Schicke Gläser zum Einmachen

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Ich weiß, wir haben es erfunden: Das Weck-Glas hat eine lange Tradition, ist bewährt und sein Geld wert. Kein Zweifel. Und in jüngerer Zeit kann man bei den klassischen Weckgläsern doch tatsächlich eine leichte Aufhübschung beim Design beobachten.

Wer nun allerdings öfters Foodblogs ansieht, der stellt fest, dass die Amerikaner auch schöne Gläser haben, vielleicht sogar schönere. Bei uns besteht die Alternative zum originalen Weck-Glas in den noch schmuckloseren, klaren Gläsern mit dem rot-weiß karierten Schraubdeckel.

Wars das schon? Bei uns sind die Gläser noch etwas vielfältiger weil wir – schwäbische Hausfrau – normale Konservengläser wiederverwerten. Damit kommt wenigstens etwas Abwechslung in die Geschichte.

Die amerikanischen Einmachgläser (Suchwort: Ball Jar) kann man übrigens auch bei uns finden, zum Beispiel über Amazon oder Ebay. Aber dort sind sie relativ teuer, finde ich.

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Zartes Gartengemüse: Kohlrabi

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Zartes Gartengemüse mit drei Zutaten aus dem eigenen Garten oder frisch und billig vom Wochenmarkt: Kohlrabi, Kartoffeln, Dill für die Sauce. Ohne weitere Anleitung, weil es einfach zu simpel ist und jeder Schnörkel mehr bei der Zubereitung würde die frischen Zutaten in den Hintergrund rücken.

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Zucchini-Butter als leckerer Brotaufstrich

selbst gemachte Zucchini-Butter

Zucchinibutter, wie sie hier beschrieben ist, ist eigentlich keine Butter. Klingt zunächst etwas irreführend, weil man vielleicht an Bärlauchbutter und ähnliche Varianten denkt. Tatsächlich ist in diesem Rezept (Jennie Cooks Zucchini Butter) nur wenig Butter, man kann genausogut Olivenöl verwenden. Und heraus kommt letztlich einfach ein Brotaufstrich.

Die im ursprünglichen Rezept angegebene Kochzeit von 15 Minuten habe ich übrigens nicht eingehalten: Nach dieser Zeit ist mir das definitiv zu weich. Ich habe die gehäckselten Zucchini in ein wenig Olivenöl angebraten. Als mir das Ganze weich genug immer noch etwas bissfest erschien, habe ich die Masse in ein Sieb gegeben, um die Flüssigkeit zu entfernen. Dann zurück auf den abgeschalteten Herd mit Butter und Salz und verrührt.

Passt hervorragend zu einem etwas aromatischeren Bauernbrot (auch getoastet oder gegrillt) und zu Gegrilltem. Zucchini selbst haben ja keinen so starken Eigengeschmack. Entscheidend ist deswegen letztlich die Dosierung von Knoblauch und Salz, evt, auch etwas Chili oder Paprika, Pfeffer etc. Dann könnte man auch gleich Butter nehmen? Stimmt, aber diese Variante ist ja fast fettfrei.

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Sehr gut haltbar machen – Einkochen, Einlegen, Konservieren

sehr gut haltbar machenSehr gut haltbar machen: Einkochen, Einlegen, Konservieren Dieses Buch bekommt mein persönliches Test-Siegel „sehr gut”. Eigentlich wollte ich das hier gar nicht mehr vorstellen, weil es nun doch schon älter ist (erschienen 2011). Aber wenn man es jedes Jahr aufs Neue in die Hand nimmt, immer wieder gute Rezepte findet und alles funktioniert so, wie es soll, dann freut man sich doch immer wieder über die sinnvolle Anschaffung (knapp 20 Euro).

Gegliedert ist das Buch in einige grundlegende Themen wie konservieren, sterilisieren, heißeinfüllen, einfrieren, einlegen, verzuckern und kandieren, Milchsäuregärung und trocknen. Und dann natürlich Kapitel über die Produkte und Rezepte. Manches davon geht blitzschnell (einfrieren, heiß einlegen), anderes erfordert mehr Vorbereitung und Verarbeitung (Milchsäuregärung).

Das Spektrum reicht von eingekochtem Obst und Gemüse über Gelee und Marmelade bis zu Ketchup und Pesto: Für jede Jahreszeit, jede Vorliebe und jede Fähigkeit ist etwas dabei. Die Rezepte treffen die richtige Balance von altbekannten Klassikern bis hin zu fortgeschrittenen, abwechslungsreicheren Varianten. So kann man das Buch und seine Rezepte jedes Jahr wieder neu entdecken.

Obwohl ich bei Kochbüchern sehr auf eine gute Bebilderung Wert lege, ist diese bei diesem Buch eher sparsam geraten – und es stört mich überhaupt nicht. Würzöle sehen immer aus wie Würzöle, wegen der Nuancen brauche ich nicht jedes Mal ein neues Bild, wie das bei anderen Speisen wünschenswert ist. Die grafische Aufmachung ist trotzdem sehr ansprechend und gut bebildert.

Das ausgerechnet die Stiftung Warentest eine Art „Kochbuch” herausgibt, macht in meinen Augen übrigens durchaus Sinn: Eine Hauptaufgabe vieler Verbraucherschützer besteht ja schon seit einiger Zeit darin, aufzudecken, was in den Lebensmitteln drin ist. Wobei aufdecken auch bedeuten kann: Leute, lasst mal das Kleingedruckte auf den Produktetiketten.

Bei diesen Rezepten ist die Zutatenliste sehr überschaubar und immer sehr „sauber”: Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse, Zucker und Salz und ein paar Gewürze. Das „kritischste” was man da entdecken kann ist wahrscheinlich Sojasauce aus dem Asialaden (habe ich nach langem Suchen nach industriellen Zutaten bei einem Rezept entdeckt).

Notizen zu Dänemark: Fish and Chips…

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So, dann also mal Dänemark. Zwei Wochen in einem Land, das ziemlich teuer ist, auch und erst recht bei Lebensmitteln. Kauft man im Supermarkt ein, dann kann man noch auf Angebote ausweichen. Im Café oder Restaurant dagegen muss man einfach die hohen Preise akzeptieren: rund sieben Euro für einen Capucchino, etwa 10 Euro für ein Bier, richtig Essen gehen natürlich dementsprechend.

In der Kombination mit (preiswertem) Ferienhaus (davon gibts echt viele in Dänemark) und selber kochen ist das angeblich um 40 Prozent höhere Preisniveau noch erträglich. Eher störend ist der Einkauf bei den nördlichen Nachbarn. Wir hätten geschworen, dass in europäischen Supermärkten die Grundversorgung immer sehr gut und preisgerecht ist. Bei den Dänen, die uns ja sehr sympathisch sind, klappt das nicht so richtig. Wenige Frische-Angebote trotz hoher Preise, eher Discounter-Angebote.

Generell fanden wir viele Lebensmittel dort auch eher, naja, zurückhaltend gewürzt. Dänen lieben es offensichtlich mild. Richtig gut ist an den Küsten das Fischangebot, frisch und geräuchert. Brot ist eher englisch: lätschig und verlangt nach Einsatz eines Toasters. Hier haben die Dänen übrigens eine ganz eigenwillige Lösung: Anstelle des senkrechten Scheibentoasters mit Auswurf findet man hier einen horizontalen Toaster, erinnert eher an einen Grill. Die Brotscheiben werden aufgelegt, ein Timer eingestellt und nach dem „Pling” nochmal wenden und wieder toasten. Warum sich das klassische Toastermodell dort nicht durchgesetzt hat, haben wir nicht herausgefunden.

Vielleicht hats was mit dem ästhetischen Empfinden zu tun: Die Dänen haben gerne besonders gut gestaltete Alltagsdinge um sich. Auch beim Einrichten der Häuser und Ferienhäuser geht es sehr stilvoll zu.

Zum Thema Essen gibts noch zwei Highlights, die ich für mich festhalten möchte: Wie in jedem nördlichen Land mit Zugang zur Küste waren Fish und Chips am Hafen eine sichere Bank. Natürlich fettig und salzig wie überall anders auch. Aber als einfaches Essen aus der Hand, sehr frisch und schmackhaft, mit Möwengeschrei und Blick aufs Meer einfach unschlagbar.

Und als zweiter Tipp sei noch das Louisiana-Museum nahe Kopenhagen genannt, das schon an sich ein Erlebnis ist, aber eben auch wegen des Essens. Denn dort gibts für relativ wenig Geld ein schmackhaftes und üppiges Buffet, weit unter dem dänischen Preisnviveau.

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Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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