Watch. Think. Act: Do Something Reel Film Festival

Ganzjähriges Film-Festival zu Umweltthemen.

Das Motto macht schon deutlich, dass es hier nicht um seichte Unterhaltung geht: Watch. Think.Act. Das steht dick auf der Eingangsseite der Website Do Something Reel Film Festival.

Das Projekt ist nichts weniger als ein Film-Festival. Ein ganzes Jahr lang sollen Filme aus dem Umweltbereich gezeigt werden. Und die ersten Beispiele belegen schon, dass das Niveau durchaus professionell ist. Auf der Filmseite werden die Filmemacher vorgestellt. ZU allen Filmen gibt es vorab schon die Trailer zusehen, die wirklich Lust auf mehr machen.

Kleiner Haken an der Sache: Nicht nur die Filme sind professionell, auch der Verleih. Die Filme kann man ausleihen gegen Gebühren von rund 5 US-Dollar. Und natürlich braucht man dazu auch einen eigenen Account, also nix mit iTunes und Konsorten.

Das ist alles sehr verständlich und dass gute Dokumentarfilme naturgemäß werbefrei sein sollten, ist auch klar. Ich würde aber mal vermuten, dass die Verbreitung dieser Filme damit doch eher etwas eingeschränkt bleiben wird. Dabei sind die Themen spannend und – zumindest nach dem was man aus den Trailern schlussfolgern kann – auch gut gemacht.

Zum Beispiel der Film über die Truck Farm: Ein Garten, der auf der Ladefläche eines Pickup eingerichtet wurde. Oder der Titel „King Corn”, der die Tatsache beschreibt, dass Mais in den USA wohl in so ziemlich allen Lebensmittel enthalten sein soll. Beide Filme kommen von denselben Filmemachern und sind im Juli zu sehen.

Wer also im TV-Sommerloch steckt und keine Lust auf Fußball hat, der kann für einen informativen Abend ja mal die fälligen paar Euro locker machen. Billiger als Kino und in einigen Fällen wohl auch interessanter.

testschmecker.de jetzt auch auf Facebook

„Gefällt mir” für Facebook-Seite

Brauchts das denn? Testschmecker.de jetzt auch noch auf Facebook? Ist das ein höheres Sendungsbewußtsein oder missionarischer Eifer? Nein, keins von beiden. Einfach ein nüchterner Einblick in die Realität.

Für mich hat die Website noch immer höchste Priorität: Warum sollte ich meine Inhalte aus der Hand geben, in ein soziales Netzwerk, einen Blog-Dienst, wem auch immer? Ich schreibe hier auf testschmecker.de nach dem Motto: In meiner Badewann bin ich Kapitän. Sprich: hier kann ich tun und lassen was ich will. Bezahlte Posts, verschwurbelte Links die mich angeblich reich und glücklich machen: Nicht mein Ding.

Bei den sozialen Netzwerken (Facebook-Profil und Google+) war ich schnell dabei, um eigene Erfahrungen zu machen und um meinen Kunden zu zeigen, was geht und wie es geht. Störend war und ist für mich die Durchmischung von privaten und beruflichen Inhalten, bei mir und bei anderen.

Das wird jetzt einfacher: Mein privates Facebook-Profil gibt es natürlich weiterhin. Dort werden weiterhin Auszüge aus fast allen meinen Blog-Posts veröffentlicht. Aber jetzt gibts eben auch zusätzlich eine Facebook-Seite zu testschmecker.de. Das ist diejenige Seite mit den meisten Besuchern, die auf das größte Interesse stößt. Also werde ich hier einiges ergänzen können, was es nicht auf die Website schafft. Links einbinden, denen ich vielleicht auf testschmecker.de keinen eigenen Blog-Post eingeräumt hatte. Und mich an aktuellen Geschichten beteiligen, die ich anderswo finde.

Was für meine Kunden gut ist, muss zwar nicht zwingend auch gut für mich sein: Denn ich habe ja in dem Sinne nichts zu „verkaufen”, keinen Shop, keinen Kundenkreis, keinen Link „Bestellen Sie hier”. Aber mit wachsendem Leserkreis ist vielleicht doch angebracht, den Service etwas zu verbessern. Denn immer mehr Menschen im Internet lesen weniger häufig auf Websites mit oder nutzen RSS-Feeds und Newsreader, die ich für eine der fortschrittlichsten und zeitsparendsten Einrichtungen halte. Statt dessen suchen sie nach einer Facebook-Seite, klicken auf „Gefällt mir” und bekommen nun dort häppchenweise Infos der besuchten Website angeboten.

Also, bitteschön, machen Sie / macht ihr das doch auch: klickt auf den blauen Facebook-Button, der zur Testschmecker-Facebook-Seite führt und genießt die Frei-Haus-Lieferung. Es gibt auch weiterhin gute Hausmannskost und keine Instant-Menüs. Versprochen.

testschmecker.de jetzt auch auf Facebook

Abgespeist: Der Goldene Windbeutel 2012

abgespeist.de: Die dreisteste Werbelüge

Abgespeist.de gehört zu den erfrischendsten Websites im Bereich Lebensmittel: Die Leute von foodwatch nehmen kein Blatt vor den Mund und wo sich mancher kleine Blogger fragt, ob er bei bestimmten Formulierungen schon juristischen Beistand braucht, da haben die Foodwatch-Leute ihre ins Visier genommenen „Sünder” schon kräftig abgewatscht (die haben wohl juristischen Beistand….).

Zum vierten Mal lässt abgespeist.de nun auf seiner Website die Besucher abstimmen über die dreisteste Werbelüge: Abgespeist: Der Goldene Windbeutel 2012 – Denn Etiketten lügen wie gedruckt – Eine Kampagne von foodwatch.

Da muss man eigentlich nicht viel dazu sagen: Die Produkte und was an ihnen auszusetzen ist, das steht auf der Website. Die fünf „Kandidaten” sind dort natürlich gleich vorneweg aufgelistet. Und wer auf nette Video-Porträts steht, der kann sich in diesem Video die (unfreiwilligen) Kandidaten noch einmal vorstellen lassen:

Wer bekommt den Goldenen Windbeutel 2012?

Die ganze Aktion hat eine enorme PR-Wirkung und die sei den Foodwatch-Leuten auch vergönnt: Es werden kontinuierlich Produkte unter die Lupe genommen und kritisiert – ein Job, der eine gewisse Zähigkeit verlangt, journalistische Sorgfalt und auch eine gewisse Riskobereitschaft. Wenn also neben dem Haupteffekt – der Windbeutel-Aktion – noch ein paar regelmäßige Leser auf der Website hinzukommen, dann ist das auch eine gute Sache.

Food Revolution Day – Stand Up For Real Food

Food Revolution Day

Man muss nicht unbedingt alle Aktionen unterstützen, die von Promis ins Leben gerufen und / oder promotet werden. Aber weil Jamie Oliver für mich in seinen Bemühungen durchaus glaubhaft wirkt und weil er mit seinen Projekten in vielen Fällen auch konkrete Erfolge vorweisen kann, sei auch auf dieses hingewiesen (auch wenns in Deutschland keine hohen Wellen werden wird): Food Revolution Day – Stand Up For Real Food.

Die Gründe für die Aktion lassen sich wohl in keinem anderen Satz so gut zusammen fassen, wie in diesem, der auf der Projekt-Website steht:

For the first time in history, being overweight is killing more people than being underweight, and at least 2.8 million adults around the world die each year as a result of being overweight or obese.

Die Beteiligungsmöglichkeiten sind vielfältig (freilich nicht für uns hier in Deutschland): Man kann sich mit seiner Schule beteiligen, einen Kurs in seinem Garten veranstalten, einen Kochkurs anbieten oder Street Parties und vieles mehr. „Local food events” heißt das, und wenn man selbst nichts anbietet, kann man nachsehen, wo das nächste Ereignis stattfindet, an dem man teilnehmen kann.

Wozu also drüber berichten, wenn man aus Deutschland nur zusehen kann?

Bei uns ist die Rolle des Jamie Oliver noch unbesetzt: Sozusagen der junge Wilde, der Rockstar unter den Promi-Köchen. Einer mit guter Verwurzelung, der seiner Herkunft auch treu geblieben ist., Der mit einer Botschaft reist, nahe am Missionarischen und dennoch ohne zu nerven (naja, für die meisten Normalbürger sollte das zumindest zutreffen).

Und eben einer der sich engagiert, ohne dass es immer einen direkten (und ausschließlichen) Zusammenhang zwischen der Aktion und dem eigenen Marktwert gibt.

Hierzulande gibt es zwar auch jemanden, der von Anfang für diese Rolle vorgesehen war, aber so richtig klappt das nicht bei uns. Was sicher auch mit den Unterschieden in der britischen und deutschen Mentalität zu tun hat.

Verbraucherzentrale Hamburg über die Namen von Lebensmitteln: Mein Name ist Hase

Verbraucherzentrale Hamburg

Die Verbraucherzentrale hat die Namen von Lebensmitteln untersucht. Korrekt heißt das wohl „Verkehrsbezeichnung von Lebensmitteln”. Wie auch immer, das Ergebnis ist traurig, aber das wissen, die einkaufen gehen. Nachlesen kann man das hier unter dem sinnigen Titel Mein Name ist Hase. Dort werden auch konkrete Beispiele genannt und Kritik geübt an der Handhabung der Verkehrsbezeichnungen: „44 Prozent der Verkehrsbezeichnungen waren beschönigend.”

Die Beispiele kennen die meisten, die beim Einkaufen mal aufs Kleingedruckte achten: Spargelcremesuppe mit 4 % Spargel aber dafür mit Aroma. Dafür gibts öfters mal Phantasiebezeichnungen und fast immer eine ganz winzige Schrift (obwohl ich das noch am ehesten nachvollziehen kann. Wer gestaltet schon eine Verpackung, um sie mit Text zuzukleistern). Netterweise gibts in modernen Supermärkten bereits Lupen, die fest an jedem Einkaufswagen angebracht sind.

Die Ergebnisse sind durchweg lesenswert, die Quelle – Verbraucherzentralen – absolut seriös in meinen Augen.

Wem der Online-Artikel nicht genügt, der findet auf der Seite noch Downloadmöglichkeiten für
– eine Produkttabelle ausgewählter Lebensmittel mit Bildern
– einer Kurzfassung der Ergebnisse und
– den Gesamtbericht.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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