Mowiekay Magazine Issue 2

Website von Mowie Kay


Während andernorts heftig darüber diskutiert wird, ob die Printmedien tot sind oder vielleicht auch nur bald sterben, stecken viele Magazin-Apps und E-Reader Ausgaben bestehender Magazine noch in den Kinderschuhen. Und weil das nach meiner Übersicht wohl noch einige Zeit dauern wird, bis da etwas Vernünftiges zu akzeptablen Preisen nachkommt, was wir uns auf unseren Tablets un iPads ansehen und interaktiv genießen können, hier mal wieder ein Link zu einem wunderschön gemachten Food-Magazin, das ganz klassisch als „blätterbares” PDF auf issuu.com daherkommt:

Mowiekay Magazine Issue 2 ist die zweite Ausgabe des Mowiekay Magazins des Londoner Fotografen Mowie Kay. Der fotografiert nicht nur prima, er hat auch eine sehr schöne Website (mowielicious.com), aus der der obige Screenshot stammt.

Schon die erste Ausgabe sorgte für viel Aufsehen und wurde vielfach verlinkt. In der neuen gehts (logischerweise) um weihnachtliche Themen, also viel Schokolade und eben alles, was zu feinen Festessen gehört. Schön, dass es so etwas gratis im Internet gibt: Am Zeitschriften-Kiosk würde das Magazin vielleicht untergehen und man müsste irgendwas im 10-Euro-Bereich dafür berappen – und viel Werbung akzeptieren. Die geht hier – zu Recht – alleine an den Fotografen.

Coffee And TV: » Glühwein gegen den Hunger

Glühwein gegen den Hunger

Klingt auf Anhieb eher etwas schräg, das Motto dieser Aktion: Glühwein gegen den Hunger. Hat aber was. Und da es im August schon eine erfolgreiche Aktion mit dem nicht minder denkwürdigen Titel „Saufen gegen den Hunger” gab, spricht also auch nichts gegen das Glühwein-Motto. Aktionszeitraum: Freitag 18 Uhr bis Sonntag, 18. Dezember 2011 um 22 Uhr.

Die Regeln sind einfach und können auf der Website von Lukas Heinser nachgelesen werden:

Wir werde den gleichen Betrag, den wir am Wochenende (16. – 18.12) verfeiern/verköstigen/versaufen/weg-eskalieren/nach der Party verfressen für Afrika spenden.

Es gibt auch eine Facebookseite und auf Coffe And TV auch einen Link zur Spendenseite.

Der schweizerische Tagesanzeiger über Coca-Cola: „…lobbyierte und taktierte, bis die EU das Ampelsystem kippte”

Coca-Cola und die Lebensmittelampel

Einen schönen Blick hinter die Kulissen schenkt uns der schweizerische Tagesanzeiger (auch wenn der Vorhang schon gefallen ist): Coca-Cola lobbyierte und taktierte, bis die EU das Ampelsystem kippte heißt ein Artikel, der recht detailliert beschreibt, wie Chef-Lobbyist Nikolaus Tacke von Coca-Cola Europa in Brüssel die Initiative für eine Lebensmittel-Ampel in der Schweiz aushebelte.

Im Bericht von Romeo Regenass heißt es:

Die Machtverhältnisse allerdings, die waren klar. Auf der einen Seite die wichtigste Industrie Europas – die Nahrungsmittelindustrie – auf der anderen Seite Organisationen wie Foodwatch, medial mit grosser Präsenz, aber vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln.

An anderer Stelle wird eine Expertin zitiert mit der Aussage: „Auf einen Ampel-Befürworter von Konsumentenorganisationen kommen etwa 100 Lobbyisten der Industrie.”

Die lesenswerte Geschichte vom 12. Dezember 2011 entstand übrigens anlässlich einer Einladung von Coca-Cola Schweiz.

Wer sich über den Stand der Lebensmittelkennzeichnung in Deutschland informieren möchte, der findet hier eine gute Quelle.

Nicht nur an Weihnachten: Tuet Gutes….

Oxfam-Website für Spenden

… redet meinetwegen auch darüber. Aber bevor weiterhin eine sintflutartige Welle von meist unnützen Weihnachtsbotschaften und -geschenken das Land überschwemmt sollte man überlegen, ob man nicht was sinnvolleres anfängt: Charitable Gifts and Unique Gift Giving Ideas That do Good so heißt es in der Rubrik „Unwrapped” bei Oxfam America. Und der Grund dafür, warum gerade diese Spendenseite unter dem Aspekt Charity so gerne in den Medien veröffentlicht wird, dürfte nicht zuletzt die treuherzig guckende Ziege sein – eines von vielen möglichen Geschenken, die das Leben vieler Menschen in den Entwicklungsländern einfacher machen sollen.

Man kann auch ein Dutzend Hühner schenken oder ein Alpaca – natürlich nicht für den weihnachtlichen Verzehr, sondern als eine mögliche Einnahmequelle von Hilfsbedürftigen, die sich gerne selbst helfen möchten. Man kann aber auch den Bau von Schulen unterstützen oder Wetterstationen einrichten, die wichtige Informationen für arme Bauern liefern sollen: Wohltätigkeit dast ohne Grenzen.

Ich bin sicher, es gibt Vergleichbares auch in Deutschland, auch wenn es nicht so gut beworben wird. Aber bei Spendengeldern ist es wahrscheinlich auch egal, wo und wie sie online in Gang gesetzt werden.

Ach ja: Der Teil mir „…und redet darüber” ist durchaus ernst gemeint: Mir sind Firmen sympathischer, die ihr Geld in solche Projekte stecken, statt sich mit massenhaften Postwurfsendungen in Erinnerung zu bringen.

Geschenke aus der Küche: Salz mit Aroma

Rezept für Steinpilz-Parmesan-Salz

Aromatisiertes zu kaufen, so haben wir Verbraucher schmerzvoll gelernt, ist meistens gaaaanz schlecht: Denn meistens kommt hier Chemie zum Einsatz. Über natürliche und naturidentische Aromastoffe möchte ich mich hier gar nicht auslassen, das kann man prima bei Wikipedia nachlesen.

Einen ganz anderen Stellenwert hat dieses Aromatisieren überall dort, wo man es selbst zuhause machen kann, mit natürlichen Zutaten. Selbstgemachter Holunderblütensirup zum Beispiel ist eine tolle Variante und Ergänzung zum Secco oder Sekt. Aber freilich auch etwas aufwändig, wenn man in der Advents- oder Weihnachtszeit etwas Selbstgemachtes aus der Küche schenken möchte.

Hier auf der amerikanischen Website Chow (DIY Flavored Salts findet man ein paar Rezepte zum Aromatisieren von Salz. Eine einfache und schnelle Sache. Kombiniert mit einer originellen Verpackung wird daraus ein originelles kleines Mitbringsel, dass man auch gleich in großen Stückzahlen herstellen kann.

Mein Favorit ist das Steinpilz-Parmesan Salz. Aber auch bei den anderen Varianten kann man auch Bio-Zutaten oder naturbelassene Ingredenzien zurückgreifen.

Die Zubereitungszeit wird mit 5 Minuten angegeben, die Zutaten sind leicht zu bekommen und teuer ist es auch nicht.

Über mich

Joachim Ott (joachimott.de) ist der Testschmecker. Journalist, Fotograf und Filmemacher. Geboren in Schwaben, lebt in Baden. Ständig auf der Suche nach guten Lebensmitteln.

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