Instagram Analytics für Deine Food-Fotos nutzen

25. Oktober 2018 | Instagram-Tipps, Soziale Medien | 0 Kommentare

Instagram Analytics heißen hier Insights und geben Aufschluss über das Verhalten Deiner Besucher.

Instagram Analytics heißen hier Insights und geben Aufschluss über das Verhalten Deiner Besucher.

Instagram Analytics kannst Du nutzen, wenn Du Deinen Instagram Account in einen Business Account umgewandelt hast. Dazu musst Du kein Geschäft betreiben und keine Umsätze über Instagram generieren. Es genügt Deine Neugier an der Statistik, um diesen Schritt zu machen. Einzige „Hürde”, die es noch zu nehmen gilt: Der Business Account muss mit einer Facebook-Page verknüpft werden. Aber auch das ist kein Problem. Wenn Du ein Food-Blog hast oder ein Unternehmen oder auch nur ein Hobby (ich vermute mal, das Fotografieren gehört dazu), dann kannst Du jederzeit und sehr schnell auch eine Facebook-Seite anlegen – und dann auch mit der Statistik starten.

Ich beschreibe das aus der Sicht eines Food-Bloggers. Wer einen Shop betreibt oder seine Dienstleistungen anpreist, der wird andere Maßstäbe anlegen. Und ich nutze für den Artikel meine beiden Accounts: Testschmecker für Food-Fotos und den Themenbereich Food-Blogs (dieser Business-Account ist relativ neu). Und Joachimott für Fotografie, viel Regionales und Landschaftsfotografie (hier gibt es den Business-Account schon etwas länger).

Instagram Analytics: Was bringt mir das?

Die Instagram Analytics sind wie alle Statistiken. Instagram Analytics erscheinen sehr interessant, solange man sie nicht hat. Wenn Du sie eine Weile benutzt hast, stellst Du fest, dass sich da nicht so wahnsinnig viel ändert. Interessant sind Statistiken, wenn Du sie über einen längeren Zeitraum nutzt. Dann kannst Du Veränderungen feststellen, falls Du diese zuvor sparsam eingesetzt hast. Anders gesagt: Wenn Du jeden Tag Dein Blog, Deinen Instagram Account, Deinen Facebook-Account neu erfindest, dann wirst Du es nach zwei Monaten sehr schwer haben. Dann willst Du das nämlich zuordnen und wissen, welcher Schritt welche Folgen in der Statistik zeigt.

Für Food-Fotos kann das zum Beispiel bedeuten, Du zeigst einige Wochen lang nur fertige Gerichte. Dann zeigst Du neben den Food-Fotos zum Beispiel Behind-the-scenes Bilder. Und dann, nach einer weiteren Frist baust Du persönliche Fotos von Dir zB als Selfies ein und mischst das auch noch unter.

Mein Rat ist, die Instagram Analytics auf jeden Fall zu nutzen, aber sparsam. Gerade die Aussagen bei Instagram sind ja nun nicht so umfassend, sondern eher kompakt. Aber Du kannst erkennen, an welchen Stellschrauben Du drehen kannst oder sollst.

Kurzfristige Aussagen

Gleich vorab: Im Gegensatz zu Google Analytics, wo man über längere Zeiträume Dinge sehr detailliert beobachten kann, sind Instagram Analytics eher sparsam. Die grundlegenden Aktivitäten zeigen die Daten der aktuellen Woche und zum Vergleich die Daten der Vorwoche. Auch die Daten der Zielgruppe werden für diesen Zwei-Wochen-Zeitraum aufgearbeitet. Beim Inhalt kann man auf jedes Bild und jede Story bezogen verschiedene Werte für bis zu zwei Jahre erhalten.

Die interessante Details

Interessant sind also vor allem die aktuellen Zahlen von Instagram Analytics, die kannst Du bei jedem einzelnen Bild aufrufen. (Weiter unten siehst Du dann, dass Du auch noch einen Gesamt-Überblick der Instagram Analytics abrufen kannst.)Hast Du zuvor bei Deinen Bildern nur die Zahl der Likes und der Kommentare gesehen, erfährst Du nun zum Beispiel die Reichweite. Das ist die Zahl aller Konten, die Du erreicht hast, und die liegt wesentlich höher. Spannend ist hier neben der absoluten Zahl der Hinweis: „Soundso viele Prozent der erreichten Konten folgen Dir nicht.”

Das Ergebnis ist zu Beginn enttäuschend, da liegt es bei 1 oder zwei Prozent. Das ist auch logisch: Instagram zeigt Deine Posts zuerst Deinen Followern, und auch Du nur etwa 10 Prozent. Wenn diese nun fleißig liken und kommentieren, dann erhöht sich mit diesem Engagement auch die Reichweite im Lauf der Zeit. Die besten Werte, die ich erreichen konnte, lagen zwischen 40 und 50 Prozent. Und da wird ein Post nach meiner Ansicht erfolgreich: Wenn ihn nicht nur ein Bruchteil Deiner Follower sieht, sondern auch Dir fremde Menschen.

Diese Zeitverzögerung hat mich übrigens auch dazu bewogen, nicht mehr unbedingt täglich Bilder zu posten. Denn die Reichweite und der Anteil derjenigen Besucher, die mir nicht folgen, baut sich über mehr als 24 Stunden auf. Poste ich am nächsten Tag schon ein weiteres Bild, dann bremse ich diesen Effekt für das vorhergehende Bild aus. Daneben habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Posts am Donnerstag und Freitag erfolgreicher sind. Am Wochenende bin ich weniger aktiv.

Interessant ist auch die Zahl der Abonnements, die durch dieses Bild zustande kommen (das sind bei mir eher niedrigere Zahlen). Neben der schon angesprochenen Reichweite ist vor allem die Aufschlüsselung derselben in Instagram Analytics interessant. Wo kommen Deine Besucher her? Die meisten Impressionen werden bei mir stets von der Startseite erzeugt. Von den Hashtags kommen oft nur sehr wenige, aber im besten Fall waren es immerhin rund 30 Prozent.

Der allgemeine Tipp vieler Ratgeber ist nun, diese Hashtags möglichst oft zu verwenden. So weit würde ich nicht gehen. Natürlich ist es schön zu sehen, dass ein Bild von einem magischen Sonnenaufgang viele Besucher anzieht. Aber ich kann erstens nicht jeden Tag Sonnenaufgänge posten und zweitens nicht jeden Tag die dazu gehörenden gleichen Hashtags verwenden. Für mich ist dann eher interessant, wie „passgenau” die Hashtags waren, und wie viele ich eingesetzt habe.

Die Zahl der Besucher, die vom Profil kommen ist bei mir relativ gering, auch die Zahl der sonstigen Quellen. Vermerkt werden auf der Einzelübersicht auch die Interaktionen pro Bild. Die werden aber noch aufschlussreicher in der langfristigen Übersicht, dahin wechseln wir jetzt.

Interessant: Wie viele Nicht-Follower sehen Deine Beiträge?

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Langzeit-Angaben

Der zweite Zugang zu Deinen Instagram Analytics findet sich oben rechts in Deiner Profilansicht und verbirgt sich hinter den drei waagrechten Strichen. Hier kommst Du ebenfalls zu statistischen Angaben wie Aktivität, Inhalt (also Fotos und Stories) und Zielgruppe.

Aktivität
Die Auflistung unter dem Begriff Interaktionen sprechen für sich. Die Zahl der Profilaufrufe, der Webseitenklicks der Emails, Deiner Reichweite und der Impressionen ist für den Instagram genauso wichtig, wie das Engagement durch Kommentare oder die Verweildauer auf einem Deiner Beiträge (diese Verweildauer lässt sich übrigens nirgendwo feststellen.)

Inhalt
Neben den aktuellen Beiträge kannst Du nun hier Bilder von bis zu zwei Jahren ansehen. Du kannst nach Art der Beiträge filtern, nach den zu den Bildern gehörenden Daten wie Interaktionen, Emails, Gefällt-mir-Angaben etc. und nach dem Zeitrahmen (bis zu zwei Jahre).

Da der Instagram Algorithmus sich in immer wieder mal ändert, ist es in meinen Augen sinnvoll, einen kompakten Zeitrahmen zu wählen. Anders gesagt: Vor wenigen Monaten waren meine erfolgreicheren Bilder bei rund 500 Likes. Diese Zahl erreiche ich jetzt erst so allmählich wieder. Dazwischen gabs einen ziemlich Einbruch.

Ich wähle meisten „Alle Fotos”, Zeitraum 1 Jahr und lasse mir Interaktionen anzeigen. Spezieller, aber deutlich geringer wären zum Beispiel die Zahlen der Instagram Analytics für Websiteklicks, Profilaufrufe oder E-Mails.  Und wenn die Zahlen absolut eher niedrig sind, erkennst Du auch schlechter Veränderungen und Trends.

Noch sparsamer sind die Angaben bei Stories, die ja nur 24 Sunden überleben. Hier kannst nur  Zahlen für die letzten 14 Tage bkommen, auch die Auswahl für den Filter ist geringer. Aber schon alleine an den Impressionen erkennst Du, welche Stories erfolgreicher waren als andere. Und hier kannst Du durch die Gestaltung meiner Ansicht nach auch mehr Rückschlüsse für ziehen. Fotos poste ich so, wie ich sie einmal bearbeitet habe. Aber bei Stories habe ich mit Texten und Grafiken ein bißchen mehr Einfluss.

Neben dem Vergleich aller verfügbaren Stories kannst Du Details zu einzelnen Stories erhalten, indem Du das Bild nach oben wischst. Zwar werden alle Stories gespeichert, wenn Du das in den Voreinstellungen so gewählt hast. Aber die zugehörige Statistik findest Du dort nicht. Du kannst Sie lediglich noch einmal hervorholen und als Highlight veröffentlichen.

Die Highlight-Stories werden dauerhaft gezeigt, verschwinden also nicht nach 24 Stunden. Sie erscheinen nun nicht bei „alle Stories anzeigen”. Statt dessen musst Du die Highlights anklicken und das Bild nach oben wischen. Dann erscheint darunter die Statistik und wer die Stories gesehen hat. Auch hier sind die Zahlen aufgeschlüsselt. Und als Schmankerl erfährst Du hier auch das Ergebnis von Abstimmungen und Fragen. Beides gilt als probates Mittel für mehr Engagement und Reichweite, ist also auch eine Beobachtung wert.

Zielgruppe
Das erscheint mir am wenigsten aufschlussreich. Klar kommen die meisten aus Deutschland, viele aus meiner Region. Meine Angebote sind ja auch irgendwie regional geprägt. Die stärkste Altersgruppe liegt zwischen25 und 44 Jahren – das dürfte halt auch die Instagram Zielgruppe sein. Die besten Zeiten sind ähnlich wie bei Facebook mittags und abends – auch das dürfte fast allen so sein. Und schließlich gibts noch eine klassische Aufteilung, die wenig verwundert. In meinem Testschmecker-Account mit Food-Fotos gibt eine knappe Mehrheit bei den Frauen. In meinem Foto-Account von joachimott eine knappe Mehrheit für Männer.

Fazit

Statistiken sind hilfreich, aber man darf sich davon nicht verrückt machen lassen. Sie sind in meinen Augen ideal für behutsame Korrekturen über einen längeren Zeitraum. Sein Konzept über den Haufen zu schmeißen, weil andere erfolgreicher sind, das will wohl niemand.

 

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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