zertifiziert. Die mengenmäßig eher unbedeutenden Substanzen durch vegane Stoffe zu ersetzen, ist wohl kein großes Problem, stand aber auf der Prioritätenliste vieler Bio-Erzeuger noch nicht allzu weit oben.

Da passte es gut, dass viele Bio-Erzeuger sowieso ständig nach Verbesserungen und neuen Wegen in der Weinbereitung suchen. Übrigens nehmen die Biowinzer auch andere Substanzen kritisch unter die Lupe: Auch beim Schwefel versuchen viele den Verzicht und sammeln hier Erfahrungen.

Bis Dezember 2016 sollen Verbraucher durch eine EU-Verordnung auch erfahren, wie viel Fett, Eiweiß und Kohlehydrate ein Wein enthält. Wein-Etiketten und Rück-Etiketten werden sich künftig wohl stark wandeln. Manche bäuerlichen Erzeuger sehen das skeptisch. Der Kunde dagegen wird da künftig wohl keinen Unterschied mehr machen und bei Lebensmitteln jedweder Herkunft genauestens informiert werden.

Kaufen für die Ewigkeit: BuyMeOnce

haltbare Produkte

Ich kann den Shop nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, aber ich finde das Konzept gut: BuyMeOnce.Com. Wie meine Eltern schon sagten: Wir haben gar nicht das Geld schlechte Dinge zu kaufen, die wir nach kürzester Zeit wieder neu anschaffen müssen. Also: Am besten als lange haltbare Produkte nur einmal kaufen und dann lebenslang nutzen (naja, 10 bis 20 Jahre sind ja auch schon einguter Zeit-Horizont). Buy me once: Kauf mich nur einmal. Das ist nachhaltig, auch wenns auf den ersten Blick oft etwas teurer ist. Mich interessieren vor allem die Kategorien Küchenartikel und Werkzeuge. Und die Rubrik „Articles & Tips”.

Einiges findet man sicher auch bei deutschen Versendern, über die Seite selbst kann man offensichtlich sowieso nicht einkaufen: Wer sich für UK statt für US entscheidet kommt mit dem Klick auf „Kaufen” zu einem englischen Anbieter, oft der Hersteller, manchmal auch Amazon. Die Versandbedingungen sind dementsprechend bei jedem Produkt unterschiedlich. Aber wenn man ein interessantes Produkt gefunden hat, kann man sich ja auf die Suche machen und wird sicher schnell fündig. Wo findet zum Beispiel sonst einen Reise-Regenschirm mit lebenslanger Garantie?

Wintergemüse: Brokkoli-Nudeln mit gerösteten Pinienkernen

Wintergemüse Brokkoli

Brokkoli gehört zu den Gemüsesorten, die Genuss-Menschen in zwei Gruppen spalten: Die einen haben für alle Kohlarten generell nicht viel übrig. Bei Brokkoli befürchten viele ähnlich wie beim Rosenkohl deftige Gerüche und einen durchdringenden Geschmack. Viele andere aber lieben ihn: als filigranes Gewächs, das man so zubereiten kann, dass es noch etwas Biss hat und sich mit vielen Zutaten und anderen Aromen prima verträgt.

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Garen mit Schnellkochtopf: gesund und effektiv

Schnellkochtopf

Im Bild: WMF Schnellkochtopf 4,5 l und 3,0 l [Affiliate Link]

Schnellkochtöpfe gehören zu den Errungenschaften, über die sich schon unsere Mütter gefreut haben. Ihre Verwendung spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für eine schonende Zubereitung und gesundes Kochen. Heute stehen sie noch (oder wieder?) hoch im Kurs – auch wenn sie vielleicht nicht ganz so sexy sind, wie viele modische Kochartikel aus den Studios der Fernsehköche.

Wie funktionierts?

Das Prinzip des Schnellkochtopfs ist einfach und schnell erklärt. In einem mit Gummiring und Bajonett-Deckel abgedichteten Topf wird der Druck beim Kochen in Maßen erhöht. Schon ein gering erhöhter Wasserdampfdruck sorgt für höhere Temperaturen, als die 100 Grad, die man in kochendem Wasser erreicht. Die Physiker sagen, dass andererseits die Reaktionsgeschwindigkeit schon bei 10 Grad mehr um das 2- bis 3-fache ansteigt: Das Garen geschieht also effektiver. Als Faustregel gilt: neben einer bis zu 70 Prozent reichenden Zeitersparnis sind auch bis zu 50 Prozent Energieersparnis drin.

Suspekt ist manchen Menschen dieser Druck im Kessel. Sie verbinden damit mancherlei Unangenehmes: Gefahr durch Überdruck, vermatschtes Gargut, zerstörte Vitamine. Aber so weit kommt es nicht: Der Überdruck beträgt heute nur etwa 0,8 bar, damit kommt das Kochwasser auf gerade mal 116 Grad.

Die Gerüche bleiben lange im Topf und verteilen sich nicht über Stunden in der Wohnung. Und explodierende Schnellkochtöpfe braucht man wegen der einfachen Bedienung und der Sicherheitsvorkehrungen der Hersteller auch nicht mehr fürchten.

Kartoffelsuppe

Im Bild: Kartoffelsuppe

Was spart man wirklich?

Das Prinzip reicht aus, um die Kochzeiten für viele Lebensmittel drastisch zu verkürzen: Kartoffeln brauchen meist nur etwa 8 Minuten statt 20, beim Fleisch schrumpft die Garzeit auch bei Braten je nach Art und Menge auf etwa 30 Minuten. Der Vorteil: Man spart Zeit, Energie und Geld. Der Nachteil: Nicht immer sind die Garzeit-Tabellen der Hersteller zutreffend. Und schon wenige Minuten Differenz können Kartoffeln innen roh lassen. Dann muss man das ganze Prozedere mit Aufkochen, Deckel schließen, Ventil bis zur Markierung steigen lassen und nachher abkühlen oder abdampfen wieder von vorne beginnen. Oder noch schlimmer, weil nicht reparierbar: Gemüse ist zerkocht.

Generell stimmen die meisten Angaben aber ziemlich genau. Und wer – wie wir – gerne eine bestimmte Kartoffelsorte verwendet und die wiederum für bestimmte Zwecke (Salzkartoffeln oder Kartoffelsalat), der hat meistens schon nach dem zweiten Mal die exakte Kochzeit ermittelt, falls sie von der Norm abweicht.

Eine häufige Befürchtung ist auch, dass man wichtige Nährstoffe oder Vitamine zerstört. Das beträfe vor allem Gemüse – und das kocht man vorzugsweise mit einem Einsatz im Dampf, ohne Wasserkontakt. Vitamine und Geschmacksstoffe bleiben so besser erhalten, als beim Kochen in Wasser. In einem großen Topf (etwa 4,5 Liter) haben zwei Einsätze Platz und man kann größere Mengen oder verschiedene Sachen (bei gleicher Garzeit) gleichzeitig zubereiten.

Ist das die Anschaffung wert?

Wenn man nur ab und zu am Wochenende kocht, wahrscheinlich nicht. Wer täglich eine Mahlzeit auf den Tisch stellt, wer traditionelle Küche mit Gemüse, Kartoffeln, Nudeln und Fleisch pflegt, der kommt recht schnell auf seine Kosten. Sowohl was die Zeit, als auch was Anschaffungs- und Energiekosten angeht. Die Töpfe sind lange haltbar, leicht zu pflegen und zu reinigen, und fast verschleissfrei. Lediglich der Dichtungsring wird ab und zu erneuert.

Wägt man ab zwischen Einbau-Dampfgarer, asiatischen Dämpfern, Reis- und Nudelbereitern oder einfach nur neuen Töpfen, kommt der Schnellkochtopf gut weg. Die Kosten liegen mit rund 100 Euro für einen großen Topf (4,5 Liter) mit Deckel durchaus im Rahmen, bei manchen Sonderangeboten bekommt man dazu auch den kleinen 3-Liter-Topf noch im Set dazu (den Deckel braucht man in der Regel nur einmal). Die Klassiker der großen Hersteller wie WMF, Silit, Fissler oder Tefal [Affiliate Links] können als alltaugstauglich sicher und langlebig gelten.

Übrigens gibt es noch einen ganz banalen Grund, warum Kochen mit dem Schnellkochtop ziemlich gesund ist: Er vereinfacht nicht nur die Zubereitung frischer Lebensmittel. Es wird wohl auch kaum jemand auf die Idee gekommen, industrialisierte Lebensmittel aus Dosen oder Tiefkühlware im Schnellkochtopf zuzubereiten. Wer den Dampftopf zuhause hat, greift eher zum frischen Gemüse und bereitet selbst zu. Auch für Babynahrung (statt Gläschen) und im Urlaub (schwächelnde Herde oder verschiedene Herdarten) macht sich der Schnellkochtopf ganz gut.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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